Deutschschweiz

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Sprachgebiete (2000) – Lage der Deutschschweiz (orange)
Sprachgebiete der Schweiz – Mehrheitsverhältnis nach der BFS-Erhebung 2010; Karte mit einem Gemeindebestand per 14. April 2013
  • Deutsch
    (65,6 % der Bevölkerung; 73,3 % der Schweizer)
  • Französisch
    (22,8 % der Bevölkerung; 23,4 % der Schweizer)
  • Italienisch
    (8,4 % der Bevölkerung; 6,1 % der Schweizer)
  • Rätoromanisch
    (0,6 % der Bevölkerung; 0,7 % der Schweizer)

Mit dem Begriff Deutschschweiz (auch deutsche Schweiz) wird die Sprachregion der Schweiz mit einer überwiegend Schweizerdeutsch (schweizerdt. Schwyzerdütsch, Schwyzertütsch und ähnlich) sprechenden Bevölkerung («Deutschschweizer») umschrieben. Etwa 65 Prozent der territorialen Schweiz (die Nordwestschweiz, die Ostschweiz, Teile des Mittellandes, die Zentralschweiz sowie grosse Teile der Schweizer Alpen) werden zur Deutschschweiz gezählt.

Inhaltsverzeichnis

Sprachen [Bearbeiten]

Alltagsprache [Bearbeiten]

Als Alltagsprachen finden die Varietäten des alemannischen Dialektes Schweizerdeutsch Anwendung – weit mehr noch als im übrigen oberdeutsch-alemannischen Sprachraum die alemannischen Mundarten. Während im übrigen alemannischen Sprachraum Standarddeutsch die Ortsdialekte vielfach als vorrangige Sprache verdrängt hat, werden die schweizerdeutschen Dialekte in fast allen Gesprächssituationen vorrangig benutzt. In diesem Zusammenhang beschrieb der Schweizer Schriftsteller Hugo Loetscher in einem Essay die Sprachsituation der Deutschschweizer als zweisprachig innerhalb der eigenen Sprache.[1]

Amtssprache [Bearbeiten]

Die Sprachregionen der Schweiz bilden an sich keine administrativen Einheiten. Auch die Kantonsgrenzen sind keine Sprachgrenzen, somit hat die Schweiz eine weitere Vielfalt: Kantone mit mehreren gesprochenen Sprachen sowie Amtssprachen. Der Status der Sprachen in der Schweiz ist auf Kantonsebene geregelt. In 17 der 26 Kantone ist aufgrund der Bevölkerungsstruktur Schweizer Hochdeutsch die alleinige Standard- und Amtssprache. In vier weiteren Kantonen zählt Schweizer Hochdeutsch zu den offiziellen Sprachen:

Kulturgrenzen [Bearbeiten]

Die romanisch-germanische Sprachgrenze zwischen Deutsch (Deutschschweiz) und Französisch (französische Schweiz) wird auch als Röstigraben bezeichnet, etwas östlich davon markiert die Mundartgrenze Brünig-Napf-Reuss-Linie eine weitere Kulturgrenze.

Literatur [Bearbeiten]

Siehe auch [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Hugo Loetscher: Identität: Schweizstunde. Sind wir die «Dorftrottel Europas»? Oder sind wir «Niemandskinder»? Was ist eigentlich ein Schweizer? Ein Essay über unsere Identität. DIE ZEIT Nr. 17, 16. April 2009, abgerufen am 6. Juli 2011.