Deutsche Fußballnationalmannschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Deutsche Fußballnationalmannschaft (Begriffsklärung) aufgeführt.
Deutschland
DFB-Emblem
Spitzname(n) Die Mannschaft, Nationalelf, DFB-Auswahl, DFB-Team, DFB-Elf, Deutsche Elf
Verband Deutscher Fußball-Bund
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Adidas
Trainer Joachim Löw, seit 2006
Co-Trainer Thomas Schneider, seit 2014
Kapitän Bastian Schweinsteiger, seit 2014
Rekordtorschütze Miroslav Klose (71)
Rekordspieler Lothar Matthäus (150)
Heimstadion wechselnde Stadien
FIFA-Code GER
FIFA-Rang 1. (1725 Punkte)
(Stand: 27. November 2014)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
898 Spiele
522 Siege
181 Unentschieden
195 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
SchweizSchweiz Schweiz 5:3 Deutsches Reich Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich
(Basel, Schweiz; 5. April 1908)
Höchster Sieg
Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich 16:0 Russland Russisches Kaiserreich 1883Russisches Kaiserreich
(Solna, Schweden; 1. Juli 1912)
Höchste Niederlage
EnglandEngland England (Am.) 9:0 Deutsches Reich Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich
(Oxford, Großbritannien; 13. März 1909)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 18 (Erste: 1934)
Beste Ergebnisse Weltmeister:
1954, 1974, 1990, 2014
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 11 (Erste: 1972)
Beste Ergebnisse Europameister:
1972, 1980, 1996
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 2 (Erste: 1999)
Beste Ergebnisse Dritter 2005
(Stand: 18. November 2014)

Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Männer repräsentiert den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Auswahlmannschaft auf internationaler Ebene bei Spielen gegen Mannschaften anderer nationaler Verbände. Die Mannschaftsmitglieder wählt der Bundestrainer unter allen deutschen Fußballspielern aus. Die Nationalmannschaft ist amtierender Weltmeister sowie aktuell Erster der FIFA-Weltrangliste.[2]

Die DFB-Auswahl zählt zu den erfolgreichsten Nationalmannschaften weltweit. Sie wurde viermal Fußballweltmeister (1954, 1974, 1990, 2014) und dreimal Europameister (1972, 1980, 1996). Hinzu kommen zahlreiche Halbfinal- und Finalteilnahmen bei Welt- und Europameisterschaften. Die Fußballnationalmannschaft wurde neunmal zu Deutschlands Mannschaft des Jahres gewählt und ist in dieser Statistik führend.

Die Mannschaft wird im deutschen Sprachgebrauch häufig verkürzt als Nationalelf, DFB-Auswahl, DFB-Team oder als DFB-Elf betitelt. Auch der Spitzname Die Adler bzw. Deutsche Adler wird für die Nationalmannschaft verwendet, in Anlehnung an den Adler im Emblem des DFB.[3] Im fremdsprachigen Ausland wird die Nationalelf meist schlicht mit dem deutschen Begriff (Die) Mannschaft bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg (1898–1914)[Bearbeiten]

Bereits zwischen 1898 und 1901 wurden mehrere inoffizielle Länderspiele gegen französische und englischen Auswahlmannschaften ausgetragen. Sie werden vom DFB nicht als Länderspiele anerkannt und werden heute als Ur-Länderspiele bezeichnet. Diese Spiele waren alle von Walther Bensemann organisiert worden, der als einer der wichtigsten Pioniere des Fußballs in Deutschland gilt.

Schon 1900 bei der Gründung des Deutschen Fußball-Bundes wurde die Bildung einer „ständigen Bundesmannschaft“ zum Ziel erklärt.[4] Vor allem aufgrund der Probleme bei der Finanzierung einer Nationalmannschaft scheiterte immer wieder der Versuch, ein Länderspiel zu organisieren. Doch mit der Zeit wurde der Fußball immer populärer und so setzte man sich, nachdem man 1908 keine Mannschaft zu den Olympischen Spielen in London schicken konnte, das Ziel, eine Mannschaft für das Olympische Fußballturnier 1912 aufzubauen.

Deutsche Jubiläumsbriefmarke aus dem Jahr 2008
100 Jahre deutsche Fußball-Länderspiele
Spieler (und Funktionäre) des DFB unmittelbar vor der Länderspielpremiere
am 5. April 1908 in Basel

Acht Jahre nach der Gründung des Deutschen Fußball-Bundes wurde am 5. April 1908 das erste offizielle Fußballländerspiel in der Geschichte des deutschen Fußballs ausgetragen. Die Bezeichnung für das Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz war „freundschaftlicher Länderkampf“. Damals gewannen im Landhof-Stadion zu Basel die Schweizer mit 5:3 gegen die Nationalauswahl des Deutschen Reiches. Für die Schweiz war es das dritte Länderspiel, die ersten beiden hatten sie gegen Frankreich verloren.

Das Telegramm des ersten offiziellen Spiels der deutschen Nationalmannschaft: Schweiz – Deutschland 5:3 (3:1).

Die Schweiz wurde im Lauf der Geschichte traditionell der „erste Gegner“ der deutschen Nationalmannschaft, der nach beiden Weltkriegen und nach der Auflösung des DFV der DDR infolge der deutschen Wiedervereinigung als erster gegen Deutschland spielte. Gegen die Schweiz gelang auch der erste Sieg der deutschen Mannschaft: Am 4. April 1909 besiegte man die Eidgenossen in Karlsruhe vor 7.000 Zuschauern mit 1:0. Auch das Jubiläumsspiel zum 100. Jahrestag des ersten Länderspiels des DFB am 26. März 2008, das zugleich das 800. Länderspiel einer deutschen Mannschaft war, wurde gegen die Schweiz bestritten und von Deutschland mit 4:0 gewonnen.

Bereits vor dem ersten Länderspiel gab es Streit zwischen dem DFB-Spielausschuss und dem DFB-Bundesvorstand um das Spielerauswahlverfahren. Auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag entschloss man sich schließlich, nur Spieler aus „jenen Teilen Deutschlands einzuladen, in denen bereits geordnet Fußball gespielt wird“. Dabei durften die Landesverbände eine ihnen zugeschriebene Anzahl von Spielern nominieren, weshalb die Auswahl nicht zentral vorgenommen wurde. So wurde den Landesverbänden sogar mitgeteilt, auf welchen Positionen sie Spieler nominieren sollten, wodurch ein guter Torhüter zum Beispiel keine Chance hatte, für die Nationalelf aufzulaufen, wenn sein Landesverband keinen Torhüter nominieren durfte.[5] Zu diesem Auswahlverfahren kamen auch noch von vielen Spielern als „chaotisch“ empfundene Umstände hinzu. So berichteten Spieler, dass sie von ihrer Nominierung aus der Zeitung erfuhren, bevor sie die offizielle Einladung des DFB als Brief erhielten[6] und dass sich die Anreise zu den Länderspielen oft als sehr schwierig erwies. Da viele Spieler unter diesen Umständen lieber für ihre Vereine aufliefen, sagten immer mehr ihre Teilnahme an Länderspielen ab. So wurde den Spielern zuerst mit Strafen für Absagen gedroht, bis man sogar die Regelung einführte, dass Vereine, die ein Spiel verloren hatten, während ein Spieler abgestellt war, das Spiel wiederholen durften. Da man mit dem festgelegten Auswahlverfahren wenig erfolgreich war, kam man auf die Idee, an einem Tag zwei Spiele durchzuführen, um 22 Spieler nominieren zu können und so den heftigen Diskussionen um die Nominierung aus dem Weg zu gehen. Zum ersten Mal wurden auf den 4. April 1909 zwei Länderspiele angesetzt. An diesem Tag kam man mit dem 1:0 gegen die Schweizer Fussballnationalmannschaft in Karlsruhe zum ersten Länderspielsieg. Dieser Sieg ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass man eine Mannschaft mit ausschließlich süddeutschen Spielern aufstellte, während in Budapest Spieler aus Nord- und Mitteldeutschland spielten, die gegen Ungarn immerhin ein 3:3-Unentschieden erreichten. Da sich die Spieler aus den jeweiligen Gebieten kannten, waren diese Nationalmannschaften deutlich besser eingespielt.

Die Organisation der Länderspiele wurde trotz des ersten Sieges weiter infrage gestellt. So achtete der DFB bei der Ansetzung der Spiele nicht auf wichtige Ereignisse im Vereinsfußball. 1910 fand sogar nur einen Tag nach dem Finale um die Deutsche Meisterschaft in Köln ein Länderspiel gegen Belgien in Duisburg statt. Da die Spieler aus dem Meisterschaftsendspiel abgesagt hatten, waren eine Stunde vor Anpfiff nur sieben Spieler zusammengekommen, weshalb man sogar Fußballer aus dem Duisburger Publikum als Nationalspieler aufstellte.[7] Zudem war der Leipziger Schiedsrichter Max Grafe derselbe, der bereits tags zuvor das Endspiel um die Meisterschaft geleitet hatte.

Die deutsche Nationalmannschaft am 1. Juli 1912 vor dem Rekordsieg gegen Russland

Die ersten großen Fußballturniere fanden bei den Olympischen Spielen statt, zunächst 1900 und 1904 als Demonstrationssportart, 1908 dann als offizielle olympische Sportart. Deutsche Mannschaften nahmen an diesen Turnieren noch nicht teil. Bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm trat Deutschland gegen Österreich, Russland und Ungarn an. Während gegen die russische Fußballnationalmannschaft mit 16:0 der höchste Sieg der deutschen Länderspielgeschichte gelang, bei dem Gottfried Fuchs allein zehn Tore schoss, gab es gegen die beiden K.-u.-k.-Länder Niederlagen mit 1:5 gegen den Nachbarn Österreich und mit 1:3 gegen Ungarn.

Für 1914 waren zahlreiche Länderspiele angesetzt, die jedoch durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs hinfällig waren. Man hatte sich zudem große Ziele für die Olympischen Spiele in Berlin gesetzt, die für 1916 geplant waren. Während des Krieges wurden keine Länderspiele ausgetragen. 12 Nationalspieler starben während des Ersten Weltkriegs, davon 11 als Soldaten an der Front. (siehe auch: Deutsche Fußballnationalmannschaft/Statistik#Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs bzw. als Folge dieser gestorbene Nationalspieler)

Weimarer Republik (1918–1933)[Bearbeiten]

Durch die erheblichen Umwälzungen der politischen Beziehungen in Europa, die der Erste Weltkrieg verursacht hatte, und die politische Isolierung Deutschlands nach Kriegsende drückte auch der Fußball die Konflikte zwischen den Nationen Europas aus. Als die Schweizer Fussballnationalmannschaft, die schon während des Krieges 1917 Deutschland vergeblich zu einem Freundschaftsspiel eingeladen hatte, sich 1920 als erste Nationalmannschaft nach dem Krieg zu einem Länderspiel gegen Deutschland bereit erklärte, drohten Großbritannien, Frankreich und Belgien den Schweizern mit einem Fußballboykott.[8] Als die Schweiz sich dadurch nicht einschüchtern ließ, beantragte England bei der FIFA den Ausschluss Deutschlands. Nachdem der Antrag abgelehnt worden war, trat England aus der FIFA aus. Da die Schweiz versuchte, Politik und Fußball zu trennen, trat sie 1922 erneut gegen Deutschland an, worauf Belgien ein Spiel gegen die Schweiz absagte. Politik und Ideologie wurden immer mehr Teil des europäischen Fußballs. So schrieb die österreichische Zeitschrift Das illustrierte Sportblatt 1922, dass man in den deutschen Spielern die Vertreter des mit Österreich stammesgleichen deutschen Volkes[9] sehe. 1923 trat Italien als erster der vorherigen Kriegsgegner gegen die Deutschen an, deren Beispiel erst 1929 mit Schottland die zweite Mannschaft folgte. Bis dahin spielte man nur gegen neutrale Staaten wie die Niederlande, Schweden und Norwegen. 1924 erklärte man, dass die österreichische Nationalmannschaft aus „ethischen Gründen“[10] mit einem Länderspielboykott belegt würde, weil die Österreicher den Profifußball eingeführt hatten. Dieser Boykott wurde erst im Februar 1930 aufgehoben, nachdem es bereits 1928 durch FIFA-Präsident Jules Rimet zu einer Lockerung des Boykotts gekommen war.[11] Erster Reichstrainer der Nationalmannschaft wurde 1926 Otto Nerz, der schon bald darauf das englische WM-System einführte.

Nach dem Ersten Weltkrieg war Deutschland erst 1928 wieder bei Olympischen Spielen zugelassen. Bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam konnte zunächst die Mannschaft aus der Schweiz mit 4:0 besiegt werden, ehe gegen den späteren Olympiasieger Uruguay nach einem 1:4 für die deutsche Mannschaft das Turnier beendet war. Nachdem zwei deutsche Spieler und ein Spieler aus Uruguay vom Platz gestellt worden waren, verbreitete die deutsche Presse eine negative Stimmung gegen die Mannschaft aus Uruguay.

1931 trug man das erste Länderspiel gegen die französische Fußballnationalmannschaft aus, was erst nach dem Ende der französischen Rheinlandbesetzung möglich wurde. Die Beziehungen zwischen beiden Nationen waren durch den Ersten Weltkrieg und seine Folgen noch immer belastet, so wurden die deutschen Spieler in der französischen Presse mit Sturmsoldaten verglichen.[12]

Wie einige andere europäische Nationen sagte der DFB die Teilnahme an der ersten Fußball-Weltmeisterschaft 1930 in Uruguay wegen des hohen Aufwandes – allein die Anreise der vier teilnehmenden europäischen Mannschaften auf dem Seeweg dauerte über zwei Wochen – und der damit verbundenen Kosten ab. Allerdings gab der DFB keine offizielle Begründung für die Absage bekannt.

In der Zeit von 1920 bis 1933 kam die Mannschaft zu 23 Siegen, 13 Unentschieden und 19 Niederlagen. Die eher mäßigen Leistungen lassen sich durch die Zersplitterung im deutschen Fußball begründen. Man nominierte Nationalspieler auch in dieser Zeit nicht nur nach Spielstärke. Die einflussreichen Vertreter der verschiedenen Landesverbände im Spielausschuss wollten immer noch Spieler aus den eigenen Reihen in der Nationalmannschaft sehen.[10]

Nationalsozialismus (1933–1945)[Bearbeiten]

Am 5. März 1933, dem Tag der letzten Reichstagswahlen, zu denen noch andere Parteien als die NSDAP zugelassen waren, sollte das erste Heimspiel der Nationalmannschaft gegen Frankreich stattfinden. Die Franzosen fürchteten um die Sicherheit der eigenen Spieler und der mitgereisten Fans in einem von den Nationalsozialisten beherrschten Land. Dank der Fürsprache von Jules Rimet, des damaligen Vorsitzenden der FIFA und des französischen Fußballverbandes, fand das Spiel schließlich am 19. März 1933 statt. Durch einen feierlichen Empfang gelang es den Nationalsozialisten, von den wahren Vorgängen im Land abzulenken. So lobte Jules Rimet laut einem Zitat aus dem Völkischen Beobachter nach dem Spiel die „vorbildliche Ruhe und Ordnung“, die seiner Meinung nach „für den hohen Kulturstand des deutschen Volkes den allerbesten Beweis“ liefere.[13] Auch im Inland wurde das Spiel für Propagandazwecke genutzt. So wurde im Völkischen Beobachter die Preissenkung der Stehplatzkarten und die Ausgabe von Erwerbslosenkarten hervorgehoben.

Eine Besonderheit der Zeit vor und während des Zweiten Weltkriegs war, dass es, wie bereits am 4. April 1909, an manchen Tagen zwei Länderspiele gab. So traten deutsche Nationalmannschaften am 15. September 1935 in Breslau und in Stettin an, am 27. September 1936 spielten Mannschaften in Prag und in Krefeld, am 21. März 1937 in Stuttgart und in Luxemburg, am 20. März 1938 in Nürnberg und in Wuppertal, am 26. März 1939 in Florenz und in Luxemburg und am 5. Oktober 1941 in Stockholm und Helsinki. Die Aufstellungen und die Gegner lassen aber die Vermutung zu, dass am zweiten Ort – mit Ausnahme des Spiels am 4. April 1909 – jeweils eine B-Mannschaft angetreten war. Zweimal, 1923 und 1933, fanden Spiele am Neujahrstag statt, in beiden Fällen war Italien in Mailand beziehungsweise Bologna der Gegner.

Bronzemedaille der WM 1934

1934 qualifizierte sich die deutsche Nationalmannschaft erstmals für eine Fußball-Weltmeisterschaft. Bei der in Italien ausgetragenen Endrunde, die komplett im K.-o.-System durchgeführt wurde, erreichte die deutsche Mannschaft das Halbfinale. Beim 5:2 gegen Belgien gelang Edmund Conen der erste „lupenreine“ Hattrick der WM-Geschichte.[14] Im Viertelfinale gewannen die Deutschen mit 2:1 gegen Schweden. Begünstigt durch mehrere Fehler des deutschen Torwarts Willibald Kreß setzte sich die Tschechoslowakei im Halbfinale mit 3:1 gegen die deutsche Mannschaft durch, die mit einem 3:2 gegen Österreich WM-Dritter wurde.

1935 trug die Nationalmannschaft siebzehn Freundschaftsspiele aus. Das Deutsche Reich wollte gute internationale Beziehungen vortäuschen, wobei man versuchte, möglichst gegen schwächere Gegner anzutreten, um mit einer guten Bilanz das „nationale Selbstbewusstsein“ zu stärken. Zudem nahmen diese „kollektiven Erfolgserlebnisse“ dem Volk den Schrecken vor dem neuen Regime.[15]

Nachdem Fußball 1932 nicht zum Programm der Olympischen Sommerspiele gehört hatte, startete der WM-Dritte bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin mit einem 9:0 gegen Luxemburg in das Turnier, musste dann aber nach einem 0:2 gegen Norwegen die Hoffnungen auf den Olympiasieg aufgeben. Für das Ansehen des Fußballs bei den NS-Führern war diese Niederlage katastrophal, da die durch die Ausrichtung der Spiele erwünschte Propagandawirkung deutlich nachließ. Zudem war es das erste Fußballländerspiel in Anwesenheit von Adolf Hitler. Es war das letzte Olympiaturnier der deutschen A-Nationalmannschaft.

Nach den Olympischen Spielen suchte man einen Verantwortlichen für die Enttäuschung und machte den Reichstrainer Otto Nerz für die Niederlage gegen Norwegen verantwortlich, obwohl es DFB-Präsident Felix Linnemann war, der gefordert hatte, die Stammspieler in diesem Spiel zu schonen. Sepp Herberger löste Nerz als Reichstrainer ab. Die Oberaufsicht wollte Nerz jedoch beibehalten. Der entstandene Machtkampf zwischen Herberger und Nerz wurde erst 1938 entschieden, als Nerz zurücktrat. Herberger gelang mit drei Siegen gegen Estland, Finnland und Schweden die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 wurde ein „Verbrüderungsspiel“ zwischen den beiden Nationalmannschaften ausgetragen. Da Österreich das Spiel gewann, war man der Ansicht, dass in der neuen „großdeutschen“ Nationalmannschaft mindestens zur Hälfte Österreicher spielen sollten.[16] Das Verhältnis zwischen den österreichischen Profispielern und den deutschen Amateurspielern war jedoch von gegenseitiger Abneigung und Misstrauen geprägt.

Kurze Zeit nach der Vereinigung zur „großdeutschen“ Nationalelf schied die Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 1938 bereits im Achtelfinale gegen die Schweiz aus. Reichte es im ersten Spiel noch zu einem 1:1 nach Verlängerung, musste sich die deutsche Mannschaft fünf Tage später im Wiederholungsspiel – Elfmeterschießen waren damals noch nicht in das Reglement eingeführt – mit 2:4 geschlagen geben, was bis heute das schlechteste Abschneiden bei einer Weltmeisterschaft bedeutet.

Die nationalsozialistische Rassenpolitik machte auch vor aktiven und früheren Fußball-Nationalspielern nicht Halt. Jüdische Spieler wurden vom Spielbetrieb ausgeschlossen und aus vielen deutschen Fußballstatistiken gelöscht, ehemalige Nationalspieler wie Gottfried Fuchs mussten das Land verlassen oder wurden, wie beispielsweise Julius Hirsch,[17] ein Opfer des Holocaust. Der DFB zögerte bis in die 1970er Jahre, diesen Aspekt seiner Geschichte aufzuarbeiten. So wurde Sepp Herbergers Vorschlag, den in Kanada lebenden Rekordtorschützen Fuchs, den Herberger als „sein Fußballidol“ bezeichnete, 1972 zur Einweihung des Münchner Olympiastadions einzuladen, mit fragwürdiger Begründung abgelehnt.[18]

Obwohl die Anspannung der politischen Lage immer mehr zunahm, trat die Mannschaft 1939 bei fünfzehn Länderspielen an. Noch in der Vorbereitungsphase für die Olympischen Spiele 1940 in Helsinki brach der Zweite Weltkrieg aus, der Großteil der Spieler musste in die Wehrmacht einrücken. Das NS-Regime wollte mit der Einberufung von Nationalspielern auch dem Volk verdeutlichen, dass sich unabhängig von der gesellschaftlichen Position jeder in den Dienst der Nation stellen muss.[19] Die Bildung einer starken Nationalmannschaft erschien somit vorerst unwahrscheinlich.

Allerdings wollte man die Nationalelf weiterhin zur Propaganda in neutralen Staaten nutzen; darum fanden dennoch zahlreiche Länderspiele statt. So sollte die Mannschaft des besetzten Dänemarks nicht gegen Deutschland antreten, weil der dänische König ein Sportverbot verhängt hatte, da man ein Spiel der dänischen Nationalmannschaft gegen Deutschland als eine Geste der Unterwerfung betrachtete. Doch im November 1940 fand schließlich trotzdem ein solches Länderspiel statt. Durch eine Nominierung für die Nationalmannschaft konnte man nun dem Kriegseinsatz entrinnen. Auch im Fußballsport sollte die in der nationalsozialistischen Ideologie verankerte Überlegenheit der „arischen Rasse“ demonstriert werden.[20] Doch nachdem man am Geburtstag von Adolf Hitler 1941 in Bern gegen die Schweiz verloren hatte, schrieb Propagandaminister Joseph Goebbels in einem Brief an den Reichssportführer, es dürfe vor allem kein Sportaustausch gemacht werden, wenn das Ergebnis im geringsten zweifelhaft sei.[21]

Im Juni 1941 wurde vom Reichssportführer verfügt, alle Spiele abzusagen, weil man für den Überfall auf die Sowjetunion die Kräfte bündeln wollte. Beendet wurde die Sportsperre bereits im Oktober 1941 durch einen direkten Befehl von Hitler, da er von einem schnellen Sieg der Wehrmacht im Osten ausging. 1942 legte Sepp Herberger dem NS-Regime eine Liste mit 20 Spielern vor, die bereits einberufen waren. Da Herberger angab, die meisten Spieler hätten bereits Orden wie das Eiserne Kreuz oder das Sturmabzeichen erhalten, wurden diese Spieler schließlich für unabkömmlich erklärt und mussten nicht mehr fürchten, einberufen zu werden.[22] Nach einer Niederlage gegen Schweden in Berlin verbot Goebbels Länderspiele in Berlin. Goebbels hielt es für unsinnig, Länderspiele auszutragen, die das Volk nur vom Krieg ablenkten. So wollte er 1942 schließlich jeglichen internationalen Sportverkehr beenden und begründete dies mit dem „totalen Krieg“.[23] Am 22. November 1942 fand das letzte Länderspiel Deutschlands für auf den Tag genau acht Jahre statt. Man gewann gegen die Slowakei mit 5:2. Noch im selben Jahr wurde Deutschland aus der FIFA ausgeschlossen.

Neubeginn nach dem Krieg und das „Wunder von Bern“ (1945–1958)[Bearbeiten]

Horst Eckel, Weltmeister 1954
Endspielaufstellungen 1954

Auf der ersten Sitzung des Exekutivkomitees nach Ende des Zweiten Weltkrieges vom 10. bis 12. November 1945 in Zürich beschloss die FIFA die Sportbeziehungen im Sinne der FIFA-Statuten zu Deutschland (wie auch zu Japan) und damit zur Nationalmannschaft und allen Verbänden abzubrechen, und verfügte gleichzeitig ein Verbot an alle Mitgliedsverbände, Sportbeziehungen zu Deutschland zu unterhalten. Eine Teilnahme des (ohnehin 1940 aufgelösten) DFB und seiner Verbände an internationalen Wettbewerben war daher in den Nachkriegsjahren nicht mehr möglich.

Die Schweiz versuchte 1948 den deutschen Antrag auf Wiederaufnahme in die FIFA zu unterstützen. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. So trug man drei Stadtspiele zwischen deutschen und Schweizer Vereinsmannschaften in Deutschland aus. Diese Spiele provozierten heftige Reaktionen im Ausland; die FIFA drohte den Schweizern sogar mit Strafe, der die Schweizer nur entgingen, weil der Schweizerische Fußballverband gegen die Organisatoren dieser Spiele Strafen verhängte.[24] Erst im Mai 1949 wurden internationale Vereinsspiele erlaubt.

1949 beantragte der englische Fußballverband bei der FIFA eine Wiederzulassung Deutschlands zum internationalen Spielverkehr, woraufhin die FIFA das Spielverbot gegen alle deutschen Mannschaften am 7. Mai 1949 aufhob, verlangte aber, dass vor jedem internationalen Spiel die jeweilige Militärregierung, in deren Besatzungszone ein internationales Spiel ausgetragen werden sollte, ihre Zustimmung erteilte.

Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde auch der DFB am 21. Januar 1950 wiedergegründet; zur selben Zeit entstand in der Deutschen Demokratischen Republik der Deutsche Fußball-Verband (DFV). Bereits zwei Jahre zuvor hatte sich der Saarländische Fußballverband gebildet, der im Frühjahr 1950 in die FIFA aufgenommen wurde. Der DFB folgte dann nach einer Tagung im September, der DFV wurde erst 1952 aufgenommen und nahm bis 1990 mit einer eigenen Auswahl an internationalen Wettkämpfen teil. Am 22. November 1950 fand schließlich nach genau acht Jahren gegen die Schweiz in Stuttgart unter Bundestrainer Sepp Herberger das erste Länderspiel statt, das durch ein Tor von Herbert Burdenski mit 1:0 gewonnen wurde. Für neun Spieler war dies das erste Länderspiel, von denen Torhüter Toni Turek damit bis zum 19. November 2013 der älteste Torhüter-Debütant blieb. Nur Kapitän Andreas Kupfer (44. Spiel), Jakob Streitle (9. Spiel) und Torschütze Herbert Burdenski (4. Spiel), waren schon vor und während des Zweiten Weltkriegs zum Einsatz gekommen.[25] Lediglich für Fritz Balogh, der drei Monate später starb, blieb es das einzige Länderspiel und auch Andreas Kupfer kam zu keinem weiteren Einsatz. Neben Turek standen mit Max Morlock und Ottmar Walter noch zwei spätere Weltmeister in dieser ersten Nachkriegsmannschaft und mit Bernhard Klodt und Richard Herrmann zwei weitere Spieler aus dem späteren 54er WM-Kader. Beim Rückspiel am 15. April 1951 kam dann auch Herbergers Lieblingsschüler Fritz Walter wieder zum Einsatz, seinem bis dahin 25. Länderspiel.[26]

Zunächst trat die Mannschaft nur gegen neutrale Staaten oder ehemalige Verbündete an. Im Oktober 1952 fand zum ersten Mal ein Spiel gegen eine Nationalmannschaft der Alliierten des Zweiten Weltkriegs statt. Gegen Frankreich verlor die Mannschaft in Paris mit 1:3. Herberger hielt an seiner Haltung fest, Legionäre nicht zu nominieren. So kam zum Beispiel Torhüter Bert Trautmann zu keinem einzigen Länderspieleinsatz.

Für die Weltmeisterschaft 1950 in Brasilien war die Nationalmannschaft der Bundesrepublik Deutschland noch ausgeschlossen. Erstmals nahm sie an der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1954 teil. Dort konnte sie sich gegen das Saarland und Norwegen durchsetzen. Im Turnier war die Mannschaft in der Gruppe mit den gesetzten Mannschaften der Türkei, die sich in der Qualifikation nach Losentscheid gegen Spanien durchgesetzt hatte, und Ungarns nicht gesetzt und trat somit nur gegen die beiden gesetzten Teams und nicht gegen das ebenfalls nicht gesetzte Südkorea an. Nach dem Auftaktsieg gegen die Türkei stellte der Bundestrainer die Mannschaft für das Spiel gegen Ungarn auf vielen Positionen um und verlor 3:8. Nach der Niederlage – bis heute die höchste Pflichtspielniederlage der Nationalelf – wurde Herberger heftig kritisiert, während später die Schonung einiger Stammspieler in diesem Spiel ihm als Genialität zugeschrieben werden sollte. Im folgenden Entscheidungsspiel gegen die Türkei, die Südkorea bezwungen hatte, gewann die Mannschaft mit 7:2 und qualifizierte sich für das Viertelfinale, in dem es gegen Jugoslawien gewann.

„Turek, du bist ein Teufelskerl – Turek, du bist ein Fußballgott. […] Sechs Minuten noch im Wankdorf-Stadion in Bern. Keiner wankt. Der Regen prasselt unaufhörlich hernieder. Es ist schwer, aber die Zuschauer, sie harren nicht aus – wie könnten sie auch! Eine Fußballweltmeisterschaft ist alle vier Jahre, und wann sieht man ein solches Endspiel, so ausgeglichen, so packend, jetzt Deutschland am linken Flügel durch Schäfer, Schäfers Zuspiel zu Morlock wird von den Ungarn abgewehrt, und Bozsik, immer wieder Bozsik, der rechte Läufer der Ungarn am Ball. Er hat den Ball verloren diesmal, gegen Schäfer – Schäfer nach innen geflankt – Kopfball – abgewehrt – aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen – Rahn schießt! – Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor! … Tor für Deutschland – Linksschuss von Rahn, Schäfer hat die Flanke nach innen geschlagen, Schäfer hat sich gegen Bozsik durchgesetzt. Drei zu zwei für Deutschland fünf Minuten vor dem Spielende. Halten Sie mich für verrückt, halten Sie mich für übergeschnappt, ich glaube, auch Fußballlaien sollten ein Herz haben, sollten sich an der Begeisterung unserer Mannschaft und an unserer eigenen Begeisterung mit freuen und sollten jetzt Daumen halten. Viereinhalb Minuten Daumen halten in Wankdorf. […] Aus! Aus! Aus! – Aus! – Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister! Schlägt Ungarn mit drei zu zwo Toren im Finale in Bern!“

Herbert Zimmermanns berühmter Kommentar zum „Wunder von Bern“ 1954
Deutsche Jubiläumsbriefmarke aus dem Jahr 2004
Max Morlock im Moment des 1:2-Anschlusstreffers im WM-Finale gegen Ungarn

Im Halbfinale konnte auch Österreich bezwungen werden, und dann folgte das sogenannte „Wunder von Bern“, der Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 durch einen 3:2-Endspielsieg gegen die favorisierte Ungarische Fußballnationalmannschaft. Da die Mannschaft in der Vorrunde gegen Ungarn mit 3:8 verloren hatte, wurde von vielen ein Sieg für unmöglich gehalten. Nach acht Minuten lag die Mannschaft auch bereits mit 0:2 zurück, doch Deutschland glich bis zur Pause aus – und in der 84. Minute konnte Helmut Rahn den entscheidenden Treffer erzielen. Ungarns „goldene Mannschaft“, die 1952 Olympiasieger geworden war, galt damals als unschlagbar: in 32 Spielen seit Mai 1950 hatte sie bis zum Endspiel in Bern nicht ein einziges Mal verloren und nur viermal nicht gewonnen. In Deutschland wurden die Helden von Bern zu Legenden: Spieler wie Toni Turek (Tor), Fritz Walter oder Helmut Rahn sind heute noch in guter Erinnerung. Bei der WM 1954 in der Schweiz wurde die bundesdeutsche Mannschaft mit den Spielern Toni Turek, Jupp Posipal, Werner Kohlmeyer, Horst Eckel, Werner Liebrich, Karl Mai, Helmut Rahn, Max Morlock, Ottmar Walter, Fritz Walter, Hans Schäfer Fußballweltmeister. Dass die deutschen Fans die erste Strophe des Deutschlandliedes sangen, sorgte im In- und Ausland für Empörung. Allerdings kannten zu dieser Zeit viele den Text der dritten Strophe gar nicht; erst zwei Jahre zuvor war festgelegt worden, dass bei offiziellen Anlässen die dritte Strophe gesungen wird. Die Mannschaft wurde bei ihrer Ankunft mit dem Sondertriebwagen Roter Blitz triumphal gefeiert. Die Nationalmannschaft gewann durch den ersten Weltmeistertitel auch einen hohen Stellenwert in der Bundesrepublik, die noch unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs litt. Viele Politologen und Soziologen betrachten den Sieg von Bern heute sogar als das eigentliche Gründungsdatum der Bundesrepublik Deutschland und einen Antrieb des Wirtschaftswunders. So erklärte zum Beispiel Hans-Joachim Winkler, das Wunder von Bern sei ein Beitrag „zur Entwicklung des BR Deutschland-Nationalgefühls“.[27] Als einige Spieler und auch Sepp Herberger nach der WM an Gelbsucht erkrankt waren, kamen Doping-Vorwürfe gegen die Weltmeister-Mannschaft auf, die nie vollständig aufgeklärt werden konnten. Weil der ungarische Nationalspieler Ferenc Puskás in einem Interview diese Vorwürfe bestätigte, verbot der DFB Länderspiele gegen Mannschaften, in denen Puskás spielte. Erst nachdem sich der Ungar 1960 schriftlich beim DFB entschuldigt hatte, wurde das Verbot aufgehoben.

In den folgenden Jahren konnte die Weltmeisterelf zunächst nicht an diesen Erfolg anknüpfen. So verloren sich die Spieler von 1954 bald aus den Augen und es kamen neue Spieler wie der „Einarmige“, Robert Schlienz, zum Einsatz. 1955 gab es zwei politisch brisante Spiele gegen die Fußballnationalmannschaft der UdSSR, gegen die man erstmals nach dem Krieg antrat. Vor dem Hinspiel in Moskau kam sogar der Vorwurf „mangelnden Nationalbewusstseins“ auf, weil man gegen eine Mannschaft eines Landes antrat, in dem es zu jener Zeit noch deutsche Kriegsgefangene gab. Kurze Zeit später kam es dann zur „Heimkehr der Zehntausend“.

Wembley-Tor und „Jahrhundertspiel“ (1958–1970)[Bearbeiten]

Bei der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden setzte sich die deutsche Mannschaft als automatisch qualifizierter Titelverteidiger in der Vorrunde gegen Nordirland, Argentinien und die Tschechoslowakei durch. Dabei gelang im Spiel gegen Argentinien der erste Sieg gegen eine außereuropäische Mannschaft. Im Viertelfinale bezwang die Mannschaft Jugoslawien. Im Halbfinale im „Hexenkessel“ von Göteborg (→ Schlacht von Göteborg) mit zuletzt nur noch neun Spielern (Juskowiak erhielt einen Platzverweis, Fritz Walter wurde verletzt) wurde die Mannschaft von den Schweden mit 3:1 geschlagen und verlor anschließend auch das Spiel um den dritten Platz gegen Frankreich mit 3:6. Nach der Niederlage gegen Schweden kam in Deutschland eine „Anti-Schweden-Stimmung“ auf. Den schwedischen Fans, die ihre Mannschaft enthusiastisch mit Heja-Sverige!-Rufen unterstützten, wurde Gehässigkeit gegenüber den Deutschen vorgeworfen. DFB-Präsident Peco Bauwens sprach sogar von einer „Hetze“ gegen die deutsche Mannschaft. Das Kicker-Sportmagazin hingegen versuchte die Situation neutraler zu bewerten und stellte fest, dass das schwedische Publikum seine Mannschaft immer so enthusiastisch anfeuere. Dennoch wurde Schweden von nun an in Deutschland das Leben schwer gemacht. Zur Verärgerung der FIFA traten die deutschen Spieler und Funktionäre bereits vor dem Endspiel und dem darauf folgenden Abschlussbankett die Heimreise an. Viele sahen später darin den Grund, dass England und nicht Deutschland den Zuschlag für die Austragung der WM 1966 bekam. Auch dem Schiedsrichter aus Ungarn wurden Fehlentscheidungen vorgeworfen, die mit der Endspielniederlage Ungarns 1954 in Verbindung gebracht wurden.[28]

Am 28. Dezember 1958 trat die Nationalmannschaft in Kairo erstmals außerhalb Europas zu einem Länderspiel an, das sie gegen die Auswahl Ägyptens mit 1:2 verlor.

Die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1962 in Chile gegen Nordirland und Griechenland gelang mit vier Siegen. Kurz vor dem Turnier ersetzte Herberger Stammtorhüter Tilkowski durch den jungen Ulmer Wolfgang Fahrian. In Chile schied die deutsche Mannschaft bereits im Viertelfinale durch ein 0:1 gegen Jugoslawien aus. In der Vorrunde konnte noch der Gruppensieg errungen werden, unter anderem durch ein 2:0 gegen den bereits für das Viertelfinale qualifizierten Gastgeber und späteren Dritten Chile. Es war das letzte Turnier, bei dem Sepp Herberger als Bundestrainer die Verantwortung trug. Nach der Weltmeisterschaft wurde Herberger für die defensive Taktik und das Festhalten am überholten WM-System kritisiert. Die meisten anderen Nationen spielten schon mit dem 4-2-4- oder 4-3-3-System.[29] Herberger hatte sogar versucht, den 41-jährigen Fritz Walter zu reaktivieren. Das relativ schlechte Abschneiden forcierte dann die Einführung der von Herberger geforderten Fußball-Bundesliga, die die Landesverbände lange abgelehnt hatten. 1963 trat Herberger von seinem Amt als Bundestrainer zurück, sein Nachfolger wurde sein Assistent Helmut Schön. Herberger hätte lieber Fritz Walter als seinen Nachfolger gesehen.[30]

Endspielaufstellungen 1966

Mit Helmut Schön begann eine neue erfolgreiche Ära. Mit dem ersten Sieg in Schweden nach dem Zweiten Weltkrieg gelang ihm die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1966. Bei der Weltmeisterschaft in England startete die deutsche Mannschaft mit einem 5:0-Sieg gegen die Schweiz in das Turnier. Dabei brillierte vor allem das 20-jährige Mittelfeldtalent Franz Beckenbauer, der sich ebenso wie Italien-Legionär Helmut Haller mit zwei Toren neben Sigfried Held in die Torschützenliste eintragen konnte. Das zweite Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Argentinien, das durch wenige Torchancen, aber eine Vielzahl von Fouls gekennzeichnet war, endete 0:0. Beim 2:1-Sieg gegen Spanien im letzten Vorrundenspiel gelang Lothar Emmerich ein schier unmögliches Tor. Der Linksaußen vollbrachte das Kunststück, nahezu von der Torauslinie aus den Ball am spanischen Torhüter Iribar vorbei ins lange Eck unters Lattenkreuz zu schießen. Durch einen 4:0-Viertelfinalsieg gegen Uruguay und ein 2:1 im Halbfinale gegen die Sowjetunion gelang der bundesdeutschen Mannschaft zum zweiten Mal nach 1954 der Einzug in ein Endspiel einer Fußballweltmeisterschaft. Sie verlor das Finale gegen England durch das legendäre Wembley-Tor mit 2:4 nach Verlängerung.

Deutschland nahm 1968 erstmals an der Qualifikation für eine Fußball-Europameisterschaft teil. Nach einem 6:0 gegen Albanien, einem 0:1 in Jugoslawien und einem 3:1 gegen die Jugoslawen war am 17. Dezember 1967 in Tirana ein Sieg gegen Albanien erforderlich, da Jugoslawien dort gewonnen hatte. Obwohl Bundestrainer Schön mit Peter Meyer den damals besten Stürmer der Bundesliga aufbot, reichte es nur zu einem 0:0, wodurch zum ersten und bislang einzigen Mal eine Qualifikation für ein großes Turnier verpasst wurde.

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1970 hatte sich Deutschland insbesondere mit der Schottischen Nationalmannschaft auseinanderzusetzen, gegen die Deutschland bis dahin noch nie gewonnen hatte. Das Hinspiel in Glasgow endete 1:1 und im letzten Heimspiel am 22. Oktober 1969 in Hamburg gelang mit einem 3:2 der erste Sieg.

Beim Turnier in Mexiko tat sich die deutsche Mannschaft zunächst schwer. Im ersten Gruppenspiel lag sie gegen den Außenseiter Marokko nach 21 Minuten mit 0:1 zurück. Zum einen ging Schöns Taktik mit zwei Mittelstürmern (Uwe Seeler und Gerd Müller) zunächst nicht auf, zum anderen konnte Helmut Haller nicht an seine Leistung bei der WM in England anknüpfen. Es war sein letztes Länderspiel für Deutschland, zur Pause wurde er ausgewechselt. Seeler und Müller fanden schließlich aber immer besser zusammen und sorgten durch ihre Tore in der 56. und 80. Minute noch für den 2:1-Erfolg. Seeler hatte die eigentliche Mittelstürmerposition Müller überlassen und sich ins Mittelfeld zurückfallen lassen. Auf den Außenpositionen sorgten abwechselnd Grabowski, Libuda und Löhr für Druck. So wurden auch die beiden folgenden Spiele gegen Bulgarien und Peru gewonnen, womit Deutschland der bis dahin beste Start bei einer WM gelang.

Das Viertelfinalspiel gegen England wurde zu einem ganz außergewöhnlichen Spiel. In der Neuauflage des Endspiels von 1966 führten die Engländer bis zur 69. Minute 2:0, ehe die Deutschen in der regulären Spielzeit noch den 2:2-Ausgleich erzielten. Seeler gelang dabei ein kurioses Tor mit dem Hinterkopf. In der Verlängerung erzielte dann Müller das entscheidende Tor zum 3:2.

Im Halbfinale gab es gegen Italien eine 3:4-Niederlage in einem dramatischen Spiel, dem so genannten Jahrhundertspiel. Die Italiener gingen bereits in der 8. Minute in Führung, erst in der Schlussminute erzielte der beim AC Mailand spielende Karl-Heinz Schnellinger mit seinem einzigen Länderspieltor für Deutschland das 1:1. In der Verlängerung fielen dann noch fünf Tore. Nach dieser Niederlage erreichte die Mannschaft von Bundestrainer Helmut Schön durch einen 1:0-Sieg gegen Uruguay den dritten Platz. Torschützenkönig des Turniers wurde mit zehn Treffern Gerd Müller.

Große Endspiele und Skandale (1970–1982)[Bearbeiten]

1972 wurde die nach der Meinung vieler bis heute beste deutsche Elf erstmals Europameister. Nachdem sie sich in der Qualifikation gegen Polen, die Türkei und (wieder) Albanien durchgesetzt hatte, stand im Viertelfinale die Revanche von León gegen England an. Am 29. April 1972 kam es zu einem denkwürdigen Spiel im Londoner Wembley-Stadion. Durch Tore von Uli Hoeneß, Günter Netzer und Gerd Müller gewann die Mannschaft mit 3:1 erstmals ein Auswärtsspiel gegen England, siehe Wembley-Elf (1972). Selbst die englische Boulevardpresse, die seinerzeit eher deutschlandkritisch eingestellt war, war von dem Spiel der deutschen Mannschaft begeistert. Im Rückspiel in Berlin reichte dann ein 0:0 zum Einzug in die Endrunde. Dorthin reisten sie dann als Favorit, auch weil sie am 26. Mai 1972 zur Einweihung des Olympiastadions in München die Sowjetunion schon mit 4:1 besiegt hatten. Bei der EM-Endrunde gelangen dann Siege gegen den Gastgeber Belgien (2:1) und die Sowjetunion (3:0), wobei insbesondere im Finale ein gutes Spiel gezeigt wurde. Erstmals fielen bei diesem Turnier Anhänger der deutschen Mannschaft negativ auf, als sie randalierend durch Brüssel zogen.

Endspielaufstellungen 1974

Mit der Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland gewann die Nationalmannschaft zum zweiten Mal den Weltmeister-Titel. In der Vorrunde des Turniers gelang der Fußballnationalmannschaft der DDR durch ein Tor von Jürgen Sparwasser ein 1:0-Sieg gegen den späteren Weltmeister, der in die Fußballgeschichte einging. Dieses Spiel am 22. Juni 1974 war das einzige Aufeinandertreffen der beiden deutschen A-Nationalmannschaften. Nach dem 2:1-Sieg im Endspiel gegen die Niederländer bedankten sich die Westdeutschen bei der DDR-Auswahl für die Niederlage, da diese zum Auslöser für eine mannschaftsinterne Revolte gegen den als unentschlossen und zögerlich geltenden Bundestrainer Helmut Schön wurde, mit der die Mannschaft unter Führung von Kapitän Beckenbauer ihre taktischen Vorstellungen durchsetzen konnte. Bis heute wird von den Akteuren behauptet, dass der Titelgewinn ohne diese Niederlage kaum möglich gewesen wäre. Zudem konnte die DFB-Mannschaft als Gruppenzweiter in die mit Polen, Schweden und Jugoslawien vermeintlich leichtere Zwischenrundengruppe einziehen – die DDR bekam als Gruppenerster dagegen die Niederlande, Brasilien und Argentinien als Gegner. Durch diesen Titelgewinn gelang es den Deutschen als erster Mannschaft, nach einem Kontinentalmeisterschaftstitel auch die darauf folgende Weltmeisterschaft zu gewinnen.

Bundestrainer Helmut Schön setzte während des Turniers 18 Spieler ein: Sepp Maier im Tor, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Horst-Dieter Höttges, Georg Schwarzenbeck und Berti Vogts in der Abwehr; Rainer Bonhof, Bernhard Cullmann, Heinz Flohe, Uli Hoeneß, Günter Netzer, Wolfgang Overath sowie Herbert Wimmer im Mittelfeld und Jürgen Grabowski, Dieter Herzog, Jupp Heynckes, Bernd Hölzenbein und Gerd Müller im Sturm.

1976 wurde die Endrunde der Europameisterschaft letztmals mit vier Mannschaften ausgetragen, und wieder hatte sich die deutsche Mannschaft qualifiziert. Nach dem WM-Sieg 1974 war neben anderen der WM-Rekordtorschütze Gerd Müller zurückgetreten, und trotzdem erreichte die Mannschaft auch bei der Europameisterschaft 1976 in Jugoslawien das Finale. In Belgrad ging es zunächst gegen Jugoslawien im Halbfinale, in dem die Mannschaft nach 32 Minuten bereits mit 0:2 zurücklag. Durch Tore des eingewechselten Heinz Flohe (46. Minute), der in der 65. Minute den Anschlusstreffer erzielte, und Dieter Müller (79. Minute), der in der 80. Minute mit seinem ersten Ballkontakt in seinem ersten Länderspiel zum 2:2 traf, wurde die Verlängerung erreicht. In dieser gelangen Dieter Müller zwei weitere Tore zum 4:2-Sieg, durch den die deutsche Mannschaft wie vier Jahre zuvor im Finale stand. Gegen die Tschechoslowakei lag die Nationalelf wie im Halbfinale schnell mit 0:2 zurück, allerdings gelang Dieter Müller mit seinem vierten EM-Tor schnell der Anschluss, es dauerte aber bis zur 90. Minute, ehe Bernd Hölzenbein den 2:2-Ausgleich erzielte, womit es erneut zu einer Verlängerung kam. Diese endete torlos, so dass erstmals in der Geschichte der großen Turniere ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Nachdem die ersten vier tschechoslowakischen und die ersten drei deutschen Spieler jeweils ihren Elfmeter verwandelt hatten, trat Uli Hoeneß an, der schon zwei Jahre zuvor im Spiel gegen Polen einen Elfmeter verschossen hatte. Er geriet in Rücklage und schoss den Ball über das Tor. Anschließend erzielte Antonín Panenka mit einem in die Mitte geschossenen Elfmeter den entscheidenden Treffer (Begründung des „Panenka-Hebers“) – der fünfte deutsche Schütze musste nicht mehr antreten. Mit vier Toren wurde Dieter Müller Torschützenkönig des Turniers.

Im Oktober 1977 konnte die deutsche Mannschaft zum ersten Mal seit 1939 ein Spiel gegen die italienische Mannschaft gewinnen, als die „Squadra Azzurra“ im Berliner Olympiastadion mit 2:1 besiegt wurde.

Bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien kam es zur „Schmach von Córdoba“, als Deutschland als Titelverteidiger überraschend Österreich mit 2:3 unterlag und in der Zwischenrunde der letzten acht Mannschaften ausschied. Die deutsche Mannschaft hatte nach zwei Unentschieden gegen Italien und die Niederlande vor dem Österreich-Spiel in der Vierergruppe mit 2:2 Punkten auf Platz drei gestanden. Der Gruppensieger wäre in das WM-Finale eingezogen, der Gruppenzweite hätte um den dritten Platz gespielt. Italien und die Niederlande (je 3:1 Punkte) mussten unentschieden spielen, damit Deutschland mit einem deutlichen Sieg gegen Österreich überhaupt noch eine Chance auf den Gruppensieg gehabt hätte. Da die Niederländer aber Italien zur selben Zeit mit 2:1 schlugen, hätte der DFB-Elf auch ein Sieg nichts genutzt. Mit der Niederlage wurde aber die Chance auf Platz drei verspielt. Helmut Schön trat nach der WM, wie lange zuvor angekündigt, als Bundestrainer zurück.

Nach der WM 1978 trat Jupp Derwall Schöns Nachfolge an. Unter seiner Leitung verlor die deutsche Mannschaft bis zur EM 1980 kein Spiel. Sie ging daher als Mitfavorit ins Turnier. Bei der erstmals mit acht Mannschaften und einer Gruppenphase ausgetragenen Fußballeuropameisterschaft in Italien kam es im ersten Spiel zur Revanche für das verlorene Finale von Belgrad mit einem 1:0-Sieg gegen die Tschechoslowakei. Im Spiel gegen die Niederlande führte die deutsche Mannschaft nach 66 Minuten durch drei Tore von Klaus Allofs mit 3:0, ehe es Rep (80./Elfmeter) und Willy van de Kerkhof (86.) noch einmal spannend machten. Die deutsche Mannschaft konnte das 3:2 aber über die Zeit bringen. Im abschließenden Gruppenspiel reichte ein 0:0 gegen Griechenland zum Gruppensieg, der direkt ins Finale führte. Gegen Belgien, das sich überraschend gegen England, Spanien und Gastgeber Italien durchgesetzt hatte, gelang Horst Hrubesch bereits nach zehn Minuten das 1:0. René Vandereycken glich in der 72. Minute per Elfmeter aus und erst in der 89. Minute war es erneut Hrubesch, der mit einem Kopfball den Siegtreffer erzielte und so Deutschland den zweiten EM-Titel bescherte. Der Torschützenkönig kam wieder aus Deutschland – diesmal reichten Klaus Allofs die drei Tore aus dem Spiel gegen die Niederlande.

Auch nach der EM blieb die deutsche Mannschaft zunächst ohne Niederlage. Erst bei der Mundialito mussten nach der Rekordserie von 23 Spielen gleich zwei Niederlagen hingenommen werden. Beim 1:2 gegen Argentinien am Neujahrstag 1981 waren noch neun Spieler aus dem EM-Finale dabei. Das anschließende 1:4 gegen Brasilien bedeutete dann die höchste Niederlage seit dem verlorenen Spiel um Platz 3 bei der WM 1958.

Trotzdem zählte Deutschland zu Beginn der Weltmeisterschaft 1982 zu den Favoriten, denn die Mannschaft hatte sich mit acht Siegen in acht Spielen problemlos qualifiziert. Jedoch unterlag Deutschland bereits im Auftaktspiel, als überraschend gegen Algerien mit 1:2 verloren wurde und somit das Weiterkommen erst durch Siege gegen Chile und Österreich gesichert werden konnte. Dabei ging die Partie gegen Österreich als „Nichtangriffspakt von Gijón“ und Skandalspiel in die Fußballgeschichte ein. Weil beiden Mannschaften nach der Partie zwischen Algerien und Chile ein knapper Sieg Deutschlands zur Qualifikation für die Zwischenrunde genügte, begnügten sich beide Mannschaften nach dem 1:0 für Deutschland durch Hrubesch in der 11. Minute damit, den Ball im Mittelfeld hin und her zu spielen, ohne dem gegnerischen Tor bedrohlich nahezukommen. Als Konsequenz werden seit diesem Spiel bei allen Turnieren die Partien des letzten Gruppenspieltags zeitgleich ausgetragen.

In der Zwischenrunde reichte Deutschland ein torloses Remis gegen England und ein Sieg gegen Gastgeber Spanien für den Einzug ins Halbfinale, da sich England und die bereits ausgeschiedenen Spanier anschließend ebenfalls torlos getrennt hatten. Dort wartete mit der französischen Mannschaft um Giresse, Tigana und Platini ein starker Kontrahent. Die deutsche Führung in der 18. Spielminute glichen die Franzosen bereits in der 26. Minute aus. Da beiden Mannschaften in der regulären Spielzeit kein weiteres Tor gelang, musste das Spiel verlängert werden. Zuvor hatte der deutsche Torhüter Toni Schumacher den auf sein Tor zulaufenden Patrick Battiston aus vollem Lauf mit der Hüfte erwischt. Der Franzose verlor das Bewusstsein sowie drei Zähne und brach sich außerdem den Halswirbel. In der Verlängerung führten die Franzosen schnell mit 3:1, Deutschland glich jedoch durch Rummenigge und Fischer aus, dessen Fallrückzieher später zum Tor des Jahres gewählt wurde. Im ersten Elfmeterschießen einer WM verschoss erst Stielike für Deutschland, ehe nach dem Scheitern von Didier Six und Maxime Bossis ein Elfmeter von Hrubesch für die Entscheidung sorgte.

Im Finale in Madrid musste Deutschland sich gegen Italien bewähren, das zuvor in der Zwischenrunde Weltmeister Argentinien mit 2:1 und den WM-Favoriten Brasilien mit 3:2 sowie im Halbfinale Polen mit 2:0 bezwungen hatte. Alle fünf Tore erzielte der spätere Torschützenkönig Paolo Rossi, dem auch in der zweiten Halbzeit der erste Treffer der Partie gelang; zuvor hatte Italien bereits einen Elfmeter vergeben. Nach weiteren Treffern von Tardelli und Altobelli war Breitners Anschlusstreffer zum 3:1-Endstand nur noch Ergebniskosmetik. Deutschland hatte nach 1966 zum zweiten Mal ein WM-Finale verloren.

Vier Endspiele, zwei Titel und Wiedervereinigung (1982–2000)[Bearbeiten]

Die Europameisterschaft 1984 in Frankreich bescherte der deutschen Mannschaft erstmals bei einem großen Turnier das Aus in der Gruppenphase, nachdem zuvor schon die Qualifikation mühevoll verlaufen war. Nach einer 0:1-Heimniederlage im vorletzten Spiel gegen Nordirland brauchte Deutschland im letzten Spiel gegen Albanien einen Sieg, um sich durch die bessere Tordifferenz zu qualifizieren. Durch das einzige Länderspieltor von Gerhard Strack in der 84. Minute konnten die in diesem Spiel favorisierten Deutschen nur knapp mit 2:1 gewinnen. In den Gruppenspielen des Turniers hätte nach einem 0:0 gegen Portugal und einem 2:1-Sieg gegen Rumänien ein erneutes Remis gegen Spanien zum Einzug ins Halbfinale gereicht, aber durch eine 0:1-Niederlage nach einem Tor von Antonio Maceda in der Nachspielzeit war das Turnier und die Amtszeit von Jupp Derwall beendet.

Derwalls Nachfolger wurde Franz Beckenbauer. Da dieser keine Trainerlizenz besaß, wurde die Funktion „Teamchef“ eingeführt und Beckenbauer ein Trainer mit Lizenz als Assistent zur Seite gestellt. Dies war zunächst Horst Köppel und ab 1987 Holger Osieck. Die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko stand bereits nach sechs Spielen, von denen die ersten fünf gewonnen wurden, fest.

Paraguayische Briefmarke
Spielszene aus der Achtelfinalbegegnung der WM 1986 Deutschland gegen Marokko

Beim Turnier in Mexiko wurde die Mannschaft der Bundesrepublik unter der Führung des Teamchefs Franz Beckenbauer erneut Vizeweltmeister und die Argentinische Fußballnationalmannschaft durch einen 3:2-Sieg gegen die deutsche Elf zum zweiten Mal Weltmeister. Mit Uli Stein wurde erstmals ein Spieler während des Turniers vorzeitig nach Hause geschickt, nachdem er Beckenbauer als „Suppenkasper“ bezeichnet hatte. Überzeugen konnte die deutsche Mannschaft erst im Halbfinale, das wie vier Jahre zuvor gegen Frankreich gewonnen wurde. In der Gruppenphase hatte Deutschland nach einem Remis gegen Uruguay, einem Sieg gegen Schottland und einer Niederlage gegen Dänemark nur den zweiten Platz belegt. Die Achtelfinalpartie gegen Marokko, das sich in seiner Gruppe gegen das stärker eingeschätzte Portugal durchgesetzt hatte, wurde erst in der 88. Minute durch ein Freistoßtor von Lothar Matthäus entschieden und das Viertelfinalspiel gegen Mexiko erst in einem Elfmeterschießen gewonnen, bei dem Schumacher zwei Elfmeter halten konnte.

Die Europameisterschaft 1988 im eigenen Land sollte dem Teamchef nach der Vize-Weltmeisterschaft zwei Jahre zuvor den ersten Titel bescheren, aber nach einem 1:1 gegen Italien in der Vorrunde und zwei 2:0-Siegen gegen Dänemark und Spanien war im Halbfinale gegen die Niederlande Endstation. Deutschland war zwar durch einen von Lothar Matthäus in der 55. Minute verwandelten Strafstoß in Führung gegangen, den Niederländern gelang aber in der 74. Minute der Ausgleich durch einen weiteren Elfmeter. Als sich beide Mannschaften schon auf eine Verlängerung eingestellt hatten, nutzte Marco van Basten eine Unaufmerksamkeit von Jürgen Kohler zum 2:1-Siegtreffer. Das Finale in München gewannen die Niederländer und wurden Europameister.

Die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1990 führte Deutschland und die Niederlande erneut zusammen. Beide Spiele endeten remis und da Deutschland in Wales nur ein 0:0 gelang, war im letzten Spiel ein Sieg gegen die Waliser erforderlich, um sich als einer der beiden besten Gruppenzweiten qualifizieren zu können. Die Waliser gingen zwar in der 11. Minute in Führung, Rudi Völler in der 25. und Thomas Häßler in der 48. Minute sorgten aber für die glückliche Qualifikation.

Bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien startete Deutschland furios. Mit einem 4:1 gegen Jugoslawien gelang ein überzeugender Start. Das zweite Spiel gegen die Vereinigten Arabischen Emirate wurde mit 5:1 gewonnen. Im dritten Spiel gegen Kolumbien fiel das 1:0 erst in der 88. Minute, durch eine Unachtsamkeit in der Schlussminute wurde der Sieg aber noch verspielt. Im Achtelfinale kam es zum erneuten Aufeinandertreffen mit den Niederländern. Die Partie begann hektisch, in der 22. Minute wurden Frank Rijkaard und Rudi Völler wegen Unsportlichkeiten vom Platz gestellt. Jürgen Klinsmann erzielte in der 51. Minute das 1:0. Nach einem Tor von Andreas Brehme in der 85. Minute gelang trotz eines 1:2-Anschlusstreffers in der 89. Minute der Einzug ins Viertelfinale gegen die Tschechoslowakei, das durch ein Elfmetertor von Matthäus entschieden wurde. Mit einem 4:3 nach Elfmeterschießen gegen England im Halbfinale stand die deutsche Elf als erste Mannschaft zum dritten Mal hintereinander in einem WM-Finale. Erneut hieß der Endspielgegner Argentinien, das Deutschland durch einen von Brehme verwandelten Foulelfmeter für sich entscheiden konnte. Deutschland gelang mit seinem dritten WM-Titel als erster europäischer Mannschaft ein Finalsieg gegen eine südamerikanische Mannschaft. Damit gelang es Franz Beckenbauer als bisher einzigem deutschen Spieler, in zwei Funktionen (als Spieler und Trainer) Fußballweltmeister zu werden.

Nach der Weltmeisterschaft trat Beckenbauer als Teamchef zurück, sein Nachfolger wurde Berti Vogts, der zuvor DFB-Nachwuchs- bzw. Jugendtrainer war und von 1986 bis 1990 zu Beckenbauers Trainerstab gehörte. Seine erste Aufgabe war die Qualifikation für die Europameisterschaft 1992 in Schweden, bei der erstmals eine gesamtdeutsche Mannschaft antrat, die sich in der Qualifikation gegen Wales durchsetzen konnte. Die DDR war zuvor in dieselbe Qualifikationsgruppe wie die DFB-Elf gelost worden. Das Qualifikationsspiel der DDR gegen Belgien war das letzte Spiel der DDR-Nationalmannschaft. Es wurde nach der Wiedervereinigung und dem Rückzug der DDR-Nationalmannschaft aus der Wertung genommen. Ein ursprünglich als „Fest des deutschen Fußballs“ geplantes „Vereinigungsspiel“ der DFB-Mannschaft gegen die DFV-Auswahl am Tag der Wiedervereinigung wurde nach Gewaltandrohungen von Hooligans und wegen des schlechten baulichen Zustandes des Leipziger Zentralstadions abgesagt.[31] Am 19. Dezember 1990 in Stuttgart trat bei einem Spiel gegen die Schweiz dann erstmals eine gesamtdeutsche Mannschaft an.

Nach eher mäßigen Leistungen in der EM-Vorrunde, unter anderem einem 1:3 gegen die Niederlande, erreichte die deutsche Mannschaft nach ihrem besten Spiel gegen Gastgeber Schweden zum vierten Mal das Finale einer Europameisterschaft. Sie ging als Favorit ins Finale, welches die deutsche Mannschaft überraschend mit 0:2 gegen Außenseiter Dänemark verlor. Immerhin konnte sich Karl-Heinz Riedle mit drei anderen Spielern die Torjägerkrone teilen, alle vier hatten je drei Tore geschossen.

Bei der Weltmeisterschaft 1994 in den USA, für die Deutschland als Titelverteidiger qualifiziert war, gewann die deutsche Mannschaft erstmals als amtierender Weltmeister das Eröffnungsspiel, wobei zum Sieg gegen Bolivien ein 1:0 reichte. Nach einem 1:1-Unentschieden gegen Spanien wurde Südkorea knapp mit 3:2 bezwungen und die Mannschaft Gruppenerster. Stefan Effenberg wurde während des Turniers von Bundestrainer Vogts aus der Mannschaft ausgeschlossen, weil er in diesem Spiel Provokationen von deutschen Fans mit dem ausgestreckten Mittelfinger quittiert hatte. Im Achtelfinale kam es gegen Belgien zu einem weiteren 3:2. Anschließend musste Deutschland im Viertelfinale gegen Bulgarien, das zuvor noch bei keiner WM über das Achtelfinale hinausgekommen war, nach anfänglicher Führung eine 1:2-Niederlage einstecken. Die deutsche Mannschaft kam somit erstmals seit der WM 1978 nicht unter die besten Vier einer WM-Endrunde.

Bei der Qualifikation zur EM 1996 trafen Deutschland und Bulgarien erneut aufeinander. Das Hinspiel in Sofia gewannen wieder die Bulgaren, diesmal mit 3:2. Mit dem für die Qualifikation bedeutungslosen Rückspiel gelang Deutschland mit 3:1 die Revanche und der Gruppensieg.

Bei der Europameisterschaft 1996 in England gewann die Mannschaft unter Berti Vogts dank des ersten Golden Goals der EM-Geschichte durch Oliver Bierhoff zum dritten Mal eine Europameisterschaft und erreichte als erste Mannschaft zum fünften Mal das Finale. Das Turnier in England wurde erstmals mit 16 Mannschaften ausgetragen. Die Vorrunde beendete Deutschland mit einem 2:0 gegen Tschechien, einem 3:0 gegen Russland und einem torlosen Unentschieden gegen Italien, bei dem Andreas Köpke einen Elfmeter hielt, ohne Gegentor. Im Viertelfinale konnte die Auswahl Kroatiens mit 2:1 besiegt werden, ehe es im Halbfinale zum Elfmeterschießen gegen England kam. Wie sechs Jahre zuvor bei der Weltmeisterschaft in Italien hatten die deutschen Spieler die besseren Nerven, so dass es im Finale zum erneuten Aufeinandertreffen mit Tschechien kam. Diese gingen in der 59. Minute durch einen Strafstoß in Führung, und es dauerte bis zur 73. Minute, ehe dem vier Minuten zuvor eingewechselten Bierhoff der Ausgleich gelang. Sein zweites Tor in der Verlängerung beendete dann das Spiel vorzeitig und bescherte Deutschland den dritten EM-Titel.

Die direkte Qualifikation zur WM 1998 gelang erst am letzten Spieltag durch ein dramatisches 4:3 gegen Albanien, das durch ein Eigentor von Kohler in der 55. Minute in Führung gegangen war und die zwischenzeitlichen Führungen durch Helmer, Bierhoff und Marschall immer wieder ausgleichen konnte. Erst in der 90. Minute gelang Oliver Bierhoff der 4:3-Siegtreffer.

Als amtierender Europameister trat Deutschland bei der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich an. In einer politisch brisanten Gruppe mit Jugoslawien, den USA und Iran[32] wurde Deutschland Gruppenerster: Auf das 2:0 gegen die USA folgten ein 2:2 (nach 0:2-Rückstand) gegen Jugoslawien und ein 2:0 gegen den Iran. Das zweite Spiel wurde von Ausschreitungen deutscher Hooligans in Lens überschattet, bei denen der französische Polizist Daniel Nivel lebensgefährlich verletzt wurde. Ein Ausschluss Deutschlands vom Turnier stand zur Debatte. Nach einem hart erkämpften 2:1 gegen Mexiko traf Deutschland im Viertelfinale wie bereits bei der vorhergegangenen Europameisterschaft auf Kroatien. Nach einem Platzverweis gegen Christian Wörns verlor die deutsche Mannschaft mit 0:3, es war die höchste Endrundenniederlage seit dem 3:6 gegen Frankreich bei der WM 1958.

Weil die verjüngte Nationalelf im September 1998 in zwei Testspielen gegen die Auswahl Maltas und Rumäniens nicht überzeugen konnte, trat Berti Vogts von seinem Posten zurück. Sein Nachfolger Erich Ribbeck sollte dann der erste und bislang einzige Bundestrainer sein, der die Mannschaft bei keiner WM betreute. Ribbecks erste Amtshandlung bestand darin, Lothar Matthäus trotz seines fortgeschrittenen Alters für die Nationalmannschaft zu reaktivieren, da er für die Position des Abwehrchefs keine gleichwertige Alternative sah.

Der FIFA-Konföderationen-Pokal – der aus dem König-Fahd-Pokal hervortrat – war für den Deutschen Fußball-Bund zunächst wenig interessant, passte den meisten Bundesligavereinen doch die Terminierung bei einer zunehmenden Belastung durch internationale Wettbewerbe nicht ins Konzept. Daher hatte der DFB 1997 auf die Teilnahme verzichtet, obwohl die Nationalmannschaft als amtierender Europameister qualifiziert gewesen wäre. Bei der Austragung im Jahr 1999 sah man es im Zuge der Bewerbung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 als notwendig an, als Europameister des Jahres 1996 an dem in Mexiko stattfindenden Turnier teilzunehmen. Die DFB-Auswahl reiste allerdings ohne große Vorbereitung und mit zahlreichen Ergänzungsspielern an. Im ersten Spiel gegen Brasilien erlitt die Mannschaft eine 0:4-Niederlage. Das zweite Spiel gegen den Ozeanienmeister Neuseeland wurde zwar 2:0 gewonnen, das dritte Spiel gegen die USA jedoch mit 0:2 verloren, so dass Deutschland erstmals seit 1984 bei einem Turnier in der Vorrunde ausschied.

Die Qualifikation für die Europameisterschaft 2000 begann mit einer 0:1-Niederlage in der Türkei, da aber die folgenden sechs Qualifikationsspiele gewonnen wurden, reichte zur direkten Qualifikation im letzten Spiel ein 0:0 gegen die Türkei. Dabei bestritt die Nationalmannschaft zwar ein Spiel auf heimischem Boden, jedoch ergab sich die ungewöhnliche Situation, dass im Münchener Olympiastadion mehr türkische als deutsche Zuschauer anwesend waren.

Nach Unstimmigkeiten zwischen den Spielern und Erich Ribbeck erfolgte ein eher mäßiger Start in die Europameisterschaft 2000. Gegen den Außenseiter der Gruppe, Rumänien, erreichte die Mannschaft lediglich ein 1:1-Unentschieden. Im Spiel gegen England steigerte sich die Mannschaft, jedoch verlor sie aufgrund eines Treffers von Alan Shearer mit 0:1. Als letzter Gruppengegner in der Vorrunde stand Portugal auf dem Programm. Ein Weiterkommen wäre nur bei einem deutschen Sieg bei einem gleichzeitigen Unentschieden der Rumänen gegen England möglich gewesen. Als Rumänien dann gewann und Deutschland Portugal mit 0:3 unterlag, endete das Turnier für Deutschland nach der Vorrunde. Die Niederlage besiegelte das Ende der Amtszeit von Erich Ribbeck, den einige als den Totengräber des deutschen Fußballs bezeichneten. Mit der Niederlage gegen Portugal endete auch die Karriere von Lothar Matthäus in der Nationalmannschaft, für die er als einziger mehr als 20 Jahre gespielt hat.

Heim-WM, Endspielteilnahmen und zwei dritte Plätze (2000–2010)[Bearbeiten]

Nach Ribbecks Rücktritt übernahm Rudi Völler den Posten des Bundestrainers. Zunächst sollte er nur übergangsweise für den noch bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag stehenden Christoph Daum die Nationalmannschaft betreuen, wegen Daums Kokain-Affäre blieb Völler Teamchef.

Völler gelang ein verheißungsvoller Auftakt: im ersten Spiel gegen die noch in der Saisonvorbereitung steckende spanische Mannschaft gelang ein 4:1, gegen England im letzten Spiel im alten Wembley-Stadion ein 1:0-Sieg. Für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2002 musste die Mannschaft dennoch in die Relegation gegen die Ukraine, da nach der 1:5-Heimniederlage gegen England und einem 0:0 im letzten Spiel gegen Finnland wegen der schlechteren Tordifferenz in der Gruppe nur der zweite Platz belegt wurde.

Bei der Weltmeisterschaft 2002 erreichte die Mannschaft das Endspiel, in dem erstmals die beiden Nationalmannschaften aufeinander trafen, die bis dahin die meisten WM-Spiele und die meisten Finalteilnahmen aufzuweisen hatten: Brasilien und Deutschland. Dabei konnten die Deutschen die Erwartungen, die das 8:0 im Auftaktspiel gegen Saudi-Arabien auslöste, lediglich durch die Ergebnisse erfüllen. Diesem höchsten Sieg einer deutschen Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft folgten ein hart umkämpftes 1:1 gegen Irland und ein 2:0 gegen Kamerun. Deutschland zog mit drei 1:0-Siegen in der K.o.-Runde gegen Paraguay, die USA und Südkorea ins Finale ein. Großen Anteil am siebten Finaleinzug hatte der überragende Torhüter Oliver Kahn, der mit dem Lew-Jaschin-Preis für den besten Torhüter (seit 2010 Goldener Handschuh) und dem Goldenen Ball für den besten Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. Ohne den wegen einer zweiten Gelben Karte gesperrten Michael Ballack machte die deutsche Mannschaft im Finale ihr bestes Spiel der K.o.-Runde. In der 67. Minute nutzte Ronaldo einen Fehler von Kahn zum 1:0. Ein weiteres Ronaldo-Tor in der 79. Minute entschied das Spiel.

Für den FIFA-Konföderationen-Pokal 2003 war man als Vizeweltmeister ebenfalls qualifiziert, verzichtete aber erneut auf die Teilnahme.

Die deutsche Nationalmannschaft vor dem EM-Gruppenspiel gegen Tschechien am 9. Juni 2004

In der Qualifikation für die EM 2004 traf Deutschland auf die vom ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts betreuten Schotten. Das erste Spiel in Glasgow endete 1:1, durch ein 2:1 am vorletzten Spieltag in Dortmund gegen Schottland war die Qualifikation perfekt, während die Schotten in der Relegation gegen die Niederlande unglücklich ausschieden. Bei der Europameisterschaft 2004 in Portugal musste die Mannschaft wieder früh die Heimreise antreten. Hatten die deutschen Anhänger nach dem Unentschieden gegen die Niederlande noch Hoffnung, besiegelten schwache Leistungen bei einem 0:0 gegen Lettland und der Niederlage gegen Tschechien das vorzeitige Aus. Rudi Völler trat anschließend zurück.

Der überraschende Rückzug zwei Jahre vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land stellte den DFB vor die schwierige Aufgabe, einen passenden Nachfolger zu finden. Die eigens gebildete „Trainerfindungskommission“ handelte sich viele Absagen ein, unter anderem von Ottmar Hitzfeld, Morten Olsen und Arsène Wenger. Nach wochenlanger Suche übernahm den Posten schließlich Jürgen Klinsmann, der von Berti Vogts empfohlen worden war.

Da der Confed-Cup in den Jahren vor der Weltmeisterschaft zum Testturnier für die WM aufgewertet worden war, war Deutschland verpflichtet, den FIFA-Konföderationen-Pokal 2005 auszurichten. Klinsmann hatte die von Rudi Völler übernommene Mannschaft stark verjüngt und ihr ein neues, sehr offensives Konzept gegeben, welches bei diesem Turnier erstmals in Pflichtspielen zur Anwendung kam. Dies führte dann gegen Australien zu einem 4:3-Sieg für die deutsche Mannschaft. Gegen Tunesien gelang es beim 3:0 dann sogar, ohne Gegentreffer zu bleiben. Gegen die spielstarke, aber nicht in Bestbesetzung angetretene Argentinische Fußballnationalmannschaft reichte es zu einem 2:2, was den Gruppensieg einbrachte. Das Halbfinale war eine Neuauflage des WM-Finales 2002, welches Brasilien mit 3:2 erneut für sich entscheiden konnte. Das Spiel um Platz 3 gewann Deutschland dann gegen Mexiko mit 4:3.

Vor Beginn der Heim-WM 2006 wurden die Erfolgsaussichten des DFB-Teams in der Öffentlichkeit eher pessimistisch beurteilt, nicht zuletzt aufgrund schwacher Testspiele wie einer 1:4-Niederlage gegen Italien oder einem hart erkämpften 2:2 gegen Japan. Davon unbeeindruckt erklärte Klinsmann den Weltmeistertitel im eigenen Land zum Ziel.

Beim offiziellen Eröffnungsspiel gegen Costa Rica zeigte die deutsche Mannschaft über weite Strecken den vom Bundestrainer anvisierten Angriffsfußball, offenbarte aber beim 4:2-Sieg auch die bekannten Schwächen in der Abwehr. Gegen die auf ein Unentschieden spekulierende polnische Mannschaft wollte lange Zeit kein Tor fallen, erst kurz vor Schluss erzielte der zuvor eingewechselte Oliver Neuville nach einer Flanke des ebenfalls eingewechselten David Odonkor den Siegtreffer. Dieser erste Erfolg über eine europäische Mannschaft in einem Turnier seit 1996 und die Umstände seines Entstehens lösten in Deutschland eine Begeisterungswelle aus. Nach dem klaren 3:0-Erfolg gegen Ecuador hatte die deutsche Nationalelf die erfolgreichste Vorrunde seit der WM 1970 absolviert.

Die Achtelfinalpartie gegen Schweden gewann Deutschland durch zwei frühe Tore mit 2:0. Im Viertelfinale traf man auf Argentinien, das mit seinem Spielmacher Juan Román Riquelme und starken Leistungen imponiert hatte. Die DFB-Elf setzte sich nach einem 1:1, so stand es auch nach Verlängerung, dank zweier Paraden von Jens Lehmann am Ende mit 4:2 nach Elfmeterschießen durch. Danach kam es zu einem Gerangel zwischen Spielern und Betreuern, aufgrund dessen Torsten Frings für das Halbfinale gegen Italien gesperrt wurde. Deutschland verpasste mit einem 0:2 nach Verlängerung gegen Italien den Einzug ins WM-Finale. Mit einem 3:1-Sieg gegen Portugal sicherte sich die Mannschaft Platz drei. Mit Miroslav Klose wurde zum zweiten Mal nach Gerd Müller bei der WM 1970 ein deutscher Spieler Torschützenkönig einer WM-Endrunde. Eine weitere Auszeichnung erhielt Kloses Sturmpartner Lukas Podolski, der zum besten Nachwuchsspieler der WM gewählt wurde.

Die deutsche Mannschaft wurde anschließend von der internationalen Presse für ihre Leistung gewürdigt. Im eigenen Land wurde sie als „Weltmeister der Herzen“ bezeichnet, auch weil sie wegen ihrer Spielfreude in einem ansonsten von Defensive geprägten Turnier die Zuschauer begeistern konnte. Vor und während des Turniers begleitete ein Filmteam um den Regisseur Sönke Wortmann die Mannschaft und veröffentlichte anschließend den Dokumentarfilm Deutschland. Ein Sommermärchen.

Trotz des Erfolges verlängerte Klinsmann seinen auslaufenden Vertrag nicht, der bisherige Co-Trainer Joachim Löw wurde sein Nachfolger. Unter Löw qualifizierte sich die deutsche Mannschaft bereits nach neun Partien als erstes Team für die Europameisterschaft 2008. Allerdings verlor die Mannschaft das folgende Heimspiel gegen Tschechien und wurde am Ende der Qualifikation mit zwei Punkten Rückstand Zweiter der Qualifikationsgruppe D. In der Qualifikation erzielte die Mannschaft die meisten Tore aller Teilnehmer. Prestigeträchtig war ferner ein 2:1-Auswärtserfolg im Freundschaftsspiel gegen England.[33]

Bei der Europameisterschaft besiegte die deutsche Mannschaft in der Vorrunde zunächst Polen, unterlag dann Kroatien mit 1:2 und zog schließlich durch ein 1:0 gegen Österreich als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein. Dort traf sie auf Portugal und erreichte mit einem 3:2-Sieg zum siebten Mal das Halbfinale einer EM. Am 25. Juni besiegte sie auch die Türkei mit 3:2 und stand damit zum sechsten Mal in einem EM-Finale, das sie gegen die Auswahl Spaniens mit 0:1 verlor.

Mit dem 1:0-Sieg in Moskau gegen die Auswahl Russlands am 10. Oktober 2009 qualifizierte sich die deutsche Nationalmannschaft als Gruppensieger vorzeitig für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Da Michael Ballack verletzungsbedingt fehlte, übernahm Philipp Lahm die Rolle des Spielführers während der WM. Durch den Ausfall von Ballack, der zu diesem Zeitpunkt noch beim FC Chelsea unter Vertrag stand, war der Kader für Südafrika der erste Kader einer DFB-Auswahl seit der WM 1978, der ohne Auslandsakteure auskam. Die Mannschaft startete mit einem 4:0 gegen Australien, unterlag dann im zweiten Spiel Serbien mit 0:1. Das dritte und entscheidende Spiel gegen Ghana gewann Deutschland mit 1:0 und zog als Gruppenerster ins Achtelfinale ein. Dort schlug man England mit 4:1 und bescherte damit der englischen Elf die höchste Niederlage bei einer Weltmeisterschaft. Das Viertelfinale gewann Deutschland mit 4:0 gegen Argentinien – der höchste Sieg gegen Argentinien überhaupt. Im Halbfinale wurde der Siegeszug von der spanischen Auswahl (0:1) gestoppt. Mit dem anschließenden Sieg Spaniens im WM-Finale wurde zum dritten Mal in Folge die Mannschaft Weltmeister, die Deutschland ausgeschaltet hatte. Im Spiel um Platz 3 traf man wie 1970 auf Uruguay, das mit 3:2 besiegt wurde. Damit belegte Deutschland zum vierten Mal Platz drei. Mit Thomas Müller gewann zum dritten Mal und erstmals bei zwei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften ein deutscher Spieler den Goldenen Schuh für den besten Torschützen. Entscheidend dafür waren neben den fünf Toren, die auch drei andere Spieler erzielt hatten, drei Torvorlagen von Müller. Zudem erhielt er den Preis für den besten Nachwuchsspieler und trat damit die Nachfolge von Lukas Podolski an, der diesen Preis 2006 bekam. Ferner gelangen Miroslav Klose vier Tore, der damit als erster Spieler bei drei Weltmeisterschaften mindestens vier Tore erzielte und außerdem zu Gerd Müller in der ewigen Bestenliste aufschloss.

Vierter Stern bis heute (seit 2010)[Bearbeiten]

Die deutsche Nationalmannschaft vor dem 2:1-Sieg in Wien im EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich am 3. Juni 2011

Für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine wurde die deutsche Mannschaft in eine Qualifikationsgruppe mit Belgien, Aserbaidschan, der Türkei, Kasachstan und Österreich gelost. Nachdem Löw bekanntgegeben hatte, dass er nicht mehr mit Michael Ballack plane, wurde Philipp Lahm offiziell Kapitän der Nationalelf. Ballack nahm dies missbilligend zur Kenntnis. Er lehnte auch das vonseiten des DFB angebotene Abschiedsspiel ab, das aber ein schon lange geplantes Freundschaftsspiel und kein richtiges Abschiedsspiel war. Deutschland schaffte als einzige Mannschaft in der Qualifikation zehn Siege in zehn Spielen, was zuvor nur Tschechien in der Qualifikation für die EM 2000 gelungen war. Mit neun Toren belegte Klose den zweiten Platz in der Torschützenliste der Qualifikation. Zwischenzeitlich gelangen zudem wertvolle Siege in den Freundschaftsspielen gegen Uruguay, Brasilien und die Niederlande. Gegen die „Seleçao“ war das 3:2 im August 2011 der erste Sieg seit 1993, gegen die Niederlande der erste Sieg seit einem 1:0 in Rotterdam 1996. Gegen Italien wurde der erste Sieg seit knapp 16 Jahren verpasst, als man sich im Februar 2011 in Dortmund mit einem 1:1-Unentschieden trennte.

In der Vorrunde der Europameisterschaft 2012 traf die deutsche Mannschaft in der Ukraine auf Portugal, die Niederlande und Dänemark. Die deutschen Medien sprachen nach der Auslosung einhellig von einem Ende des für Deutschland typischen Losglücks. Die als Titelfavorit zum Turnier angereiste deutsche Mannschaft erreichte – was ihr bei einer EM noch nie gelungen war – mit drei Siegen (1:0 gegen Portugal, 2:1 gegen die Niederlande und 2:1 gegen Dänemark) und 9 Punkten das Viertelfinale. Dort traf sie in Danzig auf die griechische Mannschaft, die in Gruppe A das entscheidende Spiel gegen Russland gewonnen hatte. Durch ein 4:2 wurde das Halbfinale erreicht und mit dem 15. Pflichtspielsieg in Serie ein neuer Weltrekord aufgestellt.[34] Gegen Italien wurde das Halbfinale mit 1:2 verloren, nach zwei Treffern von Mario Balotelli gelang Mesut Özil nur noch der Anschlusstreffer. Mario Gómez verpasste nur knapp die Auszeichnung als bester EM-Torschütze, da Spaniens Fernando Torres bei ebenso vielen Toren und Vorlagen weniger Einsatzzeit hatte.

Die deutsche Nationalmannschaft vor dem 2:1-Sieg in Wien gegen Österreich am 11. September 2012

In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 traf die Mannschaft auf Schweden, die Färöer, erneut auf Österreich und Irland sowie abermals auf Kasachstan. In die Qualifikation startete die Mannschaft Löws mit drei Siegen gegen die Färöer, Österreich und Irland. Am 16. Oktober 2012 endete das Spiel gegen Schweden in Berlin mit 4:4, nachdem Deutschland bis zur 62. Minute 4:0 geführt hatte. Die darauffolgenden Qualifikationsspiele gegen Kasachstan (3:0 und 4:1), Österreich (3:0), die Färöer (3:0) und Irland (3:0) wurden jeweils mit drei Toren Vorsprung gewonnen. Somit konnte der deutschen Nationalelf der erste Gruppenplatz, der zur Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien berechtigte, nicht mehr genommen werden. Das letzte Gruppenspiel, das Rückspiel am 15. Oktober 2013 in Schweden, in dem erneut acht Tore fielen (5:3 für Deutschland), war damit bedeutungslos.

Das WM-Jahr 2014 begann am 5. März in Stuttgart mit einem 1:0-Sieg in einem Freundschaftsspiel gegen die Auswahl Chiles, das bewusst als Kontrahenten ausgesucht worden war, um die Spielweise eines möglichen südamerikanischen Gegners bei der WM zu testen. Da für das Freundschaftsspiel gegen Polen etliche Leistungsträger wegen Pflichtspielterminen mit ihren Vereinen ausfielen, kamen bei dem torlosen Unentschieden zwölf Spieler zu ihrem Länderspieldebüt. Von ihnen wurden einige in den noch 27 Spieler umfassenden, erweiterten WM-Kader nominiert. Das folgende Vorbereitungsspiel am 1. Juni 2014 in Mönchengladbach gegen das von Volker Finke trainierte Kamerun endete 2:2. Am Tag darauf wurde der endgültige WM-Kader bekanntgegeben. Das letzte Vorbereitungsspiel gegen Armenien wurde mit 6:1 gewonnen. Marco Reus verletzte sich kurz vor der Halbzeitpause am Sprunggelenk und musste einen Tag später seine Teilnahme an der WM absagen. Für ihn wurde Shkodran Mustafi nachnominiert.

In der Gruppenphase der WM 2014 traf die deutsche Mannschaft wie bei der EM 2012 auf den Dritten der FIFA-Weltrangliste Portugal, wie bei der WM 2010 auf Ghana und auf die Vereinigten Staaten, die vom ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann trainiert wurden. Das erste Gruppenspiel gegen die Auswahl Portugals wurde mit 4:0 gewonnen. Dem 2:2-Unentschieden gegen die Auswahl Ghanas folgte im abschließenden Gruppenspiel gegen die Auswahl der Vereinigten Staaten ein 1:0-Sieg, der den Gruppensieg bedeutete. Im Achtelfinale brauchte Deutschland die Verlängerung, um mit 2:1 gegen Algerien zu gewinnen. Im Viertelfinale gelang ein 1:0-Sieg über Frankreich. Mit einem 7:1-Sieg gegen Gastgeber Brasilien erreichte die DFB-Auswahl das Finale der Weltmeisterschaft. Dies war der höchste Sieg, der je in einem Halbfinale erzielt wurde. Das Halbzeitergebnis von 5:0, das bereits nach 29 Minuten erreicht war, war ebenfalls ein neuer Rekord für ein Spiel in der K.o.-Runde einer WM. Im Finale traf die Nationalelf am 13. Juli 2014 in Rio de Janeiro im Estádio do Maracanã auf Argentinien.

Endspielaufstellungen 2014

In der Neuauflage der WM-Finales von 1986 und 1990 setzte sich die deutsche Mannschaft in der Verlängerung dank eines Treffers von Mario Götze mit 1:0 durch. Sie wurde damit zum vierten Mal Weltmeister und ist die erste europäische Nationalmannschaft, die den Titel bei einer WM in Südamerika geholt hat. Der Dokumentarfilm Die Mannschaft zeigt den Weg zum vierten Titelgewinn aus Sicht der deutschen Mannschaft.[35]

Die deutsche Nationalmannschaft nach Erhalt des WM-Pokals 2014

In der Qualifikation zur EM 2016 trifft Deutschland auf Schottland, Polen, erneut auf Irland, den Neuling Gibraltar und auf Georgien. Einem 2:1-Auftaktsieg in Dortmund gegen Schottland folgte eine 0:2-Niederlage in Warschau gegen Polen – die erste Niederlage gegen eine polnische Nationalmannschaft überhaupt. Gegen Irland führte man bis in die Nachspielzeit mit 1:0 ehe den Iren (durch John O’Shea) der Ausgleich gelang. Die Premiere gegen den Neuling aus Gibraltar gestaltete die Nationalmannschaft am 14. November 2014 in Nürnberg mit einem 4:0-Sieg für sich und rangiert mit drei Punkten hinter Polen (punktgleich mit Irland und Schottland) an dritter Stelle.

Reichstrainer, Bundestrainer und Teamchefs[Bearbeiten]

In den ersten Jahren hatte die Nationalelf noch keinen Trainer. Die Aufstellung der Mannschaften war das Ergebnis des Proporzdenkens der Landesverbände. Zu den Länderspielen wurde weniger nach Leistung, sondern gemäß einem Quotensystem eingeladen. Dabei standen den einzelnen Landesverbänden bestimmte Positionen zu. Die Aufstellung legte der Spielausschuss fest und der Mannschaftskapitän bestimmte am Spielort die Taktik. Allerdings gab es zu dieser Zeit auch kaum ausgebildete Trainer. Von ihren ersten 58 Länderspielen konnte die Nationalelf lediglich 16 gewinnen, 12 endeten remis und 30 gingen verloren, darunter mit 0:9 die höchste Niederlage. Allerdings gelang in dieser Zeit auch der höchste Sieg.

Nachdem Felix Linnemann 1925 DFB-Präsident geworden war, sorgte er dafür, dass mit Otto Nerz der erste Trainer angestellt wurde.

Otto Nerz (1926–1936)[Bearbeiten]

Otto Nerz, ein Volksschullehrer aus Mannheim, der als konsequent und zielstrebig galt, war der erste DFB-Trainer. Er war zunächst ab 1926 nebenamtlich für das Training der vom Spielauschuss ausgewählten Spieler tätig und arbeitete als Reichstrainer in dieser Funktion voll verantwortlich von 1928 bis 1936 und war bei den Olympischen Sommerspielen 1928 und der Fußball-Weltmeisterschaft 1934 in Italien für die deutsche Nationalmannschaft verantwortlich. Bei dieser WM belegte er mit einer bemerkenswert jungen Mannschaft (Durchschnittsalter 23 Jahre) den dritten Platz. Nach dem frühzeitigen Scheitern der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin löste ihn Sepp Herberger als Reichstrainer ab. Nerz gelangen in 70 Spielen 42 Siege bei zehn Unentschieden und 18 Niederlagen.[36]

Sepp Herberger (1936–1942 und 1950–1964)[Bearbeiten]

Paraguayische Briefmarke
Sepp Herberger (links) und sein Nachfolger Helmut Schön

Sepp Herberger war der zweite und letzte Reichstrainer sowie der erste Bundestrainer des DFB. Er löste Nerz nach dem Ausscheiden bei den Olympischen Spielen 1936 ab, wobei sich die Quellen bzgl. des Datums unterscheiden. In manchen wird Herberger direkt nach den Olympischen Spielen als Alleinverantwortlicher genannt, in anderen erst ab 1938. Daher werden für ihn auch unterschiedliche Zahlen genannt.[37] Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 musste er auf Anweisung der Regierung die deutsche Mannschaft um Spieler aus dem kurz zuvor ans Deutsche Reich angeschlossenen Österreich ergänzen. Die nicht eingespielte Elf scheiterte bereits in der ersten Runde. Trotzdem blieb Herberger im Amt bis 1942, als der Länderspielbetrieb kriegsbedingt eingestellt wurde. Als Reichstrainer betreute er die Nationalmannschaft 70-mal; es gab 42 Siege, 13 Unentschieden und 15 Niederlagen. Einer seiner Assistenten war bis 1943 Emil Melcher.[38]

1950 wurde Herberger erster Bundestrainer des wiedergegründeten DFB. 1954 führte er die DFB-Auswahl unter ihrem Kapitän Fritz Walter zum Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Der überraschende 3:2-Erfolg im Endspiel gegen das hoch favorisierte Ungarn wird bis heute als das Wunder von Bern, Herberger und seine Mannschaft als Helden von Bern bezeichnet. Bei der WM 1958 in Schweden gelang mit dem vierten Platz noch einmal der Einzug ins Halbfinale; bei der WM 1962 in Chile schied Deutschland jedoch im Viertelfinale aus. Herberger war 97 Spiele lang deutscher Bundestrainer, davon endeten 52 mit Siegen, 14 unentschieden und 31 mit Niederlagen. Am 9. November 1964 wurde Herberger, der von den Nationalspielern respektvoll „Chef“ genannt wurde, von Helmut Schön abgelöst. Nach seinem Rücktritt gehörte er bei der WM 1966 als „Ehrengast“ noch zum erweiterten Betreuerstab der Nationalmannschaft. Seine Gesamtbilanz als Reichs- und Bundestrainer: 167 Länderspiele, davon 94 Siege, 27 Unentschieden, 46 Niederlagen.[39] Damit ist er der Nationaltrainer mit den meisten Spielen für einen Verband.

Helmut Schön (1964–1978)[Bearbeiten]

Helmut Schön ist nach Titeln der erfolgreichste Bundestrainer. Als einziger führte er die Nationalelf zur Weltmeister- und zur Europameisterschaft. Bereits bei Schöns erster WM, 1966 in England, wurde die deutsche Fußballnationalmannschaft Vizeweltmeister und bei der WM in Mexiko 1970 Dritter. 1972 gewann sie die Fußball-Europameisterschaft in Belgien und 1974 wurde sie bei der WM in Deutschland zum zweiten Mal nach 1954 Fußballweltmeister. Bei der EM in Jugoslawien 1976 wurde sie Vize-Europameister. In 139 Spielen unter Helmut Schön gelangen ihr 87 Siege bei 31 Remis und nur 21 Niederlagen.

Jupp Derwall (1978–1984)[Bearbeiten]

Jupp Derwall (2004), († 2007)

Die größten Erfolge von Jupp Derwall als Bundestrainer waren der Gewinn der Fußball-Europameisterschaft 1980 in Italien und der zweite Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien. Nach dem frühen Ausscheiden in der Vorrunde gegen Spanien bei der Fußball-Europameisterschaft 1984 trat er zurück. In 67 Spielen erzielte seine Mannschaft 44 Siege, spielte zwölfmal unentschieden und kassierte elf Niederlagen. Unter seiner Ägide gab es mit 23 Spielen die längste Serie ohne Niederlage, wobei zwölf Spiele hintereinander gewonnen werden konnten. Derwall ist der bisher einzige Bundestrainer, der bei seinem ersten Turnier gleich einen Titel gewinnen konnte.

Franz Beckenbauer (1984–1990)[Bearbeiten]

Franz Beckenbauer (1990)

Franz Beckenbauer wurde mangels Trainerlizenz kurzerhand zum Teamchef ernannt. Als eigentlicher Trainer diente zunächst sein Assistent Horst Köppel, der 1987 von Holger Osieck abgelöst wurde. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko wurde die deutsche Nationalelf unter Beckenbauers Regie Vizeweltmeister (die DFB-Auswahl unterlag im Finale Argentinien mit 2:3). Bei der EM 1988 im eigenen Land erreichte die Nationalmannschaft das Halbfinale. Zwei Jahre später führte Beckenbauer bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien die Nationalelf zum Weltmeistertitel. Damit schaffte er einen in Deutschland bislang einmaligen Erfolg: Er wurde als Spieler und als Teamchef jeweils Fußballweltmeister und Vizeweltmeister. Seine Bilanz als Teamchef bei 66 Spielen: 34 Siege, 20 Remis und 12 Niederlagen.

Berti Vogts (1990–1998)[Bearbeiten]

Berti Vogts (2006)

Berti Vogts löste Franz Beckenbauer nach der WM 1990 ab. Ihm gelang der Sieg bei der Fußball-Europameisterschaft 1996 und er wurde Vize-Europameister 1992. In 102 Spielen siegte seine Mannschaft 66-mal, spielte 24-mal Remis und verlor nur zwölf Spiele. Unter Vogts belegte die deutsche Mannschaft im Februar 1997 – gemeinsam mit Brasilien – Platz eins in der FIFA-Weltrangliste. Er ist der einzige Bundestrainer, der mit der Nationalmannschaft in einer WM-Endrunde nicht das Halbfinale erreichte. Berti Vogts ist der erste Bundestrainer, der nach der deutschen noch andere Nationalmannschaften (Kuwait, Schottland, Nigeria und zuletzt Aserbaidschan) betreute, aber mit keiner davon an einer WM- oder Kontinentalmeisterschafts-Endrunde teilnahm.

Erich Ribbeck (1998–2000)[Bearbeiten]

Erich Ribbeck, der 1984 schon als ernsthafter Kandidat für die Nachfolge von Jupp Derwall gehandelt worden war, folgte auf Berti Vogts. Aber bereits nach dem Vorrunden-Aus bei der Fußball-Europameisterschaft 2000, dem schlechtesten Abschneiden einer deutschen Nationalmannschaft bei einem großen Turnier seit 1984, wurde er durch Rudi Völler ersetzt. Während Ribbecks Amtszeit, in der ihm zunächst Uli Stielike und seit Mai 2000 Horst Hrubesch assistierte, wurden 24 Spiele bestritten, die geringste Anzahl aller bisherigen Bundestrainer. Dabei verbuchte die deutsche Auswahl zehn Siege, sechs Remis und acht Niederlagen. Ribbeck ist der einzige Trainer, unter dessen Leitung die Nationalmannschaft an keiner WM teilnahm.

Rudi Völler (2000–2004)[Bearbeiten]

Rudi Völler (2002)

Rudi Völler wurde 2000 Teamchef. Als eigentlicher Bundestrainer assistierte ihm Michael Skibbe. Ursprünglich war Völler als Übergangslösung vorgesehen; er sollte nur für ein Jahr die Nationalelf trainieren, weil der designierte neue Bundestrainer Christoph Daum noch für eine Saison vertraglich an Bayer Leverkusen gebunden war. Nachdem Daum jedoch wegen seines Drogenkonsums als nicht mehr tragbar erschien, blieb Völler Teamchef. Unter seiner Leitung wurde die Nationalmannschaft bei der WM 2002 in Südkorea und Japan überraschend Vize-Weltmeister. Nach dem Ausscheiden der deutschen Elf bei der EM 2004 bereits in der Vorrunde erklärte Völler am 24. Juni 2004 seinen Rücktritt. In 53 Spielen gelangen ihm 29 Siege bei elf Remis und 13 Niederlagen. In Erinnerung geblieben sind seine Wutrede am 6. September 2003 nach dem EM-Qualifikationsspiel auf Island sowie die häufig wiederkehrenden Fangesänge „Es gibt nur ein’ Rudi Völler“ nach der WM 2002.

Jürgen Klinsmann (2004–2006)[Bearbeiten]

Jürgen Klinsmann (2008)

Jürgen Klinsmann wurde 2004 Trainer der DFB-Auswahl. Zu seinem Trainerstab gehörten Co-Trainer Joachim Löw, Torwarttrainer Andreas Köpke und Teammanager Oliver Bierhoff. Klinsmanns Bilanz: In 34 Spielen gab es 20 Siege, acht Remis und sechs Niederlagen. In die Kritik (sogar aus Teilen der Politik) geriet er im Vorfeld der WM 2006 wegen seiner Strategie, verstärkt jüngere Spieler mit wenig Spielpraxis in eine offensive DFB-Auswahl mit aufzunehmen – insbesondere nach der 1:4-Niederlage gegen Italien am 1. März 2006. Bei der Weltmeisterschaft kam Klinsmanns Mannschaft mit einer erfrischenden Spielweise und vier Siegen sowie einem Sieg nach Elfmeterschießen dann bis ins Halbfinale, in dem sie Italien mit 0:2 nach Verlängerung unterlag. Im Spiel um den dritten Platz besiegte sie Portugal mit 3:1. Trotz des unerwarteten Erfolgs verlängerte Klinsmann seinen auslaufenden Vertrag nicht, er erklärte kurz nach Turnierende seinen Rücktritt. Er war der erste Bundestrainer, dessen Mannschaft sich für kein Turnier qualifizieren musste, da Deutschland für den Confed-Cup 2005 und die WM 2006 jeweils als Veranstalter qualifiziert war. Er ist der erste Bundestrainer nach Sepp Herberger, der mit seiner Mannschaft aufgrund der kurzen Amtszeit an keiner EM teilnahm.

Joachim Löw (seit 2006)[Bearbeiten]

Joachim Löw (2006)

Joachim Löw ist seit dem 1. August 2006 als Nachfolger von Jürgen Klinsmann tätig. Er führte die Mannschaft zur Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz, bei der sie das Endspiel erreichte. Sein Vertrag galt zunächst bis zum Ende des Turniers, wurde aber nach der Qualifikation zur EM 2008 bis zur WM 2010 verlängert. Assistiert wurde ihm vom ehemaligen Bundesligaprofi Hans-Dieter Flick.

Löw startete als erster Bundestrainer der Geschichte mit fünf Siegen. Seine Mannschaft qualifizierte sich so früh wie keine andere zuvor für die EM 2008, musste aber nach erfolgreicher Qualifikation die erste Pflichtspielniederlage hinnehmen. Bei der EM 2008 gelang es Löw und seiner Mannschaft, erstmals seit dem Titelgewinn von 1996 wieder ein Europameisterschaftsspiel zu gewinnen und das Finale zu erreichen, das man gegen Spanien mit 0:1 verlor.

Am 10. Oktober 2009 qualifizierte er sich mit der Nationalmannschaft für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Dort erreichte er mit der deutschen Mannschaft nach Siegen gegen Australien und Ghana und einer Niederlage gegen Serbien das Achtelfinale, in dem der bisher höchste Sieg gegen England mit 4:1 gelang. Im Viertelfinale erzielte die DFB-Elf ein 4:0 gegen Argentinien und die Mannschaft erreichte das Halbfinale, das wie das EM-Finale mit 0:1 gegen Spanien verloren wurde. Im abschließenden Spiel um den dritten Platz wurde Uruguay mit 3:2 geschlagen und das Turnierergebnis von 2006 wiederholt. Der damalige Bundespräsident Wulff kündigte am Tag danach an, Löw das Bundesverdienstkreuz zu verleihen.

Für die EM 2012 in Polen und der Ukraine qualifizierte sich die Mannschaft erstmals und als einzige mit zehn Siegen in zehn Spielen. Die drei Vorrundenspiele im Turnier ebenfalls gewonnen. Nach einem Viertelfinalsieg gegen Griechenland, mit dem ein neuer Weltrekord von 15 Pflichtspielsiegen in Folge aufgestellt worden war,[40] schied die Mannschaft im Halbfinale gegen Italien durch ein 1:2 aus.

Nach der erfolgreichen Qualifikation für die WM 2014 wurde Löws Vertrag bis 2016 verlängert.[41] Bei der WM 2014 in Brasilien sicherte sich die Nationalelf unter Löw zunächst den Gruppensieg und zog nach einem 7:1-Sieg im Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien ins Finale ein. Am 13. Juli 2014 besiegte sie die argentinische Nationalmannschaft mit 1:0 n. V. und wurde zum vierten Mal Weltmeister. Nach dem WM-Sieg stand Deutschland erstmals seit über 17 Jahren wieder auf dem ersten Platz der FIFA-Weltrangliste.

Am 2. September 2014 gab Löw bekannt, dass ihm ab Oktober 2014 Thomas Schneider als neuer Co-Trainer assistieren wird.[42] In den bisher (Stand: 18. November 2014) 118 Länderspielen unter Joachim Löw erreichte die deutsche Mannschaft 80 Siege und 21 Unentschieden, 17 Partien gingen verloren. Dazu gehörten eine Niederlage und ein Sieg gegen die nun von seinem Vorgänger betreuten US-Amerikaner und vier Siege gegen die von Berti Vogts betreuten Aserbaidschaner. Mit 2,21 Punkten pro Spiel weist Löw die beste Quote aller Bundestrainer auf.

Unter der Leitung von Löw wurden einige Meilensteine gesetzt. So wurde am 22. August 2007 mit einem 2:1-Sieg im Wembley-Stadion gegen England der erste Sieg gegen eine sogenannte „große Fußballnation“ seit 2000 eingefahren.[43] Außerdem verbuchte man im WM-Viertelfinalspiel 2010 gegen Argentinien mit einem 4:0 den ersten Sieg gegen die Südamerikaner seit dem Endspielsieg bei der WM 1990. Ferner wurden im August 2011 Brasilien (3:2) und die Niederlande im November 2011 (3:0) erstmals seit damals knapp 18 bzw. 15 Jahren besiegt. Im Februar 2013 wurde mit einem 2:1 im Stade de France gegen Frankreich der erste Sieg in Frankreich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und überhaupt der erste Sieg gegen die Franzosen seit 1987 erzielt. Am 18. November 2014 gelang gegen Spanien der erste Sieg in Spanien seit der zweiten Finalrunde der WM 1982, womit für Spanien die längste Serie von Heimspielen ohne Niederlage (8 Jahre und 34 Spiele/Siege) im Weltfußball endete,[44] und gleichzeitig der erste Sieg gegen einen aktuellen Europameister seit dem 2:0 am 27. März 1996 gegen Dänemark.

Spielführer und Ehrenspielführer[Bearbeiten]

In den ersten Jahren ohne Trainer hatte der Spielführer die Aufgabe, die Taktik vorzugeben, in der die vom Spielausschuss aufgestellte Mannschaft spielen sollte. Erster Spielführer war Arthur Hiller, der es auf vier Länderspiele brachte, davon zwei als Kapitän. Der erste Spieler, der es 1924 auf zehn Einsätze als Kapitän brachte, war Adolf Jäger, damit endete aber seine Karriere in der Nationalmannschaft. Als mit Otto Nerz ein Reichstrainer angestellt wurde, wurde der Kapitän zum verlängerten Arm des Trainers. Unter Nerz überbot Ludwig Leinberger 1933 mit seinem letzten Spiel Jägers Rekord. Zwei Jahre später überbot ihn Fritz Szepan und baute ihn bis 1939 auf 30 Spiele aus. Beim letzten Spiel der reichsdeutschen Auswahl verbesserte Paul Janes dann den Rekord auf 31 Spiele. Dieser hielt 28 Jahre, ehe er am 9. Mai 1970 von Uwe Seeler überboten wurde. Im selben Jahr steigerte Seeler bis zu seinem Abschiedsspiel den Rekord auf 40 Spiele. Ab 19. November 1975 hielt Franz Beckenbauer die Bestmarke, die er bis zu seinem letzten Spiel auf 50 Spiele, davon 47 ohne Unterbrechung, ausbaute. Er ist der einzige Kapitän, der mit der Mannschaft zwei Titel gewann und Kapitän in drei Endspielen war. Karl-Heinz Rummenigge wurde mit dem WM-Finale 1986 gegen Argentinien in seinem letzten Spiel neuer Rekordhalter – und das sieben Jahre lang, bis ihn Lothar Matthäus überbot und bis zum 14. November 1999 die derzeitige Rekordmarke von 75 (72 davon von Beginn an) aufstellte. Matthäus war ab 1995 allerdings nur noch dann Kapitän, wenn Stammkapitän Oliver Bierhoff nicht spielte oder ausgewechselt wurde. Nachfolger von Bierhoff wurde Oliver Kahn, der die Mannschaft zur WM 2002 und EM 2004 führte. Jürgen Klinsmann ernannte dann bei seinem Amtsantritt 2004 Michael Ballack zum neuen Kapitän. Während der Qualifikation für die EM 2008 kam er wegen einer langwierigen Verletzung längere Zeit nicht zum Einsatz – er wurde zumeist von Bernd Schneider vertreten. Dennoch erreichte Ballack mit 55 Einsätzen als Spielführer Platz 2 in der ewigen Rangliste. Bei der WM 2010 führte Philipp Lahm die deutsche Mannschaft an, da Ballack verletzt ausfiel. In die EM-Qualifikation ging die Nationalmannschaft wieder mit Ballack als Spielführer sowie Lahm und Schweinsteiger als Ersatzkapitäne.[45] Ballack kam aber zu keinem weiteren Einsatz. Am 16. Juni 2011 gab Trainer Löw dann seine Entscheidung bekannt, die Zukunft der Nationalmannschaft ohne Ballack zu planen. Bis zu seinem Abschied aus der Nationalmannschaft mit dem gewonnenen WM-Finale 2014 kam Lahm auf insgesamt 53 Einsätze als Kapitän und liegt damit auf Platz 3 der Rangliste. Bastian Schweinsteiger, sein Nachfolger als Kapitän, kam nach dem Abschied von Lahm noch zu keinem Einsatz.

Fritz Walter (1956)

Um besonders verdienstvolle und langjährige Spielführer zu ehren, wurde 1958 die Auszeichnung Ehrenspielführer eingeführt.

  • Fritz Walter wurde nach seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft 1958 zum ersten Ehrenspielführer ernannt[46] (die oft abweichend zitierte Jahreszahl 1954[47] ist anscheinend auf einen später korrigierten Textfehler in der Erstauflage der zitierten Quelle zurückzuführen). Er führte die deutsche Mannschaft zwischen 1951 und 1956 dreißigmal als Kapitän aufs Feld, so auch im Finale der WM 1954 gegen Ungarn. Nach seiner aktiven Zeit engagierte sich Fritz Walter unter anderem als Repräsentant der Sepp-Herberger-Stiftung für die Resozialisierung Strafgefangener. Die größte Ehre wurde Walter am 31. Oktober 1985 zuteil, als das Stadion seines Heimatvereins 1. FC Kaiserslautern in „Fritz-Walter-Stadion“ umbenannt wurde.
  • Uwe Seeler bekam die Auszeichnung vom DFB, obwohl er nie einen internationalen Titel gewann. Aber durch seine Einsatzbereitschaft und seine Einstellung wurde „uns Uwe“ deutschlandweit zur Fußballlegende. Er war der erste Nachkriegsspieler, der den Vorkriegsrekord von Paul Janes mit 71 Länderspielen noch um ein Spiel überbieten konnte. Seeler war zwischen 1961 und 1970 40-mal Spielführer und vom 9. September 1970 bis zum 24. November 1973 Rekordnationalspieler. Ihm gelang es als erstem Spieler, bei vier Weltmeisterschaften jeweils mindestens ein Tor zu erzielen. Nach ihm erzielten nur noch Pelé und Miroslav Klose bei vier Weltmeisterschaften Tore.
  • Franz Beckenbauer gilt als die „Lichtgestalt des deutschen Fußballs“ und ist der erfolgreichste deutsche Fußballer – als Spieler, Teamchef, Präsident und als Funktionär für den deutschen Fußball vor der WM 2006. Er war der erste deutsche Spieler, der es auf 100 und mehr Länderspiele brachte. Er war in 50 Spielen Kapitän der Mannschaft und vom 24. November 1973 bis zum 17. November 1993 Rekordnationalspieler.
  • Lothar Matthäus erhielt die Auszeichnung am 27. April 2001. Er ist Rekordnationalspieler seit dem 17. November 1993, er trug 150-mal das Trikot der Nationalmannschaft. Matthäus wurde 1990 und 1991 zum „Weltfußballer des Jahres“ gewählt, 1990 erhielt er die Auszeichnung „Europas Fußballer des Jahres“.

Rekordhalter und Ranglisten[Bearbeiten]

Rekordnationalspieler nach Zeit[Bearbeiten]

Bisher spielten 915 Spieler für die Nationalmannschaft. Mehr als ein Viertel von ihnen kam nur einmal zum Einsatz. Einige herausragende Spieler prägten die Nationalelf jedoch über einen längeren Zeitraum, 41 von ihnen waren zwischen 10 und 15 Jahren und vier sogar mehr als 15 Jahre für die deutsche Nationalmannschaft aktiv. Der erste, dem dies gelang, war Adolf Jäger. Er stand bereits im dritten Länderspiel am 3. Juni 1908 in der Mannschaft und absolvierte sein letztes Länderspiel am 14. Dezember 1924. Obwohl er 16 Jahre und 190 Tage lang Nationalspieler war, kam er durch die Länderspielpause während und nach dem Ersten Weltkrieg auf nur 18 Einsätze.

Fritz Walter spielte vom 14. Juli 1940 bis zum 24. Juni 1958 für die deutsche Nationalmannschaft. Auch er kam, bedingt durch den Zweiten Weltkrieg, der zu einer achtjährigen Länderspielpause geführt hatte, auf eine vergleichsweise geringe Anzahl von nur 61 Länderspieleinsätzen. Im Alter von 41 Jahren wollte ihn Sepp Herberger noch für die Fußball-Weltmeisterschaft 1962 in Chile nominieren, obwohl Walter seit dem 20. Juni 1959 nicht mehr aktiv war. Dieser Rekord von 17 Jahren und 345 Tagen bestand bis zum 27. Mai 1998, ehe er von Lothar Matthäus überboten wurde. Er steigerte ihn auf 20 Jahre und 6 Tage und erreichte mit 150 Länderspielen auch die meisten Länderspieleinsätze. Matthäus stand im Januar 1995 nach einem Achillessehnenriss schon vor dem Karriereende, kam aber 1998 erneut zum Einsatz.

Ebenfalls auf mehr als 15 Jahre als Nationalspieler kam Uwe Seeler, der vom 16. Oktober 1954 bis zum 9. September 1970 15 Jahre und 328 Tage eingesetzt wurde. Bei seinem Debüt war er der drittjüngste Spieler. Nach Seeler hat kein Spieler mehr früher in der Nationalelf begonnen. Auch er stand nach einem Achillessehnenriss 1965 vor dem Karriereende, war dann aber schon zum entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden wieder einsatzbereit. Selbst als mit Gerd Müller ein Nachfolger auf der Mittelstürmerposition vorhanden war, baute Helmut Schön noch auf Seelers Erfahrung, und so führte dieser die Nationalmannschaft als leicht zurückhängende Spitze zur WM 1970. Mit seinem letzten Spiel konnte er den Rekord von Paul Janes von 71 Länderspielen noch übertreffen.

Zählt man die Zeit in der DDR-Nationalmannschaft hinzu, übertrifft zudem Ulf Kirsten die Zeitspanne von 15 Jahren als Nationalspieler um 43 Tage. Insgesamt bestritt er 49 Spiele für den DFV und 51 für den DFB.

Siehe auch: tabellarische Übersicht der Spieler, die mindestens 10 Jahre in der Nationalmannschaft spielten

Rekordnationalspieler nach Anzahl der Einsätze[Bearbeiten]

Spieler mit mindestens 100 Länderspielen[Bearbeiten]

Bisher haben zehn Spieler mindestens 100 Spiele für die deutsche Nationalelf absolviert.[48] Der erste war Franz Beckenbauer, dem dies als fünftem Spieler weltweit in einer Zeit gelungen ist, als die Anzahl der jährlich ausgetragenen Spiele deutlich geringer war als im 21. Jahrhundert. Nur in Saudi-Arabien, den Vereinigten Staaten und Ägypten gibt es mehr Spieler mit mindestens 100 Länderspielen als in Deutschland.

Lothar Matthäus (2012)
  1. Lothar Matthäus, 150 Spiele (87 Siege, 23 Tore), spielte vom 14. Juni 1980 bis 20. Juni 2000 für die deutsche Nationalmannschaft, zunächst als Mittelfeldspieler und später als Libero. Matthäus nahm als bisher einziger Feldspieler an fünf Weltmeisterschaften teil und wurde 1980 Fußballeuropameister, 1982 und 1986 Vizeweltmeister und 1990 als Mannschaftskapitän Fußballweltmeister. Seine Zeit als Nationalspieler begann bei der Europameisterschaft 1980, als er im Spiel gegen die Niederlande in der 73. Minute beim Stand von 3:0 (Endstand 3:2) eingewechselt wurde, sie endete bei der Europameisterschaft 2000 mit dem Spiel gegen Portugal (Endstand 0:3). Er nahm an vier Europameisterschaften teil (deutscher Rekord). Er war der erste deutsche Nationalspieler, der von vier Bundestrainern (Derwall, Beckenbauer, Vogts und Ribbeck) eingesetzt wurde, und der bislang älteste in der Nationalmannschaft eingesetzte Spieler und deren ältester Torschütze. Aufgrund längerer Verletzungspausen und der geringeren Anzahl von Qualifikationsspielen bis Ende der 1980er Jahre sowie einer längeren Phase der Nichtberücksichtigung nach einem Zerwürfnis mit Trainer Berti Vogts kam er nur auf 7,5 Spiele pro Jahr und damit den geringsten Durchschnittswert aller 100er.
  2. Miroslav Klose, 137 Spiele (87 Siege, 71 Tore), spielte vom 24. März 2001 bis 13. Juli 2014 für die Nationalmannschaft. Bei der WM 2006 wurde er Torschützenkönig. Er stellte in seinem 129. Länderspiel (WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich am 6. September 2013) mit seinem 68. Länderspieltreffer den deutschen Torrekord von Gerd Müller ein. Seit dem 6. Juni 2014 (ein Tor beim 6:1 gegen Armenien) ist er Rekordtorschütze. In seinem 136. Länderspiel erzielte Klose sein 16. WM-Tor und ist damit auch alleiniger Spitzenreiter in dieser Wertung. Er ist der erste nicht in Deutschland geborene Spieler, der auf 100 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft kam. Im WM-Finale 2014 machte er sein 137. Länderspiel – kein WM-Finalist hatte mehr Länderspiele. Wie Pelé bestritt er zwölf Jahre nach seinem ersten WM-Finale sein zweites.
  3. Lukas Podolski, 121 Spiele (81 Siege, 47 Tore), spielte erstmals am 6. Juni 2004 für die Nationalmannschaft. Er war bis zum 22. März 2013 der jüngste europäische Spieler, der die Marke von 100 Länderspielen erreicht hatte.[49] Mit 11,6 Spielen pro Jahr erreichte er den höchsten Durchschnittswert aller 100er.
  4. Philipp Lahm, 113 Spiele (83 Siege, 5 Tore), spielte vom 18. Februar 2004 bis zum 13. Juli 2014 für die Nationalmannschaft. Er war bislang der dritte deutsche Spieler, der bis zum 100. Länderspiel immer in der Startelf stand. Er war Kapitän bei den Weltmeisterschaften 2010 (für den verletzten Michael Ballack) und 2014 sowie der Europameisterschaft 2012 und gewann mit der Nationalmannschaft 2014 die Weltmeisterschaft.
  5. Jürgen Klinsmann, 108 Spiele (66 Siege, 47 Tore), spielte zwischen dem 12. Dezember 1987 und dem 4. Juli 1998 für die deutsche Nationalmannschaft. Er wurde 1990 Fußballweltmeister und 1996 Europameister. Er schoss bei Europameisterschaften die meisten Tore (5) für Deutschland.
  6. Bastian Schweinsteiger, 108 Spiele (74 Siege, 23 Tore), spielt seit dem 6. Juni 2004 für die Nationalmannschaft.
  7. Jürgen Kohler, 105 Spiele (66 Siege, 2 Tore), gehörte zwischen dem 24. September 1986 und dem 4. Juli 1998 zum Kader der DFB-Auswahl. Er wurde 1990 Weltmeister und 1996 Europameister. Er stand bei jedem Länderspieleinsatz in der Startelf.
  8. Per Mertesacker, 104 Spiele (72 Siege, 4 Tore), spielte vom 9. Oktober 2004 bis zum Finale der Weltmeisterschaft 2014 für die deutsche Nationalmannschaft. Er erhielt in dieser Zeit nur eine Gelbe Karte. Er ist der zweite deutsche Spieler nach Klose, der bei einer WM sein 100. Länderspiel machte. Damit standen für die letzten fünf WM-Spiele erstmals fünf deutsche Nationalspieler mit mehr als 100 Länderspielen im Kader.
  9. Franz Beckenbauer, 103 Spiele (69 Siege, 14 Tore), bestritt seine Länderspiele zwischen dem 26. September 1965 und dem 23. Februar 1977. Er wurde 1972 Europameister und 1974 Weltmeister. Er wurde als einziger Spieler mit mehr als 100 Länderspielen von nur einem Bundestrainer (Helmut Schön) eingesetzt und gehörte dabei jeweils der Startelf an. Er war der erste deutsche Spieler mit 100 Länderspielen und mit 30 Jahren bis 2012 der jüngste deutsche Spieler, dem dies gelang und der einzige 100er, der mit keinem anderen 100er zusammenspielte. Er kam in 91 % der zu seiner Zeit ausgetragenen Länderspiele zum Einsatz. Diese Quote erreichte kein anderer Spieler mit mehr als 80 Länderspielen.
  10. Thomas Häßler, 101 Spiele (67 Siege, 11 Tore), spielte vom 31. August 1988 bis zum 20. Juni 2000 in der Nationalmannschaft. Er wurde 1990 Weltmeister und 1996 Europameister. Zudem nahm er an den Weltmeisterschaften 1994 und 1998, sowie den Europameisterschaften 1992 und 2000 teil.

Der DFB führt in seiner Statistik auch Joachim Streich mit 102 Spielen auf Platz 10 sowie Hans-Jürgen Dörner und Ulf Kirsten mit je 100 Spielen auf Platz 12. Sie spielten ausschließlich bzw. Kirsten teilweise für die DDR-Nationalmannschaft und die Olympiaauswahl der DDR.

Die FIFA erkennt jeweils vier Spiele von Dörner und Streich nicht an.[50] Vor dem Länderspiel gegen Belgien am 11. Oktober 2011 wurden von der UEFA jedoch Lothar Matthäus, Jürgen Kohler, Thomas Häßler wie auch Joachim Streich, Hans-Jürgen Dörner und Ulf Kirsten für ihre jeweils mindestens 100 Länderspiele ausgezeichnet.[51]

Siehe auch: Liste der Fußballspieler mit mindestens 100 Länderspielen

Chronik der Rekordnationalspieler[Bearbeiten]

In den Anfangsjahren wechselten sich mehrere Spieler in der Rangliste der Spieler mit den meisten Länderspielen ab oder mehrere hatten gleich viele Spiele bestritten. Berücksichtigt man die ersten drei Spiele nicht, bei denen es mehrere Spieler mit gleich vielen Einsätzen gab, so hatte die deutsche Nationalmannschaft in ihrer Geschichte 13 Rekordnationalspieler. Die größte Steigerung der Bestmarke gelang dem noch immer aktuellen Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der den Rekord um 47 Spiele verbessert und weder mit einem seiner Vorgänger noch einem potentiellen Nachfolger zusammengespielt hat, aber von seinem Vorgänger trainiert worden ist. Am längsten Rekordnationalspieler war Paul Janes mit rund 28,5 Jahren.

Rekordhalter seit Anzahl der Spiele
Willy Baumgärtner 16. März 1909 4
Willy Baumgärtner und Arthur Hiller 4. April 1909 4
Willy Baumgärtner, Arthur Hiller und Eugen Kipp 3. April 1910 4
Eugen Kipp 24. April 1910 5–9
Eugen Kipp und Adolf Werner 29. Oktober 1911 9
Eugen Kipp, Camillo Ugi und Adolf Werner 17. Dezember 1911 9
Adolf Werner 24. März 1912 10–11
Eugen Kipp, Camillo Ugi und Adolf Werner 5. Mai 1912 11
Eugen Kipp 29. Juni 1912 12
Eugen Kipp, Camillo Ugi und Adolf Werner 1. Juli 1912 12
Camillo Ugi und Adolf Werner 3. Juli 1912 13
Camillo Ugi 6. Oktober 1912 14–15
Eugen Kipp und Camillo Ugi 21. März 1913 15
Eugen Kipp 18. Mai 1913 16–18
Adolf Jäger und Eugen Kipp 14. Dezember 1924 18
Adolf Jäger, Eugen Kipp und Heinrich Stuhlfauth 23. September 1928 18
Heinrich Stuhlfauth 28. April 1929 19–21
Richard Hofmann und Heinrich Stuhlfauth 1. Juli 1932 21
Richard Hofmann 25. September 1932 22–25
Richard Hofmann und Ernst Lehner 7. August 1936 25
Ernst Lehner 17. Oktober 1936 26–62
Paul Janes und Ernst Lehner 16. November 1941 62
Paul Janes 7. Dezember 1941 63–71
Paul Janes und Uwe Seeler 20. Juni 1970 71
Uwe Seeler 9. September 1970 72
Franz Beckenbauer und Uwe Seeler 14. November 1973 72
Franz Beckenbauer 24. November 1973 73–103
Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus 13. Oktober 1993 103
Lothar Matthäus 17. November 1993 104–150

Gemeinsam gespielt haben:

  • Willy Baumgärtner, Arthur Hiller, Adolf Jäger, Eugen Kipp, Camillo Ugi und Adolf Werner
  • Adolf Jäger und Heinrich Stuhlfauth
  • Heinrich Stuhlfauth und Richard Hofmann
  • Richard Hofmann und Paul Janes
  • Paul Janes und Ernst Lehner
  • Franz Beckenbauer und Uwe Seeler

Die meisten Spiele in Folge[Bearbeiten]

Gerd Müller 1967 beim Signieren von Fußbällen, im Hintergrund Franz Beckenbauer und Werner Olk

Da viele Spieler aufgrund von Verletzungen immer wieder ausgefallen sind, gibt es nur wenige Spieler, die über einen längeren Zeitraum ohne Unterbrechung zum Aufgebot der Nationalmannschaft gehört haben:[52]

Platz Spieler Spiele in Serie Zeitraum
1 Franz Beckenbauer 60 9. September 1970 bis 23. Februar 1977
2 Berti Vogts 48 27. März 1974 bis 21. Juni 1978
3 Manfred Kaltz 47 8. März 1978 bis 14. April 1982
4 Berti Vogts 39 6. März 1968 bis 8. September 1971

Rekordtorschützen[Bearbeiten]

Bisher trafen 329 Spieler mindestens einmal für die deutsche Nationalmannschaft, etwa ein Drittel davon genau einmal (Stand 14. November 2014). Die meisten Tore erzielte Miroslav Klose (71). Rekordtorschütze vor Klose war Gerd Müller (68), der von 1974 bis 2006 mit 14 Toren auch bester WM-Torschütze war, ehe er vom Brasilianer Ronaldo mit 15 Toren im Jahr 2006 und auch von Miroslav Klose mit 16 Toren im Jahr 2014 übertroffen wurde.

Deutschland hat zusammen mit Brasilien von allen Nationalmannschaften die meisten Spieler, die mindestens 30 Länderspieltore erzielt haben (12) und die meisten mit mindestens 40 Länderspieltoren (8 Spieler). Ernst Lehner war der erste Deutsche, dem 30 Tore gelangen; er schoss sein 30. Tor am 5. Oktober 1941 im Spiel gegen Schweden (Endstand 2:4). Als vorerst letzter und bisher jüngster Spieler erreichte Lukas Podolski am 6. September 2008 mit zwei Toren im Spiel gegen Liechtenstein (Endstand 6:0) die 30er-Marke und mit seinem Tor am 27. Juni 2010 im WM-Achtelfinale gegen England (Endstand 4:1) die 40er-Marke. Die meisten Elfmetertore erzielten Michael Ballack (10), Lothar Matthäus (8), Gerd Müller (5) und Bastian Schweinsteiger (5).

Siehe auch: Liste der Torschützen der deutschen Fußballnationalmannschaft und Liste der Rekordtorschützen in Fußball-Länderspielen

Rang Name Tore Spiele Tore/Spiel erstes Tor letztes Tor Rekordtorschütze WM- und EM-Tore gewonnene Titel
01 Miroslav Klose 71 137 0,518 24. Mär. 2001 08. Juli 2014 seit 06. Juni 2014 WM 2002 (5), 2006 (5), 2010 (4), 2014 (2);
EM 2008 (2), 2012 (1)
Weltmeister 2014,
WM-Torschützenkönig 2006
02 Gerd Müller 68 62 1,097 08. Apr. 1967 07. Juli 1974 26. Mai  1972 – 06. Juni 2014 WM 1970 (10), 1974 (4);
EM 1972 (4)
Weltmeister 1974,
Europameister 1972,
WM-Torschützenkönig 1970,
EM-Torschützenkönig 1972
03 Rudi Völler 47 90 0,522 30. Mär. 1983 02. Juli 1994 WM 1986 (3), 1990 (3), 1994 (2);
EM 1984 (2), 1988 (2)
Weltmeister 1990
Jürgen Klinsmann 47 108 0,435 27. Apr. 1988 29. Juni 1998 WM 1990 (3), 1994 (5), 1998 (3);
EM 1988 (1), 1992 (1), 1996 (3)
Weltmeister 1990,
Europameister 1996
Lukas Podolski 47 121 0,388 21. Dez. 2004 06. Juni 2014 WM 2006 (3), 2010 (2);
EM 2008 (3), 2012 (1)
Weltmeister 2014
06 Karl-Heinz Rummenigge 45 95 0,474 08. Okt. 1977 29. Juni 1986 WM 1978 (3), 1982 (5), 1986 (1);
EM 1980 (1)
Europameister 1980
07 Uwe Seeler 43 72 0,597 08. Juni 1958 14. Juni 1970 23. Juni 1966 – 26. Mai  1972 WM 1958 (2), 1962 (2), 1966 (2), 1970 (3)
08 Michael Ballack 42 98 0,429 28. Mär. 2001 09. Sep. 2009 WM 2002 (3);
EM 2004 (1), 2008 (2)
09 Oliver Bierhoff 37 70 0,529 27. Mär. 1996 01. Juni 2002 WM 1998 (3), 2002 (1);
EM 1996 (2)
Europameister 1996
10 Fritz Walter 33 61 0,541 14. Juli 1940 26. Mai  1956 16. Nov. 1955 – 23. Juni 1966 WM 1954 (3) Weltmeister 1954
Anmerkung: Der DFB führt in seiner Statistik Joachim Streich mit 59 Toren auf Platz 3. Er schoss seine Tore ausschließlich für die Fußballnationalmannschaft der DDR und für die Fußballolympiaauswahl der DDR. Ulf Kirsten wird mit 34 Toren auf Platz 11 noch vor Fritz Walter geführt. Er schoss 14 Tore für den DFV und 20 Tore für den DFB.[53]

Die besten Torquoten[Bearbeiten]

Gottfried Fuchs

Mehr als durchschnittlich ein Tor pro Spiel schafften bei mindestens drei absolvierten Spielen nur zehn Spieler. Gottfried Fuchs erreichte als einziger Spieler einen Schnitt von mehr als 2 Toren pro Spiel.

Platz Name Tore Spiele Tore pro Spiel
01 Gottfried Fuchs 13 06 2,17
02 Ludwig Damminger 05 03 1,67
Ernst Poertgen 05 03 1,67
04 Ernst Willimowski 13 08 1,63
05 Georg Frank 05 04 1,25
Oskar Rohr 05 04 1,25
07 August Klingler 06 05 1,20
08 Franz Binder 10 09 1,11
09 Gerd Müller 68 62 1,10
10 Helmut Schön 17 16 1,06

Rangliste der Spielführer[Bearbeiten]

Am häufigsten stand bisher Lothar Matthäus als Mannschaftskapitän der deutsche Nationalmannschaft auf dem Spielfeld. Am erfolgreichsten ist Franz Beckenbauer, der die Mannschaft als Kapitän zu einem Weltmeisterschafts- und einem Europameisterschaftstitel führte.

Platz Name [Anm. 1]Spiele[Anm. 1] Rekordspielführer wichtige Turniere (Spiele)[Anm. 2] Titel als Kapitän[Anm. 2]
01 Lothar Matthäus 75 seit 18. Dezember 1993 WM 1990 (7), 1994 (5); EM 1988 (4); Confed-Cup 1999 (3) Weltmeister 1990
02 Michael Ballack 55 WM 2006 (5); EM 2008 (6); Confed-Cup 2005 (4)
03 Philipp Lahm 53 WM 2010 (6), 2014 (7); EM 2012 (5) Weltmeister 2014
04 Karl-Heinz Rummenigge 51 29. Juni 1986 bis 18. Dezember 1993 WM 1982 (6), 1986 (4); EM 1980 (1[Anm. 3]), 1984 (3)
05 Franz Beckenbauer 50 19. November 1975 bis 29. Juni 1986 WM 1974 (7); EM 1972 (2), 1976 (2) Weltmeister 1974,
Europameister 1972
Oliver Kahn 50 WM 2002 (7), 2006 (1[Anm. 4]); EM 2000 (2), 2004 (3)
07 Uwe Seeler 40 9. Mai 1970 bis 19. November 1975 WM 1966 (6), 1970 (6)
08 Jürgen Klinsmann 36 WM 1998 (5); EM 1996 (4) Europameister 1996
09 Paul Janes 31 22. November 1942 bis 9. Mai 1970
10 Fritz Szepan 30 15. März 1936 bis 22. November 1942 WM 1934 (4), 1938 (1); OS 1936 (0[Anm. 5][54])
Fritz Walter 30 WM 1954 (6) Weltmeister 1954
Anmerkungen:
  1. berücksichtigt sind alle Spiele, bei denen der Spieler Kapitän war. (Stand: 14. Juli 2014)
  2. a b Aufgeführt sind nur die Turniere und Titel, bei denen der Spieler Kapitän war. Einige nahmen an weiteren Turnieren teil und konnten zusätzliche Titel erringen, z. B. wurde Karl-Heinz Rummenigge 1980 Europameister als Bernard Dietz Kapitän war.
  3. im zweiten Gruppenspiel für den ausgewechselten Kapitän Bernard Dietz
  4. im Spiel um Platz 3
  5. Szepan, der vor den Olympischen Spielen Kapitän war, stand auch im Kader für die Olympischen Spiele 1936, kam aber in den ersten beiden Spielen gegen Luxemburg (9:0) und Norwegen (0:2) nicht zum Einsatz. Nach dem Ausscheiden gegen Norwegen kam es zu keinem weiteren Einsatz bei diesem Turnier.

Rekordtorhüter[Bearbeiten]

Anders als in vielen anderen Ländern, in denen die Torhüter zu den Rekordnationalspielern gehören und teilweise über 100 Länderspiele bestritten haben, konnte in Deutschland noch kein Torhüter die 100-Spiele-Marke erreichen. Sepp Maier kam dieser Marke mit 95 Länderspielen am nächsten, er musste jedoch im Jahr 1979 seine Karriere infolge eines Autounfalls beenden. Er ist der einzige Torhüter, der bei fünf Turnieren (3× WM, 2× EM) Stammtorhüter war. Oliver Kahn nahm zwar an sieben Turnieren teil (4x WM, 3x EM), war jedoch nur bei dreien Stammtorhüter.

Siehe auch: Liste der deutschen Fußball-Nationaltorhüter

Platz Name
(* = aktiv)
Spiele Spiele ohne Gegentor Spiele ohne Gegentor (anteilig) Wichtige Turniere
(* = ohne Einsatz)
Titel
(* = ohne Einsatz)
01 Sepp Maier 95 44 46 % WM 1966*, 1970 (3.), 1974, 1978; EM 1972, 1976 (2.) Weltmeister 1974, Europameister 1972
02 Oliver Kahn 86 29 34 % WM 1994*, 1998*, 2002 (2.), 2006 (3.); EM 1996*, 2000, 2004 Europameister 1996*
03 Harald Schumacher 76 25 33 % WM 1982 (2.), 1986 (2.); EM 1980, 1984 Europameister 1980
04 Jens Lehmann 61 31 51 % WM 1998*, 2002*, 2006 (3.); EM 2000*, 2004*, 2008 (2.)
05 Andreas Köpke 59 28 47 % WM 1990*, 1994*, 1998; EM 1992*, 1996 Weltmeister 1990*, Europameister 1996
06 Manuel Neuer* 57 24 42 % WM 2010 (3.), 2014; EM 2012 Weltmeister 2014
07 Bodo Illgner 54 19 35 % WM 1990, 1994; EM 1988*, 1992 (2.) Weltmeister 1990
08 Hans Tilkowski 39 16 41 % WM 1962*, 1966 (2.)
09 Hans Jakob 38 11 29 % WM 1934 (3.), 1938*, Olympia 1936
10 Fritz Herkenrath 21 07 33 % WM 1958 (3.)
Heinrich Stuhlfauth 21 05 24 % Olympia 1928
12 Toni Turek 20 05 25 % WM 1954 Weltmeister 1954
Anmerkung: Der DFB führt in seiner Statistik auch Jürgen Croy mit 102 Spielen, René Müller mit 46 und Bodo Rudwaleit mit 38 Spielen auf, die ausschließlich für die Fußballnationalmannschaft der DDR und für die Fußballolympiaauswahl der DDR spielten.[55]
Jens Lehmann hält die längste Serie ohne Gegentor, er verzeichnet auch die beste Null-Gegentor-Quote unter allen Torhütern mit mindestens 20 Einsätzen

Die längste Länderspielserie eines Torwarts ohne Gegentor stammt von Jens Lehmann. Im Februar 2008 überbot er beim 3:0 gegen Österreich seinen eigenen Rekord aus den Jahren 2002 bis 2005 und dehnte ihn auf 681 Minuten aus. Erst beim 2:2 gegen Weißrussland im Mai 2008 musste er wieder Gegentreffer hinnehmen. Sein davor letzter Gegentreffer fiel im August 2007 im Spiel in England, die folgenden beiden Spiele gegen Wales sowie die Partien in Irland, gegen Zypern, in Österreich und gegen die Schweiz endeten jeweils zu Null.

Der vorherige Rekord war 68 Jahre alt und stammte aus dem Jahr 1937. Hans Jakob spielte gegen Frankreich, Belgien, die Schweiz, Dänemark und Finnland zu Null. Insgesamt erhielt er 482 Spielminuten lang kein Gegentor.

Auf 433 Minuten kommt Hans Tilkowski, der 1966 gegen Rumänien, Jugoslawien, die Schweiz und Argentinien zu Null spielte. Oliver Kahn blieb während der Weltmeisterschaft 2002 insgesamt 427 Minuten ohne Gegentor.

Sepp Maier übertraf zweimal die 400-Minuten-Marke. 1966/67 blieb er bei den ersten vier Länderspielen seiner Karriere (gegen Irland, die Türkei, Norwegen und Belgien) ohne Gegentor, insgesamt 423 Minuten lang. Zwölf Jahre später verpasste er seine Bestleistung um 16 Minuten.

Weitere Rekorde[Bearbeiten]

Das in einem Länderspiel zum frühesten Zeitpunkt erzielte (dokumentierte) Tor bislang schoss Lukas Podolski beim 4:2-Sieg im Freundschaftsspiel gegen Ecuador am 29. Mai 2013 in Boca Raton; er traf nach nur 9 Sekunden Spielzeit zum 1:0 für Deutschland und erzielte nach Davide Gualtieri (San Marino) das zweitschnellste Tor der Länderspielgeschichte.[56]

Organisatorisches[Bearbeiten]

Personen im Umfeld[Bearbeiten]

Bei großen Turnieren sind mittlerweile eine Vielzahl von Personen zur Betreuung der Nationalmannschaft beschäftigt. Dazu gehörten anfangs insbesondere Physiotherapeuten und Ärzte. Einer der ersten war Erich Deuser, der 1951 von Sepp Herberger für die Nationalmannschaft gewonnen wurde und bis 1982 tätig war. Von 1963 bis 2008 gehörte sein Kollege Adolf Katzenmeier zum Team. Seit 1996 betreut Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt als Orthopäde die Nationalspieler. Bei der WM 1954 war Franz Loogen Mannschaftsarzt. Mit Beginn der Amtszeit von Jürgen Klinsmann wurde das Amt des Nationalmannschafts-Managers eingeführt und Oliver Bierhoff übernahm als erster diesen Posten. Als Manager ist er Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainerstab und Verband und ist vorwiegend für die Außenwirkung der Nationalelf sowie die Kontakte zu Sponsoren verantwortlich. Ebenfalls auf die Initiative von Jürgen Klinsmann geht die Verpflichtung von Fitnesstrainern zurück. Die Aufgabe von Urs Siegenthaler besteht darin, gegnerische Mannschaften zu beobachten und zu analysieren, um den Trainern die taktische Einstellung der Mannschaft zu erleichtern.[57]

Seit 1988 wird der Bundestrainer in seiner Arbeit von einem Torwarttrainer unterstützt. Diese Aufgabe übernahm zuerst Sepp Maier, der in der Saison 1986/87 schon beim FC Bayern München als Torwarttrainer gearbeitet hatte und dieses Amt ab 1994 parallel zur Nationalmannschaft wieder bei Bayern München ausübte. Im Oktober 2004 wurde er nach Differenzen mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann entlassen, da sich Maier für Oliver Kahn und gegen Jens Lehmann als Nummer 1 ausgesprochen hatte. Seitdem ist Andreas Köpke Torwarttrainer bei der Nationalmannschaft.

Bereits 1954 gehörte Adolf Dassler als Zeugwart zum Team und seitdem sind der DFB und Adidas Partner. Daher gehört bei Turnieren immer ein Mitarbeiter der Firma Adidas zum Betreuerstab. Lange Zeit war dies weiterhin Adolf Dassler. Bis zur EM 2012 war dies mit Manfred Drexler ein ehemaliger Bundesligaprofi.

Ausrüster[Bearbeiten]

Die Ausrüstung der Nationalmannschaft wird traditionell von der Marke adidas gestellt. Nur in den Jahren 1974 bis 1980 wurden Trikots der Marke Erima getragen, welche ab 1976 eine Tochtergesellschaft von adidas war. Das jeweilige Markenlogo durfte erstmals zur WM 1978 die Trikots schmücken. Ein adidas-Mitarbeiter – in früheren Jahren der Firmengründer Adolf Dassler – gehört bei großen Turnieren zum Betreuerstab der Mannschaft. Bei der WM 2006 war das der frühere Bundesligaprofi Manfred Drexler. In der Vergangenheit kam es gelegentlich zu Problemen mit einzelnen Spielern, wie beispielsweise Günter Netzer, wenn diese in ihren Vereinen oder durch Privatverträge Schuhe anderer Hersteller trugen. Der DFB konnte sich in diesen Fällen aber immer durchsetzen, so dass die Nationalmannschaft in einheitlicher Spielkleidung antrat. Seit dem EM-Qualifikationsspiel gegen Irland am 2. September 2006 ist es den Spielern freigestellt, Fußballschuhe und Torwarthandschuhe anderer Ausrüster zu tragen.

Sponsoren[Bearbeiten]

Der Generalsponsor der Mannschaft ist der Automobil-Konzern Mercedes-Benz. Zur Europameisterschaft 2012 startete dieser eine Kampagne mit dem Namen „Der Pulsschlag einer neuen Generation“.[58][59] Nur während der Länderspiele tragen die Spieler Trikots ohne das Logo des Konzerns.[60]

Zu den Premium-Partnern gehören die Konzerne Bitburger, Coca-Cola, Commerzbank, Deutsche Post, Sony und Deutsche Telekom.

Weitere Partner sind Allianz, Lufthansa, McDonald’s, Nivea und REWE.[61]

Fernsehen[Bearbeiten]

Die ersten Fernsehübertragungen von Spielen der Deutschen Fußballnationalmannschaft gab es bei der Weltmeisterschaft 1954.[62] Noch in den 1960er Jahren kam es nicht immer zu Übertragungen im Fernsehen, so gab es z. B. keine Live-Bilder von der Schmach von Tirana.

Seit den 1970er Jahren werden die Spiele abwechselnd im Ersten und im ZDF übertragen. Kommentiert werden sie in der ARD derzeit von Tom Bartels, Gerd Gottlob oder Steffen Simon. Regelmäßiger Kommentator im ZDF ist Béla Réthy, seit 2010 wird er vereinzelt von Oliver Schmidt vertreten. Von September 2014 bis Oktober 2017 werden die Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft auf RTL übertragen.[63] Dies wurde möglich, weil die Rechte an den Qualifikationsspielen erstmals direkt durch die UEFA vermarktet wurden.[64]

Um die Spiele möglichst zur Hauptsendezeit zu zeigen, wird seitens des DFB Einfluss auf die Anstoßzeiten genommen. So wurden die Spiele in Kasachstan 2010 und 2013 um 19 Uhr deutscher Zeit angepfiffen, als es in Kasachstan bereits 23 Uhr war.[65] Dagegen finden Spiele mit deutscher Beteiligung auf dem amerikanischen Kontinent oft in der Mittagszeit statt, so dass sie in Deutschland zur Hauptsendezeit gesendet werden, wie z. B. das Viertelfinalspiel der WM 1970 zwischen Deutschland und England.[66]

Spielkleidung und Trikotfarben[Bearbeiten]

Historisches[Bearbeiten]

Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet ihre Heimspiele traditionell in weißen Trikots und schwarzen Hosen, den Farben Preußens, die ihrerseits auf die Farben des Deutschen Ordens zurückzuführen sind. Weiß, oft auch mit Rot, der dritten Farbe der Flagge des Kaiserreiches, war oder ist zudem auch in anderen Sportarten bei deutschen Sportlern in Gebrauch, bei den Leichtathleten, den Ruderern, im Skisport usw.

Diese Tradition stammt noch aus den Anfangsjahren der Nationalmannschaft und überstand die verschiedenen politischen Neuordnungen Deutschlands. In diesen Farben gewann Deutschland die jeweils vier WM- und drei EM-Titel, verlor aber auch 1966 gegen die ausnahmsweise in rot spielenden Engländer, 1970 und 1982 gegen Italien sowie 2002 gegen Brasilien. Diese Paarung einer Mannschaft in Gelb-Blau-Weiß gegen eine in Weiß-Schwarz-Weiß wäre noch in den 1970er Jahren mit Rücksicht auf Schwarz-Weiß-Fernseher undenkbar gewesen.

Das Design erlebte im Laufe der Jahre zahlreiche Varianten.[67] Bei den Olympischen Spielen 1928 spielte die Nationalmannschaft etwa in weißen Hemden mit rotem Brustring und weißen Hosen.[68] Bei der WM 1970 im Spiel um Platz drei und bei der „Wasserschlacht von Frankfurt“ gegen Polen bei der WM 1974 spielte Deutschland ganz in Weiß, also auch mit weißen Hosen.

Bei der EM 2012 befanden sich bei jedem Spiel unter dem Verbandswappen die Flaggen der deutschen und der gegnerischen Mannschaft sowie das Datum des Spiels auf den Trikots. Bis dahin war dies bereits seit mehreren Jahren von anderen Mannschaften praktiziert worden, wie z. B. der niederländischen Auswahl. Am 3. September 2014 spielte die Mannschaft erstmals mit dem „FIFA World Champions Badge“ auf dem Trikot, das seit der WM 2010 von der FIFA an den amtierenden Weltmeister vergeben wird. Das Badge ist nur auf dem Trikot der A-Nationalmannschaft und der Einlaufkinder vorhanden, aber nicht auf dem Trikot der Junioren-Nationalmannschaften, die auch in den Vier-Sterne-Trikots spielen.

Heimtrikots[Bearbeiten]

WM
1954
WM
1970
WM
1974
WM
1978
EM 1980
und WM 1982
EM
1984
WM
1986
EM 1988
und WM 1990
EM
1992
WM
1994
EM
1996
WM
1998
EM
2000
WM
2002
EM
2004
WM
2006
EM
2008
WM
2010
EM
2012
WM
2014

Tradition bis zur WM 1986: Bis zur WM 1986 in Mexiko waren die „Heimtrikots“ der deutschen Nationalelf ausschließlich in Weiß und Schwarz gehalten. Der schwarze Schnürkragen wich zur WM 1966 dem Rundausschnitt und dem V-Ausschnitt; die WM 1982 spielte die deutsche Mannschaft mit schwarzem Umlegekragen. Erst in Mexiko waren Teile des Kragens in den Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold gehalten. Die Verwendung des Markenlogos des Ausrüsters war seit der WM 1978 erlaubt. So wurde in Mexiko zeitweise das Markenzeichen von adidas, die „drei Streifen“, in Schwarz-Rot-Gold auf Weiß ausgeführt.

EM 1988, WM 1990: Zwei Jahre später, bei der Europameisterschaft 1988 im eigenen Land, zog sich ein schwarz-rot-goldgelber Streifen in Form einer (aus Betrachtersicht) von links nach rechts aufsteigenden Fieberkurve quer über das deutsche Trikot. Jenes Design brachte zwei Jahre später – bei der WM 1990 in Italien – noch mehr Glück. Deutschland wurde in diesem Dress Weltmeister, nach 1954 und 1974 zum dritten Mal.

EM 1992: Bei der EM 1992 in Schweden gab es weitere Neuerungen: erstmals prangte, in den US-Profiligen längst üblich, auf dem Rücken der Nachname des jeweiligen Spielers. Zudem wurde die Rückennummer zusätzlich in Kleinformat auf die Vorderseite der Trikots geflockt, bislang war nur die Hose mit der Nummer markiert. Die Schwarz-Rot-Gold-Streifen fanden sich diesmal in Höhe der Schultern wieder.

WM 1994: Das WM-Trikot von 1994 mit dem sogenannten „Schwingen-Design“ (zwei entlang der Schultern verlaufende sichelförmige Rautenmuster, die sich auf Halshöhe trafen) sollte die Flügel des deutschen Adlers symbolisieren – jene Trikots wurden allerdings kontrovers diskutiert. So waren etwa die Nationalfarben am Kragen und beim Rautenmuster auf den Kopf gestellt, d. h. die oberen Streifen war goldfarben, die unteren schwarz.

EM 1996: Zur EM 1996 besann man sich wieder alter Traditionen und trug ein rein weißes Trikot mit einem schwarzen Wappen auf der linken Brust auf dem in Weiß der Bundesadler aufgestickt war. Eine Neuerung waren die erstmals geführten drei Meistersterne, für die drei gewonnenen Weltmeisterschaften 1954, 1974 und 1990. (Bis zur WM 2002 war je ein Stern in Schwarz, Rot oder Gold gehalten, seit der WM 2006 sind alle Sterne einheitlich in Gold.)

WM 1998: Zur WM in Frankreich brachte der Ausrüster wieder etwas mehr Farbe auf das weiße Dress. Passend zum Ausrüster-Logo verliefen quer über die Brust ein je schwarzer, ein roter und ein goldgelber schmaler Streifen, die durch weiße Streifen voneinander abgesetzt waren. Die Innenseite der Ärmel bestand aus je einem breiten schwarzen Streifen.

EM 2000: Für viele sehr einfallslos wirkte das Trikot zur EM 2000. Weiß und Grau waren die dominierenden Farben (weißes Hemd und graue Ärmel).

WM 2002: Auch zur WM in Japan und Südkorea wurde an Farben gespart. Die Nationalelf lief in strahlendem Weiß auf, einzig der Kragen und der Ärmel-Bund waren schwarz abgesetzt. Über dem DFB-Logo prangte je ein schwarzer, roter und goldener Stern. Dieses Jersey sollte an die Trikots der beiden Fußball-Weltmeistertitel von 1954 und 1974 erinnern und ein gutes Omen sein.

EM 2004: In Portugal wurden die Ärmel des ansonsten weißen Trikots zu Deutschlandfahnen.

WM 2006: Die WM im eigenen Land bestritt die Nationalelf in schwarzen Hosen und weißen Trikots (die Vorderseite begrenzten links und rechts drei senkrechte, bumerangförmige Linien in Schwarz-Rot-Gold), und zwar alle Spiele. Dies wurde von der FIFA so festgelegt, obwohl bei einer WM auch der Gastgeber nicht automatisch in jedem Spiel „Heimrecht“ genießt. Die Meistersterne nun einheitlich in Gold.

EM 2008: Mit dem Trikot zur Europameisterschaft 2008 lief die deutsche Mannschaft erstmals am 17. November 2007 gegen Zypern auf. Dabei erstreckt sich ein schwarz-rot-goldener Ring quer über die Brust. Auf dem überproportional breiten schwarze Streifen ruht auf der linken Brustseite (Betrachtersicht) die weiße Trikotnummer, rechts das DFB-Logo mit Adler (weiß auf schwarz wie schon zur EM 1996). Zwischen 1994 und 2002 befand sich die Spielernummer vorne auf Bauchhöhe, zur WM 2006 rückte sie dann in kleinerer Form auf die linke Brustseite (aus Betrachtersicht). Das neue rote Auswärtstrikot mit einem breiten schwarzen Mittelstreifen soll an das erste Länderspieltrikot im Jahr 1908 erinnern.

WM 2010: Trikot und Hosen waren zur WM in Südafrika wieder traditionell Weiß und Schwarz. Auf dem weißen Trikot in Brusthöhe rechts (aus Betrachtersicht) lag ein schwarzer, golden eingefasster Schild, darin das DFB-Logo und die WM-Sterne in Gold. Von der Schulternaht senkrecht verlaufend drei schmale, weiß voneinander abgesetzte Streifen in den Nationalfarben, die unter dem Schild hindurch führten. Dazu ein schwarzer Stehbundkragen.

EM 2012: Die Nationalmannschaft lief zur EM in Polen und der Ukraine wieder traditionell in weißen Hemden und schwarzen Hosen auf. Auf dem weißen Trikot verliefen (aus Betrachteransicht) von rechts oben über den Brustbereich nach links unten drei dünne Streifen in den Farben schwarz, rot und gold. Die drei Streifen wurden von einem großen Abstand in weiß voneinander getrennt. Das DFB-Logo war nicht mehr wie beim Trikot der WM 2010 in einen Schild eingefasst, sondern lag auf der rechten Brustseite schwarz auf weiß.

WM 2014: Das Trikot, das zur WM in Brasilien entwickelt wurde, ersetzt die traditionell schwarze Hose durch eine weiße. Die somit weiße Spielkleidung zeigt einen mittlings gefalteten Bruststreifen in drei Farbtönen zwischen Weinrot und Rot. Das Weiß der neuen Hose soll nach Worten ihres Designers „die Leichtigkeit des deutschen Spiels“ symbolisieren.[69][70] Erstmals trat die Mannschaft mit dem neuen Dress am 15. November 2013 in Mailand gegen Italien an. Am 13. Juli 2014 gewann sie in dem Trikot den vierten WM-Titel.

Nach einer Regeländerung der FIFA durften zu den Qualifikationsspielen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 die Trikots nur noch mit Nummern von eins bis 18 versehen werden. Der DFB legte unmittelbar nach Aufkommen der Regel Protest bei der FIFA ein, da so laut Bierhoff erhebliche Vermarktungsprobleme auftreten würden. Diesen Einspruch wies die FIFA allerdings zurück. Der DFB hoffte, dass sich mehrere Verbände an einer Klage beteiligen.[71]

Auswärtstrikots[Bearbeiten]

WM 1954
und 1958
WM 1966
und 1970
WM 1974
und 1978
EM 1980
und WM 1986
EM 1988
und WM 1990
WM
1994
EM
1996
WM
1998
EM
2000
WM
2002
EM
2004
ConFed Cup
2005
WM
2006
EM
2008
WM
2010
EM
2012
WM
2014

Grün: Die Farbe des Auswärtstrikots wechselte häufiger. Die meisten Auswärtsspiele, in denen es nicht möglich war, mit weißen Trikots zu spielen, bestritt die deutsche Elf mit grünen Trikots und weißen Hosen. Die Farbe grün leitet sich vom Logo des DFB ab, welches ebenfalls in grün gehalten ist. Wichtige Spiele in diesen Farben waren zum Beispiel 1954 der 6:1-Sieg im Halbfinale gegen Österreich, 1972 der 3:1-Sieg gegen England im Wembley-Stadion oder die 2:3-Finalniederlage gegen Argentinien 1986 in Mexiko. Kurioserweise führten die Argentinier ihre Niederlage im WM-Finale 1990 auch darauf zurück, dass sie nun diesmal in ihren blauen Reserve-Trikots spielen mussten und nicht in ihren hellblau-weiß-gestreiften Trikots und schwarzen Hosen antreten konnten wie vier Jahre zuvor. Zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine wurden vom DFB-Ausrüster Adidas wieder grüne Trikots entworfen, da die Nationalmannschaft in Turnieren, in denen sie grüne Trikots trug, sehr erfolgreich war (1954, 1972, 1974 und 1990).[72]

Rot: Abgesehen von grün kamen zwischenzeitlich auch ein graues und ein schwarzes Trikot zum Einsatz. Seit dem Amtsantritt von Jürgen Klinsmann 2004 wurde rot als alternative Farbe bevorzugt – auch in einigen Heimspielen, zuletzt am 27. Mai 2008 gegen Weißrussland. Die rote Farbe wurde gewählt, da Mannschaften in Rot temperamentvoller wirken sollen und laut Statistiken als erfolgreicher gelten. Für Zuschauer sind die Spieler in roten Hemden besser sichtbar als in grünen. Schon am 14. April 1911 spielte Deutschland in roten Jerseys und schwarzen Hosen gegen England.[73] Den ersten nennenswerten Erfolg in den roten Trikots erreichte aber die U-21-Nationalmannschaft, die darin das Finale der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2009 gegen England mit 4:0 gewann.

Schwarz: Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 wechselte die Nationalmannschaft erneut die Farbe ihres Auswärtstrikots. Als Gastmannschaft spielte sie nun wieder in schwarzen Trikots mit goldenen Streifen und rotem V-Ausschnitt sowie mit weißer Hose und schwarzen Stutzen. Erstmals trug die deutsche Mannschaft das schwarze Trikot beim Länderspiel gegen Argentinien in München am 3. März 2010. Diese sollten an das Ur-Länderspiel am 12. Dezember 1898 in Paris erinnern, bei dem erstmals eine deutsche Mannschaft zu einem Länderspiel antrat, das aber vom DFB nicht als offizielles Länderspiel gezählt wird.[74] Während der WM trat die deutsche Mannschaft in den Spielen gegen Ghana, Argentinien[75] und Uruguay[76] in den schwarzen Auswärtstrikots an, allerdings mit schwarzer Hose, da die FIFA-Regularien vorschreiben, dass bei bestimmten Spielen eine Kombination aus Heim- und Auswärtstrikot (Reserveausrüstung) getragen werden muss.[77] Dies war bei den angegebenen Spielpaarungen der Fall, da die gegnerischen Mannschaften jeweils weiße Hosen in der Heimausrüstung hatten, die ghanaische Mannschaft spielte sogar komplett in Weiß.

Rot/Schwarz: Zur WM 2014 wurde erstmals ein rot-schwarz-quergestreiftes Trikot entworfen, das im Freundschaftsspiel gegen Chile am 5. März 2014 zum ersten Einsatz kam. Das Trikot ähnelt dem des brasilianischen Vereins Flamengo Rio de Janeiro, der seine Heimspiele im Maracanã, dem Ort des WM-Endspiels austrägt.[78] In diesem Trikot gewann Deutschland das Halbfinale bei der WM 2014 gegen Gastgeber und Rekordweltmeister Brasilien mit 7:1, aber verlor am 11. Oktober 2014 auch erstmals gegen Polen.

Spielorte[Bearbeiten]

Die deutsche Nationalmannschaft hat kein Nationalstadion wie z. B. die englische Fußballnationalmannschaft mit dem Wembley-Stadion. So finden die Heimspiele seit jeher in wechselnden Stadien statt, wobei die Auswahl von der Bedeutung des Spieles und des Gegners abhängt. In einigen Fällen (WM 1974 und 2006, EM 1988) ergaben sich die Spielorte auch durch den Turnierverlauf, auch wenn im Vorhinein durch das Setzen bei der Auslosung bestimmte Orte bevorzugt wurden.

Bisher (Stand 14. Oktober 2014) fanden die 390 Heimspiele der deutschen Mannschaft in 43 zum Zeitpunkt des Spieles deutschen Städten statt. Das erste Heimspiel und die meisten Spiele (44) fanden in Berlin statt, gefolgt von Hamburg (inklusive Altona) mit 35, Stuttgart mit 31 und Hannover mit 26 Spielen. Auch wenn der FC Schalke 04 während der 1930er Jahre einen Großteil der Nationalmannschaft stellte, fanden zu der Zeit keine Spiele in Gelsenkirchen statt, da die damalige Glückauf-Kampfbahn für Länderspiele zu klein war. Erst 1973 fand nach dem Bau des Parkstadions für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 das erste Länderspiel in Gelsenkirchen statt. Ähnlich erging es Kaiserslautern, dessen 1. FC Kaiserslautern in den 1950ern einen Großteil der Nationalspieler stellte und Mönchengladbach, wo in den 1970ern viele Nationalspieler spielten. Dort fanden erstmals 1988 bzw. 2005 Länderspiele statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden die Spiele zunächst nur in den Städten der Bundesrepublik sowie in West-Berlin statt, nach der Wiedervereinigung wurden auch wieder Spiele in den neuen Bundesländern durchgeführt, erstmals am 14. Oktober 1992 in Dresden.

Zurzeit bietet der Signal Iduna Park in Dortmund mit Platz für 80.552 Zuschauern die größte Zuschauerkapazität in Deutschland, welche aber für Länderspiele auf 65.718 Sitzplätze reduziert wird, da bei internationalen Partien ausschließlich Sitzplätze erlaubt sind. Somit ist das Olympiastadion Berlin mit 74.400 Sitzplätzen das größte deutsche Stadion für internationale Länderspiele. Bis zur Niederlage im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2006 gegen Italien war Deutschland im Signal Iduna Park ungeschlagen, so dass die deutsche Nationalmannschaft regelmäßig wichtige Qualifikationsspiele dort abhielt. Unter anderem fanden das Play-off-Rückspiel gegen die Ukraine zur Weltmeisterschaft 2002, das Heimspiel gegen Schottland in der Qualifikation zur EM 2004 und das Spiel gegen Russland der WM-Qualifikation 2010 in Dortmund statt.

Die deutschen Stadien gehören weltweit zu den modernsten. Sie wurden für die Olympischen Spiele 1972, die Weltmeisterschaften 1974 und 2006 sowie die Europameisterschaft 1988 immer wieder modernisiert oder ganz neu errichtet. Fünf Stadien wurden von der UEFA bis 2006 als Fünfsternestadion eingestuft, sieben gelten derzeit als Elitestadion, von denen das Olympiastadion in München aber nicht mehr für Fußball-Länderspiele genutzt wird. Bis in die 1990er Jahre waren die meisten Stadien Mehrzweckbauten, in denen auch Leichtathletikwettbewerbe stattfinden konnten. Danach wurden viele Stadien in reine Fußballstadien umgebaut oder direkt als solche errichtet. Stadien mit 400-Meter-Bahnen sind nun die Ausnahme.

Die meisten Spiele außerhalb des heutigen Deutschlands fanden in Wien (22, davon ein Spiel gegen Spanien im EM-Finale 2008) statt, wobei drei Heimspiele der reichsdeutschen Auswahl zwischen 1938 und 1942 miteinbezogen sind. Es folgen Stockholm bzw. Solna (18, davon drei gegen nichtschwedische Nationalmannschaften während internationaler Turniere), Basel (17, davon vier gegen nichtschweizer Nationalmannschaften während internationaler Turniere) und Budapest (16). Außerhalb Europas spielte Deutschland am häufigsten (8) in Mexiko-Stadt, davon nur viermal gegen Mexiko. Das erste Spiel außerhalb Europas fand am 28. Dezember 1958 in Kairo gegen Ägypten statt und wurde mit 1:2 verloren. Außer in Australien/Ozeanien und der Antarktis spielte die Nationalmannschaft bisher auf jedem Kontinent.

Die größten Triumphe erlebte die deutsche Mannschaft in Bern (Weltmeister 1954), Brüssel (Europameister 1972), München (Weltmeister 1974), Rom (Europameister 1980, Weltmeister 1990), London (Europameister 1996) und Rio de Janeiro (Weltmeister 2014).

Die meisten Zuschauer bei einem Heimspiel gab es am 22. November 1950 beim ersten Spiel nach dem Krieg: 115.000 Zuschauer wollten in Stuttgart das Spiel gegen die Schweiz sehen, das offizielle Fassungsvermögen betrug 80.000. 170.000 waren es beim Auswärtsspiel Brasilien gegen Deutschland (1:0) am 21. März 1982 in Rio de Janeiro. Die wenigsten Zuschauer (1.500[79] bzw. 2.000[80]) gab es am 5. September 1998 in Valletta (Malta) beim Spiel gegen Rumänien, nachdem Berti Vogts als Bundestrainer zurücktrat.

Der nördlichste Spielort war bisher Reykjavík auf Island, der südlichste die argentinische Hauptstadt Buenos Aires. Spielort mit der größten Zeitdifferenz (−9 Stunden) war San Francisco (18. Dezember 1993).

Prämien[Bearbeiten]

Das Gewinnen wichtiger Spiele wird für die Spieler und Trainer der Nationalmannschaft vom DFB finanziell vergütet. Wurde bisher nur ein Sieg im Viertel-, Halbfinale und Finale prämiert, so lobte der DFB bei der Fussballweltmeisterschaft 2010 erstmals auch eine Prämie in Höhe von 50.000 Euro pro Spieler auf das Bestehen des Achtelfinales aus. Die Prämienregelung wird in offenen Gesprächen des DFB mit der Nationalmannschaft verhandelt. Hätte die deutsche Elf das Finale gewonnen, wäre den Spielern, wie schon bei der Europameisterschaft 2008 vereinbart, eine Prämie von 250.000 Euro gezahlt worden. Das Erreichen des Halbfinales wurde – ebenfalls analog zur EM 2008 – mit 100.000 Euro belohnt. Auch das erfolgreiche Qualifizieren für die WM wurde mit maximal 200.000 Euro pro Spieler belohnt, so auch zur WM 2014.[81]

Für die Qualifikation zur EM 2012 hat der DFB 18.000 Euro pro Spiel und Spieler ausgelobt.[82] Zur WM 2014 waren es dann schon 20.000 Euro pro Spiel, gleich neun Spieler bekamen die Höchstsumme von 200.000 Euro ausgezahlt. Der Sieg bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien brachte jedem Nationalspieler 300.000 Euro Prämie vom DFB.[83]

Weiterhin zahlt die FIFA eine Erfolgsprämie an den jeweiligen Weltmeister bzw. dessen Fussballbund. 2010 betrug diese Summe 22,1 Millionen Euro.[84]

Die erfolgreichen WM-Teilnahmen wurden folgendermaßen vergütet:[85]

  • 1954: 2.500 DM (1.278 Euro) sowie ein Fernseher, einen Lederkoffer und einen Motorroller
  • 1974: 70.000 DM (35.790 Euro) und ein Cabrio
  • 1990: 125.000 DM (63.911 Euro)
  • 2014: 300.000 Euro

Nachwuchsarbeit[Bearbeiten]

Um talentierte Spieler an den Kader der A-Nationalmannschaft heranzuführen, gab es in der Geschichte des DFB verschiedene Auswahlmannschaften, in denen junge Spieler ihre ersten internationalen Erfahrungen sammeln sollten. Von 1951 bis 1986 war dies die B-Nationalmannschaft, in der unter anderem die späteren Spielführer der beiden deutschen Weltmeistermannschaften von 1974 und 1990 Franz Beckenbauer (1965, 2 Spiele) und Lothar Matthäus (1979–1981, 4 Spiele) begannen. Zwischen 1999 und 2001 gab es die A2-Nationalmannschaft, die quasi eine Neuauflage der älteren B-Auswahl bildete. In ihr spielten zum Beispiel die späteren Vize-Weltmeister von 2002 Torsten Frings (1999–2000, 5 Spiele) und Bernd Schneider (1999–2001, 4 Spiele). Im Hinblick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft im eigenen Land wurde die A2-Auswahl 2002 in Team 2006 umbenannt.[86] Seit 2006 gibt es keine derartige Auswahlmannschaft des DFB mehr.

Auch die U-21-Nationalmannschaft (seit 1979) und die Olympia-Auswahl (1982–1998) diente vielen jungen Talenten als Sprungbrett in die A-Nationalmannschaft, so zum Beispiel den späteren Weltmeistern von 1990 Jürgen Klinsmann, Pierre Littbarski und Rudi Völler. Während die B-Mannschaft und ihre Neuauflagen nur zu Freundschaftsspielen antraten, nahmen die U-21- und Olympia-Mannschaften auch an internationalen Wettkämpfen teil, so dass den jungen Spielern auch Wettkampfpraxis vermittelt werden konnte. Im Juni 2009 gewann die U-21-Mannschaft erstmals die Europameisterschaft, wodurch der DFB als erster europäischer Nationalverband überhaupt gleichzeitig den Kontinentalmeister in den Alterklassen U-17, U-19 und U-21 stellten konnte. Beim besagten Titelgewinn kamen mit Andreas Beck, Gonzalo Castro, Manuel Neuer und Mesut Özil auch Spieler zum Einsatz, die zuvor bereits Einsätze für die A-Nationalmannschaft absolviert hatten. Aufgrund dieser Erfolge wurde der DFB 2009 von der UEFA mit der Maurice-Burlaz-Trophäe für die beste Nachwuchsarbeit in Europa ausgezeichnet.[87] Für die darauffolgenden Europameisterschafts-Endrunden konnten sich die drei U-Auswahlmannschaften des DFB jeweils nicht mehr qualifizieren. Bei der U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2011 erreichte die U-17-Mannschaft das Halbfinale, in dem sie gegen den Gastgeber und späteren Weltmeister Mexiko durch ein Tor in der 90. Minute mit 2:3 verlor. Das kleine Finale gegen Brasilien wurde mit 4:3 gewonnen. Dabei schoss die Mannschaft im Turnierverlauf die meisten Tore (24). Während die U-19-Mannschaft nach dem Gewinn des EM-Titels 2008 keine Endrunde mehr erreichte, konnte die U-17-Mannschaft 2011 und 2012 erneut das Finale erreichen, verlor da aber jeweils gegen die Niederlande. Für die EM 2013 konnte sich aber auch die U-17-Mannschaft nicht qualifizieren, wodurch auch die Qualifikation für die WM 2013 verpasst wurde. Die U-21-Mannschaft erreichte die EM-Endrunde 2012, wobei in der Qualifikation kein Spiel verloren wurde, bei der Endrunde aber bereits nach den ersten beiden Spielen der Einzug ins Halbfinale nicht mehr möglich war und über eine Überarbeitung des Nachwuchskonzeptes nachgedacht wird.[88] So übernahm nach der EM wieder Horst Hrubesch die Verantwortung für die U-21-Mannschaft und auch bei den anderen Juniorenmannschaften gab es Veränderungen bei den Trainern.[89]

Acht Spieler, die 2009 die U-21- bzw. U-17-Europameisterschaft gewonnen hatten, bildeten den Kern der Weltmeistermannschaft von 2014: Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Benedikt Höwedes, Mats Hummels, Sami Khedira und Mesut Özil bzw. Shkodran Mustafi und Mario Götze. Zudem gehörte Ersatztorhüter Ron-Robert Zieler zur Mannschaft, die 2008 U-19-Europameister wurde, zu der auch die bei der WM wegen Verletzung fehlenden Brüder Lars und Sven Bender gehörten.

2014 konnte erneut der Europameistertitel durch die U-19-Mannschaft gewonnen werden, die sich zudem für die U-20-Fußball-Weltmeisterschaft 2015 qualifizierte.[90]

Fanclub[Bearbeiten]

Am 29. März 2003[91] wurde der Fanclub Nationalmannschaft (Eigenschreibweise Fan Club Nationalmannschaft[92]) gegründet. Dabei können Mitglieder z. B. Eintrittskarten zu Länderspielen während einer Vorverkaufsphase erwerben oder es können Treffen mit Nationalspielern gewonnen werden. Der Fanclub organisiert zudem Choreografien in den Stadien.[91]

Maskottchen[Bearbeiten]

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde mit Paule, ein dem DFB-Adler nachempfundenes, eigenes Maskottchen der deutschen Mannschaften eingeführt. Dieser wurde beim Testspiel Deutschland gegen die USA in Dortmund am 22. März 2006 offiziell vorgestellt.[93]

Fußballmuseum[Bearbeiten]

Das Deutsche Fußballmuseum soll 2015 als offizielles nationales Fußballmuseum des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Dortmund eröffnet werden. Das Museum soll sich dabei in erlebnisorientierter Atmosphäre den Höhepunkten der deutschen Fußballgeschichte und der Nationalmannschaften widmen.[94]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bilanzen[Bearbeiten]

Die deutsche Nationalmannschaft in der FIFA-Weltrangliste[Bearbeiten]

Platzierung und relative Punktzahl in der FIFA-Weltrangliste

Bei Einführung der FIFA-Weltrangliste im August 1993 belegte Deutschland den 1. Platz und konnte mit Unterbrechungen bis Juni 1994 mehrere Monate lang den ersten Platz belegen. Den ersten Rang mussten sich die Deutschen teilweise mit anderen Ländern teilen, da in der Anfangszeit die Rangliste wenig differenziert war. Nach dem Aus im Viertelfinale der WM 1994 fiel Deutschland auf Rang 3 zurück und pendelte in der Folgezeit zwischen Platz 5 und 2. Im Februar 1997 konnte noch einmal Platz 1 (gemeinsam mit Brasilien) belegt werden. In der kurzen Amtszeit Erich Ribbecks fiel die Mannschaft durch das Aus in der Vorrunde bei der EM 2000 aus den Top-10. Unter Rudi Völler oszillierte die Mannschaft zwischen Platz 14 (Oktober 2001) und Platz 5 (nach der WM 2002), fiel nach dem Vorrundenaus bei der EM 2004 aber wieder auf Platz 12 zurück. Da unter Jürgen Klinsmann keine Qualifikationsspiele bestritten wurden und Freundschaftsspiele schwächer gewichtet werden, fiel die Mannschaft in seiner Ägide auf den bisher schlechtesten Platz im März 2006: nach der 1:4-Niederlage in Italien rutschte Deutschland auf Platz 22 ab. Nach der erfolgreichen WM 2006 mit Platz 3 wurde die Ranglistenberechnung modifiziert und Deutschland erreichte Platz 9. Nach dem Vizeeuropameistertitel 2008 wurde im August wieder Platz 2 erreicht. Der Abstand zur spanischen Mannschaft, die seit der Europameisterschaft bis zum Confed-Cup die Rangliste anführte, wurde aber in den folgenden Monaten größer. Bis zum Juli 2009 fiel Deutschland auf Rang 5 zurück. Im Mai 2010 erreichte die relative Punktzahl im Vergleich zum Spitzenreiter Brasilien mit 0,67 den bisher niedrigsten Wert. Durch den dritten Platz bei der WM 2010 stieg Deutschland im Juli 2010 auf Rang 4. Aufgrund der makellosen EM-Qualifikation und dem Erreichen des Halbfinales bei der Endrunde 2012 rückte die Nationalelf bis auf Platz 2 der Rangliste hinter Spanien vor. Durch den Gewinn der Weltmeisterschaft im Juli 2014, bei der unter anderem die auf Platz 3 bis 5 stehenden Mannschaften besiegt wurden und der Weltranglistenführende Spanien bereits in der Vorrunde ausschied, konnte Deutschland erstmals nach 1997 wieder allein die Führung in der Weltrangliste übernehmen. Diese Führung wurde auch in den Folgemonaten trotz teilweise schwächerer Spiele (Niederlagen gegen Argentinien und Polen) verteidigt. Da am 19. Dezember 2014 auch die Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen Platz 1 in der Frauen-Rangliste erreichte, stehen erstmals die Männer- und Frauen-Nationalmannschafte eines Verbandes gleichzeitig auf Platz 1.

Länderspielbilanzen[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht stellt die Bilanzen der deutschen Nationalmannschaft nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes[95] dar. In der Verlängerung entschiedene Spiele werden entsprechend ihres Resultats, im Elfmeterschießen entschiedene Partien dagegen als Unentschieden gewertet.[96] Bei einem Vergleich mit den Angaben der jeweiligen Fußballverbände ist zu beachten, dass viele von ihnen zwischen den Spielen gegen Deutschland und Westdeutschland unterscheiden (z. B. FA und KNVB) oder ihre Spiele gegen die DDR in ihre Bilanz gegen Deutschland mit einfließen lassen (z. B. FEMEXFUT).

Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind hier nur Länder aufgeführt, deren jeweilige Nationalmannschaft schon mindestens zehnmal gegen Deutschland gespielt hat. Eine vollständige Liste findet sich unter Länderspielbilanzen.

Land Sp. S U N Tor-
verhältnis
Tor-
differenz
wichtige Begegnungen
AlbanienAlbanien Albanien 14 13 01 00 038:10 +28 WM-Qualifikation 1982, 1998, 2002; EM-Qualifikation 1968, 1972, 1984, 1996
ArgentinienArgentinien Argentinien 22 07 05 10 031:32 01 WM-Vorrunde 1958, 1966; WM-Viertelfinale 2006, 2010; WM-Finale 1986, 1990, 2014; Konföderationen-Pokal Vorrunde 2005
BelgienBelgien Belgien 25 20 01 04 058:26 +32 WM-Vorrunde 1934; WM-Achtelfinale 1994; EM-Qualifikation 1992, 2012; EM-Halbfinale 1972; EM-Finale 1980
BrasilienBrasilien Brasilien 22 05 05 12 031:40 09 WM-Halbfinale 2014; WM-Finale 2002; Konföderationen-Pokal Vorrunde 1999; Konföderationen-Pokal Halbfinale 2005
BulgarienBulgarien Bulgarien 21 16 02 03 056:24 +32 WM-Qualifikation 1982; WM-Vorrunde 1970; WM-Viertelfinale 1994; EM-Qualifikation 1976, 1996
DanemarkDänemark Dänemark 26 15 03 08 053:36 +17 WM-Vorrunde 1986; EM-Vorrunde 1988, 2012; EM-Finale 1992
EnglandEngland England[B 1] 33 12 06 15 042:67 −25 WM-Qualifikation 2002; WM-Achtelfinale 2010; WM-Viertelfinale 1970; WM-Zwischenrunde 1982; WM-Halbfinale 1990; WM-Finale 1966; EM-Vorrunde 2000; EM-Viertelfinale 1972; EM-Halbfinale 1996
FinnlandFinnland Finnland 22 15 06 01 080:19 +61 WM-Qualifikation 1938, 1982, 1990, 2002, 2010; EM-Qualifikation 2000
FrankreichFrankreich Frankreich 26 09 06 11 043:41 +02 WM-Viertelfinale 2014, WM-Halbfinale 1982, 1986; WM-Spiel um Platz 3 1958
IrlandIrland Irland 19 09 05 05 035:23 +12 WM-Qualifikation 2014; WM-Vorrunde 2002; EM-Qualifikation 2008, 2016
ItalienItalien Italien 32 07 10 15 036:48 −12 WM-Vorrunde 1962; WM-Zwischenrunde 1978; WM-Halbfinale 1970, 2006; WM-Finale 1982; EM-Vorrunde 1988, 1996; EM-Halbfinale 2012
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien 25 14 04 07 046:31 +15 WM-Vorrunde 1990, 1998; WM-Viertelfinale 1954, 1958, 1962; WM-Zwischenrunde 1974; EM-Qualifikation 1968; EM-Halbfinale 1976
LuxemburgLuxemburg Luxemburg 13 12 00 01 060:11 +49 Olympische Spiele Achtelfinale 1936; WM-Qualifikation 1934; EM-Qualifikation 1992
MexikoMexiko Mexiko 10 04 05 01 020:09 +11 WM-Vorrunde 1978; WM-Achtelfinale 1998; WM-Viertelfinale 1986; Konföderationen-Pokal Spiel um Platz 3 2005
NiederlandeNiederlande Niederlande 40 15 15 10 077:64 +13 WM-Qualifikation 1990; WM-Achtelfinale 1990; WM-Zwischenrunde 1978; WM-Finale 1974; EM-Vorrunde 1980, 1992, 2004, 2012; EM-Halbfinale 1988
NordirlandNordirland Nordirland 14 08 04 02 032:13 +19 WM-Qualifikation 1962, 1998; WM-Vorrunde 1958; EM-Qualifikation 1984, 2000
NorwegenNorwegen Norwegen 20 13 05 02 050:17 +33 Olympische Spiele Viertelfinale 1936; WM-Qualifikation 1954
OsterreichÖsterreich Österreich 39 25 06 08 089:55 +34 Olympische Spiele Achtelfinale 1912; WM-Qualifikation 1970, 1982, 2014; WM-Vorrunde 1982; WM-Zwischenrunde 1978; WM-Halbfinale 1954; WM-Spiel um Platz 3 1934; EM-Qualifikation 1984, 2012; EM-Vorrunde 2008
PolenPolen Polen 19 12 06 01 031:11 +20 WM-Vorrunde 1978, 2006; WM-Zwischenrunde 1974; EM-Qualifikation 1972, 2016; EM-Vorrunde 2008
PortugalPortugal Portugal 18 10 05 03 029:16 +13 WM-Qualifikation 1986, 1998; WM-Vorrunde 2014; WM-Spiel um Platz 3 2006; EM-Vorrunde 1984, 2000, 2012; EM-Viertelfinale 2008
RumänienRumänien Rumänien 13 08 03 02 038:18 +20 EM-Vorrunde 1984, 2000
SchottlandSchottland Schottland 16 07 05 04 023:21 +02 WM-Qualifikation 1970; WM-Vorrunde 1986; EM-Qualifikation 2004; EM-Vorrunde 1992; EM-Qualifikation 2016
SchwedenSchweden Schweden 36 15 09 12 070:60 +10 WM-Qualifikation 1938, 1966, 1986, 2014; WM-Achtelfinale 2006; WM-Viertelfinale 1934; WM-Zwischenrunde 1974; WM-Halbfinale 1958; EM-Halbfinale 1992
SchweizSchweiz Schweiz 51 36 06 09 138:65 +73 Olympische Spiele Achtelfinale 1928; WM-Vorrunde 1962, 1966; WM-Achtelfinale 1938 (2x)
SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 12 09 00 03 022:11 +11 WM-Halbfinale 1966; EM-Finale 1972
SpanienSpanien Spanien 22 09 06 07 028:23 +05 WM-Vorrunde 1966, 1994; WM-Zwischenrunde 1982; WM-Halbfinale 2010; EM-Vorrunde 1984, 1988; EM-Viertelfinale 1976; EM-Finale 2008
TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 17 10 04 03 036:24 +12 WM-Qualifikation 1986; WM-Vorrunde 1958; WM-Viertelfinale 1990; WM-Halbfinale 1934; EM-Vorrunde 1980; EM-Finale 1976
TurkeiTürkei Türkei 20 14 03 03 049:13 +36 WM-Vorrunde 1954 (2×); EM-Qualifikation 1972, 1980, 1984, 2000, 2012; EM-Halbfinale 2008
UngarnUngarn Ungarn 33 12 10 11 069:64 +05 Olympische Spiele Trostrunde Halbfinale 1912; WM-Vorrunde 1954; WM-Finale 1954
UruguayUruguay Uruguay 11 08 02 01 029:12 +17 Olympische Spiele Viertelfinale 1928; WM-Vorrunde 1986; WM-Viertelfinale 1966; WM-Spiel um Platz 3 1970, 2010
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 10 07 00 03 022:15 +07 WM-Vorrunde 1998, 2014; WM-Viertelfinale 2002; Konföderationen-Pokal Vorrunde 1999
WalesWales Wales 17 09 06 02 026:10 +16 WM-Qualifikation 1990, 2010; EM-Qualifikation 1980, 1992, 1996, 2008

Anmerkungen:

  1. Die ersten vier Partien fanden gegen die Englische Fußballnationalmannschaft der Amateure statt und werden weder von der FIFA noch von der FA als offizielle Länderspiele gezählt. Der DFB berücksichtigt – wie die meisten kontinentaleuropäischen Fußballverbände – diese Spiele dennoch in seiner Statistik. Somit kommt es zur ironischen Situation, dass sowohl der DFB als auch der englische Fußballverband jeweils eine negative Statistik dieses Gegners führen.

Farblegende:

  • positive Bilanz (mehr Siege als Niederlagen)
  • ausgeglichene Bilanz
  • negative Bilanz (mehr Niederlagen als Siege)

Besonderheiten:

  • Sämtliche Siege gegen Italien stammen aus Freundschaftsspielen.
  • Alle Spiele gegen Albanien waren Pflichtspiele. Es ist das einzige Land, gegen das bei mehr als 10 Spielen keine Freundschaftsspiele ausgetragen wurden.

Die Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen[Bearbeiten]

Die ersten großen Fußballturniere fanden bei den Olympischen Spielen statt, zunächst 1900 und 1904 als Demonstrationssportart mit Vereinsmannschaften, 1908 als offizielle olympische Sportart. Deutsche Mannschaften nahmen in diesen Jahren noch nicht teil. Insgesamt war man nur bei drei von sieben Turnieren für A-Nationalmannschaften dabei.

Jahr Austragungsort Teilnahme bis … Letzter Gegner Ergebnis Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1908 London keine Teilnahme
1912 Stockholm Achtelfinale Österreich 1:5 keiner höchster Sieg der Nationalmannschaft: 16:0 gegen Russland
1920 Antwerpen keine Teilnahme Deutschland war von den Spielen ausgeschlossen
1924 Paris keine Teilnahme Deutschland nahm an den Spielen erneut nicht teil
1928 Amsterdam Viertelfinale Uruguay 1:4 Otto Nerz erstes Spiel gegen eine außereuropäische Mannschaft
Hans Kalb und Richard Hofmann wurden als erste deutsche Spieler vom Platz gestellt.
1936 Berlin Viertelfinale Norwegen 0:2 Otto Nerz Ende der „Ära Nerz“ nach Niederlage gegen Norwegen
1948 London keine Teilnahme Deutschland war von den Spielen ausgeschlossen

Die Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Deutsche WM-Torjäger
Platz Spieler Jahr(e) Teiln. Tore
01 Miroslav Klose 2002–2014 4 16
02 Gerd Müller 1970–1974 2 14
03 Jürgen Klinsmann 1990–1998 3 11
04 Thomas Müller 2010–2014 2 10
Helmut Rahn 1954–1958 2 10
06 Karl-Heinz Rummenigge 1978–1986 3 09
Uwe Seeler 1958–1970 4 09
08 Rudi Völler 1986–1994 3 08
09 Hans Schäfer 1954–1962 3 07
10 Helmut Haller 1962–1970 3 06
Lothar Matthäus 1982–1998 5 06
Max Morlock 1954 1 06

Die deutsche Nationalmannschaft ist nach Brasilien (fünf Titel) und mit Italien (auch vier Titel) die erfolgreichste Fußballnationalmannschaft der Welt. Bereits achtmal stand sie im Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft. Viermal (1954, 1974, 1990 und 2014) konnte die deutsche Mannschaft den Weltmeistertitel gewinnen, viermal (1966, 1982, 1986 und 2002) ging sie als Vize-Weltmeister vom Platz. Hinzu kommen vier dritte Plätze bei den WM-Endrunden 1934, 1970, 2006 und 2010 sowie ein vierter Platz 1958. Insgesamt 13-mal stieß sie in die Gruppe der letzten vier Mannschaften vor und übertrifft somit in dieser Kategorie sogar Brasilien. Deutschland schied als einziger Weltmeister nie in der Gruppenphase aus.

Mit Ausnahme der Turniere 1930 und 1950 hat die DFB-Auswahl an allen Weltmeisterschaften teilgenommen, wobei sie 1930 aufgrund der aufwändigen Reise nach Südamerika verzichtete und 1950 nach kriegsbedingtem Ausschluss noch nicht wieder zugelassen war. Der 1949 wiedergegründete DFB wurde erst nach der WM 1950 wieder in die FIFA aufgenommen.

Deutschland war fünfmal als Titelverteidiger oder Gastgeber direkt qualifiziert und hat in 13 WM-Qualifikationsturnieren bisher keine Auswärtsniederlage erlitten und pro Spiel die meisten Punkte geholt (2,5 in 84 Spielen auf Basis der Drei-Punkte-Regel). Die erste von bisher zwei Heimniederlagen erfolgte im Oktober 1985 gegen Portugal. Deutschland hat mit 106 Spielen die meisten WM-Spiele bestritten. Brasilien folgt als zweiter mit 104 Spielen, wobei diese beiden Mannschaften erstmals im WM-Finale 2002 aufeinander trafen. Deutschland (224) und Brasilien (221) sind die einzigen Mannschaften, die mehr als 200 WM-Tore erzielten. Allerdings kassierte Deutschland auch die meisten Gegentore bei Weltmeisterschaften (121). Unter den sieben Spielern, die mehr als 10 WM-Tore erzielten, befinden sich drei Deutsche und zwei Brasilianer.

Bei der WM 1974 nahm die Auswahl des DDR-Verbandes DFV ebenfalls teil. Zudem nahm eine Auswahlmannschaft des Saarlandes unter Helmut Schön an der Qualifikation für die WM 1954 teil.

Deutschland stellte mit Gerd Müller (1970), Miroslav Klose (2006) und Thomas Müller (2010) bereits dreimal die besten Torschützen einer Weltmeisterschaft, wobei die Mannschaft immer Dritter wurde, wenn sie den Torschützenkönig stellte. Thomas Müller ist der erste Torschützenkönig, dem bei der folgenden WM fünf Tore gelangen. Zudem ist der ehemalige Nationalspieler Lothar Matthäus der Spieler mit den meisten WM-Spielen. Uwe Seeler war der erste Fußballer überhaupt, der mehr als 20 WM-Spiele bestritt.


Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzter Gegner Platz Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay keine Teilnahme Weltwirtschaftskrise; zu hoher Aufwand für die Reise nach Südamerika
1934 Italien Spiel um Platz 3 Österreich 3 Otto Nerz Halbfinalniederlage gegen Tschechoslowakei
1938 Frankreich Achtelfinale Schweiz 10 Sepp Herberger nach dem „Anschluss Österreichs“ muss eine „Großdeutsche Fußballnationalmannschaft“ aufgestellt werden, diese scheitert nach Wiederholungsspiel am ersten Gegner Schweiz.
1950 Brasilien keine Teilnahme der DFB war infolge des Krieges aufgelöst worden; der Anfang 1950 wiedergegründete Verband wurde von der FIFA erst nach der WM wieder aufgenommen
1954 Schweiz Finale Ungarn 1 Sepp Herberger Das Wunder von Bern“; „Geist von Spiez
1958 Schweden Spiel um Platz 3 Frankreich 4 Sepp Herberger Halbfinalniederlage in der „Schlacht von Göteborg“ gegen Schweden
1962 Chile Viertelfinale Jugoslawien 7 Sepp Herberger Abschneiden führte zum Rücktritt von Herberger und Einführung des Profitums bzw. der Bundesliga
1966 England Finale England 2 Helmut Schön Wembley-Tor
1970 Mexiko Spiel um Platz 3 Uruguay 3 Helmut Schön Halbfinalniederlage im „Jahrhundertspiel“ gegen Italien
1974 Deutschland Finale Niederlande 1 Helmut Schön Begegnung mit der DDR-Auswahl und das „Sparwasser-Tor“; „Nacht von Malente“; „Wasserschlacht von Frankfurt
1978 Argentinien Zwischenrunde Österreich, Niederlande, Italien 6 Helmut Schön Schmach von Córdoba
1982 Spanien Finale Italien 2 Jupp Derwall Nichtangriffspakt von Gijón“; „Nacht von Sevilla
1986 Mexiko Finale Argentinien 2 Franz Beckenbauer Suppenkasper-Affäre
1990 Italien Finale Argentinien 1 Franz Beckenbauer Triumph des „Kaisers
1994 USA Viertelfinale Bulgarien 5 Berti Vogts Stinkefinger-Affäre
1998 Frankreich Viertelfinale Kroatien 7 Berti Vogts Ausschreitungen deutscher Hooligans, später Rücktritt von Vogts
2002 Südkorea und Japan Finale Brasilien 2 Rudi Völler Erstes WM-Spiel gegen Rekordweltmeister Brasilien
2006 Deutschland Spiel um Platz 3 Portugal 3 Jürgen Klinsmann „Weltmeister der Herzen“; „Sommermärchen“; Halbfinalniederlage gegen Italien
2010 Südafrika Spiel um Platz 3 Uruguay 3 Joachim Löw Umgekehrtes Wembley-Tor“; Kantersieg gegen Argentinien; Halbfinalniederlage gegen Spanien
2014 Brasilien Finale Argentinien 1 Joachim Löw Historischer 7:1-Halbfinal-Sieg gegen Gastgeber Brasilien („Mineiraço“)

Die Nationalmannschaft bei Europameisterschaften[Bearbeiten]

Die DFB-Auswahl ist mit drei Titeln (1972, 1980, 1996) aus sechs Endspielteilnahmen neben Spanien die erfolgreichste europäische Nationalmannschaft. Die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft konnte sich als einziges Team seit 1972 für alle Europameisterschaftsendrunden qualifizieren und ist damit die Mannschaft mit den meisten Teilnahmen.

Bei den ersten Turnieren 1960 und 1964 war man an einer Teilnahme noch nicht interessiert, da Bundestrainer Sepp Herberger sich durch die EM beim Aufbau für die WM gestört fühlte. Erst unter seinem Nachfolger Helmut Schön wollte sich die Mannschaft erstmals für die EM 1968 qualifizieren, scheiterte allerdings dabei. Bei der ersten gelungenen Qualifikation 1972 wurde gleich der erste Titel gewonnen.

Dreimal schied man in der Vorrunde aus (1984, 2000 und 2004), immer als Titelverteidiger und/oder Vizeweltmeister. Als Weltmeister wurde zweimal der zweite Platz bei der folgenden Europameisterschaft belegt (1976 und 1992). Nach dem Ausscheiden in der Vorrunde kam es jeweils zu Trainerwechseln. Im ersten Spiel der Endrunde der EM 2008 konnte Deutschland erstmals nach zwölf Jahren wieder ein Spiel bei einer Endrunde gewinnen; bei den Turnieren 2000 und 2004 war die Mannschaft sieglos geblieben.

Neben Gerd Müller (1972) konnten Dieter Müller (1976), Klaus Allofs (1980) und Karl-Heinz Riedle (1992) Torschützenkönig eines Turniers werden.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzter Gegner Ergebnis Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1960 Frankreich keine Teilnahme Sepp Herberger offizielle Bezeichnung: Europa-Nationenpokal
1964 Spanien keine Teilnahme Sepp Herberger offizielle Bezeichnung: Europa-Nationenpokal
1968 Italien nicht qualifiziert Jugoslawien, Albanien Helmut Schön einzige Nicht-Qualifikation aus sportlichen Gründen, durch eine Niederlage in Jugoslawien und einem 0:0 in Albanien („Schmach von Tirana“)
1972 Belgien Finale Sowjetunion 1. Platz Helmut Schön „Beste deutsche Elf aller Zeiten“
1976 Jugoslawien Finale Tschechoslowakei 2. Platz Helmut Schön Nacht von Belgrad
1980 Italien Finale Belgien 1. Platz Jupp Derwall Triumph für Jupp Derwall
1984 Frankreich Vorrunde Portugal, Rumänien, Spanien Jupp Derwall Ende der Amtszeit von Trainer Derwall
1988 Deutschland Halbfinale Niederlande Halbfinale Franz Beckenbauer Niederlage gegen die Niederlande, kein Spiel um den dritten Platz
1992 Schweden Finale Dänemark 2. Platz Berti Vogts Dänemarks Revanche nach der Niederlage bei EM 1988
1996 England Finale Tschechien 1. Platz Berti Vogts erstes Golden Goal der EM-Geschichte durch Oliver Bierhoff
2000 Belgien und Niederlande Vorrunde Rumänien, England, Portugal Erich Ribbeck Ende der Amtszeit von Trainer Ribbeck
2004 Portugal Vorrunde Niederlande, Lettland, Tschechien Rudi Völler Ende der Amtszeit von Teamchef Völler
2008 Österreich und Schweiz Finale Spanien 2. Platz Joachim Löw Sechster Finaleinzug bei einer Europameisterschaft
2012 Polen und Ukraine Halbfinale Italien Halbfinale Joachim Löw Deutschland als einzige Mannschaft mit 10 Siegen in 10 Qualifikationsspielen; erstmals drei Siege in der Gruppenphase; Weltrekord nach 15 Pflichtspielsiegen in Folge
2016 Frankreich In der Qualifikation trifft Deutschland auf Irland, Polen, Schottland, Georgien und erstmals auf Gibraltar

Die Nationalmannschaft beim Konföderationen-Pokal[Bearbeiten]

Die Nationalmannschaft nahm bisher zweimal, 1999 als Europameister und 2005 als Gastgeber, am seit 1997 ausgetragenen FIFA-Konföderationen-Pokal teil. Zweimal, 1997 und 2003, wurde als qualifizierter Europa- bzw. Vizeweltmeister auf die Teilnahme verzichtet. Für den FIFA-Konföderationen-Pokal 2009 war Deutschland als Vizeeuropameister nicht qualifiziert.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzter Gegner Ergebnis Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1997 Saudi-Arabien nicht teilgenommen Absage des DFB aus Termingründen
1999 Mexiko Vorrunde Brasilien, USA, Neuseeland Erich Ribbeck als Dritter der Vorrundengruppe ausgeschieden
2001 Südkorea und Japan nicht qualifiziert
2003 Frankreich nicht teilgenommen Absage des DFB aus Termingründen
2005 Deutschland Spiel um Platz 3 Mexiko 3. Jürgen Klinsmann im Halbfinale gegen den späteren Sieger Brasilien ausgeschieden
2009 Südafrika nicht qualifiziert
2013 Brasilien nicht qualifiziert
2017 Russland qualifiziert

Diskografie[Bearbeiten]

Zwischen 1973 und 1994 nahm die deutsche Fußballnationalmannschaft jeweils im Vorfeld der WM-Turniere Musikalben und -singles auf. Zu hören waren die damals aktuellen Fußballnationalspieler mit zu dieser Zeit namhaften Interpreten wie Udo Jürgens oder Peter Alexander. Insgesamt erschienen fünf Alben und 13 Singles.[97] Das erste und zugleich bekannteste Lied der Nationalmannschaft ist das von Jack White komponierte Fußball ist unser Leben.

Aktuelles[Bearbeiten]

Länderspiele[Bearbeiten]

Aufgelistet sind die Spiele der letzten zwölf Monate mit den Ergebnissen aus deutscher Sicht sowie geplante Länderspiele.[98]

Datum Spielort Gegner Ergebnis Art des Spiels Torschützen
05. Mär. 2014 Stuttgart ChileChile Chile 1:0 (1:0) Freundschaftsspiel Götze (16.)
13. Mai  2014 Hamburg PolenPolen Polen 0:0 Freundschaftsspiel
01. Juni 2014 Mönchengladbach KamerunKamerun Kamerun 2:2 (0:0) Freundschaftsspiel Eto’o (62.), Müller (66.), Schürrle (71.), Choupo-Moting (78.)
06. Juni 2014 Mainz ArmenienArmenien Armenien 6:1 (0:0) Benefizspiel Schürrle (52.), Mchitarjan (69., FE), Podolski (72.), Höwedes (73.), Klose (77.), Götze (82. / 89.)
16. Juni 2014 Salvador da Bahia PortugalPortugal Portugal 4:0 (3:0) WM-2014-Vorrunde Müller (12., FE), Hummels (32.), Müller (45.+1′ / 78.)
21. Juni 2014 Fortaleza GhanaGhana Ghana 2:2 (0:0) WM-2014-Vorrunde Götze (51.), A. Ayew (54.), Gyan (63.), Klose (71.)
26. Juni 2014 Recife Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1:0 (0:0) WM-2014-Vorrunde Müller (55.)
30. Juni 2014 Porto Alegre AlgerienAlgerien Algerien 2:1 n. V. (0:0, 0:0) WM-2014-Achtelfinale Schürrle (92.), Özil (120.), Djabou (120.+1′)
04. Juli 2014 Rio de Janeiro FrankreichFrankreich Frankreich 1:0 (1:0) WM-2014-Viertelfinale Hummels (13.)
08. Juli 2014 Belo Horizonte BrasilienBrasilien Brasilien 7:1 (5:0) WM-2014-Halbfinale Müller (11.), Klose (23.), Kroos (24. / 26.), Khedira (29.), Schürrle (69. / 79.), Oscar (90.)
13. Juli 2014 Rio de Janeiro ArgentinienArgentinien Argentinien 1:0 n. V. WM-2014-Finale Götze (113.)
03. Sep. 2014 Düsseldorf ArgentinienArgentinien Argentinien 2:4 (0:2) Freundschaftsspiel Agüero (21.), Lamela (40.), Fernández (47.), Di María (50.), Schürrle (52.), Götze (78.)
07. Sep. 2014 Dortmund SchottlandSchottland Schottland 2:1 (1:0) EM-2016-Qualifikation Müller (18.), Anya (66.), Müller (70.)
11. Okt. 2014 Warschau PolenPolen Polen 0:2 (0:0) EM-2016-Qualifikation Milik (51.), Mila (88.)
14. Okt. 2014 Gelsenkirchen IrlandIrland Irland 1:1 (0:0) EM-2016-Qualifikation Kroos (71.), John O’Shea (90.+3')
14. Nov. 2014 Nürnberg GibraltarGibraltar Gibraltar 4:0 (3:0) EM-2016-Qualifikation Müller (12./29.), Götze (38.), Yogan Santos (67./ET)
18. Nov. 2014 Vigo SpanienSpanien Spanien 1:0 (0:0) Freundschaftsspiel Kroos (89.)
25. Mär. 2015 Kaiserslautern AustralienAustralien Australien Freundschaftsspiel
29. Mär. 2015 Tiflis GeorgienGeorgien Georgien EM-2016-Qualifikation
Juni 2015 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Freundschaftsspiel
13. Juni 2015 Faro (PRT) GibraltarGibraltar Gibraltar EM-2016-Qualifikation
04. Sep. 2015 Frankfurt PolenPolen Polen EM-2016-Qualifikation
07. Sep. 2015 Glasgow SchottlandSchottland Schottland EM-2016-Qualifikation
08. Okt. 2015 Dublin IrlandIrland Irland EM-2016-Qualifikation
11. Okt. 2015 Leipzig GeorgienGeorgien Georgien EM-2016-Qualifikation
17. Nov. 2015 Hannover NiederlandeNiederlande Niederlande Freundschaftsspiel

Farblegende:

  • Sieg der deutschen Mannschaft
  • Unentschieden
  • Niederlage

Kader[Bearbeiten]

Die Tabelle nennt alle Spieler, die im Kader für das Freundschaftsspiel gegen Spanien am 18. November 2014 stehen.[99] Der DFB zählt zum aktuellen Kader weitere Spieler, die beispielsweise verletzungsbedingt nicht berücksichtigt wurden, zu erkennen an der fehlenden Rückennummer in der Tabelle.[100][101][102][103]

Position Nr. Name Verein Geburts-
datum
Einsätze Tore Debüt Letzter
Einsatz
Tor 22 Roman Weidenfeller Borussia Dortmund Borussia Dortmund 06. Aug. 1980 00000000000000004.00000000004 0000000000000000.00000000000 19. Nov. 2013 03. Sep. 2014
12 Ron-Robert Zieler Hannover 96 Hannover 96 12. Feb. 1989 00000000000000004.00000000004 0000000000000000.00000000000 11. Nov. 2011 18. Nov. 2014
René Adler Hamburger SV Hamburger SV 15. Jan. 1985 0000000000000012.000000000012 0000000000000000.00000000000 19. Nov. 2008 29. Mai  2013
Manuel Neuer FC Bayern München FC Bayern München 27. Mär. 1986 0000000000000057.000000000057 0000000000000000.00000000000 02. Juni 2009 14. Nov. 2014
Marc-André ter Stegen FC Barcelona FC Barcelona 30. Apr. 1992 00000000000000004.00000000004 0000000000000000.00000000000 26. Mai  2012 13. Mai  2014
Abwehr 15 Erik Durm Borussia Dortmund Borussia Dortmund 12. Mai  1992 00000000000000007.00000000007 0000000000000000.00000000000 01. Juni 2014 18. Nov. 2014
03 Matthias Ginter Borussia Dortmund Borussia Dortmund 19. Jan. 1994 00000000000000005.00000000005 0000000000000000.00000000000 05. Mär. 2014 14. Okt. 2014
14 Jonas Hector 1. FC Köln 1. FC Köln 27. Mai  1990 00000000000000001.00000000001 0000000000000000.00000000000 14. Nov. 2014 14. Nov. 2014
04 Benedikt Höwedes FC Schalke 04 FC Schalke 04 29. Feb. 1988 0000000000000031.000000000031 0000000000000002.00000000002 29. Mai  2011 18. Nov. 2014
20 Robin Knoche VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg 22. Mai  1992 00000000000000000.00000000000 0000000000000000.00000000000
02 Shkodran Mustafi FC Valencia FC Valencia 17. Apr. 1992 00000000000000006.00000000006 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 18. Nov. 2014
16 Antonio Rüdiger VfB Stuttgart VfB Stuttgart 03. Mär. 1993 00000000000000005.00000000005 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 18. Nov. 2014
Holger Badstuber FC Bayern München FC Bayern München 13. Mär. 1989 0000000000000030.000000000030 0000000000000001.00000000001 29. Mai  2010 16. Okt. 2012
Jérôme Boateng FC Bayern München FC Bayern München 03. Sep. 1988 0000000000000050.000000000050 0000000000000000.00000000000 10. Okt. 2009 14. Nov. 2014
Kevin Großkreutz Borussia Dortmund Borussia Dortmund 19. Juli 1988 00000000000000006.00000000006 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2010 03. Sep. 2014
Christian Günter SC Freiburg SC Freiburg 28. Feb. 1993 00000000000000001.00000000001 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 13. Mai  2014
Mats Hummels Borussia Dortmund Borussia Dortmund 16. Dez. 1988 0000000000000038.000000000038 0000000000000004.00000000004 13. Mai  2010 14. Okt. 2014
Marcell Jansen Hamburger SV Hamburger SV 04. Nov. 1985 0000000000000045.000000000045 0000000000000003.00000000003 30. Mai  2006 05. Mär. 2014
Sebastian Jung VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg 22. Juni 1990 00000000000000001.00000000001 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 13. Mai  2014
Marcel Schmelzer Borussia Dortmund Borussia Dortmund 22. Jan. 1988 0000000000000016.000000000016 0000000000000000.00000000000 17. Nov. 2010 05. Mär. 2014
Oliver Sorg SC Freiburg SC Freiburg 29. Mai  1990 00000000000000001.00000000001 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 13. Mai  2014
Heiko Westermann Hamburger SV Hamburger SV 14. Aug. 1983 0000000000000027.000000000027 0000000000000004.00000000004 06. Feb. 2008 19. Nov. 2013
Philipp Wollscheid 1. FSV Mainz 05 1. FSV Mainz 05 06. Mär. 1989 00000000000000002.00000000002 0000000000000000.00000000000 29. Mai  2013 02. Juni 2013
Mittelfeld 11 Karim Bellarabi Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen 08. Apr. 1990 00000000000000004.00000000004 0000000000000000.00000000000 11. Okt. 2014 18. Nov. 2014
05 Lars Bender Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen 27. Apr. 1989 0000000000000019.000000000019 0000000000000004.00000000004 06. Sep. 2011 18. Nov. 2014
06 Sami Khedira Real Madrid Real Madrid 04. Apr. 1987 0000000000000053.000000000053 0000000000000006.00000000006 05. Sep. 2009 18. Nov. 2014
18 Toni Kroos Real Madrid Real Madrid 04. Jan. 1990 0000000000000057.000000000057 0000000000000009.00000000009 03. Mär. 2010 18. Nov. 2014
13 Thomas Müller FC Bayern München FC Bayern München 13. Sep. 1989 0000000000000062.000000000062 000000000000026.000000000026 03. Mär. 2010 18. Nov. 2014
10 Lukas Podolski FC Arsenal FC Arsenal 04. Juni 1985 000000000000121.0000000000121 000000000000047.000000000047 06. Juni 2004 14. Nov. 2014
07 Sebastian Rudy TSG 1899 Hoffenheim TSG 1899 Hoffenheim 28. Feb. 1990 00000000000000005.00000000005 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 18. Nov. 2014
Maximilian Arnold VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg 27. Mai  1994 00000000000000001.00000000001 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 13. Mai  2014
Sven Bender Borussia Dortmund Borussia Dortmund 27. Apr. 1989 00000000000000007.00000000007 0000000000000000.00000000000 29. Mär. 2011 19. Nov. 2013
Julian Draxler FC Schalke 04 FC Schalke 04 20. Sep. 1993 0000000000000015.000000000015 0000000000000001.00000000001 26. Mai  2012 14. Okt. 2014
Leon Goretzka FC Schalke 04 FC Schalke 04 06. Feb. 1995 00000000000000001.00000000001 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 13. Mai  2014
İlkay Gündoğan Borussia Dortmund Borussia Dortmund 24. Okt. 1990 00000000000000008.00000000008 0000000000000002.00000000002 11. Okt. 2011 14. Aug. 2013
André Hahn Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach 13. Aug. 1990 00000000000000001.00000000001 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 13. Mai  2014
Patrick Herrmann Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach 12. Feb. 1991 00000000000000000.00000000000 0000000000000000.00000000000
Christoph Kramer Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach 19. Feb. 1991 00000000000000008.00000000008 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 11. Okt. 2014
Max Meyer FC Schalke 04 FC Schalke 04 18. Sep. 1995 00000000000000001.00000000001 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 13. Mai  2014
Nicolai Müller Hamburger SV Hamburger SV 25. Sep. 1987 00000000000000002.00000000002 0000000000000000.00000000000 29. Mai  2013 02. Juni 2013
Mesut Özil FC Arsenal FC Arsenal 15. Okt. 1988 0000000000000062.000000000062 000000000000018.000000000018 11. Feb. 2009 13. Juli 2014
Marco Reus Borussia Dortmund Borussia Dortmund 31. Mai  1989 0000000000000023.000000000023 0000000000000007.00000000007 07. Okt. 2011 07. Sep. 2014
Sidney Sam FC Schalke 04 FC Schalke 04 31. Jan. 1988 00000000000000005.00000000005 0000000000000000.00000000000 29. Mai  2013 19. Nov. 2013
André Schürrle FC Chelsea FC Chelsea 06. Nov. 1990 0000000000000042.000000000042 000000000000017.000000000017 17. Nov. 2010 11. Okt. 2014
Bastian Schweinsteiger (C)Kapitän der Mannschaft FC Bayern München FC Bayern München 01. Aug. 1984 000000000000108.0000000000108 000000000000023.000000000023 06. Juni 2004 13. Juli 2014
Angriff 19 Mario Götze FC Bayern München FC Bayern München 03. Juni 1992 0000000000000041.000000000041 000000000000013.000000000013 17. Nov. 2010 18. Nov. 2014
23 Max Kruse Borussia Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach 19. Mär. 1988 0000000000000010.000000000010 0000000000000001.00000000001 29. Mai  2013 18. Nov. 2014
08 Kevin Volland TSG 1899 Hoffenheim TSG 1899 Hoffenheim 30. Juli 1992 00000000000000003.00000000003 0000000000000000.00000000000 13. Mai  2014 18. Nov. 2014
Mario Gómez AC Florenz AC Florenz 10. Juli 1985 0000000000000060.000000000060 000000000000025.000000000025 07. Feb. 2007 03. Sep. 2014
Pierre-Michel Lasogga Hamburger SV Hamburger SV 15. Dez. 1991 00000000000000000.00000000000 0000000000000000.00000000000

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Bauer: Das Wunder von Bern. Wißner, Augsburg 2004, ISBN 3-89639-426-6.
  • Thomas Bender, Ulrich, Kühne-Hellmessen: Herrlich verrückte Nationalmannschaft. Makossa Druck und Medien, Gelsenkirchen 2001, ISBN 3-926337-40-0.
  • Jürgen Bitter: Deutschlands Fußball-Nationalspieler. Sportverlag, Berlin 1997, ISBN 3-328-00749-0.
  • Die deutschen Nationalspieler, Band 1. Sport & Buch Strauß, Köln 1988, ISBN 3-89001-101-2.
  • Wolfgang Fuhr: Rahn schießt … Tor, Tor, Tor. Agon, Kassel 2004, ISBN 3-89784-254-8.
  • Hubert Möller: Elf Freunde sollt Ihr sein! – Alle Fußball-Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft, Band I: 1908–1942, Verlag Dr. Bussert & Stadeler, Jena 2005, ISBN 3-932906-50-0.
  • Karlheinz Mrazek: Fußball. Die besten deutschen Nationalspieler. 90 Jahre Nationalmannschaft. Copress, München 1997, ISBN 3-7679-0526-4.
  • Dietrich Schulze-Marmeling (Hrsg.): Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft. Die Werkstatt, Göttingen 2004, ISBN 3-89533-443-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutsche Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, November 2014. Abgerufen am 27. November 2014
  2. Weltmeister Deutschland übernimmt die Spitzenposition. In: FIFA.com. FIFA, 17. Juli 2014, abgerufen am 17. Juli 2014.
  3. dpa: Ganz in Weiß: Die Adler tragen ihre neuen Kleider. In: heimatsport.de. Neue Presse Multimedia GmbH, 12. November 2013, abgerufen am 9. Dezember 2013.
  4. Hardy Grüne: Anpfiff im Kaiserreich. In: Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft, S. 18
  5. Hardy Grüne: Debüt in der Schweiz. In: Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft, S. 21
  6. Tom Bender/Ulrich Kühne: Verrückte Nationalelf, Sportverlag Berlin, 2000, S. 38
  7. Hardy Grüne: Debüt in der Schweiz. In: Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft, S. 26
  8. Torsten Haselbauer: Schweiz gegen Deutschland in Basel. In: freitag.de. der Freitag, 20. März 2008, abgerufen am 13. Februar 2014.
  9. Gerhard Fischer, Ulrich Lindner: Internationaler Fußball – Ausdruck internationaler Konflikte. In: Stürmer für Hitler, S. 81
  10. a b Gerhard Fischer, Ulrich Lindner: Internationaler Fußball – Ausdruck internationaler Konflikte. In: Stürmer für Hitler, S. 82
  11. Gerhard Urbanek: Österreichs Deutschland-Komplex: Paradoxien in der österreichisch-deutschen Fussballmythologie Band 14 von Publikationen zur österreichischen Kulturforschung Band 14 von Österreichische Kulturforschung. LIT Verlag Münster, 2012, ISBN 3-643-50351-2, S. 63
  12. Gerhard Fischer, Ulrich Lindner: Deutsche Fußballer als „deutsche Sturmsoldaten“. In: Stürmer für Hitler, S. 86
  13. Gerhard Fischer, Ulrich Lindner: Nationalmannschaft und Machtergreifung. In: Stürmer für Hitler, S. 88
  14. In englischen Quellen werden die drei Tore von Guillermo Stábile beim 6:3 zwischen Argentinien und Mexiko bei der WM 1930 als erster Hattrick gezählt, diese fielen aber nicht nacheinander und in zwei verschiedenen Halbzeiten
  15. Gerhard Fischer, Ulrich Lindner: Opfer sind „Bausteine für die Zukunft“. In: Stürmer für Hitler, S. 97
  16. Gerhard Fischer, Ulrich Lindner: Eine „großdeutsche“ Nationalmannschaft. In: Stürmer für Hitler, S. 107
  17. Werner Skrentny: "Julius Hirsch. Nationalspieler. Ermordet. Biografie eines jüdischen Fußballers". Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 2012
  18. M. Wulzinger: Herbergers Held. In: Der Spiegel Ausgabe 14, 2012, S. 107.
  19. Gerhard Fischer, Ulrich Lindner: Die Fußballer greifen an. In: Stürmer für Hitler, S. 113.
  20. Gerhard Fischer, Ulrich Lindner: Arier in kurzen Hosen. In: Stürmer für Hitler, S. 115
  21. Gerhard Fischer, Ulrich Lindner: Die Niederlage an Hitlers Geburtstag. In: Stürmer für Hitler, S. 119.
  22. Gerhard Fischer, Ulrich Lindner: Das Ende der „herrlichen Fußballzeit“. In: Stürmer für Hitler, S. 121.
  23. Gerhard Fischer, Ulrich Lindner: Das Ende der „herrlichen Fußballzeit“. In: Stürmer für Hitler, S. 123
  24. Werner Skrentny: Nachkriegspremiere: „Eine Bresche in die Mauer“. In: Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft, S. 130
  25. eu-football.info: West Germany – Switzerland 1:0
  26. eu-football.info: Switzerland – West Germany 2:3
  27. Werner Skrentny: Der Sieg von Bern. In: Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft, S. 146
  28. Werner Skrentny: WM 1958: „Der nächste Krieg ist immer der schwerste“. In: Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft, S. 162
  29. Jupp Heynckes in Süddeutsche Zeitung WM-Bibliothek 1962, S. 130
  30. Süddeutsche Zeitung WM-Bibliothek 1962, S. 76
  31. 100. Jahre DFB, S. 74
  32. Deutschland hatte früh die von Jugoslawien abgespaltenen Teilrepubliken anerkannt, die USA und der Iran befinden sich seit der Islamischen Revolution in permanenter Konfrontation
  33. Freundschaft 2007: August, England vs. Deutschland 1:2. In: weltfussball.de. 22. August 2007, abgerufen am 12. Januar 2013 (Siehe „Spielfazit“ im Live-Ticker).
  34. 4:2! Deutschland knackt das griechische Bollwerk. In: kicker.de. Kicker-Sportmagazin, 22. Juni 2012, abgerufen am 18. November 2013.
  35. Einzigartige Szenen: Dieser Film bringt die WM-Gänsehaut von Brasilien zurück, Focus, 29. Oktober 2014.
  36. Kicker Edition 100 Jahre Deutsche Länderspiele, (2008) Seite 54 und 149
  37. 100 Jahre DFB, S. 151, Sport-Verlag Berlin 3. Auflage 1999
  38. Steckbrief Emil Melcher. In: kickersarchiv.de. Abgerufen am 30. Oktober 2013.
  39. Historie – Nationaltrainer. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. August 2014.
  40. dpa: 15. Pflichtspielsieg in Serie: Deutschland schafft Bestmarke. In: echo-online.de. Echo Zeitungen GmbH, 22. Juni 2012, abgerufen am 8. September 2013.
  41. DFB verlängert mit Bundestrainer Löw bis 2016. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 18. Oktober 2013, abgerufen am 28. August 2014.
  42. Schweinsteiger ist neuer Kapitän der DFB-Elf. In: sportschau.de. Westdeutscher Rundfunk Köln, 2. September 2014, abgerufen am 6. September 2014.
  43. Fazit im Liveticker von weltfussball.de
  44. fifa.com: „Ein Freistoßtor, ein Jubilar und zahlreiche Überraschungen“
  45. Löw: "Ballack bleibt Kapitän". In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 1. September 2010, abgerufen am 28. August 2014.
  46. Ehrenspielführer/-innen. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. August 2014.
  47. 100 Jahre DFB, Sportverlag (1999), 1. Auflage. S. 44
  48. Rekordspieler. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. August 2014.
  49. Ramos bestreitet 100. Länderspiel. In: uefa.com. UEFA, 23. März 2013, abgerufen am 6. September 2013.
  50. Roberto Mamrud: Joachim Streich – Century of International Appearances. In: rsssf.com. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation, 5. April 2008, abgerufen am 5. April 2008 (englisch).
  51. Jubiläumsspieler bekommen UEFA-Auszeichnung. In: uefa.com. UEFA, 11. Oktober 2011, abgerufen am 6. September 2013.
  52. Kicker Edition „100 Jahre Deutsche Länderspiele“, S.77
  53. Rekordtorschützen. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 6. September 2014.
  54. Deutschland – Nationalmannschaft 1936. In: fussballdaten.de. Fussballdaten Verlag, abgerufen am 19. Juni 2014.
  55. Rekordspieler. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. August 2014.
  56. Cathrin Gilbert: Deutschland-Ecuador: Podolskis Antwort, Teil 1. In: zeit.de. Die Zeit, 30. Mai 2013, abgerufen am 31. Mai 2013.
  57. Urs Siegenthaler. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. August 2014.
  58. Der Pulsschlag einer neuen Generation. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 7. Juni 2012, abgerufen am 28. August 2014.
  59. PR-Aktionen mit der Herren-Nationalmannschaft. In: mercedes-benz.de. Mercedes-Benz, abgerufen am 8. Juni 2012.
  60. Ausrüster & Sponsoren des DFB (Version vom 28. März 2009 im Internet Archive), www.info-polen.com/em-2012, online abgerufen am 8. Juni 2012
  61. Partner des DFB. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. August 2014.
  62. Volker Stahl: Als die Bilder laufen lernten: Die WM und das Fernsehen aus Fußballweltmeisterschaft 1954, S. 18 ff.
  63. Nationalmannschaft: RTL sticht ARD und ZDF bei Fußball-Länderspielen aus. In: welt.de. Die Welt, 10. Juli 2013, abgerufen am 27. August 2013.
  64. Sport-Informations-Dienst: DFB-Team: RTL überträgt Qualifikationsspiele. In: focus.de. Focus, 10. Juli 2013, abgerufen am 25. August 2014.
  65. Pflicht erfüllt, aber nicht geglänzt. In: uefa.com. UEFA, 22. März 2013, abgerufen am 27. August 2013.
  66. Match-Report Bundesrepublik Deutschland – England 3:2 n.V. (2:2, 0:1). In: fifa.com. FIFA, abgerufen am 27. August 2013.
  67. Germany Football Shirts – Old Football Kits. In: oldfootballshirts.com. Improdia Ltd., abgerufen am 25. Dezember 2011 (englisch).
  68. 100 Jahre DFB, Sportverlag Berlin GmbH, 1999, S. 32.
  69. Das ist das neue Trikot der Nationalmannschaft für die WM 2014. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 12. November 2013, abgerufen am 28. August 2018.
  70. Nationalmannschaft: Das neue DFB-Trikot ist ein Millionenseller. In: welt.de. Die Welt, 12. November 2013, abgerufen am 15. November 2013.
  71. Trikots künftig wieder durchnummeriert. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 20. August 2008, abgerufen am 28. August 2014.
  72. Nationalspieler im neuen Look. Das Deutschland Trikot EM 2012 kommt. In: artikelverzeichnis-xl.de. 5. Juni 2011, abgerufen am 15. Juni 2011.
  73. 100 Jahre DFB, Sportverlag Berlin GmbH, 1999, S. 24.
  74. Nationalteam mit schwarzem Auswärtstrikot zur WM. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 27. Januar 2010, abgerufen am 28. August 2014.
  75. Özil lässt Deutschland jubeln. In: fifa.com. FIFA, 23. Juni 2010, abgerufen am 9. August 2013.
  76. Deutschland stürmt ins Halbfinale. In: fifa.com. FIFA, 3. Juli 2010, abgerufen am 9. August 2013.
  77. Reglement FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010. In: fifa.com. FIFA, 3. Juli 2010, S. 31, abgerufen am 9. August 2013 (PDF; 271 kB).
  78. Das neue Auswärtstrikot der Nationalmannschaft. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 13. Februar 2014, abgerufen am 28. August 2014.
  79. Deutschland - Rumänien 1:1 (0:1). In: fussballdaten.de. Fussballdaten Verlags GmbH, abgerufen am 28. August 2014.
  80. Deutschland – Rumänien 1:1 (0:1). In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. August 2014.
  81. WM 2014: DFB-Spieler erhalten bis 200.000 Euro. In: wm-2014.net. Nils Römeling, 11. Oktober 2013, abgerufen am 11. Oktober 2013.
  82. DFB trifft Prämienvereinbarung für EM-Qualifikation. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 20. Dezember 2010, abgerufen am 28. August 2014.
  83. Prämienregelung für die Weltmeisterschaft 2014. In: fussballnationalmannschaft.net. Nils Römeling, 29. November 2013, abgerufen am 29. November 2013.
  84. SID: DFB: Prämie für WM-Titel. In: fifa.com. FIFA, 3. März 2010, abgerufen am 29. Juni 2010.
  85. Ruhm, Ehre – und 300.000 Euro. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Juli 2014, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  86. DFB-Trainer Löw lobt Nationalmannschaft "Team 2006". In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. August 2014.
  87. UEFA ehrt DFB für beste Nachwuchsarbeit in Europa. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 27. Oktober 2009, abgerufen am 28. August 2014.
  88. SID: Bierhoff und Löw: Deutschland kein "Paradies". In: fifa.com. FIFA, 12. Juni 2013, abgerufen am 2. August 2013.
  89. Neue Trainer-Zuordnungen im Juniorenbereich. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 27. Juni 2013, abgerufen am 28. August 2014.
  90. 1:0 gegen Portugal: U 19-Junioren holen EM-Titel in Ungarn. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 31. Juli 2014, abgerufen am 28. August 2014.
  91. a b Fantastische 10 Jahre – Fan Club Nationalmannschaft feiert Jubiläum, Beilage zum kicker Sportmagazin #26/2013, Olympia-Verlag Nürnberg, 25. März 2013
  92. Fan Club Nationalmannschaft. In: fanclub.dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. August 2014.
  93. Paules Portrait. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. August 2014.
  94. Deutsches Fußballmuseum des DFB in Dortmund - Leitbild
  95. Alle gegnerischen Mannschaften von Deutschland (Männer). In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 6. September 2014.
  96. Der DFB zählt dagegen auf seiner im August 2014 überarbeiteten Webseite die Siege im Elfmeterschießen nicht als Remis sondern als Sieg.
  97. Diskografie – Die Fußball-Nationalmannschaft. In: discogs.com. Discogs, abgerufen am 16. Februar 2014.
  98. Die Nationalmannschaft: Spiele & Termine. Saison manuell wählen. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 6. September 2014.
  99. Der Kader für das Länderspiel in Spanien (18.11.2014). Abgerufen am 17. November 2014.
  100. Die Nationalmannschaft – Team: Tor. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 6. September 2014.
  101. Die Nationalmannschaft – Team: Abwehr. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 6. September 2014.
  102. Die Nationalmannschaft – Team: Mittelfeld. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 6. September 2014.
  103. Die Nationalmannschaft – Team: Angriff. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 6. September 2014.