Der Tod ritt dienstags

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Tod ritt dienstags
Originaltitel I giorni dell'ira
Produktionsland Italien, BRD
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1967
Länge 114 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Tonino Valerii
Drehbuch Ernesto Gastaldi
Renzo Genta
Tonino Valerii
nach dem Roman von Ron Barker
Produktion Henryk Chrosicki
Alfonso Sansone
Musik Riz Ortolani
Kamera Enzo Serafin
Schnitt Franco Fraticelli
Besetzung

Der Tod ritt dienstags (Originaltitel: I giorni dell'ira) ist ein Italo-Western des italienischen Regisseurs Tonino Valerii aus dem Jahr 1967 nach einem Roman von Ron Barker.

Handlung[Bearbeiten]

Scott ist der verwaiste Sohn einer Prostituierten, der in seiner Stadt für fast alle niederen Aufgaben zuständig ist. Die Bewohner der Stadt dulden ihn zwar, jedoch wird er mehr wie ein Tier behandelt als wie ein Mensch. Als der bekannte Revolverheld Frank Talby in die Stadt kommt, ist Scott voller Bewunderung für den scheinbar unbesiegbaren und unnahbaren Talby. Die beiden kommen ins Gespräch, als Scott das Pferd für Talby in den Stall bringt und dieser ihn im Saloon auf einen Drink einlädt. Dort bekommt Scott zu spüren, dass er als Gast nicht erwünscht ist. Doch zum ersten Mal stellt sich nun jemand (Talby) vor ihn, und er nimmt den ersten Drink seines Lebens zu sich. Talby erschießt einen Mann, der gegen Scotts Anwesenheit protestiert und seine Waffe zieht.

Fasziniert von Talby und weil nach dem Vorfall im Saloon, jetzt ohne Schutz durch Talby, für ihn schwere Zeiten anbrechen würden, reitet Scott Talby hinterher, als dieser die Stadt verlässt, und er bittet ihn, bei ihm bleiben zu dürfen. Talby willigt zunächst nicht ein. Doch nachdem Scott ihm in der nächsten Stadt das Leben rettet, darf er bei ihm bleiben. Talby lehrt ihn das Schießen und wichtige Grundregeln für das Überleben eines Revolverhelden. Außerdem rüstet er ihn mit neuer Kleidung und einem Revolver aus.

Die zwei Gefährten kehren nun in Scotts Heimatstadt zurück. Nun lässt sich Scott nicht mehr herumschubsen und demütigen. Mit Erpressung, Drohungen und Mord übernehmen Talby und Scott nach und nach die Gewalt über die Stadt. Talby beschließt, in dieser Stadt zu bleiben, und will einen neuen Saloon bauen. Dafür legt er kurzerhand ein Feuer im bestehenden. Im Anschluss wird nicht einmal mehr davor zurückgeschreckt, den Sheriff zu töten. Jeder, der sich den beiden in den Weg stellt, wird erschossen.

Der einzige Mensch, der Scott zu Beginn des Films nicht wie einen Menschen zweiter Klasse behandelt hatte, versucht Scott auf dessen Weg zu einem reuelosen und kaltblütigen Menschen noch einmal gut zuzureden. Er warnt ihn, dass Talby bald versuchen würde, auch Scott aus dem Weg zu räumen, weil dieser für ihn zu stark und zu schnell mit der Pistole werden würde. Scott kann ihm nicht glauben.

Dieser alte Freund wird nun zum Sheriff. Er versucht, ein Waffenverbot in der Stadt durchzusetzen. Als er Talby entwaffnen will, wird er von ihm erschossen. Das ist selbst für Scott zu viel. Er stellt sich nun gegen seinen Lehrer und Vorbild, und Talby setzt seine anderen Männer auf Scott an. Dieser bringt sie jedoch alle zur Strecke.

Beim finalen Duell wird Talby von Scott erschossen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein formal ansprechender Italo-Western mit einer packenden Darstellung in den beiden Hauptrollen, zugleich aber auch mit einigen drastischen Härten.“

Lexikon des internationalen Films[1]
  • Joe Hembus hält den Film für einen „von umständlicher Pädagogik beherrschter Erziehungsroman, der heute wie eine primitive Vorstudie zu Valeriis Nobody wirkt“[2].
  • Georg Alexander schrieb in film[3]: „Lehr- und Wanderjahre eines Nachwuchshelden nebst Bestätigung seiner theatralischen Sendung. Psychologische Entwicklung und abschließende Läuterung (eine soziale Tat ist besser als materieller Erfolg) eingeschlossen.“

Hintergründe[Bearbeiten]

Valerii war assistierender Regisseur bei Sergio Leones Genreklassikern Für eine Handvoll Dollar und Für ein paar Dollar mehr. Die Einflüsse von Sergio Leone sind in diesem Film deutlich zu spüren.

Es war das einzige Mal, dass die beiden Italo-Western-Stars Giuliano Gemma und Lee van Cleef zusammen vor der Kamera standen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Tod ritt dienstags im Lexikon des Internationalen Films
  2. Hembus, Das Western-Lexikon, 1995, S. 651
  3. Friedrich Verlag, 1968