Der Teufelsgeiger

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Teufelsgeiger
Originaltitel Paganini: The Devil’s Violinist
Produktionsland Deutschland, Österreich, Italien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 122[1] Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
Stab
Regie Bernard Rose
Drehbuch Bernard Rose
Produktion Rosilyn Heller
Gabriela Bacher
Danny Krausz
Christian Angermayer
Musik David Garrett
Franck van der Heijden
Kamera Bernard Rose
Schnitt Britta Nahler
Besetzung

Der Teufelsgeiger (deutscher Kinostart 31. Oktober 2013) ist ein Film des Regisseurs und Drehbuchautors Bernard Rose über den Geiger und Komponisten Niccolò Paganini. Verkörpert wird Paganini im Film von dem deutschen Violinisten David Garrett.

Handlung[Bearbeiten]

Niccolò Paganini ist im Jahr 1830 auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Um seine Person ranken sich Geheimnisse und sein Manager Urbani tut alles, um die zirkulierenden Skandalgeschichten lebendig zu halten. Schließlich hat er starkes Interesse daran, seinen berühmten Klienten bestmöglich zu vermarkten. Einzig das Londoner Publikum muss noch gewonnen werden. Um Paganini zu seinem ersten Auftritt nach London zu bewegen, riskieren der britische Impresario John Watson und seine Geliebte Elisabeth Wells ihren gesamten Besitz.

Dem geschäftstüchtigen Urbani gelingt es schließlich, Paganini gegen seinen Willen in die englische Metropole zu bringen. Dank der Berichterstattung der Journalistin Ethel Langham scheint das Vorhaben von Erfolg gekrönt zu sein. Es kommt zu tumultartigen Menschenaufläufen vor seinem Hotel, so dass der Musiker und sein Manager bei Watson Unterschlupf suchen müssen. Hier findet Paganini schnell Gefallen an Charlotte, der schönen Tochter seines Gastgebers. Über die Musik finden sie und Paganini zueinander. Er verliebt sich in die junge Sängerin. Urbani befürchtet jedoch, seinen Einfluss auf seinen Schützling zu verlieren und beginnt, einen teuflischen Plan zu schmieden.

Produktion[Bearbeiten]

Der Teufelsgeiger ist eine Summerstorm Entertainment Produktion in Koproduktion mit Dorfilm, Construction Film, dem Bayerischen Rundfunk und Arte in Zusammenarbeit mit Bavaria Film Partners, Bahr Productions, FilmConfect, Sky, ORF und Film House Germany.

Hauptdarsteller David Garrett fungierte auch als ausführender Produzent. Veronica Ferres war Koproduzentin. Gefördert wurde der Film von FFF Bayern, FFA und DFFF sowie FFW, ÖFI und FISA in Österreich.

Kritik[Bearbeiten]

Der Film stieß größtenteils auf negative bis lauwarme Kritiken. Insbesondere die dünne Handlung und die schwachen schauspielerischen Leistungen von Garrett und seinen Ko-Stars wurden immer wieder bemängelt.

„Dass der Film schauerlich missglückt ist, liegt überraschenderweise nicht am Neuschauspieler Garrett. Dessen darstellerisches Vermögen fällt kaum ab im Vergleich zu den Profikollegen wie Veronica Ferres, die den erschreckend leblosen Film koproduziert hat.“

taz[2]

„Ach, Ach, dreimal Ach: Als Musiker ist David Garrett ein Weltstar. Als Schauspieler scheitert er grandios. [...] Nebenhandlungen werden aufgeplustert, um zu überdecken, wie dünn der Hauptstrang ist. Und die anderen Schauspieler wurden wohl angewiesen, schwächer zu spielen, um den armen Garrett nicht so traurig aussehen zu lassen.“

Berliner Morgenpost[3]

„Fazit: Liebe, Musik, Intrigen - trotz der richtigen Zutaten fehlt diesem Kostümfilm die Würze“

Cinema[4]

„Das Problem ist aber: Der 33-jährige Garrett ist Musiker und kein Schauspieler. [...] Tempo nimmt der ‚Teufelsgeiger‘ nur auf, wenn Garrett das tut, was er wirklich gut kann: geigen wie der Teufel. [...] Und weil die Filmmusik mit den Werken Paganinis wirklich mehr als hörenswert ist, lohnt der Kauf der CD vielleicht mehr als ein Kinobesuch.“

Rheinische Post[5]

„Der Teufelsgeiger ist aufwendig gestaltetes, nicht besonders akkurates Historienkino, das zu sehr ins Melodramatische abrutscht. Eine Künstlerbiographie wird hier zu wenig mehr als einer handelsüblichen Romanze, akzentuiert nur von einer Teufelei, die vielleicht gar keine ist. Das alles ist gediegen, nicht besonders spannend, aber nett anzusehen.“

Kinozeit.de[6]

„‚Der Teufelsgeiger‘, der in seinen besten Momenten an überkandidelte, bunte europäische Produktionen aus den 70er Jahren erinnert, [krankt] oft aber an einem unbestimmten Drehbuch. Und Hauptdarsteller David Garrett kann hervorragend Geige spielen, ist aber kein charismatischer Schauspieler.“

Programmkino.de[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Freigabebescheinigung (PDF; 33 kB) der FSK, Zugriff am 9. November 2013
  2. Thomas Winkler: Geiler Geiger. taz.de, abgerufen am 7. November 2013.
  3. Peter Zander: David Garrett, bleib bei deinen Saiten. taz.de - die Filmseite, abgerufen am 7. November 2013.
  4. Der Teufelsgeiger. Cinema, abgerufen am 7. November 2013.
  5. Britta Schultejans: Premiere von der Teufelsgeiger. taz.de, abgerufen am 7. November 2013.
  6. Peter Osteried: Rockstar vergeigt. Abgerufen am 7. November 2013.
  7. Michael Meyns: Teufelsgeiger. Abgerufen am 7. November 2013.

Weblinks[Bearbeiten]