Dermoidzyste

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Gewebe mit Zähnen, Haut und Haaren aus einem Teratom des Eierstocks.
Dermoidzyste im Ultraschall

Bei der Dermoidzyste handelt es sich um einen Hohlraum, der von Oberhautgewebe ausgekleidet ist. Die Dermoidzyste tritt vorwiegend an den Eierstöcken auf.

Im Gegensatz zu den Zysten, die während des weiblichen Regelzyklus entstehen und sich zumeist von selbst zurückbilden, ist die Dermoidzyste eine embryonale Fehlentwicklung.

Es handelt sich um einen Keimzelltumor, genauer gesagt ein reifes Teratom, das aus vollkommen verschiedenen Gewebearten besteht. Daher kann es innerhalb der Dermoidzyste zur Ausbildung von Gewebestrukturen wie Muskulatur, Knorpel, kleinen Knochen, Haaren und auch völlig ausgebildeten Zähnen kommen.

Neben dem Vorkommen in den Eierstöcken/Eileitern kann sich eine Dermoidzyste auch im Kopfbereich (Nichtodontogene Zysten) und in den männlichen Hoden ausbilden. Letzteres ist aufgrund einer hohen Entartungswahrscheinlichkeit recht gefährlich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ursus-Nikolaus Riede (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pathologie. Thieme, Stuttgart, ISBN 3-13-683305-8.
  • Mark K. Huntington, Robert Kruger, David W. Ohrt: Large, Complex, Benign Cystic Teratoma in an Adolescent. In: J Am Board Fam Pract. 15 (2), 2002, S. 164–167. (online, PDF, 371 kB)