Dessau-Roßlau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dessau-Roßlau
Dessau-Roßlau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dessau-Roßlau hervorgehoben
51.86055555555612.24694444444459Koordinaten: 51° 52′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Höhe: 59 m ü. NHN
Fläche: 244,64 km²
Einwohner: 84.606 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 346 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 06842–06862
Vorwahlen: 0340 (Dessau)
034901 (Roßlau)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DE, RSL
Gemeindeschlüssel: 15 0 01 000
Adresse der
Stadtverwaltung:
Zerbster Str. 4
06844 Dessau-Roßlau
Webpräsenz: www.dessau-rosslau.de
Oberbürgermeister: Klemens Koschig
Lage von Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis Salzwedel Landkreis Stendal Landkreis Börde Magdeburg Landkreis Jerichower Land Landkreis Harz Salzlandkreis Landkreis Anhalt-Bitterfeld Dessau-Roßlau Landkreis Wittenberg Saalekreis Halle (Saale) Burgenlandkreis Landkreis Mansfeld-Südharz Berlin Sachsen Thüringen Niedersachsen BrandenburgKarte
Über dieses Bild
Bauhaus Dessau, Teil des Weltkulturerbes der UNESCO

Dessau-Roßlau ist eine kreisfreie Stadt im deutschen Land Sachsen-Anhalt. Sie ist, gemessen an der Zahl der Einwohner, nach Halle (Saale) und Magdeburg die drittgrößte Stadt sowie eines von drei Oberzentren des Landes. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Halle, etwa 40 km südlich, Leipzig, etwa 52 km südöstlich und Magdeburg, etwa 65 km nordwestlich. Historisch war Dessau die Hauptstadt und Residenz des Fürsten-, späteren Herzogtums Anhalt-Dessau und Anhalt.

Die Stadt ist bei der Kreisreform am 1. Juli 2007 aus der Fusion der kreisfreien Stadt Dessau und der zum aufgelösten Landkreis Anhalt-Zerbst gehörenden Stadt Roßlau (Elbe) entstanden.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Dessau-Roßlau liegt inmitten einer ausgedehnten Auenlandschaft beiderseits der mittleren Elbe sowie an der Mulde, die im Stadtgebiet in die Elbe mündet. Allerdings wird Dessau-Roßlau durch das Zusammenfließen der beiden Flüsse jährlich durch Hochwasser bedroht. Dies ist der Fall, wenn die Elbe zu viel Wasser führt, sodass das Muldewasser nicht vollständig in die Elbe abfließen kann und sich zurückstaut. So wurde im Jahr 2002 der Stadtteil Waldersee vollständig überflutet.

Im Süden grenzt die Stadt an die waldreiche Mosigkauer Heide, im Norden an die ebenso bewaldeten Gebiete des südlichen Flämings. Die höchste natürliche Erhebung ist der 111 m hohe Spitzberg nahe dem Ortsteil Streetz – höchste neuere künstliche Erhebung ist die ca. 110 m hohe ehemalige Mülldeponie (Scherbelberg) im Südwesten der Stadt. Der Wallwitzberg am südlichen Ufer der Elbe mit 76 m Höhe wurde im 18. Jahrhundert aufgeschüttet. Dessau-Roßlau ist von zahlreichen Schloss- und Parkanlagen umgeben und zählt deshalb zu den grünsten Städten Deutschlands.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Dessau-Roßlau. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Sonstige bekannte Nachbarstädte, die jedoch nicht unmittelbar an Dessau-Roßlau grenzen, sind Wittenberg, Wörlitz, Bitterfeld-Wolfen und Köthen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet Dessau-Roßlaus ist für statistische Zwecke in 2 Stadtteile und 25 Stadtbezirke eingeteilt. Die Stadtbezirke 1 bis 21 gehören zum Stadtteil Dessau, 22 bis 25 zu Roßlau (Elbe).[2]

  • 01 Innerstädtischer Bereich Nord
  • 02 Innerstädtischer Bereich Mitte
  • 03 Innerstädtischer Bereich Süd
  • 04 Süd
  • 05 Haideburg
  • 06 Törten
  • 07 Mildensee

Klima[Bearbeiten]

Dessau-Roßlau liegt wie ganz Deutschland im gemäßigten Klimabereich, was dazu führt, dass warme Sommer meist milde Winter mit sich bringen. Allerdings kann die Temperatur in heißen Sommern durchaus auf über 35 °C ansteigen und in sehr kalten Wintern auf unter −20 °C fallen. Dessau-Roßlau ist recht niederschlagsarm, was darauf zurückzuführen ist, dass die Stadt im Regenschatten des Harzes liegt und sich große Regengebiete, die meist durch den häufigen Westwind vom Atlantik Richtung Dessau-Roßlau ziehen, schon vor dem Erreichen der Stadt am Harz abgeregnet haben. Ähnlich steht es mit Niederschlägen aus Südwest und Südost, bei denen jeweils der Thüringer Wald bzw. das Erzgebirge im Weg steht. Große Niederschläge können die Stadt nur aus Nordwesten erreichen.

Geschichte[Bearbeiten]

Rathaus und Marktplatz Dessau, 2009

Da die Stadt erst seit dem 1. Juli 2007 in dieser Form existiert, sind weitere Angaben zur Geschichte unter Dessau und Roßlau (Elbe) zu finden. Um weiterführende Informationen zum Thema zu erhalten, siehe die Hauptartikel Geschichte der Stadt Dessau und Schlacht bei Dessau.

Die Stadt Dessau-Roßlau entstand am 1. Juli 2007 im Zuge der Kreisreform in Sachsen-Anhalt.[3] Nach der Fusion von Dessau und Roßlau ergab sich die Einwohnerzahl von 91.243 (Stand 31. Dezember 2006). Dessau-Roßlau hätte durch die diskutierte Eingemeindung der Verwaltungsgemeinschaft Wörlitzer Winkel und Quellendorfs 100.000 Einwohner erreichen und damit Großstadt werden können, diese beiden Verwaltungseinheiten gingen jedoch bei der Gebietsreform andere Wege. Den Großstadt-Status besaß Dessau bereits ab 1935 durch die Eingemeindung von Roßlau (am 1. April 1945 wurde Roßlau wieder eine selbständige Stadt und ab 1952 Kreisstadt) und von 1972 bis 1990.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Alten 1. Oktober 1923 Eingemeindung nach Dessau
Brambach 1. Januar 2005 Eingemeindung nach Dessau
Dellnau 1. Mai 1930
15. April 1933
Eingemeindung nach Dessau,
Umgliederung nach Mildensee
Dessau 1. Juli 2007 Zusammenschluss mit Roßlau/Elbe zu Dessau-Roßlau
Großkühnau 1. Oktober 1923 Eingemeindung nach Dessau
Haideburg, Gutsbezirk 1. Januar 1949 Eingemeindung nach Dessau
Jonitz 1. Mai 1930
15. April 1933
1. April 1935
Eingemeindung nach Dessau,
Ausgliederung aus Dessau,
Zusammenschluss mit Naundorf zu Jonitz-Naundorf
Jonitz-Naundorf 24. Juli 1935 Umbenennung in Waldersee
Kleinkühnau 1. Oktober 1923 Eingemeindung nach Dessau
Kleutsch 1. Juli 1994 Eingemeindung nach Dessau
Kochstedt 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Dessau
Meinsdorf 1. Oktober 1965 Eingemeindung nach Roßlau/Elbe
Mildensee 1. November 1945 Eingemeindung nach Dessau
Mosigkau 25. Juli 1952 Eingemeindung nach Dessau
Mühlstedt 1. Januar 2003 Eingemeindung nach Roßlau/Elbe
Natho 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Streetz
Naundorf 1. Mai 1930
15. April 1933
1. April 1935
Eingemeindung nach Dessau,
Ausgliederung aus Dessau,
Zusammenschluss mit Jonitz zu Jonitz-Naundorf
Neeken 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Brambach
Pötnitz 1. Mai 1930
15. April 1933
Eingemeindung nach Dessau,
Umgliederung nach Mildensee
Rietzmeck 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Brambach
Rodleben 1. Januar 2005 Eingemeindung nach Dessau
Roßlau/Elbe 1. April 1935
1. April 1945
1. Juli 2007
Eingemeindung nach Dessau,
Ausgliederung aus Dessau,
Zusammenschluss mit Dessau zu Dessau-Roßlau
Scholitz 1. Mai 1930
15. April 1933
Eingemeindung nach Dessau,
Umgliederung nach Mildensee
Sollnitz 1. Juli 1994 Eingemeindung nach Dessau
Streetz 1. Januar 2001 Eingemeindung nach Roßlau/Elbe
Tornau 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Rodleben
Törten 1. Oktober 1923 Eingemeindung nach Dessau
Waldersee 1. November 1945 Eingemeindung nach Dessau
Ziebigk 1. Oktober 1923 Eingemeindung nach Dessau

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Siehe auch: Einwohnerentwicklung von Dessau-Roßlau

Am 31. Dezember 2012 betrug die „amtliche Einwohnerzahl“ von Dessau-Roßlau nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt 84.927 (2009: 87.764) (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).[4]

Religionen[Bearbeiten]

Konfessionslose Einwohner[Bearbeiten]

Die Mehrheit der Einwohner Dessau-Roßlaus ist konfessionslos – wie in den meisten Städten der ehemaligen DDR.

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

Die Stadt Dessau gehörte von Anfang an zum Erzbistum Magdeburg. 1534 wurde durch Georg III. die Reformation offiziell in Dessau eingeführt. Nach der Vereinigung der anhaltischen Fürstentümer 1863 war Dessau Hauptstadt und damit auch Sitz der Kirchenverwaltung der Evangelischen Landeskirche Anhalts, die zwischen 1875 und 1878 eine synodale Grundlage erhielt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Landeskirche von einem Oberkirchenrat geleitet, der seit 1957 den Titel Kirchenpräsident führt. Sein Amtssitz befindet sich in Dessau. Die protestantischen Kirchengemeinden Dessau-Roßlaus gehören – sofern es sich nicht um Freikirchen handelt – entweder zum Kirchenkreis Dessau oder Zerbst in der Evangelischen Landeskirche Anhalts, die sich in mehrere Regionen aufteilen. Die Grenze verläuft entlang der Elbe.

Katholische Kirche[Bearbeiten]

Ab 1750 gab es auch wieder Katholiken in Dessau, deren Zahl sich stets vergrößerte. 1858 erhielten sie wieder eine eigene Kirche. Die Pfarrgemeinden Dessau-Roßlaus gehören somit heute zum Dekanat Dessau innerhalb des Bistums Magdeburg. Dabei gehören die Gemeinden Propstei St. Peter und Paul, Dreieinigkeit Dessau-Süd und St. Josef Dessau-Alten zum Gemeindeverbund Dessau-Aken-Oranienbaum. Die Gemeinde Herz Jesu in Roßlau ist dagegen Teil des Gemeindeverbundes Roßlau-Zerbst-Coswig.

Neuapostolische Kirche[Bearbeiten]

Seit Gründung der Kirche Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in Dessau-Roßlau neuapostolische Christen, die sich in einer eigenen Kirche versammeln. Die Gemeinde gehört heute zur Neuapostolischen Kirche Sachsen-Anhalt K.d.ö.R. mit Verwaltungssitz in Magdeburg.

Judentum[Bearbeiten]

In Dessau, der Stadt, aus der Moses Mendelssohn und Kurt Weill stammen, gibt es heute auch wieder eine jüdische Gemeinde. Sie zählt um die 350 Mitglieder und setzt sich hauptsächlich aus Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion zusammen.

Islam[Bearbeiten]

Gering im Vergleich zu anderen deutschen Städten ist der Anteil islamischer Einwohner. Ein Islamisches Zentrum besteht an der Askanischen Straße seit 2010.

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Aufgrund der Fusion von Dessau und Roßlau im Jahr 2007 wurde am 22. April 2007 ein neuer Stadtrat gewählt, obwohl die letzten Kommunalwahlen erst 2004 stattgefunden hatten. Die Wahlperiode dieses Stadtrates endet aber wie in anderen Gemeinden des Landes entsprechend § 46 Absatz 3 Kommunalwahlgesetz des Landes Sachsen-Anhalt erst im Jahr 2014, so dass die Räte ausnahmsweise für sieben Jahre gewählt sind.

Die 50 Mitglieder des Stadtrats verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Listen und Parteien:

Vorsitzender des Stadtrates
  • Stefan Exner (CDU)

Außerdem gehört dem Stadtrat der direkt gewählte Oberbürgermeister an. Die konstituierende Sitzung fand am 1. Juli 2007 statt.

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Oberbürgermeister ist der am 22. April 2007 mit 56,8 % der Stimmen im ersten Wahlgang direkt auf 7 Jahre gewählte, frühere Bürgermeister von Roßlau, Klemens Koschig.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Geviert; Feld 1: in Silber am Spalt ein rechtshalber roter Adler, golden bewehrt und rot gezungt, Feld 2: neunmal geteilt Schwarz über Gold, belegt mit schrägrechtem grünen Rautenkranz, Feld 3: geviert von Gold und Rot, Feld 4: in Silber auf blauem Wasser ein linkshin fahrendes rotes Schiff, auf dem gesetzten goldenen Segel ein links gewendeter, stehender schwarzer Bär mit silberner Krone und je einem abgewendeten silbernen Beil in den Vordertatzen; die Mastspitze belegt mit einem blauen Karpfen; die Bugfahne Blau über Weiß. Als Beizeichen abgesetzt über dem Schildhaupt eine stilisierte rote Mauerkrone mit fünf Tortürmen.“

Das Wappen hat seinen Ursprung im Herzschild des Herzogtums Anhalt, dessen Residenzstadt Dessau war. Es ist bereits seit 1540 im Gebrauch. Dabei steht der Adler für die Markgrafschaft Brandenburg, der Balken und Rautenkranz für das Herzogtum Sachsen. Der viergeteilte Schildfuß steht als Zeichen für die Grafschaft Waldersee. Das Wappen hat seit 1952 eine bekrönende Mauerkrone. Gestaltet wurde das Wappen in seiner jetzigen Form vom Magdeburger Heraldiker Jörg Mantzsch.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Informationstafel am Ortseingang (2011)

Dessau-Roßlau unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft[5]:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dessau-Roßlau ist mit den UNESCO-Welterbestätten Bauhaus und Dessau-Wörlitzer Gartenreich, neben Berlin und Weimar die einzige deutsche Stadt, die zweimal in der Welterbeliste der UNESCO vertreten ist.

Schlösser und Gärten[Bearbeiten]

Gesteinsgarten, entstanden im Rahmen des Projekts „400 qm Dessau“
Schloss und Park Mosigkau, ein Rokoko-Ensemble,
Schloss Großkühnau und Kühnauer Park, Sitz der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz,
Schloss Georgium und Georgengarten mit der Wallwitzburg,
Schloss und Park Luisium.
Weitere Teile des Gartenreichs (Schloss Oranienbaum, Sieglitzer Berg, Wörlitzer Park und zahlreiche Einzelmonumente wie dem Drehberg) sind in der unmittelbaren Nachbarschaft der Stadt. Neben der UNESCO-Welterbeliste gehören die verschiedenen Schlösser und Gärten des Gartenreichs auch zum Projekt Gartenträume Sachsen-Anhalt.
  • Johannbau, Westflügel und einziger erhaltener Bauteil des kriegszerstörten Dessauer Residenzschlosses, erbaut im 16. Jahrhundert im Renaissancestil, nach Restaurierung seit 2005 Museum für Stadtgeschichte
  • Biosphärenreservat Mittelelbe (von der UNESCO unter Schutz gestellt)
  • Tierpark Dessau im Mausoleumspark (mit ehemaligem Grabmal der askanischen Fürsten) – 1958 angelegter Tier- und Pflanzenlehrpark mit elf Hektar Fläche, 120 Tierarten und etwa 500 Tieren; Bemerkenswerter Gehölzbestand von 125 Gehölzarten
  • Rondell Die Platanen am Rondell in Dessau wurden 1781 von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (* 1740 † 1817) gepflanzt (Platanen wurden erst um 1700 nach Europa eingeführt. Nach Deutschland kamen die ersten Exemplare über England und Frankreich im Jahre 1743). Sie zählen zu den ältesten ihrer Art in Deutschland und sind somit eine dendrologische Seltenheit mit ihrem Alter von mehr als 225 Jahren.
  • Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert im Stadtteil Roßlau

Theater und Museen[Bearbeiten]

Anhaltisches Theater
Museum für Naturkunde und Vorgeschichte

Weltliche Bauwerke[Bearbeiten]

Meisterhaus Feininger
Kornhaus, Blick auf die Veranda

Bauhausbauten – das „moderne Bauen“[Bearbeiten]

  • Bauhaus Dessau mit Museum und audiovisueller Führung
  • Meisterhäuser
    • Haus Feininger (Kurt-Weill-Zentrum)
    • Haus Muche-Schlemmer
    • Haus Klee-Kandinsky
    • Gropiushaus, zerstört, nur noch Keller vorhanden, Ticketverkauf, Café und Bücher–Shop
  • Siedlung Dessau-Törten mit Konsumgebäude und Stahlhaus, Laubenganghäusern sowie Haus Fieger
  • Kornhaus, 1930 von Carl Fieger erbautes Ausflugs-Restaurant

Andere historische Gebäude[Bearbeiten]

  • Ehemaliges Dessauer Rathaus, errichtet 1899 bis 1901 im Neurenaissancestil mit insgesamt 73 Meter hohem Turm, nach Kriegszerstörungen 1945 verändert wiederaufgebaut, heute Sitz der Stadtverwaltung von Dessau-Roßlau.
  • Palais Waldersee, erbaut 1792 bis 1795, heute Anhaltische Landesbücherei
  • Palais Dietrich, erbaut 1747 bis 1752, heute Wissenschaftliche Bibliothek
  • Palais Bose, erbaut 1800 bis 1803, zwischen 1950 und 1959 Standort der Anhaltischen Gemäldegalerie, jetzt Seniorenheim
  • Palais Branconi („Kristallpalast“), erbaut 1797, als Ruine erhalten
  • Palais Minckwitz, erbaut Mitte des 18. Jahrhunderts, Fassade 1819 überarbeitet
  • Hauptpost, neugotischer Bau von 1899 bis 1901, in veränderter Form wiederaufgebaut
  • Pfeifferhaus am Dessauer Marktplatz, 1595 errichtetes Renaissance-Bürgerhaus, nach Kriegszerstörungen bis 1952 wiederaufgebaut
Pfeifferhaus
  • Schwabehaus, restaurierter Fachwerkbau aus den 1820er Jahren, Wirkungsstätte des Astronomen Samuel Heinrich Schwabe
  • Neuer Wasserturm am Lutherplatz, erbaut 1896/97
  • Ölmühle im Stadtteil Roßlau

Bedeutende Bauten nach 1945[Bearbeiten]

Sakrale Bauwerke[Bearbeiten]

Evangelische Kirchen[Bearbeiten]

Marienkirche und Fürst-Leopold-Denkmal
Kantorhaus

Katholische Kirchen[Bearbeiten]

Jüdische Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Die Alte Synagoge wurde am 18. Februar 1908 eingeweiht und 1938 zerstört
  • Das Kantorhaus (Rabbinerhaus) wurde 1889 errichtet. Es ist heute das religiöse und kulturelle Zentrum der Dessauer Jüdischen Gemeinde

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten]

Friedensglocke vor dem Rathaus Dessau (2006)

Friedhöfe[Bearbeiten]

  • Friedhof I Historischer Friedhof, einer der ersten kommunalen Friedhöfe in Deutschland, angelegt zur Regentschaft des Fürsten Franz von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff mit dem Mausoleum von Fürst Nikolai Abramowitsch Putjatin
  • Friedhof II
  • Friedhof III gegenüber dem ehemaligen Krematorium
  • Zentralfriedhof zwischen Groß- und Kleinkühnau
  • Israelitischer Friedhof, Am Leipziger Tor
  • Friedhof des Stadtteils Brambach mit den Grabstätten sowjetischer und polnischer Zwangsarbeiter
  • Friedhof des Stadtteils Rodleben mit den Grabstätten von 13 Frauen und Männern verschiedener Nationen, die Opfer von Zwangsarbeit wurden

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Motorbootrennen am Kornhaus
Farbfest Grün, Landung der Aeroflorale II
  • Kurt-Weill-Fest
  • Elbebadetag
  • Farbfest des Bauhauses Dessau
  • JAZZ|KULTTOUR Museumsnacht in Dessau-Roßlau
  • Lange Nacht der Sterne (im Walter Gropius Gymnasium)
  • Leopoldsfest mit Mittelaltermarkt, seit 2004 als Stadtfest (Wochenende zum Monatswechsel Juni/Juli)
  • Nachtschicht – Kneipenmusiknacht (Samstag in Mai und September)
  • Großer Schifferball (2. Samstag im neuen Jahr)
  • Ostermarkt auf der Wasserburg (Palmsonntag)
  • Osterfeuer (in der Nacht zum Ostersonntag in allen Stadtteilen, besonders beliebt aber in Mühlstedt)
  • Badewannenrennen auf der Rossel (Pfingstmontag)
  • Motorbootrennen auf dem Kornhauskurs auf der Elbe (seit 1957)
  • Hörspielnächte auf der Wallwitzburg (Juli/August) seit 2007
  • Burgtheatersommer des theaterBurg Roßlau auf der Wasserburg Roßlau (Anfang August) (2012 aufgrund ausbleibender finanzieller Förderung vom Kultusministerium Sachsen-Anhalt geschlossen)
  • Heimat- und Schifferfest (immer am letzten Wochenende im August)
  • Backhausfest mit Bauernmarkt in Streetz (2. Samstag im September)
  • Adventsmarkt auf der Wasserburg (3. Adventswochenende)
  • This Is Ska: eines der größten europäischen Ska-Festivals in der Roßlauer Wasserburg (Juni/Juli)
  • Karneval: Dessau-Roßlau gilt zusammen mit Köthen als Hochburg des Karnevals in Sachsen-Anhalt.
  • Metalfest Open Air Germany: Seit 2009 (da noch unter dem Namen Legacyfest) jährlich (Mitte/Ende Mai) stattfindendes Metalfestival auf dem Flugplatz Dessau.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Blick auf das Paul-Greifzu-Stadion

Seit Mitte der 1990er Jahre konzentriert sich die Stadt verstärkt auf den Sport. Die Dessau-Roßlauer Handballer sind seit 1992 unter verschiedenen Vereinsnamen Stammverein in der 2. Bundesliga. Zusätzlich wurden Events wie der Dessauer Citylauf, das jährliche Leichtathletik-Meeting im Paul-Greifzu-Stadion oder auch das Radrennen in der Innenstadt ins Leben gerufen, die dazu beitrugen, dass Dessau-Roßlau mittlerweile international als Sportstadt bekannt ist.

Radsport und Wandern[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Schiene[Bearbeiten]

Dessau-Roßlau ist ein Bahnknoten mit Verbindungen Richtung Magdeburg (Bahnstrecke Trebnitz–Leipzig), Berlin über Bad Belzig (Bahnstrecke Wiesenburg–Roßlau), Falkenberg/Elster über Lutherstadt Wittenberg (Bahnstrecke Roßlau–Falkenberg/Elster), Leipzig beziehungsweise Halle (Saale) über Bitterfeld (Bahnstrecke Trebnitz–Leipzig) sowie Aschersleben über Köthen (Bahnstrecke Dessau–Köthen), die alle vom Dessauer Hauptbahnhof ausgehen.

Schon in den Anfangsjahren der Eisenbahn war Dessau, das bereits 1840 mit dem Bau der Stammstrecke der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn einen Bahnanschluss erhielt, aufgrund der Elbebrücke ein bedeutender Knotenpunkt des Schienennetzes. Im Jahr 1911 wurde die Strecke Dessau–Bitterfeld als eine der ersten in Deutschland elektrifiziert.

Von 2000 bis 2002 hielten täglich zwei ICE-Züge in Dessau. Bis Dezember 2007 gab es noch drei Intercity-Verbindungen. Zurzeit existiert keine Fernverkehrsanbindung. Mit Investitionen von 50 Millionen Euro wurde zwischen 2008 und 2011 der Streckenabschnitt zwischen Dessau und Roßlau grunderneuert, hierzu wurde der Bahndamm in geänderter Lage neu errichtet und alle Brückenbauwerke im Zuge der Muldequerung neu errichtet. Nach Abschluss dieser Arbeiten werden bis 2014 sämtliche Gleisanlagen und Bahnsteige inklusive der dazugehörigen Leit- und Sicherungstechnik im Eisenbahnknoten Dessau/Roßlau erneuert und Elektronische Stellwerke errichtet. Das Investitionsvolumen beträgt hierfür ca. 300 Millionen Euro. Seit 2009 wird der Dessauer Hauptbahnhof saniert und erhält ein verbessertes Informationssystem. Der dafür veranschlagte Etat von 600.000 € wird über das Konjunkturpaket I der Bundesregierung abgedeckt.[8]

Wörlitzer Bahnhof in Dessau

Zum Netz der Deutschen Bahn gehören im Stadtgebiet Dessau-Roßlau neben dem Hauptbahnhof die Bahnhöfe Dessau-Süd an der Strecke nach Bitterfeld, Dessau-Alten und Dessau-Mosigkau an der Strecke nach Köthen, Roßlau (Elbe) und Rodleben an der Strecke nach Magdeburg und Meinsdorf an den Strecke nach Wittenberg und Berlin, an denen jeweils Regionalbahnen halten, in Roßlau (Elbe) zusätzlich Regional-Express-Züge. Die ehemaligen Bahnhöfe Dessau Wallwitzhafen (Richtung Roßlau) und Dessau-Haideburg (Richtung Bitterfeld) werden nicht mehr bedient. Ab dem Jahr 2015 wird die S-Bahn Mitteldeutschland die Linie S2 von Bitterfeld bis Dessau und Lutherstadt Wittenberg verlängern. Dies erfordert eine Neuausschreibung der Abschnitte.

Die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn führt in die 15 km östlich von Dessau-Roßlau gelegene Stadt Wörlitz mit dem Wörlitzer Park. Die Strecke beginnt ebenfalls am Hauptbahnhof (Bahnsteig 1). Im Stadtgebiet werden die Haltepunkte Dessau-Waldersee und Dessau-Adria bedient. Das Gebäude des Wörlitzer Bahnhofs in Dessau, an welchem die Strecke früher begann, ist heute in das Gelände des Umweltbundesamtes integriert und wird von diesem genutzt.

ÖPNV[Bearbeiten]

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen Straßenbahn- und Buslinien des kommunalen Unternehmens Dessauer Verkehrsgesellschaft mbH der Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV). Zurzeit werden drei Straßenbahn- sowie vierzehn Buslinien betrieben, wobei die Straßenbahn nur noch im südelbischen Stadtteil Dessau verkehrt. Jährlich befördert die DVG etwa 4,7  Millionen Menschen.

Ab dem 1. Juli 2009 verkehren die DVG Dessau und der Omnibusbetrieb Müller zusammen im Dessau-Roßlauer Stadtgebiet in einem neuen Linien- und Tarifsystem. Bisher fuhr Müller in Roßlau unter noch bestehenden Konzessionen des Landkreises Anhalt-Zerbst.

Straße[Bearbeiten]

Durch das südöstliche Stadtgebiet Dessau-Roßlaus führt die 1938 erbaute und bis zum Jahr 2000 sechsstreifig ausgebaute Bundesautobahn 9 (BerlinMünchen). Dazu gehören die Anschlussstellen Dessau-Süd (an der Bundesstraße 184) und Dessau-Ost (an der Bundesstraße 185). Weiterhin ist die Stadt von der Anschlussstelle Vockerode der A 9 über eine Landesstraße und nördlich der Elbe von der Anschlussstelle Coswig über die Bundesstraße 187 (Richtung Magdeburg) nach Roßlau erreichbar.

Aufgrund der Roßlauer Elbbrücke war die Stadt schon früh ein Kreuzungspunkt von Handelswegen. So führen heute die Bundesstraßen B 184, B 185 und B 187 sowie mehrere Landesstraßen durch Dessau-Roßlau.

Wasser[Bearbeiten]

Leopoldshafen

Auch an das Wasserstraßennetz ist Dessau-Roßlau angebunden. Roßlau besitzt einen Güterhafen und eine Werft am nördlichen Elbufer. Passagieranlegestellen befinden sich in Roßlau sowie in Dessau am Kornhaus. Der Leopoldshafen, benannt nach dem Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau, der ihn für den Getreidehandel anlegen ließ, ist heute Sportboothafen mit Ruderverleih. Sehenswert ist dort das Bootshaus. Der Start-Ziel-Turm wird für regelmäßige Motorbootrennen genutzt, dazu wird auf der Elbe mit Bojen der Kornhauskurs markiert. Der Wallwitz- und Elbhafen, einst zum Warenumschlag von Schiene auf Wasser angelegt, hatte Anschlussgleise an die Hauptstrecke Dessau–Roßlau. Heute ist der Wallwitzhafen ein weiterer privater Sportboothafen.

Luft[Bearbeiten]

Der Flugplatz Dessau befindet sich im Nordwesten der Stadt und gehört zur Kategorie der Verkehrslandeplätze (ICAO-Kennung: EDAD). Er liegt im Stadtteil Kleinkühnau, an der Grenze zu Alten. Eine Anreise mit Charterflugzeugen ist möglich. Die Anfang der 1990er Jahre neu errichtete asphaltierte Landebahn hat eine Länge von 1000 m. Daneben existiert eine Grasbahn für den Segelflug.

Der Flughafen Leipzig/Halle liegt rund 50 km südlich der Stadt.

Fahrrad[Bearbeiten]

Die Stadt Dessau-Roßlau eignet sich ideal zum Erkunden mit Fahrrädern, mit denen man die Stadt und vor allem die Parkanlagen auf den sehr gut ausgebauten Radwegen, die eine Länge von ca. 272 km haben, erkunden kann.

Medien[Bearbeiten]

In Dessau-Roßlau erscheint der AnhaltKurier als Lokalausgabe der Mitteldeutschen Zeitung. Die kostenlosen Anzeigenblätter Wochenspiegel und Super Sonntag erscheinen wöchentlich. REGJO – Das Regionaljournal für den Wirtschaftsraum Leipzig/Halle erscheint vierteljährlich. leo-Das Anhalt Magazin ist das regionale Veranstaltungs- und Kulturmagazin und erscheint monatlich.

Der Mitteldeutsche Rundfunk und radio SAW unterhalten jeweils ein Lokalstudio in Dessau-Roßlau. Im Kabelnetz der Stadt sendet der Offene Kanal Dessau. Weiterhin sendet der Regionalsender RAN 1 über Kabel und per Antenne auf Kanal 54.[9]

Unternehmen[Bearbeiten]

Dessau-Roßlau ist eines der Zentren im Industriedreieck Halle-Leipzig-Dessau und bekannt für Erzeugnisse des Maschinen- und Anlagenbaus (Waggonbau, Bahnwerk, Junkerswerke, Polysius Zementanlagen).

War die Wirtschaft bis zur Wende 1990 noch von Großbetrieben dominiert (rund 300 Betriebe stellten rund 55.000 Arbeitsplätze zur Verfügung), so ist der seither eingetretene Strukturwandel hin zu einem Dienstleistungsstandort stark von Klein- bis mittelständischen Betrieben geprägt (ca. 42.000 Arbeitsplätze in rund 3.500 Betrieben). Wie für ein Oberzentrum üblich, strahlt Roßlau in die Region aus, sodass viele Beschäftigte aus dem Umland einpendeln. Die Arbeitslosenquote lag Ende 2013 bei ca. 11,0 %.[10]

Innerhalb des Dienstleistungssektors hat neben der Kommunikationsbranche (Callcenter) der Einzelhandel große Bedeutung. Um den innerstädtischen Einzelhandelsstandort zu stärken, begann im Jahr 2007 der Abriss des alten „Konsum-Kaufhauses“, um Platz für ein neues Einkaufszentrum zu schaffen (Investitionsvolumen: 30 Millionen Euro).[11]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

In den 1990er Jahren entstanden mehrere Gewerbegebiete, die aufgrund zu hoher Erwartungshaltungen aber nie vollkommen ausgenutzt werden konnten. Um dies zu ändern, versucht die Stadt Dessau-Roßlau, mittels Förderungen seitens der Stadt und Steuernachlässen wieder für Unternehmen attraktiv zu werden.

In der Stadt sind unter anderem folgende Unternehmen ansässig bzw. tätig:

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau

Institutionen des öffentlichen Rechts[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

  • Hochschule Anhalt (FH) mit Studiengängen in Architektur, Facility Management, Design sowie Vermessungswesen und Geoinformatik.
  • IHK Bildungszentrum Halle-Dessau GmbH
  • Volkshochschule Dessau- Rosslau
  • Die Stadt ist Sitz dreier berufsbildender Schulen (Anhaltisches Berufsschulzentrum „Hugo Junkers“ – Berufsbildende Schulen I und II sowie Berufsbildende Schulen III – „Chapon-Schule“).
  • Gymnasium Walter Gropius (Europaschule)
  • Liborius Gymnasium – in Trägerschaft des Bistums Magdeburg
  • Das Philanthropinum, dessen Name auf die Gründung durch Johann Bernhard Basedow zurückgeht.

Schulgeschichte[Bearbeiten]

Das Europagymnasium in Dessau-Nord, das Prof.-Max-Müller-Gymnasium im Stadtteil Alten sowie das Fürst-Franz-Gymnasium in Ziebigk existieren heute nicht mehr. Diese Schulen wurden infolge des demographischen Wandels, der Haushaltsplanung im Land und durch Strukturänderungen der gymnasialen Schullaufbahn dem Gymnasium Philanthropinum angegliedert. Nach der Städtefusion wurden seit 2007 schrittweise die fünften Klassen aus Roßlau zum Philanthropinum gezählt. Zum Ende des Schuljahres 2008/2009 wurde das Goethe-Gymnasium in Roßlau geschlossen. Die dortigen Klassen gehören nun auch komplett zum Philanthropinum. Die Goethe-Schule, eine Oberschule für Jungen, existiert ebenfalls nicht mehr.

Stadtarchiv Dessau-Roßlau
Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt

Bibliotheken und Archive[Bearbeiten]

  • Anhaltische Landesbücherei Dessau mit Hauptbibliothek, Wissenschaftlicher Bibliothek und Sondersammlungen; Stadtteilbibliotheken in Süd, Ziebigk, Zoberberg und in Roßlau. Im Stadtteil Rodleben befindet sich eine Ausleihstelle.
  • Stadtarchiv
  • Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Standort Dessau – im sehenswerten alten Wasserturm untergebracht
  • Fachbibliothek Umwelt im Umweltbundesamt, Bestand: über 350 000 Medieneinheiten, knapp 1000 laufend gehaltene Zeitschriften zu Umweltfragen (größte Umweltbibliothek im deutschsprachigen Raum)

Krankenhäuser[Bearbeiten]

  • Städtisches Klinikum Dessau (Das Hauttumorzentrum des Klinikums ist neben dem des Quedlinburger Klinikums das einzige zertifizierte in Sachsen-Anhalt.[12])
  • St. Joseph-Krankenhaus – Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychotherapeutische Medizin
  • Diakonissenkrankenhaus Dessau – Krankenhaus der Anhaltische Diakonissenanstalt

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger (Dessau)[Bearbeiten]

Ehrenbürger (Roßlau)[Bearbeiten]

Roßlau hat 7 Ehrenbürger:

  • 1895: Emil Poetsch, Bürgermeister der Stadt Roßlau (1864–1895)
  • 1909: Elbine Poetsch geb. Porse verw. Porse, Mäzenin
  • vermutlich 1912: Georg Sachsenberg, Fabrikbesitzer, Mäzen
  • 1975: Rudolf Wöhl, antifaschistischer Widerstandskämpfer
  • 1993: Barbara Elze, Pfarrerin, Aktivistin in der Wendezeit 1989/90
  • 1993: Heinrich Unland, Bürgermeister a. D. der Stadt Ibbenbüren, Vater der Städtepartnerschaft
  • 2007: Klaus J. Sachsenberg, Förderer der Stadt Roßlau und ihres Vereinswesens

In Dessau-Roßlau geborene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Zahlreiche Söhne und Töchter der Stadt Dessau-Roßlau bzw. der Städte Dessau und Roßlau sind auch überregional bekannt. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten gehören Leopold I. („Der Alte Dessauer“), Moses Mendelssohn, Leopold III. („Vater Franz“), Samuel Heinrich Schwabe, Wilhelm Müller, Carl von Basedow, Fritz Hesse, Kurt Weill, Heinz Schubert, Dieter Hallervorden und Thomas Kretschmann.

Alle weiteren wichtigen Dessau-Roßlauer siehe Liste von Söhnen und Töchtern der Stadt Dessau-Roßlau.

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Personen, die ums Leben kamen[Bearbeiten]

  • Alberto Adriano, im Jahre 2000 von Neonazis im Stadtpark zu Tode geprügelt
  • Mario Bichtemann, im Jahr 2002 betrunken in einer Zelle des Polizeireviers eingeliefert, stirbt darin an einem Schädelbasisbruch, Ermittlungen werden eingestellt
  • Oury Jalloh, im Jahre 2005 gefesselt auf einer feuerfesten Matratze in einer Zelle des Polizeireviers verbrannt
  • Hans-Joachim Sbrzesny, in der Nacht zum 1. August 2008 von Neonazis im Stadtpark zu Tode geprügelt

Panorama von Dessau[Bearbeiten]

Panorama von Dessau von der Aussichtsplattform Alter Räucherturm

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dessau-Roßlau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2012 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Zahlen und Fakten Dessau-Roßlau
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007
  4. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
  5. Partnerstädte auf www.dessau.de
  6. Thomas Altmann, Dorfkirche zu Mühlstedt - Und manchmal flüstern die Steine, in: Mitteldeutsche Zeitung, Mitteldeutsches Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG, Halle, vom 20. Dezember 2003.
  7. Informationen zur Dorfkirche Natho, abgerufen am 14. April 2014.
  8.  Steffen Brachert: Erfrischungskur für Hauptbahnhof. In: Mitteldeutsche Zeitung. 30. April 2009 (mz-web.de).
  9. RAN1-Website, Mediadaten (Sendegebiet)
  10. Statistik der Bundesagentur für Arbeit.
  11. „konsument“ Dessau – DESSAU CENTER. Zentralkonsum eG, abgerufen am 7. Oktober 2013.
  12. Liste der Hauttumorzentren