Desná

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt Desná, für weitere Bedeutungen siehe Desna.
Desná
Wappen von Desná
Desná (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Liberecký kraj
Bezirk: Jablonec nad Nisou
Fläche: 1257,6871[1] ha
Geographische Lage: 50° 46′ N, 15° 18′ O50.75972222222215.302777777778490Koordinaten: 50° 45′ 35″ N, 15° 18′ 10″ O
Höhe: 490 m n.m.
Einwohner: 3.158 (1. Jan. 2014) [2]
Postleitzahl: 370 71 - 468 61
Kfz-Kennzeichen: L
Verkehr
Bahnanschluss: Tanvald–Kořenov–Harrachov
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 3
Verwaltung
Bürgermeister: Marek Pieter (Stand: 2007)
Adresse: Krkonošská 318
468 61 Desná II
Gemeindenummer: 563552
Website: www.mesto-desna.cz
Römisch-katholische Kirche

Desná (deutsch Dessendorf) ist eine Stadt im Okres Jablonec nad Nisou in Nordböhmen. Der Skiort liegt im Isergebirge (Jizerské Hory) in der Nähe des Skizentrums Špičák (Spitzberg), drei Kilometer nördlich von Tanvald.

Die Stadt liegt im Tal an den Flüsschen Weiße und Schwarze Desse und an den umliegenden Hängen. In Desná leben 3550 Einwohner auf 12,6 km².

Geschichte[Bearbeiten]

Desna wurde 1691 von Graf Albrecht Maximilian Desfours gegründet. Im Grundbuch ist der Ort ursprünglich als Des oder Foursdorf eingetragen. Es bürgerte sich aber durch die Lage am Flüsschen Desse der Name Dessendorf ein. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bildete Dessendorf eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Tannwald.

Den größten Aufschwung erlebte die Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als ein Kurbad eröffnet wurde. Dieses wurde später geschlossen. An seinem Platz befindet sich jetzt ein Park mit der architektonisch interessanten Riedelvilla, die 1895 durch den Glasfabrikanten Josef Riedel errichtet wurde.

Am 18. September 1916 erlebte der Ort durch den Bruch der Talsperre an der Weißen Desse eine schlimme Katastrophe, die 62 Menschenleben forderte.

Seit 1945 kam es zur weiteren Entwicklung der Glas- und Keramikindustrie.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Desná besteht aus den Ortsteilen[3]:

  • Desná I (Dessendorf) mit Sovín (Eule)
  • Desná II - Potočná (Tiefenbach), Pustiny (Wustung)
  • Desná III - Černá Říčka (Schwarzfluß), Dolní Polubný (Unterpolaun), Merklov (Markelsdorf), Ničovy Domky (Nitschehäuser), Novina (Neustück, früher: Hermannsdorf), Souš (Darre)

Grundsiedlungseinheiten sind Černá říčka, Černý vrch, Desná I, Desná II-východ, Desná II-západ, Desná-střed, Dolní Polubný, K protržené přehradě, Merklov, Novina, Pustiny, Souš und U skláren[4].

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Desná I, Desná II und Desná III[5].

Freizeit[Bearbeiten]

Das örtliche Kulturleben umfasst Konzerte, Ausstellungen und Museum in der Riedelvilla sowie Ballett, Theaterveranstaltungen im Kulturzentrum Sklář, Skiabfahrten und Skilanglauf, Mountainbiking, Fußballstadion, Leichtathletikstadion, Fitnesszentrum.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Römisch-katholische Kirche
  • Riedelvilla mit der umliegender Parkanlage
  • Altkatholische Kirche
  • Bahnhofsgebäude einschließlich Zahnradbahn
  • Darretalsperre in Ortsteil Souš
  • Gebrochene Talsperre
  • Marienberger Stiegen, erstellt von Glasarbeitern, um den Weg zur Arbeit abzukürzen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Desná – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/563552/Desna
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)
  3. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/563552/Obec-Desna
  4. http://www.uir.cz/zsj-obec/563552/Obec-Desna
  5. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/563552/Obec-Desna