Der trojanische Krieg findet nicht statt

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Der trojanische Krieg findet nicht statt (französischer Originaltitel: La Guerre de Troie n'aura pas lieu) ist ein Theaterstück des französischen Dramatikers Jean Giraudoux. Alternative Titel von Übersetzungen aus dem Französischen sind Kein Krieg in Troja und Der trojanische Krieg wird nicht stattfinden.

Es entstand 1935 unter dem Eindruck der wachsenden Kriegsgefahr in Europa und prangert die Bereitschaft der Menschen, hier der Trojaner alias der Franzosen, zum Krieg an. Der trojanische Königssohn Paris hat Helena, die Gattin eines griechischen Königs, entführt. Bei Beginn der Handlung ist gerade Hektor, der älteste Sohn des Königs von Troja, aus einem Krieg zurückkehrt und die Ankunft des griechischen Heeres (das die neu wachsende deutsche Gefahr symbolisiert) steht bevor. Es will angeblich die Entführung Helenas rächen, in Wahrheit aber das Reich Troja einnehmen. Hektor versucht, Helena zur Rückkehr nach Griechenland zu bewegen. Sie lehnt mehrfach ab. Just als Helena sich bereit erklärt, nach Sparta zurückzukehren, schlägt Hektor den Kriegstreiber Demokos nieder. Dieser behauptet sterbend, der Grieche Ajax sei sein Mörder. Die Trojaner stürzen sich auf den vermeintlichen Mörder, der von beiden Seiten erwünschte Zwischenfall ist eingetreten, der Krieg kann beginnen.

Für das Fernsehen entstanden zwei Verfilmungen; eine 1964 in Deutschland unter der Regie von Franz Peter Wirth, eine 1981 in Frankreich unter Regie von Raymond Rouleau.