Detlev Samland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Detlev Samland (* 1. Mai 1953 in Essen; † 8. Juli 2009 in Berlin) war ein deutscher Politiker (SPD). Vom 27. Juni 2000 bis 24. April 2001 war er Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen.

Er studierte nach dem Abitur Städtebau und Raumplanung in Dortmund. Der Diplom-Ingenieur arbeitete am Institut für Technologie-Transfer an der Ruhr-Universität Bochum, war zehn Jahre lang Abgeordneter im Europaparlament, scheiterte aber als Oberbürgermeister-Kandidat in Essen bei der Kommunalwahl 1999. Wenig später wurde er Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten in Nordrhein-Westfalen (Kabinett Clement II) und Bevollmächtigter des Landes beim Bund. Nachdem 2001 bekannt wurde, dass er Aufsichtsratsbezüge von rund 100.000 DM nicht versteuert hatte, trat er von diesem Amt zurück.[1]

Samland war zuletzt als European Director Public Affairs im Berliner Büro der Kommunikationsberatungsagentur Pleon tätig.

Er starb am 8. Juli 2009 in Berlin an Herzversagen.

Wegen des Verstoßes gegen das Parteispendengesetz muss der Unterbezirk Essen der SPD im Jahr 2013 die Spenden der Baumarktkette Hellweg, die 1999 von Samland und Willi Nowack falsch deklariert worden waren, und eine Buße an die Bundestagsverwaltung zahlen.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSchlamperei und Selbstbewusstsein. Spiegel Online, 17. April 2001, abgerufen am 16. August 2009.
  2. Frank Stenglein: Essener SPD muss über 30.000 Euro Strafe zahlen., WAZ, 6. Juli 2013, S. WES 1