Der weiße Hund von Beverly Hills

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Filmdaten
Deutscher Titel Der weiße Hund von Beverly Hills
Originaltitel White Dog
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1982
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Samuel Fuller
Drehbuch Samuel Fuller
Curtis Hanson
Produktion Jon Davison
Nick Vahoff
Musik Ennio Morricone
Kamera Bruce Surtees
Schnitt Bernard Gribble
Besetzung

Der weiße Hund von Beverly Hills ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1982 von Samuel Fuller nach einer Erzählung von Romain Gary.

Handlung[Bearbeiten]

Die junge Schauspielerin Julie Sawyer fährt versehentlich einen streunenden weißen Schäferhund an und verletzt das Tier schwer. Sie pflegt ihn gesund und versucht, den Besitzer zu ermitteln. Als sie zu Hause von einem Einbrecher überfallen wird, verteidigt sie der Hund und vertreibt den Angreifer.

Während eines Drehs fällt der Hund Julies farbige Kollegin an. Daraufhin bringt ihn Julie zu dem Hundetrainer Carruthers. Dieser erklärt ihr, der Hund sei ein „weißer“ Hund: Ein Rassist habe ihn abgerichtet, Farbige anzufallen und zu töten; der Hund sei eine Gefahr und Carruthers rät Julie, den Hund einschläfern zu lassen. Der Trainer Keys, selbst schwarz, überzeugt sie, er könne den Hund umprogrammieren. Nach langer und intensiver Arbeit hat er den Hund tatsächlich soweit, dass er ihn nicht mehr angreift. Als Julie und Keys das feiern, wendet sich der Hund gegen den (weißen) Carruthers und Keys bleibt nicht anderes übrig, als ihn zu erschießen.

Deutsche Fassungen[Bearbeiten]

In Deutschland erschien der Film 1985 unter dem Titel 'Die weiße Bestie' zunächst ungekürzt. Für die spätere TV-Ausstrahlung 1987 unter dem Titel 'Der weiße Hund von Beverly Hills' wurde er dann um ca. 5 Minuten geschnitten und komplett neu synchronisiert, wobei die Dialoge zum Teil sinnentstellend verändert wurden, um die thematische Brisanz zu entschärfen. Auch bei späteren Wiederholungen wurde stets die verfälschte Fassung gesendet. Erst 2012 erschien auf DVD wieder die ursprüngliche authentische und ungekürzte Version.

Kritiken[Bearbeiten]

„Eine antirassistische Parabel, dessen redliche Absicht nicht für einen guten Film reicht. Allzu dick auftragend, geht der Film in der Vermenschlichung des Tieres zu weit und bringt sich durch seinen sozialtherapeutischen Zeigefinger um eine stärkere Wirkung.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Aufrüttelnder Thriller um ein brisantes Thema“

Cinema[2]

„Samuel Fuller drehte diesen formal gelungenen, radikal antirassistischen Thriller mit vielen imposanten Kameraeinsätzen“

Prisma-Online[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Weiße Bestie im Lexikon des Internationalen Films
  2. Der weiße Hund von Beverly Hills auf Cinema.de
  3. Der weiße Hund von Beverly Hills auf Prisma-Online

Weblinks[Bearbeiten]