Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
| Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) |
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|---|---|
| Zweck: | Medizinische Fachgesellschaft für Innere Medizin |
| Vorsitz: | Michael P. Manns |
| Gründungsdatum: | April 1882 |
| Mitgliederzahl: | > 22.000 |
| Sitz: | Wiesbaden |
| Website: | dgim.de |
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) wurde 1882 anlässlich des 1. Congresses für innere Medicin (dies ist die ursprüngliche Bezeichnung), welcher vom 20. bis 22. April 1882 in Wiesbaden stattfand, gegründet.
Das Organisationskomitee bestand aus den Professoren Karl Gerhardt, Ernst von Leyden, Adolf Kussmaul, Eugen Seitz sowie dem Gründungsmitglied und ersten Vorsitzenden (1882 bis 1885) des Kongresses Friedrich Theodor von Frerichs, nach welchem der von der DGIM verliehene Theodor-Frerichs-Preis benannt wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Über die Gesellschaft [Bearbeiten]
Als gemeinnütziger Verein mit über 22.000 Mitgliedern verfolgt die Gesellschaft die ausschließliche und unmittelbare Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem gesamten Gebiet der Inneren Medizin und ihrer Entwicklung als angewandte Heilkunde. Im Vordergrund steht neben der Integration der Spezialgebiete der Inneren Medizin die Pflege der Beziehungen zu den wissenschaftlichen Schwerpunktgesellschaften. Anerkannte Schwerpunkte der DGIM sind Angiologie, Endokrinologie, Gastroenterologie, Geriatrie, Hämatologie/Onkologie, Kardiologie, Nephrologie, Pneumologie und Rheumatologie. Als weitere Spezialbereiche der Inneren Medizin sieht die DGIM die Internistische Intensivmedizin und die Infektiologie. Die DGIM arbeitet im Bereich der Berufspolitik sowie der Fortbildung eng mit dem Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) zusammen. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Vorsitzender ist seit 2013 Michael P. Manns, er löste Elisabeth Märker-Hermann ab.[1]. Die neuesten Forschungsergebnisse der Schwerpunkte, wie auch allgemeinmedizinische Themen, werden alljährlich auf dem Internistenkongress in Wiesbaden präsentiert und diskutiert.
Ziele [Bearbeiten]
- Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
- Sicherung der internistischen Versorgung von Patienten sowie der Transparenz von Prozessen und Abläufen in Klinik und Praxis
- Unterstützung des interdisziplinären fachlichen Austausches zu anderen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbänden im In- und Ausland
- Vertretung der Belange der Inneren Medizin als Wissenschaft gegenüber staatlichen und kommunalen Behörden sowie Organisationen der Selbstverwaltung
- Wahrung der Einheit der Inneren Medizin in Forschung, Klinik und Praxis.
Geschichte der Gesellschaft [Bearbeiten]
Am 20. April 1882 wurde der „Congress für Innere Medicin“ in Wiesbaden gegründet. Gründungsmitglieder waren u. a. Karl Gerhardt, Ernst von Leyden, Adolf Kussmaul, Eugen Seitz und Friedrich Theodor von Frerichs. 188 Ärzte besuchten die 1. Eröffnungsveranstaltung im Kurhaussaal Wiesbaden. Friedrich Theodor von Frerichs (1819-1885) war der erste Vorsitzende und Präsident des Kongresses. Er leitete den Kongress von 1882 bis 1884.
- 1846 habilitierte er in Göttingen und wurde außerordentlicher Ordinarius.
- 1850 wurde er Leiter der akademischen Heilanstalten der Universität Kiel.
- 1852 ging er nach Breslau als Ordinarius für Pathologie und Direktor der Medizinischen Klinik.
- 1859 wurde er Leiter der Medizinischen Klinik der Charité Berlin.
- 1885 starb Frerichs, die Grabstätte befindet sich auf dem St. Matthäus-Kirchhof in Berlin. Die Pflege der Grabstätte hat die DGIM übernommen.
- 1920 Umbenennung des "Congress für Innere Medicin" in Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin.
- 1948 erster Internistenkongress nach dem 2. Weltkrieg.
- 1958 stiftet die DGIM den Theodor-Frerichs-Preis, der alljährlich die beste vorgelegte deutsche, möglichst klinisch-experimentelle Arbeit auf dem Gebiet der Inneren Medizin auszeichnet.
- 1959 letzter Internistenkongress beider deutscher Staaten.
- 5. April 1959 die DGIM gründet den Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).
- 5. Juni 1962 Gründung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Medizin in der DDR als Gegengewicht zur DGIM.
- 1982 100. Jubiläum der DGIM.
- seit den 80ern: Modernisierung der DGIM unter den Generalsekretären Hanns-Gotthard Lasch und Hans-Peter Schuster
- 1990 erster gesamtdeutscher Internistenkongress nach der Wiedervereinigung.
- 1994 100. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und erstmalige Verleihung der Gustav von Bergmann Medaille (Ehrung herausragender Wissenschaftler, die mit ihrem Lebenswerk die Innere Medizin in Deutschland entscheidend prägten).
- 2007 125-jähriges Bestehen der DGIM.
- 2010 116. Kongress der DGIM, zum 100. Mal in Wiesbaden
Preise [Bearbeiten]
Theodor-Frerichs-Preis:
Der Preis wird von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin für die beste vorgelegte, möglichst klinisch-experimentelle Arbeit auf dem Gebiet der Inneren Medizin verliehen. Er ist mit 30.000 Euro dotiert.
Die Arbeit in deutscher oder englischer Sprache darf in der vorliegenden Form nicht vor dem 15. Oktober des jeweiligen Vorjahres veröffentlicht worden sein. Sie darf nicht zeitgleich an einem ähnlichen Wettbewerb teilnehmen oder bereits mit einem entsprechenden Preis ausgezeichnet worden sein. Das Alter des Verfassers sollte 40 Jahre nicht überschreiten. Bewerber müssen Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin sein. An der Arbeit können auch mehrere Autoren beteiligt sein. In diesem Falle wird erwartet, dass sich die Arbeitsgruppe auf einen Wissenschaftler einigt, der als persönliche Bewerberin oder persönlicher Bewerber auftritt.
Präventionspreis:
In Fortsetzung des von Dieter Klaus gestifteten Präventionspreises verleiht die Deutsche Stiftung Innere Medizin gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin diesen Preis für die beste aus dem deutschsprachigen Raum vorgelegte Arbeit in deutscher oder englischer Sprache auf dem Gebiet der Primär- und Sekundärprävention innerer Erkrankungen. Für den Preis werden Originalarbeiten aus allen Ebenen der klinischen Forschung von der grundlagenorientierten über die patientenorientierte Forschung bis hin zur Versorgungsforschung in Betracht gezogen. Die Erarbeitung neuer genetischer, molekular- oder zellbiologischer Parameter, die in Zukunft möglicherweise zur Prävention nützlich sein können, ebenso wie epidemiologische Studien, die Ansätze zur Prävention eröffnen, oder Interventionsstudien, die solche Ansätze umzusetzen versuchen, stellen geeignete Themen dar, aber es können auch andere Aspekte der Prävention vorgeschlagen werden. Der Preis ist mit 10.000,00 € dotiert.
Eine Publikation der Arbeit in der vorliegenden Form oder in ihrem wesentlichen Inhalt darf zum Zeitpunkt der Eingabe für die Bewerbung um den Präventionspreis nicht vor dem 15. November des jeweiligen Vorjahres veröffentlicht worden sein und diese darf nicht an einem ähnlichen Wettbewerb teilgenommen haben. An der Arbeit können mehrere Autoren beteiligt sein. In diesem Falle wird erwartet, dass sich die Arbeitsgruppe auf einen Wissenschaftler einigt, der als Bewerber für die Arbeitsgruppe auftritt.
Gustav-von-Bergmann-Medaille:
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin schuf die Gustav-von-Bergmann-Medaille anlässlich ihres 100. Internistenkongresses im Jahr 1994 in Wiesbaden. Sie ist nach dem deutschen Internisten Franz August Richard Gustav von Bergmann (geb. 24. Dezember 1878 in Würzburg; gest. 16. September 1955 in München) benannt. Als Professor der Inneren Medizin in Marburg, Frankfurt, Berlin und München gab dieser weit über sein Fachgebiet hinaus dem medizinischen Denken neue Impulse. Mit ihrer Verleihung ehrt die DGIM herausragende Wissenschaftler, die mit ihrem Lebenswerk die Innere Medizin in Deutschland entscheidend geprägt haben. Die Gustav-von-Bergmann-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DGIM. Bisherige Preisträger.
Young Investigator Award:
Die besten Abstracts von Erstautoren unter 35 Jahren aus den internistischen Schwerpunkten, der Intensiv- und Notfallmedizin, der Infektiologie, der Geriatrie und der Epidemiologie werden von einer fachkompetenten Jury für den Young Investigators Award anonym ausgewählt.
Als Preis für die Teilnehmer des YIA werden für den ersten, zweiten und dritten Preis 3.000, 2.000 und 1.000 Euro vergeben. Zusätzlich erhalten alle Teilnehmer ein Reisestipendium der DGIM in Höhe von 250,- Euro sowie ein Jahresabonnement einer medizinischen Fachzeitschrift des Springer Verlages, einen Buchgutschein des Springer Verlages in Höhe von 100,- € und ein Internisten-Update-Handbuch.
Posterpreise
Während der Präsentation der Poster wird für jedes der 12 Fächer jeweils ein Posterpreisträger ausgewählt. Für die restliche Kongressdauer werden die ausgewählten Poster in der Posterhalle ausgestellt. Die 12 Posterpreisträger erhalten ein Reisestipendium der DGIM in Höhe von 200,- Euro sowie ein Jahresabonnement einer medizinischen Fachzeitschrift des Springer Verlages, einen Buchgutschein des Springer Verlages in Höhe von 100,- € und ein Internisten-Update-Handbuch.
Nachwuchsförderung [Bearbeiten]
Rund 9.000 junge Frauen und Männer nehmen jährlich das Medizinstudium auf. Annähernd 95 Prozent aller Studienanfänger beenden es mit Erfolg. Doch viele von ihnen werden dann nicht unmittelbar in Medizin und Wissenschaft tätig. Ein besonderes Anliegen ist der DGIM deshalb die Förderung des internistischen Nachwuchses. Mit verschiedenen, teils hoch dotierten, wissenschaftlichen Preisen und Stipendien schafft die Fachgesellschaft Anreize für den wissenschaftlichen nachwuchs, sich in der Inneren Medizin und insbesondere in der internistischen Forschung zu engagieren. Im Rahmen des Internistenkongresses verleiht sie für herausragende wissenschaftliche Arbeiten junger Mediziner aus allen internistischen Schwerpunkten den Young Investigator Award und Preise für wissenschaftliche Poster. Die Jahrestagung bietet jungen Wissenschaftlern außerdem eine bedeutende Plattform für die Planung und Gestaltung ihrer beruflichen Karriere. In einem Forum für junge Mediziner „Chances“ geben Experten Informationen zu Berufsstart, Karriereplanung und Facharztweiterbildung – aber auch zu alternativen Berufsfeldern. Durch Stipendien für die Teilnahme an der European School for Internal Medicine (ESIM) ermöglicht die DGIM zudem Forschungskontakte ins Ausland: Die Young Internists (YI) aus ganz Europa kommen hier zusammen, um aktuelle Themen aus der Inneren Medizin zu bearbeiten.
Stipendien der DGIM:
- ESIM-Stipendium (3 bis 5)
- Reisestipendien gute Poster
- Reisestipendien Posterpreise
- Reisestipendien YIA
- Studentenreisestipendien (20)
Organisationsstruktur [Bearbeiten]
Kommissionen [Bearbeiten]
Die ständigen Kommissionen und Task Forces unterstützen Vorstand und Ausschuss der DGIM in der Erfüllung ihrer wissenschaftlichen, wissenschaftspolitischen und berufspolitischen Aufgaben. Sie erarbeiten Stellungnahmen, Resolutionen oder Positionspapiere zu spezifischen Themen. Die Ergebnisse veröffentlicht die Fachgesellschaft in ihren Organen, Fachzeitschriften, Newsletters und weiteren eigenen Publikationen.
Kommission "Struktur - Krankenversorgung"
Ein zentrales Anliegen der DGIM ist es internistische Versorgung zu sichern, den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden und Ihnen die bestmögliche Behandlung zuteilwerden zu lassen. Die Innere Medizin ist in den Kliniken eine zentrale Schnittstelle – insbesondere in den kommunalen Krankenhäusern. Um in diesem Gefüge die richtigen Weichen stellen zu können, gilt es zunächst, Prozesse und Abläufe transparent zu machen. In der DGIM nimmt die Kommission Struktur- und Krankenversorgung die Aufgabe wahr, die Stellung der Inneren Medizin und ihrer Schwerpunkte an den verschiedenen stationären Versorgungseinrichtungen darzustellen. Die ständige Kommission soll die Gesellschaft in die Lage versetzen, sich zeitnah zu den wichtigen Fragen und Themen zu äußern. Die Kommission berichtet dem Vorstand und Ausschuss der DGIM, welche durch Vorstandsbeschluss im Jahre 2001 gegründet wurde.
Kommission "Wissenschaft - Nachwuchsförderung"
Die Zukunftsfähigkeit der Inneren Medizin entscheidet sich ganz wesentlich an der Fähigkeit, die besten jungen Medizinerinnen und Mediziner für unser Fach zu begeistern und ihre Entwicklung zu fördern. Wissenschaftlicher Fortschritt bleibt das wirksamste Mittel, das Verständnis und die Therapie internistischer Erkrankungen und damit letztlich das Schicksal der uns anvertrauten Patienten nachhaltig zu verbessern. Solide wissenschaftlich untermauerte klinische Konzepte bieten auch die beste Chance, hohe medizinische Standards für unsere Patienten gegen Sparzwänge und politische Begehrlichkeiten zu behaupten. Die Kommission für „Wissenschaft – Nachwuchsförderung“ hat sich der Förderung dieser Anliegen verschrieben. Dabei erarbeitet sie zum einen Positionspapiere zu wichtigen Fragen der Wissenschafts- und Nachwuchsförderung. Zum anderen stehen die Mitglieder auch ganz praktisch für jüngere Kolleginnen und Kollegen als Ansprechpartner für eine Karriere in der Inneren Medizin auf Veranstaltungen und über Ihre Mitgliederprofile zur Verfügung.
Kommission „Leitlinien,Diagnostik und Therapie"
Mit der Behandlung innerer Erkrankungen befasst sich in der DGIM insbesondere die Kommission Leitlinien, Diagnostik und Therapie. Diese empfiehlt und positioniert sich zu aktuellen Themen, Beschlüssen und Gesetzen.
Kommission „Aus-, Weiter- und Fortbildung"
In der klinischen Ausbildung von Medizinern bildet die Innere Medizin mit ihren Schwerpunkten den größten Anteil. Sie muss sich deshalb in Angelegenheiten des medizinischen Bildungsweges klar positionieren. Zu diesem Zweck hat die DGIM im Jahr 2009 die Kommission Aus-, Weiter- und Fortbildung gegründet. Diese diskutiert wichtige Aspekte des Medizinstudiums und der fachärztlichen Weiter- und beruflichen Fortbildung. Ihre Aufgabe ist es, konkrete Lösungen aufzuzeigen – sei es zur Einführung des Bachelor-master-Systems oder zur Weiterbildungsordnung. Die elf Mitglieder der Kommission Aus-, Weiter- und Fortbildung sind jeweils Beauftragte der acht internistischen Schwerpunkte, sowie Geriatrie, Infektiologie und Internistische Intensiv- und Notfallmedizin. Damit trägt die DGIM auch hier dem Ansatz Rechnung, die einzelnen Schwerpunkte an den Stellungnahmen und Konzeptionen der Kommissionen systematisch zu beteiligen.
Task Force "Geriatrie"
Grundlage der Einsetzung dieser Task Force war die bereits über zwei Jahre vom Vorstand der DGIM intensiv diskutierte Einführung eines Schwerpunktes Geriatrie in der Inneren Medizin. Aufgabe dieser Task Force war es dann, eine Begründung für die Etablierung dieses Schwerpunktes zu erarbeiten und gegenüber der Bundesärztekammer zu vertreten. Das inzwischen erarbeitete Konsenspapier der Task Force sieht nicht nur aufgrund der demographischen Entwicklung unserer Bevölkerung eine Notwendigkeit für diesen Schwerpunkt, sondern auch darüber hinaus aufgrund der hohen fachspezifischen Kompetenz der geriatrischen Medizin. Die Task Force erkennt eine inhaltliche Spezifität des Schwerpunktes, eine Verwurzelung in der Inneren Medizin bei gleichzeitig inhaltlicher Autonomie, einen hohen Weiterbildungsbedarf in diesem Schwerpunkt und auch die Notwendigkeit der Forschung. Letzteres wird aus Sicht der Task Force nur dann erfolgreich gelingen, wenn ein solcher Schwerpunkt auch formal geschaffen ist. Zusammenfassend ist die Task Force der Überzeugung, dass aufgrund der gesellschaftlichen aber auch medizinischen Veränderungsprozesse die Innere Medizin einen starken Schwerpunkt Geriatrie benötigt und wird sich in ihrer zukünftigen Arbeit gegenüber der Bundesärztekammer mit einem entsprechenden Vorschlag positionieren.
Task Force "Transition"
Die Arbeitsgruppe "Transition" wird einen Rahmen und einen strukturierten Prozess für die Entwicklung von Transitionskonzepten erarbeiten. Dieses Konzept soll eine Grundlage bilden für die Etablierung von Transitionsmodellen, die bei aller Unterschiedlichkeit für alle Spezialgesellschaften gelten könnte. Dabei sollte im Regelfall die Transition aus der Pädiatrie in die Erwachsenenmedizin im Jugendalter geplant und gemeinsam von Pädiatrie und Erwachsenenmedizin interdisziplinär begleitet werden mit dem Ziel, den jugendlichen Erwachsenen strukturiert in die Betreuung z. B. der Inneren Medizin zu überführen.
Mitgliedschaft [Bearbeiten]
Mit mehr als 22.000 Mitgliedern stellt die DGIM eine der größten wissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland dar. Diese Entwicklung verläuft vor allem jüngst sehr positiv: In den vergangenen acht Jahren hat sich die Zahl der Mitglieder der DGIM verdoppelt. Dies ist unter anderem auf den intensiven Einsatz der Fachgesellschaft für ihre Mitglieder zurückzuführen: Vorstand und Geschäftsführung der DGIM sind bestrebt, die Interessen der Mitglieder zu wahren und deren Anregungen aufzunehmen und umzusetzen. Dazu gehört unter anderem, das Leistungsangebot in Verbindung mit einer Mitgliedschaft in der Gesellschaft stetig zu verbessern. Vorteile bietet die DGIM ihren Mitgliedern auch, indem sie Kontakte und Beziehungen zu anderen Fachgesellschaften pflegt und wissenschaftlich fundierte Fortbildung in Klinik und Praxis fördert.
Ordentliche Mitgliedschaft [Bearbeiten]
Die ordentliche Mitgliedschaft in der DGIM e.V. kann jeder in Deutschland oder im Ausland approbierte Arzt beantragen, der auf dem Gebiet der Inneren Medizin tätig ist. Die Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern erfolgt auf schriftlichen Antrag durch den Vorsitzenden. Die Gesellschaft hat neben den ordentlichen Mitgliedern auch korrespondierende korporative und Ehren-Mitglieder. Ehrenmitglieder und korrespondierende Mitglieder werden auf Vorschlag des Ausschusses von der Mitgliederversammlung gewählt. Die Wahl erfordert eine Zwei-Drittel-Mehrheit.
Korporative Mitgliedschaft [Bearbeiten]
Viele Entwicklungen in der Medizin sind durch eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Ärzten mit Firmen der forschenden Industrie und Geräteherstellern erst möglich. Daher fassten Vorstand und Ausschuss der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) im Jahre 1993 den Beschluss, enger mit der forschenden Industrie und den wissenschaftlichen Fachverlagen zusammenzuarbeiten. In die Satzung der DGIM wurde mit § 4 die Korporative Mitgliedschaft aufgenommen.
Korporative Mitglieder der DGIM können forschende Arzneimittelfirmen, Geräte und Diätetika herstellende Firmen, medizinische Fach- und Zeitschriftenverlage, informations- und medientechnische Unternehmen werden, die die Ziele der DGIM unterstützen. Damit können juristische Personen durch Antrag an den Vorsitzenden und durch Zustimmung des Ausschusses der DGIM die korporative Mitgliedschaft erlangen.
Internistenkongress [Bearbeiten]
Der jährliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden gehört zu den bedeutendsten Fachkongressen der Inneren Medizin in Deutschland. Während der Jahrestagung der DGIM bilden sich Internisten vier Tage lang in der gesamten Inneren Medizin und allen Schwerpunkten fort.
Experten referieren in Vorträgen und Symposien über aktuelle medizinische Erkenntnisse und diskutieren Fragen der Gesundheitspolitik. In Plenarvorträgen thematisieren Persönlichkeiten aus Medizin, Wissenschaft, Gesellschaft oder Politik brisante Themen der Zeit. Parallel zum Vortragsprogramm finden praktische Kurse und interaktive Falldiskussionen statt. Der Internistenkongress bietet auch dem Nachwuchs eine attraktive Plattform. In Postersitzungen haben junge Wissenschaftler die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse der Fachöffentlichkeit vorzustellen. Eine große Fachausstellung rundet das Kongressangebot ab. Die Industrie nutzt die Jahrestagung um ihre Neuheiten zu präsentieren. Außerdem lädt sie zu Satellitensymposien ein. Im Rahmen der Continuing Medical Education (CME) können Ärzte mit dem Kongressbesuch Fortbildungspunkte erwerben, die das jährliche Kontingent an CME-Punkten abdecken.
Publikationen der Gesellschaft [Bearbeiten]
- DGIM - Die Reden der Vorsitzenden 1982 - 2010, ISBN 978-3-13-104582-9
- Für die Einheit der Inneren Medizin - 125 Jahre Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V., ISBN 978-3-00-021148-5
- Innere Medizin im Wandel der Zeit - Aus den Eröffnungsreden der Internistenkongresse 1882-1961, ISBN 978-3-89935-247-4
- 125 Jahre Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. - Die Einheit der Inneren Medizin, DVD
Publikationsorgane [Bearbeiten]
- Der Diabetologe
- Der Gastroenterologe
- Der Internist
- Der Nephrologe
- Der Pneumologe
- Deutsche Medizinische Wochenschrift
- Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin
- Zeitschrift für Rheumatologie
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Internistenkongress 2011 mit Leitthema "Lebensphasen" Ärzte Zeitung, 16. April 2011 [1]
Weblinks [Bearbeiten]
- http://www.dgim.de - Website der DGIM
- http://dgim2013.de - Homepage 119. Kongress der DGIM
- http://www.dgim2012.de - Homepage 118. Kongress der DGIM
- http://www.stiftung-innere-medizin.de - Homepage Deutsche Stiftung Innere Medizin