Detzem

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Detzem
Detzem
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Detzem hervorgehoben
49.8230555555566.845125Koordinaten: 49° 49′ N, 6° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Schweich an der Römischen Weinstraße
Höhe: 125 m ü. NHN
Fläche: 5,56 km²
Einwohner: 570 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54340
Vorwahl: 06507
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 015
Adresse der Verbandsverwaltung: Brückenstraße 26
54338 Schweich
Webpräsenz: Detzem auf der Website der VG Schweich
Ortsbürgermeister: Albin Merten (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Detzem im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Das Dorf
Mosel bei Detzem
Detzem auf einer Ansichtskarte von 1976

Detzem an der Mosel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße an.

Zu Detzem gehört auch der Wohnplatz „Haus Arenz“.[2]

Name[Bearbeiten]

Der Name kommt vom lateinischen decem („zehn“), weil Detzem zehn keltische Leugen (Meilen, 22 Kilometer) moselabwärts von Trier liegt (ad decimum lapidem = am zehnten Meilenstein), an der römischen Fernstraße TrierNeumagenBingenMainz (siehe auch Quint).

Geschichte[Bearbeiten]

König Arnulf übergab der Abtei St. Maximin in Trier 893 das fränkische Königsgut Detzem.

Im Urbar der Abtei St. Maximin um 1200 sind für Detzem die Kirche, der Herrenhof mit 20 Hufen und sieben kleinere Hofstellen aufgeführt.

Später gehörte Detzem zum Amt St. Maximin und zählte nach dem Trierer Feuerbuch von 1563 29 Feuerstellen und im Jahre 1684 27 Feuerstellen.

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

  • 1815 – 336
  • 1835 – 438
  • 1871 – 430
  • 1905 – 528
  • 1939 – 668
  • 1950 – 658
  • 1961 – 626
  • 1965 – 657
  • 1970 – 615
  • 1975 – 588
  • 1980 – 537
  • 1985 – 509
  • 1987 – 519
  • 1990 – 508
  • 1995 – 528
  • 2000 – 543
  • 2005 – 537
  • 2010 – 552

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Detzem besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2004 ist Albin Merten direkt gewählter Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Detzem. Er wurde 2009 bestätigt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Mitte des Dorfes befindet sich der sogenannte Zehn-Meilen-Stein, eine stilisierte Darstellung eines römischen Leugensteins. Das Original wurde bis heute nicht gefunden.

Mittelpunkt des Ortes ist die katholische Pfarrkirche St. Agritius, die im Jahr 1735/36 von Abt Martin Bewer neu erbaut und im Jahre 1736 geweiht wurde. Sie beherbergt einen spätbarocken Chor aus dem 15. Jahrhundert. Zwischen 1986 und 1991 wurde die Kirche, die dem Heiligen Agritius, dem vierten Bischof von Trier, geweiht ist, innen renoviert und restauriert.

In den Mauern des heutigen Gasthauses „Zum Anker“ befand sich zur Zeit der Maximiner ein adeliges Weingut. Über einem sandsteingefassten Kamin aus dieser Zeit erinnert noch heute das Wappen des Johannes Theodorus Meelbaum de Castelburg an diese Zeit.

Ein Brunnenhäuschen aus dem 18. Jahrhundert steht vor dem Maximiner Hof, als Erinnerung an früheres dörfliches Leben.

Bei Detzem befindet sich seit der Moselkanalisierung die Staustufe mit der größten Fallhöhe von 9 Metern. Schleuse und Staustufe liegen auf einer Moselinsel.

Ein Wanderweg führt zu einem 23 m hohen Aussichtsturm im Detzemer Wald, von dem aus das Auge bei guter Witterung den Bogen der Mosel fünf Mal sehen kann, der so genannte Fünf-Seen-Blick.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Detzem

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Am ersten Augustwochenende findet beim Bürgerhaus das Detzemer Rieslingfest statt mit der großen öffentlichen Weinprobe.

Weinlagen[Bearbeiten]

  • Maximiner Klosterlay
  • Detzemer Würzgarten

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Detzem – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 78 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Infothek
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat