Deutsche Automobil-Industrie Hering und Richard

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Die Deutsche Automobil-Industrie Friedrich Hering OHG wurde 1902 gegründet und hatte ihre Nutzfahrzeugfabrik in Gera-Untermhaus.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorher existierte die Firma schon ab 1888 als Zulieferbetrieb für Fahrrad- und Autoteile sowie Achsen und Fahrgestellrahmen. Für die Daimler-Motoren-Gesellschaft und Benz & Cie. wurden Kugellagerachsen hergestellt und für Michelin Stahlscheibenräder mit abnehmbarer Hartgummifelge, die in großer Stückzahl auch weiterhin im neuen Werk gebaut wurden.

Das Unternehmen mit seinen etwa 300 Beschäftigten wurde sogleich 1902 in der Auto- und Nutzfahrzeugindustrie bekannt, weil dort ein besonders moderner solider gebauter leichter LKW unter dem Namen „Rex-Simplex“ hergestellt wurde, von dem Abwandlungen auch als robuste PKW gebaut wurden. Dieses leichte Nutzfahrzeug war bis zum Ersten Weltkrieg einer der bekanntesten LKW.

Im Jahr 1904 wurde der Unternehmer Carl Richard, der eine Fabrik in Ronneburg hatte, neuer Anteilseigner; das Unternehmen nannte sich nun „Deutsche Automobil-Industrie Hering und Richard“.

1913 wurde die Räderabteilung von Hering ausgegliedert, die bis zum Zweiten Weltkrieg sehr erfolgreich war. Während des Krieges wurde der Regeldreitonner von etwa 600 Beschäftigten hergestellt. Nach dem Krieg wurde der Dreitonner noch weitergebaut; der wieder gebaute Rex-Simplex wurde in alle Welt exportiert. Trotzdem schafften Hering und Richard es nicht, das nötige Kapital aufzubringen, um allein überleben zu können: 1922 wurde die Fabrik von den Elite-Motorenwerken in Brand-Erbisdorf übernommen. Das Karosserie-Werk Ronneburg wurde ausgegliedert. Somit erloschen die Namen Deutsche Automobil-Industrie Hering und Richard sowie der Markenname Rex-Simplex.

Literatur und Quelle[Bearbeiten]

  • Die Geschichte des deutschen LKW-Baus, Band 1, Seite 57–59. Weltbild Verlag 1994 ISBN 3-89350-811-2

Siehe auch[Bearbeiten]