Der große Gatsby (1974)
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| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Der große Gatsby |
| Originaltitel: | The Great Gatsby |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1974 |
| Länge: | 138 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Altersfreigabe: | FSK 16 / gekürzt 12 |
| Stab | |
| Regie: | Jack Clayton |
| Drehbuch: | Francis Ford Coppola |
| Produktion: | David Merrick |
| Musik: | Nelson Riddle |
| Kamera: | Douglas Slocombe |
| Schnitt: | Tom Priestley |
| Besetzung | |
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Der große Gatsby (Originaltitel: The Great Gatsby) ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 1974. Regie führte Jack Clayton, das Drehbuch schrieb Francis Ford Coppola anhand des mehrmals verfilmten Romans Der große Gatsby von Francis Scott Fitzgerald aus dem Jahr 1925. Die Hauptrolle spielte Robert Redford.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Nick Carraway zieht im Jahr 1922 von Minnesota nach Long Island. Er lernt seinen Nachbarn Jay Gatsby kennen, mit dem er sich anfreundet. Gatsby organisiert in seinem großen Haus aufwändige Partys.
Carraway erfährt, dass der eigentliche Name des einer Familie von Landwirten entstammenden Gatsbys James Gatz ist. Gatsby ist in Carraways Verwandte Daisy Buchanan verliebt, mit der er früher zusammen war, bevor er als Offizier am Ersten Weltkrieg teilnahm. Buchanan heiratete inzwischen einen anderen Mann, während Gatsby mit dem Alkoholschmuggel vermögend geworden ist.
Carraway arrangiert ein erneutes Treffen von Gatsby und Buchanan, die zum Liebespaar werden. Buchanan lehnt jedoch das Verlassen ihres Ehemanns ab.
Buchanan verursacht einen Autounfall, in dem die Geliebte ihres Ehemannes Myrtle Wilson getötet wird. George Wilson, der Ehemann von Myrtle, vermutet, seine Frau habe eine Affäre mit Gatsby gehabt. Er tötet Gatsby und begeht anschließend Selbstmord.
[Bearbeiten] Kritiken
Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times, er habe den Roman so verstanden, Gatsby sei trotz seiner kriminellen Vergangenheit ein „romantischer, naiver und heroischer“ Mann aus dem Mittleren Westen. Diese Botschaft komme im Film nicht rüber. Der Zuschauer verstehe nicht, was an der von Mia Farrow dargestellten „narzisstischen“ Daisy Buchanan besonders sein sollte. Das Drehbuch habe die Romanvorlage „geplündert“. [1]
Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei künstlerisch ein „Misserfolg“. Seine Regie sei „schwerfällig, konventionell und ohne rhythmische Form“. Die Kostüme und die Kulissen würden „nostalgischen Glanz“ verbreiten, der jedoch der Romanvorlage nicht gerecht würde. [2]
"Jack Clayton (hat) aus Der Große Gatsby einen Film gemacht ..., der, meiner Meinung nach, sogar den Roman von F. Scott Fitzgerald übertrifft." Tennessee Williams: Memoiren (1972), dt. 1977, Frankfurt am Main: S. Fischer, S. 226
[Bearbeiten] Auszeichnungen
Theoni V. Aldredge für das Beste Kostümdesign und Nelson Riddle für die Beste Filmmusik gewannen im Jahr 1975 den Oscar.
Karen Black gewann im Jahr 1975 den Golden Globe Award. Bruce Dern und Sam Waterston (in zwei Kategorien) wurden für den Golden Globe Award nominiert.
John Box für das Beste Szenenbild, Douglas Slocombe für die Kameraarbeit und Theoni V. Aldredge für die Kostüme gewannen im Jahr 1975 den BAFTA Award. Douglas Slocombe gewann außerdem im Jahr 1974 den British Society of Cinematographers Award.
[Bearbeiten] Hintergründe
1925 schuf F. Scott Fitzgerald mit seinem Roman eines der tragischsten Liebesdramen. Fünf Jahrzehnte später versuchten sich Autoren wie Truman Capote an einer Drehbuch-Adaption der Geschichte. Vergeblich. Erst Francis Ford Coppola („Der Pate“) gelang es, den Stoff werkgetreu und dennoch Hollywood-gerecht auf gut zwei Stunden Filmlänge einzudampfen. Kaum weniger kompliziert gestaltete sich die Besetzung: Namen wie Warren Beatty, Faye Dunaway, Jack Nicholson und Candice Bergen wurden gehandelt, bevor Robert Redford und Mia Farrow den Zuschlag erhielten. Ein Traumpaar in letzter Sekunde; während der Dreharbeiten war Farrow schwanger. Die Produktionskosten betrugen schätzungsweise 6,5 Millionen US-Dollar. Die damals sechsjährige Patsy Kensit, welche über zehn Jahre später neben der Schauspielerei als Musikerin mit der Band Eighth Wonder (u.a. I`m not scared, geschrieben von den Pet Shop Boys) bekannt wurde, hatte hier ihr Filmdebüt.
[Bearbeiten] Literatur
- F. Scott Fitzgerald: Der große Gatsby. Roman (Originaltitel: The Great Gatsby). Deutsch von Bettina Abarbanell. Mit einem Nachwort von Paul Ingendaay. Diogenes, Zürich 2007, 248 S., ISBN 978-3-257-23692-7 oder ISBN 3-257-23692-1

