Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Hochschule/Träger fehltVorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehltVorlage:Infobox Hochschule/Professoren fehlt

Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
Logo
Gründung 1966
Ort Berlin
Direktor Jan Schütte
Studenten 34 Stand: WS 2012/13[1]
Website www.dffb.de

Die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) ist eine Filmhochschule, die als eine gemeinnützige GmbH mit dem Land Berlin als alleinigem Gesellschafter geführt wird. Sie wurde 1966 in der Bundesrepublik Deutschland gegründet.[2] Die dffb befindet sich zusammen mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V., dem Kino Arsenal und der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen im Filmhaus im Sony Center am Potsdamer Platz.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, eröffnete die Akademie am 17. September 1966 in den Räumen des Deutschlandhauses des SFB. Im wenig erfolgreichen Kino der Nachkriegszeit sollte nun die Nachwuchsförderung zum Zuge kommen. Die dffb war in der Gründungszeit Ende der 60er Jahre sehr stark von den politischen Turbulenzen der damaligen Zeit beeinflusst und gilt als typisches Berliner Konstrukt. Bereits im folgenden Jahr nach der Gründung gerieten Studentenschaft und Direktion zunehmend aneinander. Der Wille zur politischen Agitation stand deutlich im Vordergrund.[3] In den 1970er Jahren erwarb sich die dffb dann vor allem durch Dokumentarfilme Anerkennung. Erst in den 1980er Jahren spielte der narrative Spielfilm eine größere Rolle.

1993 wurde unter der neuen Leitung von Reinhard Hauff die Arbeitsweise dahingehend „professionalisiert“, dass man stärker mit Fernsehsendern und Filmproduktionen zusammenarbeitete. Zu den Studiengängen Regie und Kamera kamen Drehbuch und Produktion hinzu.

Von Januar 2006 bis Juli 2009 war Hartmut Bitomsky Direktor der dffb. Seit September 2010 wird die dffb von Jan Schütte geleitet. Sein umstrittener Führungsstil führte im November 2011 zu einem geschlossenen Rücktritt der Studentenvertretung.[4]

Studium[Bearbeiten]

Pro Jahr stellt die dffb bis zu zwölf Studienplätze für die Ausbildung im Fach Regie, bis zu sechs Studienplätze im Fach Kamera, sowie bis zu acht Studienplätze im Fach Produktion zur Verfügung. Die Auswahl für die Besetzung der Studienplätze erfolgt in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Zum Beginn des Studiums müssen die Studenten das 21. Lebensjahr vollendet haben.[5]

Eines der Grundprinzipien der dffb ist Film kann man nicht lehren, Film kann man nur lernen.[6] Es gibt eine zweijährige Grundausbildung für alle Fakultäten, in welcher sämtliche Studierenden, egal ob Kamera, Produktion oder Regie jeweils verschiedene Aufgaben wie Kamera- und Regieführung, wie Filmproduktionsleitung erfüllen müssen. Erst danach wird das Studium in die einzelnen Fakultäten aufgeteilt. Die angeschlossene Drehbuchakademie ist das erste halbe Jahr mit den anderen Studenten zusammen, bevor sie sich vollständig auf die Drehbucharbeit konzentriert.

Fokus der Akademie ist das stark praxisorientierte Studium. Die Dozenten kommen aus unterschiedlichen Ländern, 90 % von ihnen sind freischaffend. Durch die intensive Kooperation mit Fernsehsendern entstehen abendfüllende Spiel- und Dokumentarfilme in Koproduktion.

Träger[Bearbeiten]

Finanziert wird die Filmakademie vom Berliner Senat und vom Bund, mittlerweile hat sich die Akademie weitere Geldquellen in Form von Spenden und Studiengebühren erschlossen. Ein einzigartiges Resultat der Politisierungsphase war die (bis zum geschlossenen Rücktritt der Studentenvertretung im November 2011) drittelparitätische Besetzung der Gremien; dies unterschied die dffb von allen vergleichbaren Filmhochschulen.

Ranking[Bearbeiten]

Im Filmhochschul-Ranking des Nachrichtenmagazins Focus (Ausgabe 22/2006) belegte die dffb, gemeinsam mit der internationalen filmschule köln und der KHM Köln, mit 76 von 100 Punkten den 2. Platz, nach der Filmakademie Baden-Württemberg (78 Punkte). Neben der Reputation der Hochschule waren die Betreuungssituation der Studierenden, die technische Ausstattung und die Zahl der gewonnenen Preise ein Bewertungskriterium.[7]

Helene-Schwarz-Preis[Bearbeiten]

Die langjährige Sekretärin der dffb, Helene Schwarz (* 1927), Schatzmeisterin des Fördervereins und Studienberaterin, ist Namensgeberin des Helene-Schwarz-Preises, der aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der dffb ins Leben gerufen wurde. Der Preis wird seit 2006 alle zwei Jahre für herausragende Filmproduktionen verliehen.

Absolventen und Studenten (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2103)
  2. Peter C. Slansky: Filmhochschulen in Deutschland. Geschichte - Typologie - Architektur. edition text + kritik, München, 2011. ISBN 978-3-86916-116-7
  3. Tilman Baumgärtel über „Die Rolle der DFFB-Studenten bei der Revolte von 1967/68“
  4. CARGO Film, Abdruck Brief der Studenten der dffb
  5. dffb.de: Bewerbung, allgemeines
  6. Ernst-August Zurborn, DffB In: Jan Berg, Knut Hicketier (Hrsg.): Filmproduktion, Filmförderung, Filmfinanzierung. Ed Smigma, Berlin 1994, ISBN 3-89404-912-X
  7. Focus Ranking der Filmhochschulen Ausgabe 22/2006
  8. Webvisitenkarte Tom Kimmig bei AGDOK

52.50944444444413.373333333333Koordinaten: 52° 30′ 34″ N, 13° 22′ 24″ O