Der kleine Vampir (1985)

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Seriendaten
Deutscher Titel Der kleine Vampir
Originaltitel The Little Vampire
Produktionsland Kanada, Deutschland
Originalsprache Englisch
Jahr 1985
Länge 25 Minuten
Episoden 13 in 1 Staffel
Genre Kinderserie, Fantasy
Titelmusik Jim GrayThey can see in the dark
Idee Angela Sommer-Bodenburg
Musik John Mills-Cockell
Erstausstrahlung 1986 (Vereinigtes Königreich)
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
31. Dezember 1986 auf Das Erste
Besetzung
Synchronisation

Die 1985 produzierte Fernsehserie Der kleine Vampir entstand in Co-Produktion zwischen der deutschen Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft und der kanadischen Norflicks Productions Ltd.[1] Als Vorlage dienten die beiden Bücher Der kleine Vampir und Der kleine Vampir zieht um von Angela Sommer-Bodenburg.

Handlung[Bearbeiten]

Eines Abends schwebt der kleine Vampir Rüdiger in das Zimmer des zehnjährigen Anton Bohnsack. Er erzählt diesem, dass er seit 146 Jahren tot sei und dass sich Vampire ihr Alter aussuchen könnten. Er, Rüdiger, habe sich für das Kinderalter entschieden, während sich seine Schwester Anna nicht entscheiden könne, wie alt sie sein möchte und deswegen noch im sogenannten „Milchzahnalter“ sei.

Von nun an wird Antons eintöniges Leben spannend: Der Vampir und er werden Freunde, und als dieser ihm noch einen Umhang mitbringt, unternehmen die beiden nächtliche Ausflüge.

Dabei muss Anton dem Vampir schwören, niemandem von ihrer Bekanntschaft zu erzählen, deshalb schreibt er stattdessen darüber an seinen besten Freund Teddy, der erst kurz vorher weggezogen war. Teddy glaubt aber, dass Anton sich diese Geschichten nur ausdenkt.

Große Gefahr bringt Anton die Bekanntschaft mit dem neuen Friedhofsverwalter Johann Geiermeier, der sich später als Vampirjäger entpuppt.

Als Vampir verkleidet nimmt Anton sogar an einer Vampirfete teil und hilft Rüdiger und seiner Familie bei ihrer Flucht vom heimatlichen Friedhof.

Folgen[Bearbeiten]

1 Nächtlicher Besuch

Der kleine Vampir Rüdiger langweilt sich in der Familiengruft. Sein Vormund, Onkel Theodor, besteht darauf, dass Rüdiger unter die Leute geht. Schließlich zieht Rüdiger entnervt los, um nun jeden anzuknabbern, der ihm in die Quere kommt. Bei einem Streifzug durch die Stadt kommt Rüdiger auch an der Turnhalle vorbei und sieht dort zum ersten Mal den 10-jährigen Anton Bohnsack. Als dieser von seiner Mutter abgeholt wird, beklagt sich Anton darüber, dass er seinen Freund Teddy schrecklich vermisse und dass Leichtathletik nichts für ihn wäre ... wenn schon Sport, dann doch lieber Karate. Am gleichen Abend, Antons Eltern, Robert und Helga Bohnsack, sind bereits auf dem Weg zu einer Party, taucht Rüdiger an Antons Fenster auf; und dieser genießt es, Anton einen gehörigen Schrecken einzujagen, indem er dessen Zimmer verwüstet. Aber schnell wird Anton klar, dass dieser Vampir ja eigentlich ganz nett und genauso einsam wie er selbst ist. Noch in Antons Wohnung werden beide Freunde. Beide werden fast von der neugierigen Nachbarin, Frau Puvogel, erwischt, die an diesem Abend Antons Babysitterin ist. Rüdiger kann sich gerade noch unter das Bett verstecken und Anton tut so, als ob er schliefe. Von nun an schreibt Anton seinem Freund Teddy Kasper über seine Abenteuer mit dem kleinen Vampir, die dieser aber nur als „tolle Geschichten“ abtut. Aber am selben Abend kommt auf dem Flughafen der Friedhofsverwalter Johann Geiermeier an, der später noch eine wichtige Rolle im Leben der Vampire spielen wird.

2 Fliegen will gelernt sein

Eine Woche später freut sich Anton schon auf den Besuch Rüdigers, da seine Eltern wieder einmal zu einer Party wollen. Antons Vater repariert inzwischen die kaputte Dielenleuchte und Antons Mutter hält die Leiter. Als Antons Vater infolge eines Stromschlages von der Leiter fällt, verstaucht sich die Mutter den Fuß. Anton versucht nun erfolglos, seine Mutter so schnell wie möglich wieder gesund zu bekommen; aber sie bleibt dennoch zu Hause. Sie liegt im Bett, als Rüdiger an Antons Fenster erscheint. Rüdiger hat Anton einen Vampirumhang mitgebracht. Anfänglich hat Anton Angst, sich den Umhang umzuhängen, da er nicht Vampir werden will. Doch Rüdiger beruhigt ihn: Um zum Vampir zu werden, gehöre ein bisschen mehr als ein Umhang und Flugpulver. Hier hört Anton zum ersten Mal von diesem ominösen „Flugpulver“ und er wird Rüdiger öfters danach fragen. Beide üben in Antons Zimmer das Fliegen, damit sie nächtliche Ausflüge unternehmen können. Doch sind sie dummerweise nicht besonders leise: Antons Mutter wacht auf und kommt in Antons Zimmer; Rüdiger kann sich gerade noch im Wandschrank verstecken. Da entdeckt Antons Mutter einen Zipfel des Umhangs, der aus Antons Schrank herausguckt, und Anton muss ihr gestehen, dass er einen neuen Freund hat. Als Antons Mutter wieder gesund ist, erzählt sie Anton von einem seltsamen Fremden, dem sie ein Haus verkaufen will. Der Kunde bestehe auf eine Nähe des Hauses zum Friedhof. Hier tritt der Johann Geiermeier, seines Zeichens Friedhofsverwalter und passionierter Vampirjäger, in das Leben Anton Bohnsacks. Denn von nun an werden sich ihre Wege regelmäßig kreuzen. Am Abend spielt Geiermeier in dem Haus auf seiner Tuba und wird dort von Großonkel Theodor beobachtet, der ihn sofort erkennt.

3 Bei Schlottersteins

Nach dem Aufwachen erzählt Onkel Theodor von seinem Verdacht, dass der neue Friedhofsverwalter der letzte und schlimmste Spross der Familie Geiermeier ist: „Er sieht aus wie ein Geiermeier, er kleidet sich wie ein Geiermeier, er redet wie ein Geiermeier, er riecht nach Knoblauch wie ein Geiermeier ... und er stellt sich vor mit Geiermeier.“ Am selben Abend soll Frau Puvogel wieder auf Anton aufpassen, doch ihr kommt etwas dazwischen. So muss nun ihre 13-jährige Tochter Effie für sie einspringen, was diesem allerdings nicht passt. So geraten beide schnell in einen Streit und Anton schließt sich in seinem Zimmer ein. Rüdiger hat das vom Oberlicht aus mitbekommen und erschreckt Effie von dort aus. Rüdiger lädt Anton ein, sich bei ihm zuhause einmal umzusehen und so fliegen beide Kinder zum Friedhof. Dort angekommen werden sie fast von Geiermeier erwischt und können sich gerade noch rechtzeitig unter einer Tanne verstecken. Als beide in der Gruft sind, zeigt Rüdiger Anton die Särge: Plötzlich ertönt aus dem Sarg seiner Großtante Dorothee ein heftiges Klopfen! Anton kann sich gerade noch rechtzeitig in Rüdigers Sarg verstecken, doch Tante Dorothee riecht dennoch Menschenfleisch und verdächtigt Rüdiger, in der Gruft einen Sterblichen zu verstecken ... nur beweisen kann sie ihm das nicht. Auf dem Heimweg kommen Rüdiger und Anton zufällig an der Party vorbei, auf der Antons Eltern als Gäste zugegen sind.

4 Vampirumhänge wäscht man nicht

Nachdem Anton wieder zuhause ist, wäscht Antons Mutter den Vampirumhang. Am späten Nachmittag bricht Anton zum Friedhof auf, um Anna und Rüdiger zum Tee einzuladen. Auf dem Friedhof versucht er, mit dem Umhang zu fliegen. Beim Flugversuch wird Anton von seinem Klassenkameraden Udo Schäfer überrascht, der ihm den Umhang abnimmt und zu türmen versucht. Anton gelingt es aber noch, Udo den Umhang abzunehmen und beide werden vom Friedhofsverwalter Geiermeier erwischt: Dieser erkennt sofort, dass es sich hierbei um einen echten Vampirumhang handelt. Geiermeier verhört nun Anton, und Udo gelingt es, mit dem Umhang abzuhauen. Am Abend trifft Anton auf dem Friedhof Rüdiger und erzählt diesem von der Sache mit dem Umhang. Rüdiger ist zwar anfangs sauer auf Anton, aber er erzählt diesem, dass der Umhang ohne das geheimnisvolle „Flugpulver“ völlig wertlos sei ... und dass sich Udo beim Versuch zu fliegen wahrscheinlich das Genick brechen würde. Rüdiger erklärt ihm, dass das faulig und modrig riechende Flugpulver Voraussetzung zum Fliegen und dessen Gewinnung die einzige Arbeit sei, die Vampire verrichten dürfen. Etwas später unternehmen Anton und Rüdiger einen Ausflug zu einem Punker-Treffen; dort sieht Anton zum ersten Mal den älteren Cousin Lumpi.

5 Annas Trick

Vampirjäger Geiermeier sitzt vor seinem Schreibtisch und führt seine Familienchronik. Darin erzählt er seinen Ahnen seine Erlebnisse in der neuen Heimat. So schreibt er auf, dass er verschiedene Verkleidungen ausprobiert und sich letztendlich für die eines Friedhofinspektors entschieden hat. Zur gleichen Zeit und eine Woche vor dem Termin zum Nachmittagstee erscheint Rüdiger erkältet bei Anton und bringt seine kleine Schwester Anna mit. Anna soll Anton nun dabei helfen, den von Udo gestohlenen Umhang wieder zu holen. Die kleine Anna verliebt sich in Anton und rückt von da ab ihrem Schwarm ständig auf die Pelle. Anton kann Udo an dessen Wohnungstür ablenken und Anna den Umhang aus Udos Zimmer mitnehmen. Auf dem Rückweg sieht Anna im Zimmer von Udos Schwester Tery ein Kleid liegen, dass ihr gefällt. Als Anton etwas später wieder zuhause eintrifft, ist Anna bereits in seinem Zimmer. Sie sitzt auf seinem Bett und bestreut den Umhang mit Flugpulver. Als Antons Mutter ins Zimmer kommt, versteckt sich Anna schnell unter dem Bett. Antons Mutter wundert sich, dass ihr Sohn schon wieder diesen Umhang hat und dass er trotz des Waschens schon wieder so furchtbar riecht, nimmt ihn schwungvoll vom Bett und verteilt, ohne es zu merken, das ganze Flugpulver auf der Bettdecke. Als Anton sie ausschütteln will, hebt diese mit ihm vom Bett ab. Mit Annas Hilfe gelingt es ihm, mit der Decke wieder zu landen. Im Anschluss fliegen beide zu Rüdiger in die Gruft, um zu zeigen, dass der Umhang wieder im Besitz von Anton ist. Dort treffen sie – sehr zu Antons Entsetzen – auf Lumpi, der mit Rüdiger Karten spielt. Plötzlich taucht auch noch Tante Dorothee in der Gruft auf und Anton muss sich erneut in Rüdigers Sarg verstecken. Dort wird er ohnmächtig und Anna beginnt mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung. In der späten Nacht wacht Antons Mutter plötzlich auf, weil im Badezimmer die Waschmaschine läuft. Sie findet dort Anton schlafend auf der Waschmaschine vor, der seine stinkende Bettdecke wäscht.

6 Rüdiger in Jeans

Was trägt ein Vampir zum Tee? Diese Frage stellen sich Anton und seine Freunde. Die Kleiderfrage für Rüdiger ist schnell geklärt. Anton beschließt, Rüdiger ein paar seiner alten Sachen zu geben. Doch was soll Anna anziehen? Sie fliegt umher und sieht sich in Antons Schule in den Spinden der Mädchen um, findet aber nichts schickes. Da erinnert sie sich an das Kleid in Udos Wohnung und so fliegt sie bei diesem vorbei. Das Fenster zum Zimmer seiner Schwester steht offen: So beklaut Anna kurz entschlossen Udos Schwester. Johann Geiermeier entdeckt in der Zwischenzeit in der Bücherei eine seltene Bilderrolle, die die Vampire bei den Indianern zeigt. Beim Versuch, diese aus der Bücherei zu stehlen, wird er aber erwischt und die Polizei geholt. Geiermeier gelingt aber dennoch die Flucht. Während sich Geiermeier vor der Polizei versteckt, bricht für die Vampirkinder die Stunde der Wahrheit heran: Werden Antons Eltern merken, dass sie Vampire sind? Doch noch während sich die Vampirkinder in der Gruft für die Teeparty fertig machen, werden sie zufällig von Tante Dorothee beobachtet, die aufgewacht ist und ihren Sargdeckel angehoben hat.

7 Tee mit Überraschungen

Antons Mutter ist mitten in den Vorbereitungen zur Teeparty, die um 16:00 Uhr stattfinden sollte und nun ist es bereits 16:30 Uhr. Anton versucht verzweifelt seine Mutter darauf vorzubereiten, dass die Vampirkinder nicht am Nachmittag, sondern erst am frühen Abend kommen werden. So erscheinen die Vampirkinder um kurz nach 20.00 Uhr schlecht geschminkt und als Menschen verkleidet bei Antons Eltern. Anna trinkt bei Antons Eltern Milch und Rüdiger eine (lauwarme) Hühnerbrühe. Dabei werden sie jedoch durch das Oberlicht von der gesamten Vampirfamilie beobachtet. Selbst Lumpi ist entsetzt, dass Rüdiger menschliche Nahrung zu sich nimmt. Onkel Theodor, der seinen Sohn ansonsten nicht viel lobt, ist sichtlich beeindruckt von dieser „vampirischen Einstellung“ Lumpis. Anton bemerkt die versammelte Vampirfamilie eher zufällig. Er macht seine beiden Freunde in seinem Kinderzimmer auf die neue Situation aufmerksam. Rüdiger weiß, dass man ihn nun aus der Gruft verbannen wird. So machen sich die Vampirkinder auf den Weg zur Gruft. Antons Vater besteht jedoch darauf, sie mit dem Auto nachhause zu fahren. In der Nähe des Friedhofes steigen sie aus dem Auto aus und laufen auf ein Haus zu, wo sie schließlich klingeln. Als die Haustüre geöffnet wird, fährt Antons Vater beruhigt ab. Die Vampirkinder rennen auf ihrerseits fast Geiermeier in die Arme, als sie auf dem Weg zur Gruft sind. Dieser erkennt in ihnen Vampire. Aber weder Rüdiger noch Anna ahnen, dass sie die ganze Zeit von ihrer Familie beobachtet wurden.

8 Rüdiger in Not

Als die Vampirkinder Anna und Rüdiger später in die Gruft zurückkehren, werden beide bereits von der Familie erwartet, denn Kontakt mit Menschen ist Vampiren strikt verboten. Beiden wird nun der Familien-Prozess gemacht: Anna wird als nicht-bluttrinkender Vampir vor einer Strafe noch verschont, aber Rüdiger wird nun aus der Gruft verbannt, erhält Flugverbot und muss sich eine neue Bleibe suchen. Er entschließt sich, in den Keller von Antons Eltern einzuziehen. Er überredet Anton, ihm seinen Umhang zu überlassen. Doch noch während Anton bei Rüdiger im Keller ist, schleicht sich Effie in die Wohnung der Bohnsacks. Nach kurzem Suchen findet Effie den Umhang in Antons Zimmer und nimmt ihn mit. Anton bemerkt sofort den Diebstahl und vermutet Effie dahinter. Mit einem Trick kann er sich Zutritt in die Wohnung der Puvogels beschaffen und muss erschrocken feststellen, dass Effie den Umhang gewaschen hat und er damit für Rüdiger unbrauchbar geworden ist.

9 Unruhe im Keller

Rüdiger wohnt nun im Keller der Bohnsacks, kann aber nicht fliegen, da ihm Onkel Theodor den Umhang abgenommen hat. Im bohnsackschen Keller besucht ihn regelmäßig Anna und berichtet ihm, dass die Familie sehr verzweifelt über diese Angelegenheit sei. Rüdiger lädt Anton nun zur größten Vampirfeier des Jahres ein. Ein wenig später will auch Anna Anton zu dieser Feier einladen und ist sichtlich enttäuscht, als ihr Rüdiger erzählt, dass er bereits Anton eingeladen habe. Bei dem anschließend überstürzten Abflug aus der Garage des Hauses wird die nun sehr von Anton und Rüdiger enttäuschte Anna aber von Effie Puvogel beobachtet, die das sofort ihrer Mutter und Antons Eltern erzählt. Und da Rüdiger in der Garage aus den Autoreifen eines Nachbarn die Luft herausgelassen hat, um sich den ganzen Tag in dem Wagen verstecken zu können, will Antons Vater im Haus für mehr Sicherheit sorgen. Die Vampirkinder können sich noch in der Garage verstecken und Antons Vater wirft die Puvogels wütend aus seinem Keller. Zwischenzeitlich ist Geiermeier den Vampiren bedrohlich nahegekommen. Vor ihrer Familiengruft hält dieser den Vampiren eine Rede. Er verspricht den Vampiren einen „fairen Prozess“ in Transsylvanien. Onkel Theodor erkennt nun, dass sein Feind große Angst hat, selbst aus dem Land ausgewiesen zu werden. Geiermeier verkündet aber den Vampiren auch, dass nun große Probleme auf diese zukommen würden, die noch schlimmer seien als er. Während die Vampire rätseln, was Geiermeier damit gemeint haben könnte, taucht die Polizei auf und verhaftet Geiermeier. Er soll nun als Geisteskranker in die Irrenanstalt eingewiesen werden, aber es gelingt ihm, als Arzt verkleidet zu fliehen. Rüdiger erhält zwischenzeitlich von Anna verbotenerweise etwas Flugpulver für seinen gewaschenen Umhang. Anton ahnt von alledem nichts: Nichtsahnend sitzt er in seinem Zimmer und malt ein neues Bild von Rüdiger. Da kommt seine Mutter ins Kinderzimmer und teilt ihm mit, dass sich sein Vater plötzlich entschlossen hat, eine Garderobe zu bauen und sich das Brett und die Haken aus dem Keller holen will! Anton saust los und findet seinen Vater im Keller vor; er hatte eine alte Zeitung gefunden, wo Teddy und Anton im Alter von vier Jahren als Vampire verkleidet waren. Dabei war Vater Bohnensack unbewusst den Vampirkindern im Keller bedrohlich nahegekommen. Anton gelingt es, seinen Vater abzulenken und mit den gesuchten Sachen aus dem Keller zu verscheuchen. Während sich Anna und Anton im Keller unterhalten, besucht Rüdiger Antons Freund Teddy in Hameln. Er überrascht diesen im Garten: Teddy beginnt, im Zelt einen Brief an Anton zu schreiben, und Rüdiger schafft es, diesen angefangenen Brief zu stehlen und Anton zu überbringen. In den Fernsehnachrichten erfährt Anton von der Verhaftung und der Flucht Geiermeiers. Er erfährt aber auch, dass der alte Friedhof planiert werden soll, und damit wären seine besten Freunde und deren Verwandte heimatlos. In seinem Zimmer führt Anton den angefangenen Brief Teddys weiter aus, mit den ausdrücklichen Worten, dass alles wahr sei, was er bis dahin geschrieben habe.

10 Das große Fest der Vampire

Im Keller versucht er, Rüdiger vor der drohenden Gefahr zu warnen, aber dieser will nichts davon hören, da heute die Nacht der Nächte sei. Bei der folgenden Alles-wird-vergeben-und-vergessen-Party, die unter anderem Rüdigers Rückkehr in die Gruft ermöglichen soll, nimmt auch Anton als Vampir verkleidet teil. Dafür hat Onkel Theodor sogar das Flugverbot aufgehoben, mit dem er Rüdiger belegt hatte, und Anna darf ihm offiziell einen Umhang überbringen. Vorher muss sich Anton allerdings Udos entledigen, der sich wieder mit Anton versöhnen will und deswegen mit seinem Hund Swiff zu ihm nach Hause gekommen ist. Udo hat sich nun selbst einen Umhang gebastelt, und auf Antons Anraten hin gehen beide – Anton nun vollständig als Vampir verkleidet – zum Friedhof: Dort wollen beide das Fliegen üben. Prompt wird Udo dort von der Polizei erwischt, die nun seit Geiermeiers Auftritt dort auf Streife ist. Anton und Rüdiger treffen sich ein wenig später und beide fliegen zur Vampirparty. Rüdiger stellt Anton seinen Verwandten nun als „Thor den Schrecklichen“ vor und Anton lernt Rüdigers Familie besser kennen. Auf Tante Dorothees Frage: „Wo bist du zuhause?“ gibt Anton zufälligerweise mit „Wo immer ich meinen Mantel fallen lasse“ die Antwort der Zigeuner-Vampire. Da Tante Dorothee Zigeuner-Vampire sehr bewundert, wird Anton auch von ihr und den übrigen Vampiren als einer der ihren anerkannt. Und da Dorothees Ehemann, Onkel Theodor, der gewählte Fürst der Vampire ist, hätte auch Tante Dorothee unter den Vampiren einen beachtlichen Einfluss. Den nimmt sie aber nicht in Anspruch. Rüdiger erzählt Anton auch, dass er einen furchterregenden Beinamen habe: „Der Vertilger“.

11 Geiermeier ist überall

Anton wird dennoch von Tante Dorothee fast als Mensch enttarnt, als er in einer der zahlreichen Nebenhöhlen mit Anna das Tanzen übt und dabei in einen unterirdischen Brunnen fällt. Und dadurch wird sein Vampir-Make-Up verwischt. Anton und die Vampirkinder verlassen im Anschluss daran verbotenerweise das Vampirtreffen; Tante Dorothee erzählen sie, „Thor“ wolle seine Geige holen, um ihr ein Lied spielen zu können. In einer Höhle nahe dem Eingang treffen Anna, Rüdiger und Anton dann auch noch zufällig auf den verkleideten Geiermeier. Geiermeier hatte sich ebenfalls auf das Fest geschlichen, um sich vor den Menschen zu verstecken, die ihn nun jagen würden. Und offensichtlich hatte Geiermeier auf dem Fest auch einen Umhang gestohlen. Er wolle mit dem Umhang beweisen, dass es Vampire wirklich gebe, erzählt Geiermeier den Kindern. Um Anton zu retten, müssen Anna und Rüdiger notgedrungen auch Geiermeier den Weg an die Oberfläche zeigen. Anton fliegt sofort los, während Anna und Rüdiger Geiermeier den Vampirumhang abnehmen. Sie ahnen aber nicht, dass Geiermeier zwei von diesen gestohlen hatte.

12 Transportprobleme

Am nächsten Tag kommt Anton am frühen Nachmittag in den Keller. Rüdiger erfährt durch ihn, dass ab heute der alte Friedhof zerstört werden soll und dass die Vampire in höchster Gefahr sind. Rüdiger bittet Anton, seine Verwandten zu warnen und sich nun als Mensch zu erkennen zu geben. Als Anton auf den Friedhof kommt, ist ein großer Teil schon vernichtet. Er steigt in die Gruft und weckt Anna, die sich aber über die Sonne erschrickt und kurz laut aufschreit. Dadurch weckt sie allerdings auch ihre Verwandtschaft. Die erwachsenen Vampire erkennen nun, dass der „Vampir Thor“ in Wirklichkeit ein Mensch ist, und wollen ihm nicht zuhören. Anna besteht darauf, dass man „Thor“ trauen könne, und nun kann Anton in den ihm von Onkel Theodor erlaubten fünf Worten allen von der drohenden Zerstörung des Friedhofes berichten. Onkel Theodor erkennt nun, was Geiermeier gemeint hat, als er sagte, dass den Vampiren etwas bevorstehe, das schlimmer sei als er! Anton erhält nun den Auftrag, für die Vampire gegen Gold ein Schiff zu organisieren. Anton findet auf einer Flusswiese tatsächlich ein paar dubiose Gestalten. Diese erklären sich bereit, die Vampire bis Mitternacht an Bord zu nehmen.

13 Kein Abschied ist für immer

Rüdiger ist wieder in die Gruft zurückgekehrt. Vorher hatte er noch mit seinem Freund Anton in dessen Haus Effie Puvogel erschreckt, als beide durch das Treppenhaus flogen. Und nun haben Antons Freunde ein großes Problem: Wie bekommt man die Särge unauffällig auf das Schiff? Lumpi schlägt vor, seinen Punk-Freunden vorzuspielen, die Särge zu stehlen und so zum Hafen zu bringen. Im Schutze des beginnenden Halloween-Festes können sie fast unbemerkt zum Schiff gelangen. Sie laufen zwar Geiermeier in die Hände, aber ein Polizist erkennt diesen als den „flüchtigen Irren“. Geiermeier flüchtet nun erneut vor der Polizei. Anna, Rüdiger und Anton müssen sich nun voneinander verabschieden und Anton erhält von den Vampiren eine Flasche Flugpulver und eine Geige als Erinnerungsgeschenke. Und sie geben ihm einen Tipp, was Flugpulver eventuell sein könnte – Anton müsse sich mehr auf seine Nase verlassen. Anton kommt nun tieftraurig nach Hause und berichtet seinen Eltern, dass Anna und Rüdiger überraschend „verreisen“ mussten und auch wohl nie mehr zurückkämen. Er hat nun die Idee, selbst eine Alles-ist-vergeben-Party zu veranstalten. Während dessen sind die Vampire am Schiff angelangt und Onkel Theodor wundert sich, warum nun plötzlich acht und nicht mehr sieben Särge am Ufer stehen. Er öffnet den letzten Sarg und macht eine unglaubliche Entdeckung: In diesem hatte sich Geiermeier versteckt, um den Vampiren in ihr neues Versteck zu folgen. Onkel Theodor und Geiermeier führen nun ein Streitgespräch, wo Geiermeier erkennt, dass die Vampire ihm gegenüber im Vorteil sind ... diese leben ewig und er selbst muss irgendwann sterben. Das bringt Geiermeier auf die Idee, Antons Nachbarin – Frau Puvogel – zu heiraten. Anton veranstaltet seine Alles-ist-vergeben-Party bereits am nächsten Abend und diese wird ein voller Erfolg. Als Anton und Teddy später in Antons Kinderzimmer kommen, finden sie am Fenster eine Nachricht von Rüdiger vor: Sind nur einen Nachtflug entfernt – bleiben in Kontakt! Der Vertilger. Anton packt nun seine Geschenke aus und entdeckt die Flasche Flugpulver: Dadurch, dass Anton nun zwei Umhänge hat, einen guten und einen alten, können er und sein Freund Teddy fliegen und nun auch gemeinsame nächtliche Aus-Flüge unternehmen. Zum Beweis, dass alles, was er Teddy geschrieben hatte, wahr ist, streut Anton etwas Flugpulver auf seine Bettdecke, und diese beginnt zu schweben. Teddy erkennt nun selbst, dass Anton nicht spinnt und ihm nur tolle Geschichten aufgetischt hat, sondern dass es Anna und Rüdiger wirklich gibt.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Schauspieler Synchronsprecher
Anton Bohnsack (engl. Anton Basker) Christopher Stanton Tobias Pauls
Rüdiger von Schlotterstein (engl. Rüdiger) Joel Dacks Matthias Klimsa
Anna von Schlotterstein (engl. Anna) Marsha Moreau Saskia Weckler
Johann Geiermeier (engl. Detective Gurrmeyer) Gert Fröbe Gert Fröbe
Onkel Theodor (engl. Uncle Ludwig) Michael Gough Günther Jerschke
Tante Dorothee (engl. Aunt Hildegard) Lynn Seymour Karin Eckhold
Lumpi (engl. Lumpi) Jim Gray Andreas von der Meden
Robert Bohnsack (engl. Robert Basker) Michael Hogan Rolf Becker
Helga Bohnsack (engl. Helga Basker) Susan Hogan Heidi Schaffrath
Frau Puvogel (engl. Mrs. Perkins) Barbara Reese Katharina Brauren
Effie Puvogel (engl. Effi Perkins) Kathy Wenschlag Kerstin Draeger
Udo Schäfer (engl. Cyril Schaeffer) Kristofer Kent

Synchronisation durch Studio Hamburg unter Leitung von Wolfgang Draeger (Dialogbuch und Dialogregie)

Erwähnenswertes[Bearbeiten]

  • Das Titellied They can see in the dark singt Lumpi-Darsteller Jim Gray, der zu jener Zeit Mitglied der Punkband Dark Room war, in einer abgewandelten Fassung in der vierten Folge Vampirumhänge wäscht man nicht auf einem Parkdeck während einer Feier.[2]
  • Der Darsteller des Onkel Theodor, Michael Gough, konnte bereits auf eine beträchtliche Erfahrung mit Film-Vampiren zurückblicken: Gemeinsam mit Peter Cushing war er Hauptdarsteller im legendären Dracula-Film von 1958, der den Weltruhm von Christopher Lee begründete. In der ersten Szene der zweiten Folge sagt Theodor zudem, er habe Dracula noch gekannt.
  • Gedreht wurde in Edmonton, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Alberta.[1]
  • Die Produktionskosten beliefen sich auf 5,5 Millionen D-Mark und somit war die Serie die bis dahin teuerste Kinderbuchadaption, an der sich das deutsche Fernsehen (NDR) beteiligte.[3]
  • In der Originalfassung haben die Charaktere teilweise andere Namen. Tante Dorothee heißt dort Tante Hildegard und Onkel Theodor heißt Onkel Ludwig. Auch die Familiennamen Bohnsack, Geiermeier und Puhvogel werden entsprechend übersetzt (siehe Besetzungsliste).

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten]

Die ARD hat am 29. Oktober 2008 eine DVD-Box mit allen 13 Folgen und einer 15-minütigen Dokumentation über Angela Sommer-Bodenburg veröffentlicht.[4] Ferner ist als weiteres Bonusmaterial auch die originale englische Tonspur auf der DVD vorhanden. Am 25. März 2009 folgte die Veröffentlichung einer weiteren DVD-Box unter dem Titel Der kleine Vampir – Alle Abenteuer mit 8 DVDs, die sowohl die komplette Serie von 1985 als auch die komplette Serie Der kleine Vampir – Neue Abenteuer von 1993 enthält.[5]

Ausstrahlungsnotizen[Bearbeiten]

Fernsehpremiere hatte Der kleine Vampir im Frühsommer 1986 in Großbritannien, die Serie erreichte dort eine Sehbeteiligung von 22 Prozent bei der Zielgruppe der Vier- bis Fünfzehnjährigen und war somit ganz oben in der „Top Ten des Kinderprogramms“ platziert.[3] Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte vom 31. Dezember 1986 bis 22. März 1987 jeweils sonntags. Wiederholungen erfolgten seit 1990 bis 2002 auf den Dritten Programmen, auf Eins Plus und im KI.KA.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Internet Movie Database
  2. gruft-der-vampire.de
  3. a b Artikel Der kleine Vampir in der TV Hören und Sehen, Nr. 52/1986 vom 17. Dezember 1986, S. 30
  4. ARD Video: Der kleine Vampir (DVD) (Letzter Zugriff: 8. April 2009)
  5. ARD Video: Der kleine Vampir – Alle Abenteuer (8 DVDs) (Letzter Zugriff: 8. April 2009)

Literatur[Bearbeiten]

  • ARD-Pressemappe 47/86: Der kleine Vampir (1986)

Weblinks[Bearbeiten]