Derby della Mole

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Juventus Turin Inter Mailand

Das Derby della Mole (auch Derby di Torino (deutsch Turin-Derby bzw. Derby Turins)) ist im italienischen Fußball das Turiner Stadt-Derby zwischen Juventus Turin und dem FC Turin. Der Name des Duells leitet sich vom Turiner Wahrzeichen, der Mole Antonelliana, ab.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Rivalität der beiden Turiner Vereine, Juventus Turin und der FC Turin, besitzt viele Gründe, nicht nur die regionale Nähe zueinander. Grundlegend jedoch sind die Basen der beiden Vereine: Der FC verkörpert eher die Region, während Juventus Fans über ganz Italien verbreitet hat und insgesamt der beliebteste Verein des Landes ist. Auch die Fangemeinschaften, beim FC eher als Arbeiterklasse, der seit langem in Turin verankerten Gesellschaft, anzusehen, bei Juventus oft aus dem Süden zugewanderte Arbeiter für die Automobilindustrie, spiegelt einen gewissen Gegensatz wider. Besonders mit der Übernahme durch die Agnelli-Familie im Jahre 1923 wurde die Abgrenzung größer: Juventus entfernte sich durch die Agnellis, die die Automarke Fiat kontrollieren und die mit Edoardo, Giovanni, Umberto sowie dem aktuellen, Andrea Agnelli, gleich vier Präsidenten des Vereins stellen, immer weiter von der Arbeiterschicht hin zu einem Verein der Oberschicht. Dies spiegelt sich auch in der Orientierung der verschieden Fan- und Ultragruppen wider, die beim FC eher linksorientiert sind und bei Juventus meist rechte Tendenzen aufweisen.

Mitbestimmend für die gestiegene Rivalität ist zudem mit großer Sicherheit der Kampf um die Meisterschaft Ende der 1940er-Jahre, als Juve, gegenüber dem FC Turin, der unter anderem vier Titel in Folge gewann, zumeist das Nachsehen hatte. Diese Dominanz der Grande Torino, so der Titel der erfolgreichen Mannschaft der 1940er-Jahre, endete mit dem Flugzeugabsturz von Superga, als bis auf zwei Spieler die komplette Mannschaft und viele Funktionäre des Vereins ums Leben kamen. Von diesem Ereignis konnte sich der FC nie komplett erholen, sodass man in den 1950er- und 1960er-Jahren lediglich im Mittelfeld der Serie A spielte und sogar für ein Jahr in die Serie B absteigen musste, während Juventus regelmäßig um den Titel mitspielte und von 1949 bis 1961 fünf Meisterschaften sowie zwei Pokalsiege einfuhr. In den darauffolgenden Jahren konnte der FC zwar zwei Pokalsiege erlangen, gewann 1975/76 zwar seine bis heute letzte Meisterschaft und wurde in den beiden nachfolgenden Jahren Vizemeister, erreichte aber nie mehr die Klasse des Stadtrivalen, der besonders in den 80er- und 90er-Jahren, auch international, sehr erfolgreich war.

Erst in der Spielzeit 2006/07 konnte sich der FC wieder besser platzieren als Juve, da diese, aufgrund des Manipulationsskandals von 2006 in der Serie B die Spielzeit verbrachten. Nach dem Wiederaufstieg stellte sich die alte Ordnung jedoch schnell wieder her und Juventus konnte in den Saisons 2011/12, 2012/13 und 2013/14 gleich drei Titel in Folge gewinnen. Der FC hingegen konnte sich nach einigen Ab- und Aufstiegen um die Jahrtausendwende sowie drei Spielzeiten in der Serie B bis 2012 wieder in der höchsten Spielklasse etablieren.

Statistik[Bearbeiten]

Stand: 23. Februar 2014
Juventus Turin
000FC Turin0000
Wettbewerb Spiele Siege Juventus Turin Remis Siege Inter Mailand Tordifferenz
Prima Categoria
018
02
05
11
026:049
Play-Off der Prima Categoria
001
00
00
01
000:001
Divisione Nazionale
008
04
00
04
008:010
Serie A
138
63
41
34
207:143
Meisterschaftsspiele Gesamt
165
69
46
50
241:203
Campionati di Guerra
006
03
02
01
012:012
Coppa Italia
016
07
05
04
020:017
Nationale Pokalwettbewerbe Gesamt
022
10
07
05
032:029
Play-Off für den UEFA-Pokal 1988/89 1
001
00
01
00
000:000
Internationale Pokalwettbewerbe Gesamt
001
00
01
00
000:000
Gesamt
188
79
54
55
273:232
1 Sowohl nach regulärer Spielzeit (90 Minuten), als auch nach einer Verlängerung (120 Minuten) stand es 0:0, weshalb die Partie als Unentschieden gewertet wird. Im darauffolgenden Elfmeterschießen behielt Juventus Turin mit 4:2 die Oberhand gegen den FC Turin und qualifizierte sich für die 1. Runde des UEFA-Pokal 1988/89.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]