Desintegration

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit Desintegration im soziologischen Sinne, für andere Bedeutungen im Sinne einer Auflösung von Integration siehe Integration, für Desintegration bei der Abwasserreinigung siehe Klärschlamm.

Unter Desintegration versteht man die Auflösung eines sozialen Zusammenhalts innerhalb einer Gruppe, die sich bei sozialem Wandel, insbesondere der Modernisierung, ergibt. Von Desintegration können Staaten, Gesellschaften, soziale Schichten oder Gemeinschaften wie etwa Familien betroffen sein. Desintegration führt bei den betroffenen Gruppen und Individuen zu Desorientierung, die nach Wilhelm Heitmeyers Desintegrationstheorie eine wesentliche Ursache der Entstehung von Gewalt ist.

[Bearbeiten] Literatur

  • Bröcher, Joachim: Bilder einer zerrissenen Welt. Universitätsverlag Winter Heidelberg 1999
  • Klaus Dörre: Prekäre Arbeit und soziale Desintegration In: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr. 40-41/2006
  • Hartmut Häußermann: Desintegration durch Stadtpolitik? In: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr. 40-41/2006
  • Imbusch, Peter / Heitmeyer, Wilhelm: Integration - Desintegration Ein Reader zur Ordnungsproblematik moderner Gesellschaften. Aus der Reihe: Analysen zu gesellschaftlicher Integration und Desintegration VS Verlag für Sozialwissenschaften 2009[1]
  • Heitmeyer, Wilhelm / Imbusch, Peter:Integrationspotenziale einer modernen Gesellschaft. Aus der Reihe: Analysen zu gesellschaftlicher Integration und Desintegration VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005. [2]

[Bearbeiten] Siehe auch

Ethnisierung, Das Desintegrationstheorem

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