Dettenhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Dettenhausen (Begriffsklärung) aufgeführt.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dettenhausen
Dettenhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dettenhausen hervorgehoben
48.60759.1007412Koordinaten: 48° 36′ N, 9° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Tübingen
Höhe: 412 m ü. NHN
Fläche: 11,02 km²
Einwohner: 5370 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 487 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72135
Vorwahl: 07157
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 08 4 16 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bismarckstraße 7
72135 Dettenhausen
Webpräsenz: www.dettenhausen.de
Bürgermeister: Thomas Engesser
Lage der Gemeinde Dettenhausen im Landkreis Tübingen
Landkreis Böblingen Landkreis Calw Landkreis Esslingen Landkreis Freudenstadt Landkreis Reutlingen Landkreis Rottweil Zollernalbkreis Ammerbuch Bodelshausen Dettenhausen Dußlingen Gomaringen Hirrlingen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Mössingen Nehren (Württemberg) Neustetten Ofterdingen Rottenburg am Neckar Rottenburg am Neckar Rottenburg am Neckar Starzach TübingenKarte
Über dieses Bild

Dettenhausen ist eine Gemeinde im Landkreis Tübingen in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten]

Dettenhausen liegt auf der Schönbuchlichtung, etwa zwölf Kilometer südöstlich von Böblingen. Es befindet sich am Nordrand des Waldgebiets und gleichnamigen Naturparks Schönbuch. Ostnordöstlich erhebt sich der Betzenberg. Durchflossen wird die Ortschaft von der Schaich. Die Landesstraße 1208 (ehemals Bundesstraße 27) StuttgartTübingen führt hindurch.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Dettenhausen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Böblingen beziehungsweise zu den Landkreisen Reutlingen¹ und Tübingen²:

Waldenbuch, Walddorfhäslach¹, Pliezhausen¹, Tübingen² und Weil im Schönbuch

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Dettenhausen gehören das Dorf Dettenhausen und das Einzelhaus Hirschland.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die urkundliche Ersterwähnung der Gemeinde als Detenhusen war um das Jahr 1100. Jedoch wird vermutet, dass schon um 700 Menschen am Ort siedelten.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2009[3]
Wahlbeteiligung: 59,6 %
 %
50
40
30
20
10
0
47,5 %
24,5 %
16,2 %
11,8 %

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:

FWV 9 Sitze
CDU 3 Sitze
SPD 2 Sitze

Partnerschaften[Bearbeiten]

Dettenhausen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zum sächsischen Treuen im Vogtland (seit 1991) und zum ungarischen Tab (seit 1994).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schönbuchmuseum
Bahnhof

Museen[Bearbeiten]

Das Schönbuchmuseum zeigt in den drei Bereichen Jagd, Stein und Wald vieles über das Leben in dieser Gegend.

Im Polizeimuseum ist eine historische internationale Sammlung von Polizeiuniformen von Bernhard Strobel zu sehen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Landesstraße 1208 führt im Norden nach Stuttgart und im Süden nach Tübingen.

Die Schönbuchbahn der Württembergischen Eisenbahngesellschaft verbindet die Gemeinde mit Böblingen und damit mit der S-Bahn nach Stuttgart. 2011 kann die Schönbuchbahn ihr hundertjähriges Jubiläum feiern. Darauf vorbereitend finden im Schönbuchmuseum im Jahr 2010 zwei Sonderausstellungen mit dem Thema Eisenbahn statt.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 109.

Fernwärme[Bearbeiten]

In Dettenhausen gibt es seit Ende 2009 ein Holzheizkraftwerk. Das Heizkraftwerk soll den Ort nach und nach mit Fernwärme versorgen. 2011 wurde zu diesem Zweck eine Bürgergenossenschaft gegründet. Das Wärmenetz soll vom Areal beim Bahnhof aus nach Dettenhausen ausgebaut werden.[4][5]

Medien[Bearbeiten]

Am Ort übliche Tageszeitungen: Schwäbisches Tagblatt Tübingen und Stuttgarter Nachrichten.

Historische Bauten[Bearbeiten]

Die Evangelische Johanneskirche[6] wurde zwischen 1833 und 1834 nach den Plänen von Ludwig Friedrich Gaab[7] im Kameralamtsstil errichtet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Bernhard Zeller (1919−2008), Literaturhistoriker und Archivar
  • Wilfried Huber (1925–1986), Hochschul- und Bildungspolitiker, Erziehungswissenschaftler
  • Felix Huby (* 1938), Journalist und Autor

Personen, die in Dettenhausen leben oder gelebt haben[Bearbeiten]

  • Lotte Reiniger (1899−1981), lebte zuletzt und starb in Dettenhausen
  • Robert Schlienz (1924−1995), deutscher Fußballnationalspieler, lebte in Dettenhausen

Personen, die vor Ort wirkten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Umfassende Materialien zur Gemeindegeschichte finden sich in der Gemeindechronik Dettenhausen – Geschichte und Gegenwart, Silberburg-Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-87407-367-X

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 123–124
  3. http://wahlen09.rz-kiru.de/08416009/gr.html
  4. tagblatt.de vom 16. Juli 2011
  5. tagblatt.de vom 21. Januar 2012
  6. Datenblatt, abgerufen am 8. Mai 2013
  7. Bau und Zustandsbeschreibung, abgerufen am 8. Mai 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dettenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien