derStandard.at

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derStandard.at
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Beschreibung Online-Nachrichtenmagazin
Verlag derStandard.at GmbH
Erstausgabe Februar 1995
Erscheinungsweise laufend
Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid, Rainer Schüller (Stv.)
Herausgeber Oscar Bronner, Alexandra Föderl-Schmid
Weblink derStandard.at

derStandard.at wurde als Webauftritt der österreichischen Tageszeitung Der Standard gegründet, wird jedoch heute als eigenständiges Nachrichtenportal von der derStandard.at GmbH betrieben.

Geschichte[Bearbeiten]

Screenshot der ersten Onlineausgabe aus dem Jahr 1995

derStandard.at wurde Anfang Februar 1995 als nach eigenen Angaben erster Web-Auftritt einer deutschsprachigen Zeitung gegründet. 1997 wurden die gesamten Print-Inhalte online gebracht und erstmals online-exklusive Inhalte erstellt. 1999 wurde der Betrieb der Website in eine eigenständige Gesellschaft, die Bronner Online AG, umgegründet. Diese war wiederum im Eigentum der Bronner Familien-Privatstiftung (90 %) und Oscar Bronner (10 %).[1] Seit 2009 ist derStandard.at im Eigentum der derStandard.at GmbH, eine 100%ige Tochter der STANDARD Medien AG.

Seit März 2008 ist derstandard.at als „Content-Partner“ für die Nachrichteninhalte des Webportals gmx.at zuständig, nachdem dieses vom deutschen Betreiber GMX österreich-spezifisch umgestaltet wurde.

Ende 2008 wurde ein überarbeitetes Seitenlayout freigeschaltet. Es stellt im Wesentlichen eine Anpassung der alten Layouts an veränderte Nutzungsbedingungen, vor allem an die größere Bildschirmauflösung heutiger Internetbenutzer, dar. Dementsprechend wurde Schrift- und Bildgröße erhöht und die Indizierung für Google zur besseren Auffindbarkeit der Artikel verbessert.[2]

Seit dem 8. November 2011 gibt derstandard.at Nachrichten auf Google Plus durch.[3]

Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Das Unternehmen zählte 2008 rund 100 Mitarbeiter, 50 davon im Redaktionsbereich.[2] Chefredakteurin und Mit-Geschäftsführerin ist Gerlinde Hinterleitner, die seit der Gründung den Online-Auftritt der Zeitung betreut. Mit dem 1. Oktober wurde Alexandra Föderl-Schmid, die Chefredakteurin des Print-Standards, Co-Herausgeberin von derStandard.at, Anita Zielina übernahm die neu geschaffene Funktion der stellvertretenden Chefredakteurin.[4] Mit diesem Schritt und dem Umzug in ein gemeinsames Gebäude beider Medien Anfang 2013 sollen Der Standard und derStandard.at näher aneinander herangeführt werden.

Reichweite[Bearbeiten]

Laut Österreichischer Webanalyse (ÖWA) vom November 2009 erreicht das Nachrichtenportal über 1,7 Millionen Unique Clients, über 8,9 Millionen Visits und 53.757.826 Page Impressions pro Monat. Die ÖWA Plus Analyse II-2009 bestätigt derStandard.at eine Reichweite von 15 % in Österreich [5]

Community-Funktionen[Bearbeiten]

Zu online veröffentlichten Artikeln können registrierte Nutzer einen kurzen Kommentar abgeben. Als weitere Funktion wurde die Möglichkeit eingerichtet, Kommentare anderer positiv oder negativ zu bewerten. Auch können die Kommentare eines Users verfolgt werden. Kommentare wurden in den ersten Jahren des Erscheinens nicht sofort online gestellt, sondern vorher von Mitarbeitern der Redaktion auf ihre Inhalte überprüft. Seit Mitte 2005 wird diese Aufgabe großteils von einem automatisierten System übernommen (Foromat)[6], wobei besonders auf die Forenregeln Rücksicht genommen wird.[7] Ebenso behält sich die Redaktion das Recht vor, Nutzerbeiträge bei bestimmten Themen prinzipiell nicht zu erlauben. Das geschah etwa anlässlich der Todesfälle von Papst Johannes Paul II., Liese Prokop, Kurt Waldheim und Jörg Haider.[8] Auf Grund kontroversieller Inhalte und Reaktionen wurde auf dieStandard.at ab Oktober 2008 ein postingfreier Dienstag eingerichtet.[6][9]

Seit geraumer Zeit werden auch häufig Chats mit prominenten Personen geführt. Während des Wahlkampfes für die Nationalratswahl 2006 beteiligte sich (mit Ausnahme von Wolfgang Schüssel und Parteien unter einer Stimmanzahl von 1 %) jeder Spitzenkandidat einer Partei. Die Moderation wählt eine Auswahl an Fragen, die von Benutzern innerhalb einer Stunde gestellt werden können. Nach dem Chat gibt es für die Benutzer als Rückmeldung eine Möglichkeit die Antworten des Interviewten positiv bzw. negativ zu bewerten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bronner Online AG (Hrsg.): 10 Jahre derstandard.at. „erste und definitiv letzte Auflage“, Wien 2005 (Buch erschien nicht im Handel, „Vertrieb: Persönliche Übergabe“)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.firmenabc.at/bronner-online-ag_FwQ
  2. a b Karin Tzschentke: Site-Lifting für ‚derStandard.at‘. Der Standard, 20./21. Dezember 2008, S. 24
  3. derstandard.at auf Google Plus
  4. Zielina wird stellvertretende Chefredakteurin von STANDARD und derStandard.at. derStandard.at, 28. August 2012, abgerufen am 31. Oktober 2012.
  5. ÖWA Plus II-2009, Dachangebote
  6. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBeat Weber: Halt’s Maul, User! Malmoe (Verein zur Förderung medialer Vielfalt und Qualität), März 2009, abgerufen am 15. September 2011 (PDF; 392 kB): „Außerdem haben wir eine interne Statistik über die UserInnen, aus der hervorgeht, wie viele ihrer Postings bereits gelöscht wurden. Diese Info ist auch mitentscheidend darüber, ob ein Posting in den Foromat zur genaueren Überprüfung kommt.“
  7. Der Standard Community
  8. Stellungnahme des Standard zu gesperrten Foren
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBirgit Tombor: Rotes Tuch Gleichberechtigung. dieStandard.at, 14. Oktober 2008, abgerufen am 15. September 2011: „Warum wir am Dienstag die Foren abdrehen: Misogyne Stereotypisierungen sind bei einigen wenigen Tastaturvirtuos(inn)en nicht die Ausnahme“