Derby (Pferdesport)

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Der Begriff Derby im Sport beruht auf einem am 4. Mai 1780 in Epsom (England) erstmals ausgetragenen Leistungsvergleich für 3-jährige Vollblutpferde. Die Derby Stakes wurden benannt nach Edward Smith Stanley, 12. Earl of Derby und sind bis heute auch ein hochkarätiges gesellschaftliches Ereignis. Das Derby ist das wichtigste der klassischen Rennen, bei denen 3-jährige unter gleichem Gewicht laufen, wobei Stuten allerdings ein etwas geringeres Gewicht zu tragen haben. Das englische System der Leistungsprüfungen für Vollblüter wurde weltweit übernommen und damit auch der Begriff Derby.

Das Derby für Stuten heißt in England und Irland »Oaks Stakes«, in Frankreich und Deutschland »Prix de Diane« / »Preis der Diana«.

Das Derby im Galopprennsport gab in Deutschland auch seinen Namen für entsprechende Leistungsprüfungen im Trabrennsport und im Springreiten. Im Bereich Pferderennen ist das Derby die wichtigste Zuchtprüfung der dreijährigen Pferde (sowohl der englischen Vollblüter als auch Traber und der Araber).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Deutsches Derby (Galopprennen, Gruppe I)

Derby in Epsom, Théodore Géricault, 1821

Das Galopp-Derby wird in Deutschland traditionell am ersten Sonntag des Monats Juli parallel zum Irischen Derby im Hamburger Stadtteil Horn ausgetragen, in England (Epsom Derby) und Frankreich meist im Juni, in den USA (Kentucky Derby) schon im Mai. Das deutsche, englische und irische Derby führen traditionell über 2400 m, das französische Derby seit 2005 über 2100 m (zuvor ebenfalls 2400 m), das Kentucky Derby über 1 1/4 Meilen, also ca. 2011 m.

[Bearbeiten] Geschichte des Deutschen Galopp-Derbys

Nachdem der Norddeutsche Bund 1867 eine Verfassung erhalten hatte und bei Berlin die Rennbahn Hoppegarten unter Regie des Union-Clubs (benannt nach dem Union-Rennen einer seit 1834 ausgetragen Leistungsprüfung unter klassischen Bedingungen) entstanden war und in Wien seit 1868 der Preis des Jockey-Clubs (Österreichisches Derby) stattfand, wurde 1869 in Hamburg – quasi als gesellschaftliches Gegengewicht – das Norddeutsche Derby erstmals ausgetragen. Der erste Sieger trug den passenden Namen Investment.

Nur wenige Male wurde das Deutsche Derby (so seit 1889 genannt) nicht in Hamburg gelaufen. Dies war 1919 in Berlin-Grunewald, 1943 und 1944 in Hoppegarten (Berlin), 1946 München und 1947 Köln. Lediglich 1945 wurde das Derby nicht gelaufen.

Das Derby wurde 1940 bis 1944 als „Großer Deutschlandpreis der Dreijährigen“ ausgetragen und das Wiener Derby 1940–1944 als Großer Preis von Wien gelaufen. Das Derby kehrte 1948 nach Hamburg zurück und der Große Deutschlandpreis der Dreijährigen verblieb im Programm der sowjetischen Besatzungszone.

[Bearbeiten] Erfolgreich im Galopp-Derby

Der erfolgreichste Trainer im Deutschen Derby war mit 9 Siegen George Arnull (* Newmarket 1880, † Köln 1960), ein Neffe der beiden Hamburger Vereinstrainer William King Arnull und Ernest Nevill Arnull, deren Großvater Bill Arnull dreimal als Jockey das englische Derby gewann.

George Arnull errang alle Derbysiege als Privat-Trainer in Diensten des Gestüt Schlenderhan, das mit Wiener Walzer 2009 seinen 18. Erfolg buchen konnte - 101 Jahre nach dem ersten Sieger (1908 „Sieger“). An zweiter Stelle folgt mit 12 Erfolgen bis 1944 das staatliche Hauptgestüt Graditz.

Erfolgreichster Jockey ist Gerhard Streit (8 Siege), der wie Otto Schmidt (7 Siege) 28 klassische Rennen gewann. An dritter Stelle folgt Tom Busby der bis 1896 5 Mal das Deutsche Derby gewann, dazu 3x das Derby in Wien und 2x in Kopenhagen.

Lediglich zwei Aktive haben das Deutsche Derby sowohl als Reiter und als Trainer gewonnen. Hein Bollow, der als Reiter 1953, 1954,1956 und 1962 erfolgreich war, gewann 1974 mit Marduk das Derby noch einmal als Trainer. 1937 gewann Ernst Florian Grabsch als Trainer-Jockey für das Gestüt Graditz mit Abendfrieden. Eine Konstellation, die heute nicht mehr möglich ist. Entweder ist ein Aktiver Trainer oder Reiter, aber nicht mehr beides in Personal-Union.

Vielen großen und erfolgreichen Reitern fehlte es einfach am nötigen Glück, einen Sieger im Derby zu reiten. Dazu gehören Peter Remmert, Fritz Drechsler und der Europa-Rekordler Peter Schiergen. Als Trainer hat Peter Schiergen dafür schon drei Derbysieger gesattelt: 2001 Boreal, 2006 Schiaparelli und 2008 Kamsin. 2008 war er auch Trainer des Zweitplazierten Ostland.

Das Derby ist ein klassisches Rennen und damit ausschließlich für dreijährige Pferde offen. Deswegen können Pferde das Derby nur einmal gewinnen, was sie nicht daran hindert mehrere verschiedene Derbys zu gewinnen. So hatten vor ihrem Sieg im Deutschen Derby folgende Pferde bereits das Derby in Wien gewonnen: 1883 Tartar, 1887 Zsupan, 1905 Patience, 1942 Ticino, 1943 Allgäu, 1944 Nordlicht, 1954 Kaliber und 1964 Zank. Birkhahn gewann 1948 in Hamburg das Deutsche Derby und in Hoppegarten den Großen Preis der Dreijährigen - das Derby der DDR.

Es gibt bislang fünf Stuten, die Mutter von jeweils zwei Derbysiegern sind:

  • Kirschfliege mit Kaliber (1954) und Kilometer (1956)
  • Ordinale mit Orofino (1981) und Ordos (1983)
  • Laurea mit Lando (1993) und Laroche (1994)
  • Britannia mit Borgia (1997) und Boreal (2001)
  • Sacarina mit Samum (2000) und Schiaparelli (2006)

Samum und Schiaparelli (von Monsun aus der Sacarina) sind die bislang einzigen Vollbrüder, die beide das Deutsche Derby gewannen.


Erfolgreiche Deckhengste:

Name Vater der Derbysieger
Hannibal (St.Leger 1894)
 
 
 
1906 Fels
1908 Sieger
1909 Arnfried
1912 Gulliver II
Prunus (St.Leger 1918)
 
 
1927 Mah Jong
1932 Palastpage
1938 Orgelton
Herold (Derby 1920)
 
 
1928 Lupus
1931 Dionys
1933 Alchimist
Ticino (Derby 1942)
 
 
 
1950 Niederländer
1951 Neckar
1955 Lustige
1957 Orsini
Neckar (Derby 1951)
 
 
1958 Wilderer
1964 Zank
1965 Waidwerk
(1968 Hogarth im Ital. Derby)
Orsini (Derby 1957)
 
 
 
1966 Ilix
1968 Elviro
1969 Don Giovanni
1974 Marduk
Surumu (Derby 1977)
 
 
 
1985 Acatenango
1989 Mondrian
1991 Temporal
(2003 Osorio im Ital. Derby)
Acatenango (Derby 1985)
 
 
 
1993 Lando
1997 Borgia
2005 Nicaron (2. Night Tango)
(2004 Blue Canari im Frz. Derby)
Monsun (Derbyzweiter 1993)
 
 
2000 Samum
2004 Shirocco
2006 Schiaparelli

[Bearbeiten] Schnellste Zeiten

1999 stellte Belenus im Derby die derzeitige in Deutschland über 2400 m gültige Rekordzeit von 2:25,1 Minuten auf. Die 10 schnellsten Zeiten im Derby waren (Derbysieger fett)

  • 2:25,1 (59,55 km/h) 1999 Belenus v. Lomitas - Beaute (Lord Udo)
  • 2:26,8 (58,86 km/h) 1993 Lando v. Acatenango - Laurea (Sharpman)
  • 2:28,4 (58,22 km/h) 1994 Laroche v. Nebos - Laurea (Sharpman)
  • 2:28,8 (58,06 km/h) 1936 Nereide v. Laland - Nella Da Gubbio (Grand Parade)
  • 2:28,8 (58,06 km/h) 1973 Athenagoras v. Nasram - Avenida (Neckar)
  • 2:29,1 (57,95 km/h) 1976 Stuyvesant v. Priamos - Sabeera (Fast Fox)
  • 2,29,4 (57,95 km/h) 1961 Baalim v. Mangon - Blaue Adria (Ladro)
  • 2,29,4 (57,83 km/h) 1985 Acatenango v. Surumu - Aggravate (Aggressor)
  • 2,29,7 (57,72 km/h) 1977 Surumu v. Literat - Surama (Reliance)
  • 2:29,8 (57,68 km/h) 1975 Königssee v. Soderini - Königsbirke (Birkhahn)

[Bearbeiten] Aktuelles

Im Jahr 2009 fand das 140. Deutsche Derby am 5. Juli in Hamburg Horn statt. Sieger war Wiener Walzer (von Dynaformer aus der Walzerkoenigin) unter Frederik Johansson.

[Bearbeiten] Siegerliste[1]

Jahr Pferd Trainer Jockey Besitzer
2009 Wiener Walzer Jens Hirschberger Frederik Johansson Gestüt Schlenderhan
2008 Kamsin Peter Schiergen Andrasch Starke Stall Blankenese
2007 Adlerflug Jens Hirschberger Frederik Johansson Gestüt Schlenderhan
2006 Schiaparelli Peter Schiergen Andrasch Starke Stall Blankenese
2005 Nicaron Horst Steinmetz David Bonilla Stall Nizza
2004 Shirocco Andreas Schütz Andreas Suborics Georg Baron von Ullmann
2003 Dai Jin Andreas Schütz Olivier Peslier WH Sport International
2002 Next Desert Andreas Schütz Andrasch Starke Gestüt Wittekindshof
2001 Boreal Peter Schiergen John Reid Gestüt Ammerland
2000 Samum Andreas Schütz Andrasch Starke Stall Blankenese
1999 Belenus Andreas Wöhler Kevin Darley Turf Syndikat 99
1998 Robertico Andreas Schütz Andrasch Starke Gestüt Hof Vesterberg
1997 Borgia Bruno Schütz Olivier Peslier Gestüt Ammerland
1996 Lavirco Peter Rau Torsten Mundry Gestüt Fährhof
1995 All My Dreams Harro Remmert Kevin Woodburn Stall Rheinwiese
1994 Laroche Heinz Jentzsch Stephen Eccles Gestüt Ittlingen
1993 Lando Heinz Jentzsch Andrzej Tylicki Gestüt Ittlingen
1992 Pik König Andreas Wöhler William A. Newnes Albert Darboven
1991 Temporal Bruno Schütz Lanfranco Dettori Stall Rosita
1990 Karloff Bruno Schütz Mark Rimmer Stall Steigenberger
1989 Mondrian Uwe Stoltefuß Kevin Woodburn Stall Hanse
1988 Luigi Uwe Ostmann Walter R. Swinburn Stall Marcassargues
1987 Lebos Bruno Schütz Lutz Mäder Stall Klingenstadt
1986 Philipo H. Steguweit Dave Richardson Stall Surinam
1985 Acatenango Heinz Jentzsch Andrzej Tylicki Gestüt Fährhof
1984 Lagunas Heinz Jentzsch Georg Bocskai Gestüt Fährhof
1983 Ordos Sven von Mitzlaff Peter Alafi Gestüt Zoppenbroich
1982 Ako Hans Günther Heibertshausen Erwin Schindler Frl. St. Seiler
1981 Orofino Sven von Mitzlaff Peter Alafi Gestüt Zoppenbroich
1980 Navarino Arthur P. Schlaefke Dave Richardson H. Einschütz
1979 Königsstuhl Sven von Mitzlaff Peter Alafi Gestüt Zoppenbroich
1978 Zauberer Heinz Jentzsch Bernd Selle Gestüt Bona
1977 Surumu Adolf Wöhler G. Cadwaladr Gestüt Fährhof
1976 Stuyvesant Heinz Jentzsch Ralf Suerland Gestüt Schlenderhan
1975 Königssee Adolf Wöhler José Orihuel Gestüt Hohe Weide
1974 Marduk Hein Bollow Joan Pall Gräfin von Batthyany
1973 Athenagoras Sven von Mitzlaff Harro Remmert Gestüt Zoppenbroich
1972 Tarim Georg Zuber G. Lewis F. Ostermann
1971 Lauscher Herbert Cohn Dave Richardson Gestüt Rösler
1970 Alpenkönig Heinz Jentzsch Peter Kienzler Gestüt Schlenderhan
1969 Don Giovanni Heinz Jentzsch B. Taylor Gestüt Schlenderhan
1968 Elviro Sven von Mitzlaff Peter Alafi Gestüt Waldfried
1967 Luciano Sven von Mitzlaff Lester Piggott Stall Primerose
1966 Ilix Sven von Mitzlaff Oskar Langner Stall Gamshof
1965 Waidwerk Johannes Kuhr Johannes Starosta Gestüt Ravensberg
1964 Zank Andreas Hecker Joan Pall W. Vischer
1963 Fanfar A. Klimscha Lester Piggott Gräfin von Batthyany
1962 Herero Arthur Lochow Hein Bollow Gestüt Römerhof
1961 Baalim Valentin Seibert Gerhard Streit Gestüt Waldfried
1960 Alarich Max Schmidt Paul Fuchs Gestüt Rösler
1959 Uomo J. Graf Pejacsevich Albert Klimscha Gestüt Röttgen
1958 Wilderer Johannes Kuhr W. Gassmann Gestüt Ravensberg
1957 Orsini Adrian von Borcke Lester Piggott Gestüt Erlenhof
1956 Kilometer Valentin Seibert Hein Bollow Gestüt Asta
1955 Lustige Gustav Reinicke Albert Klimscha Gebrüder Buhmann
1954 Kaliber Valentin Seibert Hein Bollow Gestüt Asta
1953 Allasch Arthur Lochow Hein Bollow Gestüt Schlenderhan
1952 Mangon Hans Blume senior Gerhard Streit Gestüt Waldfried
1951 Neckar Adrian von Borcke Otto Schmidt Gestüt Erlenhof
1950 Niederländer Adrian von Borcke Otto Schmidt Gestüt Erlenhof
1949 Asterblüte George Arnull Walter Held Gestüt Schlenderhan
1948 Birkhahn Erich Brege Erich Boehlke Karl-Heinz Wieland
1947 Singlspieler J. Rosciszewski St. Zajac Stall Buschhof
1946 Solo Max Schmidt Gerhard Streit Stall Birkenhof
1944 Nordlicht Adrian von Borcke Otto Schmidt Gestüt Erlenhof
1943 Allgäu George Arnull Gerhard Streit SS Gestüt Schlenderhan
1942 Ticino Adrian von Borcke Otto Schmidt Gestüt Erlenhof
1941 Magnat George Arnull Gerhard Streit Gestüt Schlenderhan
1940 Schwarzgold George Arnull Gerhard Streit Gestüt Schlenderhan
1939 Wehr Dich George Arnull Gerhard Streit Gestüt Schlenderhan
1938 Orgelton George Arnull Gerhard Streit Gestüt Schlenderhan
1937 Abendfrieden Ernst Grabsch Ernst Grabsch Hauptgestüt Graditz
1936 Nereide Adrian von Borcke Ernst Grabsch Gestüt Erlenhof
1935 Sturmvogel George Arnull Willi Printen Gestüt Schlenderhan
1934 Athanasius Adrian von Borcke Julius Rastenberger Gestüt Erlenhof
1933 Alchimist Robert Utting Ernst Grabsch Hauptgestüt Graditz
1932 Palastpage William Spademann Everett Haynes P. Mülhens
1931 Dionys Robert Utting Erich Boehlke Hauptgestüt Graditz
1930 Alba George Arnull Jim Munro Gestüt Schlenderhan
1929 Graf Isolani Friedrich Försten Ernst Grabsch Moritz J. Oppenheimer
1928 Lupus Anton Horalek Everett Haynes L & W. Sklarek
1927 Mah Jong George Arnull Emmerich Pretzner Gestüt Schlenderhan
1926 Ferro Walter Sulzberger Fred Williams Richard Haniel
1925 Roland Anton Horalek Everett Haynes L. Lewin
1924 Anmarsch Albert Reith Robert Torke A. Stierheim
1923 Augias Friedrich Försten Otto Schmidt Gestüt Waldfried
1922 Hausfreund Julius Lippold Wilhelm Tarras Gestüt Weil
1921 Omen Friedrich Försten Ludwig Danek Gestüt Waldfried
1920 Herold William Spademan Julius Rastenberger Hauptgestüt Graditz
1919 Gibraltar August Stössel Richard Kaiser Hauptgestüt Graditz
1918 Marmor W. MacCreery Otto Schmidt Gestüt Schlenderhan
1917 Landgraf Charles Planner Fritz Kasper Richard Haniel
1916 Amorino Fred Taral Otto Schmidt Gestüt Waldfried
1915 Pontresina Charles Planner Willi Plüschke junior Richard Haniel
1914 Ariel W. MacCreery George Archibald Gestüt Schlenderhan
1913 Turmfalke Charles Planner Danny Maher Richard Haniel
1912 Gulliver II Reginald Day Frank Bullock Königliches Hauptgestüt Graditz
1911 Chilperic Herbert Reeves Bernard Carslake Baron G. Springer
1910 Orient Reginald Day Frank Bullock Königliches Hauptgestüt Graditz
1909 Arnfried Reginald Day William Warne Königliches Hauptgestüt Graditz
1908 Sieger Harry Brown Georg Stern Freiherr E. von Oppenheim
1907 Désir George Walker William Shaw Gestüt Waldfried
1906 Fels George Walker Winnie O'Connor Gestüt Waldfried
1905 Patience Charles Planner R. Huxtable Graf T. Festetics
1904 Con amore Herbert Reeves George Stern Graf L. Trauttmannsdorff
1903 Bono modo G. Hyams H. Lewis Baron G. Springer
1902 Macdonald Harry Milne Fred Taral A. von Péchy
1901 Tuki George Johnson Ch. Bowman Major von Gossler
1900 Hagen A. Beeson H. Ibbett C. von Lang-Puchhof & A. von Schmieder
1899 Galifard Joseph Butters G. Hyams Baron G. Springer
1898 Habenichts Richard Waugh E. Martin Königliches Hauptgestüt Graditz
1897 Flunkermichel J. Hatton W. H. Jones Graf L. Henckel
1896 Trollhetta George Johnson Tom Busby Freiherr von Falkenhausen
1895 Impuls George Johnson Tom Busby Freiherr von Falkenhausen
1894 Sperber William Deans E. Martin Freiherr von Münchhausen
1893
(totes Rennen)
Hardenberg George Sear Ch. Bowman Hauptmann R. Spiekermann
Geier Richard Waugh Charles Ballantine Königliches Hauptgestüt Graditz
1892 Espoir Herbert Reeves Fred Webb General von Kodolitsch
1891 Peter Richard Waugh Charles Ballantine Königliches Hauptgestüt Graditz
1890 Dalberg J. C. Daley George Sopp Victor May
1889 Uram Batyám R. Smart R. Smart E. von Blaskovits
1888 Tegetthoff John Reeves F. Rossiter Graf A. Apponyi
1887 Zsupan Joseph Butters D. Goodway Baron N. Rothschild
1886 Potrimpos Richard Waugh Tom Busby Königliches Hauptgestüt Graditz
1885 Budagyöngye R. Smart R. Smyrt E. von Blaskovits
1884 Stronzian W. Beeson Greaves Graf Nic. Esterhazy junior
1883 Tartar J. Reeves Tom Busby Graf H. Henckel senior
1882
(totes Rennen)
Trachenberg James Cooter L. Watts Graf Tschirschky-Renard
Taurus Metcalf Aristide Baltazzi
1881 Cäsar W. Cowley J. Gough Baron Juel Brockdorff
1880 Gamiani Robert Hesp T. Osborne Graf Joh. Sztaray
1879 Künstlerin Charles Hayhoe Eliyah Madden Fürst Hohenlohe-Oehringen
1878 Oroszvar James Waugh Tom Busby Graf H. Henckel
1877 Pirat Charles Hayhoe E. Fisk Fürst Hohenlohe-Oehringen
1876 Double Zéro F. Arnott G. Arnott Graf Bernstorff-Gyldensteen
1875
(totes Rennen)
Palmyra Corser Baron G. Springer
Schwindler Metcalf Graf O. Stockau
1874 Paul Michael Young George Sopp Dr. O. Marckwald
1873 Amalie von Edelreich Charles Hayhoe J. Grimshaw Graf Joh. Renard
1872 (per Los) Hymenaeus R. Bateman Little Ulrich von Oertzen
1871 Bauernfänger Charles Hayhoe E. Madden Graf Joh. Renard
1870 Adonis Charles Hayhoe E. Madden Graf Joh. Renard
1869 Investment R. Bateman W. Little Ulrich von Oertzen

[Bearbeiten] Traber-Derby

Das Deutsche Traber-Derby wurde zum ersten Mal am 23. Mai 1895 ausgetragen. Seitdem fand es jährlich in Berlin statt, nur 1945 fiel das Derby aus. Seit 1954 liegt der Termin auf dem ersten Sonntag im August und der Austragungsort ist die Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf. Am erfolgreichsten waren die Fahrer Johannes Frömming und Robert Großmann, sie gewannen das Deutsche Traber-Derby jeweils elf Mal.

[Bearbeiten] Derby im Springsport

Der Derby-Platz in Klein Flottbek 2005

Als Derby werden im Springsport solche Springen bezeichnet, die sich von den üblichen Parcours durch eine besonders lange Strecke und den Einsatz naturnaher Sprünge und vieler Geländehindernisse (Wälle, Senken, Ricks mit Gräben) unterscheiden. Sie stellen weniger technische als psychologische Anforderungen an Pferd und Reiter. Sie führen grundsätzlich über Grasböden. Bekannt und von langer Tradition sind u. a. das Englische Derby in Hickstead, das Niederländische in Valkenswaard und das seit 1920 ausgetragene Deutsche Spring Derby in Hamburg-Klein Flottbek.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.galopp-sieger.de/galoppsieger/sieger?rennkz=DD&backlink=0

[Bearbeiten] Weblinks

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