Dettenheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Karlsruhe | |
| Höhe: | 98 m ü. NN | |
| Fläche: | 30,89 km² | |
| Einwohner: |
6504 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 211 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 76706 | |
| Vorwahlen: | 07247 und 07255 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KA | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 15 111 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bächlestraße 33 76706 Dettenheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Lothar Hillenbrand (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Dettenheim im Landkreis Karlsruhe | ||
Dettenheim ist eine Gemeinde im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die Gemeinde Dettenheim besteht aus den ehemaligen Gemeinden Liedolsheim und Rußheim. Zu Liedolsheim gehören das Dorf Liedolsheim und Wirtshaus und Gehöft Dettenheim. Zu Rußheim gehören das Dorf Rußheim, der Ort Siedlung (früheres RAD-Lager) und die Häuser Schleifmühle, Völkersches Anwesen und Waldmühle.
Im Gebiet von Liedolsheim liegen die Wüstungen Nackheim und Schure.[2]
Im Gebiet von Rußheim ist eine Ortschaft im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Name Dettenheim geht auf ein Dorf auf der heutigen Gemarkung der Gemeinde zurück, das sich unmittelbar am Rhein befand. Alle ehemaligen Dorfbewohner wanderten aufgrund der Hochwassergefahr (der Ort war damals nur wenige hundert Meter vom Rhein entfernt) aus und gründeten anschließend 1813 auf der Gemarkung des damaligen „Altenbürg“ die Gemeinde Karlsdorf, heute Teil der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard. Heute stehen im alten Dettenheim nur noch einige Häuser, darunter ein Gasthaus („Löwen“), Restgebäude einer ehemaligen Ziegelei sowie ein Gedenkstein. Man spricht dabei von Alt-Dettenheim.
Der aus Liedolsheim stammende Emil Albert Roth war zeitweise Leiter der nach der Wiederzulassung der Partei gegründeten NSDAP-Ortsgruppe in Liedolsheim, die als „älteste Ortsgruppe im Gau Baden“ bezeichnet wurde, zudem leitete er die Partei im Kreis Bretten.[3] Liedolsheim entwickelte sich in der Weimarer Republik zu einer frühen Hochburg der NSDAP und ihrer Ersatzorganisationen: Auf den Völkisch-Sozialen Block entfielen bei der Reichstagswahl im Mai 1924 51,9 % der Stimmen (Baden: 4,8 %, Reich: 6,6 %).[4] Bei der badischen Landtagswahl 1929 erzielte die NSDAP vor Ort 38 % (Baden 7,0 %), Roth gelang der Einzug in den Landtag.
Am 1. Januar 1975 wurden die damals eigenständigen Gemeinden Liedolsheim und Rußheim im Zuge der Gemeindereform zu Gemeinde Liedolsheim-Rußheim zusammengelegt. Aus Vereinfachungsgründen wurde die neue Gemeinde zum 1. Januar 1978 in Dettenheim umbenannt, da sich der Name Liedolsheim-Rußheim durch seine Länge als wenig vorteilhaft herausgestellt hat und der historische Name Dettenheim vor Kunstnamen den Vorzug erhielt.
Die frühere Trennung des Ortes ist neben der getrennten Lage der Ortsteile noch an den unterschiedlichen Ortsvorwahlen erkennbar.
Wappen der Ortsteile [Bearbeiten]
Religionen [Bearbeiten]
In beiden Ortsteilen gibt es je eine evangelische Kirchengemeinde. Für katholische Gläubige ist die Pfarrei Maria Königin in Linkenheim-Hochstetten zuständig, die jedoch auch über römisch-katholische Gotteshäuser in Dettenheim verfügt.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
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Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 18 Mitglieder an.
| FWG | 42,8 % | +2,4 % | 8 Sitze | ±0 |
| CDU | 31,8 % | -1,3 % | 6 Sitze | ±0 |
| SPD | 25,4 % | -1,1 % | 4 Sitze | -1 |
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Es existiert eine Busanbindung an die Hardtbahn in Hochstetten. Zudem bestehen Planungen, die Hardtbahn (Karlsruhe - Hochstetten) bis nach Philippsburg zu verlängern; dabei würden auch Haltepunkte in Dettenheim eingerichtet, so dass der Ort erstmals ans Schienennetz angeschlossen wäre. Allerdings gibt es auch Widerstand gegen die Anbindung, so dass die Bedingungen für die Verlängerung der Hardtbahn derzeit nicht erfüllt sind. In den nächsten 5-10 Jahren kann vermutlich zunächst einmal nicht damit gerechnet werden.
Eine testweise Busanbindung an das ebenso benachbarte Graben-Neudorf und dessen Bahnhof wurde aus finanziellen Gründen zunächst wieder eingestellt,[5] aber ab Dezember 2008 zum Fahrplanwechsel wieder dauerhaft eingeführt.[6]
Bildung [Bearbeiten]
In der Gemeinde gibt zwei Grundschulen, die Pestalozzischule im Ortsteil Liedolsheim und die Tullaschule in Rußheim. Außerdem gibt es in der Gemeinde fünf Kindergärten.
Freizeiteinrichtungen [Bearbeiten]
Im Ortsteil Liedolsheim existiert eine bekannte Kartbahn. Im Sommer ist der Baggersee auf der Gemarkung Giesen ein beliebtes Ausflugsziel für Badegäste und Wassersportler. Weiter gibt es noch das Jugendzentrum, das jährlich den "Rockfasching" veranstaltet.
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Gustav Zimmermann (1888–1949), Landtagsabgeordneter (SPD)
- Robert Roth (1891–1975), Reichstagsabgeordneter (NSDAP)
- Albert Roth (1893–1952), Reichstagsabgeordneter (NSDAP)
- Rudolf Müller-Chappuis (1905–1968), Pianist und Schriftsteller
- Karl Friedrich Euler (1909–1986), deutscher Theologe, Pfarrer der Deutschen Christen und Hochschullehrer
Besonderheiten [Bearbeiten]
Im Ortsteil Liedolsheim fand vom 7. bis 23. Mai 2009 die Sportkegel-Weltmeisterschaft 2009 statt, die Sportkegel-Weltmeisterschaft 2017 wird ebenso wieder dort stattfinden.[7] Die Privatbrauerei Hoepfner wurde 1798 im Ortsteil Liedolsheim gegründet.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2, S. 91–92.
- ↑ Joachim Lilla (Bearbeiter): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Droste Verlag, Düsseldorf, 2004. ISBN 3-7700-5254-4, S. 526
- ↑ Örtliche Wahlergebnisse bei Monika Rummel, Uwe Rummel: Dettenheim: Wendepunkte in der Geschichte von Liedolsheim und Rußheim. Gemeinde Dettenheim, Altlußheim 1998, ISBN 3-00-003405-6, S. 49
- ↑ http://www.dettenheim.de/news0205.htm
- ↑ http://dettenheim.de/news0424.htm
- ↑ http://www.kegelverein-liedolsheim.de/news/2012/39-20120920-BNN-WM2017.pdf
Weblinks [Bearbeiten]
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