Deutsche WertpapierService Bank

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  Deutsche WertpapierService Bank AG
Logo der Deutschen WertpapierService Bank
Staat Deutschland
Sitz Frankfurt am Main
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 500 306 00[1]
BIC DWPB DEFF XXX[1]
Gründung 4. August 2003
Website www.dwpbank.de
Geschäftsdaten 2012[2]
Bilanzsumme 549,90 Mio. EUR
Mitarbeiter 1.717
Leitung
Vorstand Thomas Klanten[3]
Christian Tonnesen[3]
Aufsichtsrat Wilfried Groos, Vorsitzender

Die Deutsche WertpapierService Bank AG (dwpbank) führt als Transaktionsbank für 1.475 Kunden aus dem Genossenschafts- und Sparkassenbereich, aber auch von Privat- und Geschäftsbanken die Wertpapierabwicklung durch. Die dwpbank verwaltet derzeit 5,49 Millionen Wertpapierdepots und verwahrt einen Wertpapierbestand von 1.773 Milliarden Euro.

Geschichte[Bearbeiten]

Die dwpbank in ihrer heutigen Form entstand am 4. August 2003 aus der Fusion zwischen Bank für Wertpapierservice und -systeme AG, Frankfurt (bws bank) und der WPS WertpapierService Bank AG, Düsseldorf (WPS Bank). Die Vorgängerinstitute starteten bereits Mitte 1998 als Pioniere im Transaction Banking. Bei der Gründung waren die Gesellschaftsanteile auf den Sparkassenverband Westfalen-Lippe, Münster mit 25 %, den Rheinischen SGV, Düsseldorf mit 25 %, der DZ Bank, Frankfurt mit 40 % und der WGZ-Bank, Düsseldorf mit 10 % verteilt. Damit war die Eigentümerstruktur paritätisch auf die Volksbanken- und Sparkassen-Gruppe aufgeteilt. Die Eigentümerstruktur ist jedoch für weitere Eigner offen gestaltet.

Im März 2007 erweiterte sich die dwpbank durch den Erwerb TxB Transaktionsbank GmbH. Die zunächst als hundertprozentiges Tochterunternehmen in der "dwpbank-Gruppe" weitergeführte TxB wurde am 25. August 2008 auf die dwpbank verschmolzen.

Gesellschafter[Bearbeiten]

  • 50 % DZ Bank
  • 20 % Sparkassenverband Westfalen-Lippe
  • 20 % Rheinischer Sparkassen- und Giroverband
  • 3,74501 % BayernLB
  • 3,74499 % Landesbank Hessen-Thüringen
  • 2,51 % HSH Nordbank

Die bei der Gründung beteiligte WGZ-Bank hatte ihren 10 %-Anteil zwischenzeitlich an die DZ Bank verkauft.

Organe[Bearbeiten]

Vorstand[Bearbeiten]

Der Vorstand besteht seit dem 28. November 2013 aus Thomas Klanten (Ressorts Unternehmenssteuerung und Informationstechnologie) und Christian Tonnesen (Ressorts Wertpapierservice und Vertrieb).[3] Klanten, zuvor Generalbevollmächtigter und seit Gründung im Management der dwpbank tätig, ist neu in den Vorstand berufen worden; Tonnesen kam zum 1. November 2011 von der HSH Nordbank. Gleichzeitig zum 28. November 2013 sind der bisherige Vorstandsvorsitzende Markus Walch und der Vertriebsvorstand Karl-Martin im Brahm aus dem Unternehmen ausgeschieden. Walch war Mitglied des Vorstands seit Oktober 2011 (zuvor DAB Bank) und ab 1. Januar 2012 Vorsitzender; im Brahm (zuvor S-Broker) gehörte dem Vorstand seit Dezember 2011 an. [1]
Seit der Unternehmensgründung 2003 wurde der Vorstand von Ralf Gissel geleitet, der für das Ressort Unternehmenssteuerung zuständig war und am 6. April 2011 überraschend aus der dwpbank ausschied. Der ebenfalls seit Gründung durchgängige stellvertretende Vorstandsvorsitzende Sören Christensen war zum 31. Dezember 2011 altersbedingt aus dem Vorstand ausgeschieden.

Aufsichtsrat[Bearbeiten]

Der Aufsichtsrat ist bei den externen Mitgliedern paritätisch mit Personen aus dem Volksbanken- und Sparkassenbereich besetzt.

Filialen[Bearbeiten]

Hauptsitz in der Wildunger Straße 14 in Frankfurt

Hauptsitz ist Frankfurt am Main. Mittlerweile unterhält die dwpbank Niederlassungen an folgenden Orten:[4]

Kunden[Bearbeiten]

Die dwpbank betreut 383 Finanzinstitute aus allen drei Säulen der deutschen Kreditwirtschaft. Die größten Institute sind die WestLB, die Nord/LB, die Landesbank Berlin, die Bremer und die Saarländische Landesbank sowie die Postbank. Die dwpbank betreut zwei Zentralbanken mit 1.121 angeschlossenen Kreditgenossenschaften, 343 Sparkassen, acht Landesbanken und 34 private Banken und sonstige Institute.

Von dem im ersten Halbjahr 2007 auf das dwpbank-System gewechselten Großkunden Dresdner Bank AG wurden im April 2011 die Depots von Endkunden zur neuen Eigentümerin Commerzbank "de-migriert". Die Commerzbank bleibt Kunde der dwpbank mit den Depots für Großkunden.

Geschäftsentwicklung[Bearbeiten]

2011 2010 2009 2008 2007
Depots (in Mio.) 5,87 7,50 7,83 8,25 8,558
Transaktionen (in Mio.) 25,38 28,5 28,8 39,84 50,01
Werpapierbestand (in Mrd. €) 1.778 2.022 1.777 1.634 1.907

(Stand Ende 2011[5])

Wertpapierabrechungssysteme[Bearbeiten]

Die dwpbank betreibt das Wertpapierabrechnungssystem WP2 mit angabegemäß "rund 250.000" Benutzern. Bis Ende 2010 wurden verschiedene weitere Abrechnungssysteme, auf die "zentrale IT-Plattform WP2" konsolidiert. Das Abrechnungsprogramm WVS wurde bis 2010 konsolidiert, das BSV bereits 2009. Das System WP-Kette der Dresdner Bank wurde 2007 konsolidiert. Die Systeme der TxB WIS und EWS PLUS wurden 2007 (EWS PLUS) und 2010 (WIS) auf WP2 umgestellt.

Service Center Wertpapiere[Bearbeiten]

Als weitere Aufgabe übernimmt die dwpbank in ihren Service Centern Wertpapiere auf Wunsch, soweit möglich, die gesamten Wertpapier-Backoffice-Arbeiten verschiedener Mandanten. Aktuell unterhält die dwpbank an sieben Standorten spezialisierte Service Center Wertpapiere in Düsseldorf, Troisdorf, Dresden, Dornach, Frankfurt, Hannover und Herford.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mandantenmagazin »Transact!on« April 2008
  • Kundenmagazin »Transact!on« August 2008
  • Kundenmagazin »Transact!on« März 2009
  • Kundenmagazin »Transact!on« November 2009

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 im eBundesanzeiger
  3. a b c [www.dwpbank.de/wechsel-im-vorstand-der-dwpbank/], abgerufen am 28. November 2013
  4. Die Standorte der dwpbank, abgerufen am 13. Oktober 2013
  5. Rekordgewinn bei der DWP Bank, abgerufen am 13. Mai 2012

50.1226768.650153Koordinaten: 50° 7′ 22″ N, 8° 39′ 1″ O