Destroyer (Album)

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Destroyer
Studioalbum von Kiss
Veröffentlichung 15. März 1976
Label Casablanca Records
Format LP
Genre Hard Rock
Anzahl der Titel 9
Laufzeit 34:03

Besetzung

Produktion Bob Ezrin
Studio Electric Lady Studios, Record Plant Studios
Chronologie
Alive!
1975
Destroyer Rock and Roll Over
1976

Destroyer ist das vierte Studioalbum der amerikanischen Hard-Rock-Band Kiss. Es wurde am 15. März 1976 von Casablanca Records veröffentlicht, erreichte Platz 11 der Billboard 200 und erhielt in den USA 1976 Platin für eine Million verkaufte Einheiten.[1] Das Musikmagazin Rolling Stone führt es auf Platz 489 seiner Liste der 500 besten Alben aller Zeiten.[2]

Entstehung[Bearbeiten]

Die Popularität der Band war sehr groß, sie spielte ausverkaufte Stadion-Konzerte. Die zuvor veröffentlichten Alben spiegelten diesen Erfolg nicht wider, da sie sich nur im unteren Bereich der Charts platzierten. Nachdem Kiss den Plattenvertrag mit Casablanca Records für zwei Alben erneuert hatte, war es das Ziel, das erste kommerziell erfolgreiche Studioalbum zu veröffentlichen. Damit dies gelang, nahm die Band beim Songwriting erstmals die Hilfe Dritter in Anspruch.[3] So komponierte Produzent Bob Ezrin das Gitarrensolo zu Detroit Rock City, das der Band wegen des orientalischen Einschlags zunächst nicht zusagte. Ezrin konnte die Band zudem davon überzeugen, dass God of Thunder besser zur Stimme von Gene Simmons als zu der von Paul Stanley passte.[3] Ebenfalls am Songwriting beteiligt waren Songwriter Kim Fowley und Gitarrist Mark Anthony, die bereits für Alice Cooper gearbeitet hatten; sie schrieben King of the Night Time World. Das Stück Beth stammt mit Stan Penridge ebenfalls von einem Außenstehenden.

Die Arbeiten zum Album begannen im August 1975 in den Electric Lady Studios in New York City und wurden im Januar 1976 in den Record Plant Studios beendet.

2012 veröffentlichte Universal unter dem Titel Destroyer [Resurrected] einen von Produzent Bob Ezrin auf Basis der Original-Tonbänder erstellten Remix des Albums. Diese Fassung des Albums wurde auf CD und Schallplatte mit dem ursprünglichen Cover von Ken Kelly veröffentlicht, das 1976 von Casablanca Records abgelehnt worden war. Es zeigt die Mitglieder die Gruppe, die anscheinend aus einer grade von ihnen zerstörten Stadt flüchten.[4]

Titelliste[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[5]
Destroyer
  US 11 1976
  UK 22 29.05.1976 (5 Wo.)
  DE 36 15.09.1976 (8 Wo.)
  1. Detroit Rock City (Stanley/Ezrin) – 5:17
  2. King of the Night Time World (Stanley/Ezrin/Fowley/Anthony) – 3:19
  3. God of Thunder (Stanley) – 4:13
  4. Great Expectations (Simmons/Ezrin) – 4:24
  5. Flaming Youth (Frehley/Stanley/Simmons/Ezrin) – 2:59
  6. Sweet Pain (Simmons) – 3:20
  7. Shout It Out Loud (Stanley/Simmons/Ezrin) – 2:49
  8. Beth (Criss/Ezrin/Penridge) – 2:45
  9. Do You Love Me? (Stanley/Ezrin/Fowley) – 3:40

Das Album endet mit einem nicht genannten Stück, das später als Rock and Roll Party bekannt wurde.

Erfolge[Bearbeiten]

Bereits kurze Zeit nach der Veröffentlichung in den USA erreichte Destroyer im April 1976 Gold-Status, blieb allerdings zunächst mit rund 850.000 verkauften Einheiten hinter den Verkaufszahlen des Vorgängers Alive! zurück. Auch die Single-Auskopplungen Shout it Out Loud, Flaming Youth und Detroit Rock City erfüllten die kommerziellen Erwartungen nicht. Nachdem Radio-DJs die Ballade Beth, die B-Seite von Detroit Rock City, verstärkt spielten, gelangte das Lied in die Top Ten der Billboard Hot 100. Mit diesem Erfolg stieg auch das Album wieder in den Albumcharts und erreichte seine Höchstplatzierung auf Platz 11. Im November 1976 wurde Destroyer mit Platin ausgezeichnet.[6] Das Album stieg am 29. Mai 1976 in die britischen Albumcharts ein, verblieb dort fünf Wochen und erreichte Platz 22.[7] In den deutschen Albumcharts erreichte Destroyer Platz 36.[8]

Die Zeitschrift Guitar World Magazine wählte das Lied Detroit Rock City 2011 zu einem der 100 Größten Gitarren-Rock-Songs aller Zeiten.[9][10]

Rezensionen[Bearbeiten]

In einer zeitgenössischen Kritik des Musikmagazins Rolling Stone[11] schrieb der Autor zwar, dass es sich dank Produzent Bob Ezrin um das beste Album der Band handele, vermisst aber den Funken kreativer Verrücktheit, der die Musik interessant mache. Das Album sei glanzlos, der Gesang gewöhnlich und gefühlsleer. 2003 bezeichnete das Magazin Destroyer als überzogenes Party-Rock-Album, das mit zunehmendem Alter immer besser werde.[2] Greg Prato von Allmusic hält das Album für eines der experimentellsten und stärksten der Band[12], und Jan Jaedike vom Musikmagazin Rock Hard nennt es „eine der wichtigsten Platten der gesamten Hardrock-History“.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Jan Jaedike: Klassiker: Kiss - Destroyer (1976). Die Story hinter dem Meilenstein. In: Rock Hard. Nr. 283, November 2010, S. 60–61.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCertifications: Destroyer. RIAA, abgerufen am 21. März 2010.
  2. a b 500 Greatest Albums of All Time: Kiss, 'Destroyer'. Rolling Stone Magazine, abgerufen am 5. März 2014 (englisch).
  3. a b c  Jan Jaedike: Kiss - Destroyer. In: Holger Stratmann (Hrsg.): Best of Rock & Metal. Die 500 stärksten Scheiben aller Zeiten. Heel Verlag, Königswinter 2007, ISBN 978-3-89880-517-9, S. 140.
  4. geeksofdoom.com (englisch) abgerufen am 13. März 2012
  5. Quellen Chartplatzierungen: DE / UK / US, abgerufen am 7. Januar 2013.
  6. RIAA Database, abgerufen am 8. Februar 2010 (englisch)
  7. Chart Stats Kiss chartstats.com, abgerufen 8. Februar 2010 (englisch)
  8. Album Chart Action The KISSFAQ, abgerufen 8. Februar 2010 (englisch)
  9. Kissonline.com 22. Mai 2011
  10. Guitar World Magazine, Ausgabe August 2011; Information vorab veröffentlicht
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJohn Milward: KISS: Destroyer. Rolling Stone, 3. Juni 1976, abgerufen am 8. Februar 2010 (englisch).
  12. Greg Prato: Destroyer - Kiss.