Deutscher Fußball-Bund

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DFB ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter DFB (Begriffsklärung) aufgeführt.
Deutscher Fußball-Bund (DFB)
DFB-Logo
Gründung 28. Januar 1900
FIFA-Beitritt 1904
UEFA-Beitritt 1954
Präsident Wolfgang Niersbach
Generalsekretär Helmut Sandrock
Nationalmannschaften Männer
Nationalmannschaft, U-21,
U-20, U-19, U-18, U-17,
U-16, U-15,
Frauen
Nationalmannschaft, U-23,
U-20, U-19, U-17, U-15
Vereine (ca.) 25.456[1]
Mitglieder (ca.) 6.822.233[1]
Mannschaften (ca.) 165.229[1]
Homepage www.dfb.de
Eingangsbereich der DFB-Verwaltung in Frankfurt-Niederrad unweit der Commerzbank-Arena

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist der Dachverband von 27 deutschen Fußballverbänden, denen wiederum mehr als 25.000 Fußballvereine angehören. Seinen Sitz hat der gemeinnützige Verein in Frankfurt am Main. Ordentliche DFB-Mitglieder sind der Ligaverband, die fünf Regional- und 21 Landesverbände. Mit fast 7 Millionen Mitgliedern der angeschlossenen Vereine ist der DFB der größte nationale Sport-Fachverband der Welt.

Gegründet wurde der DFB am 28. Januar 1900 in Leipzig. Er richtet seit 1903 die Deutsche Fußballmeisterschaft aus und trat dem Fußball-Weltverband FIFA bei dessen Gründung 1904 bei. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde auch der DFB gleichgeschaltet und löste sich 1940 auf. Anfang 1950 gründeten die westdeutschen Verbände den DFB in Stuttgart neu, seit September 1950 gehört er wieder dem Fußball-Weltverband FIFA an, seit 1954 auch dem europäischen Fußballverband UEFA. 1957 trat der Saarländische Fußballverband dem DFB bei, 1990 der Verband der DDR als fünfter Regionalverband unter dem Namen Nordostdeutscher Fußballverband. Als nationaler Fußballverband organisiert der DFB die Deutschen Fußballnationalmannschaften, die man daher auch DFB-Auswahl nennt, und bestimmt die Bundestrainer.

Geschichte[Bearbeiten]

Geschichte des deutschen Fußballs vor der DFB-Gründung[Bearbeiten]

Erstes DFB-Logo von 1900 bis 1945
Einzellogo von 1911
Logo von 1945 bis 1995
Logo von 1995 bis 2003
Logo von 2003 bis 2008
Logo seit 2008
Logo der Deutschen Fußballnationalmannschaft mit Adler, seit der WM 1990 in Verwendung. Die vier Meistersterne repräsentieren die Weltmeistertitel von 1954, 1974, 1990 und 2014.

DFB-Präsidenten

Wolfgang Niersbach Theo Zwanziger Gerhard Mayer-Vorfelder Egidius Braun Hermann Neuberger Hermann Gösmann Peco Bauwens Felix Linnemann Gottfried Hinze Friedrich Wilhelm Nohe Ferdinand Hueppe

Im Deutschen Reich hatte Sport im 19. Jahrhundert nur eine untergeordnete Bedeutung. Unter den aus England übernommenen Mannschaftssportarten dominierte zunächst Rugby Football von 1875 bis Mitte der 1880er Jahre. Ende der 1880er Jahre wurde neben Rugby auch Association Football gespielt, der sich zum Rugby Football zunächst nur darin unterschied, dass man die Füße anstelle der Hände verwendete. Ähnlich dem Rugby versuchten die Spieler sich ständig durch die gegnerischen Reihen zu kämpfen, bis sie am Tor angekommen waren, so dass ein Fußballspiel vornehmlich aus Dribblings einzelner Spieler bestand. Ein Passspiel oder das Einbeziehen anderer Mitspieler gab es im Grunde noch gar nicht.

Die Anfänge des Fußballspiels in Deutschland, wohl noch eine Mischung aus Fußball und Rugby, werden auf das Jahr 1874 datiert. Bezug nehmend entweder auf die Gründung des Dresden English Football Club oder auf die Einführung des Fußballs in den Schulsport durch Konrad Koch in Braunschweig.

Wie in ganz Deutschland vollzog sich auch in Berlin die Entwicklung erst sehr schleppend. Im Winter 1881/82 trugen, wie auch zum gleichen Zeitpunkt in Hamburg, in der Stadt anwesende Engländer das erste Association Fußballspiel aus. Dennoch geschah bis 1888 wenig. 1883 spielten Engländer und Deutsche gelegentlich auf dem Tempelhofer Feld in Berlin, im Hoppegarten, in Pankow (Schönholz) und in Nieder-Schöneweide. Erst zum Ende der 1880er Jahre setzte eine rasante Entwicklung durch die Gründung einer Vielzahl von Fußballklubs ein. Am 15. April 1888 wurde mit dem BFC Germania 1888 der älteste noch existierende deutsche Fußballverein gegründet.

Die neu gegründeten Vereine organisierten sich in vielen verschiedenen Verbänden. Vor allem in Berlin gab es eine Vielzahl an parallel existierenden Fußballverbänden. Auch „Ur-Länderspiele“ gab es schon vor Gründung des DFB mit Auswahlmannschaften, in denen Berliner Spieler dominierten. Nach Berlin folgte der Süden (Südwesten) 1893 mit einem eigenen Verband, die Süd-Westdeutsche Fußball-Union, die aber auf Grund interner Streitigkeiten und der geringen Anzahl von Klubs im Süden nur zwei Jahre lang existierte. Danach folgte Hamburg/Altona mit dem Hamburg-Altonaer Fußball-Bund und Leipzig mit dem Verband Leipziger Ballspiel-Vereine und mit den Jahren weitere lokale und regionale Verbände. Dazu gehörten 1897 der Verband Süddeutscher Fußball-Vereine und ein Jahr später der Rheinische Spiel-Verband im Westen sowie der Deutsche Fußball-Bund im Jahre 1900 als Dachverband.

Von der Gründung 1900 bis 1933[Bearbeiten]

Am 28. Januar 1900 trafen sich in der Gaststätte „Zum Mariengarten“ in Leipzig 36 Vertreter von 86 Vereinen zur Gründungsversammlung des DFB. Ferdinand Hueppe wurde anschließend zum ersten Präsidenten des DFB gewählt. Eine Plakette am Gründungsgebäude in der heutigen Büttnerstraße unweit des Hauptbahnhofes erinnert Passanten an das historische Ereignis.

Bereits einige Jahre vorher waren Verbände wie der Bund Deutscher Fußballspieler, der Deutsche Fußball- und Cricket-Bund und der Hamburg-Altonaer Fußball-Bund gegründet worden, die jedoch auf Teilgebiete des Deutschen Reiches beschränkt waren (im Fall des BDF auf Berlin). Die erste Meisterschaft über Stadtgrenzen hinaus wurde 1898 vom Verband Süddeutscher Fußball-Vereine ausgetragen, der sich 1903 dem DFB anschloss und dessen größter Verband wurde.

Mit Gründung des DFB durch die 86 Gründungsvereine gab es einen deutschlandweiten Führungsverband, der ab 1903 – zuvor waren noch Zwistigkeiten zu klären, da die Regionalverbände ihre Meisterschaften ungerne unterordnen und abwerten wollten – Endrunden um die deutsche Meisterschaft ausspielte. Der erste deutsche Fußballmeister war der VfB Leipzig. Am 21. Mai 1904 trat der DFB per Fernschreiben noch am Gründungstag der FIFA als achtes Mitglied dem Weltfußballverband bei. Auch wenn er nicht zu den sieben Gründungsmitgliedern gehört, die sich in Paris zur Gründungsversammlung trafen, war er laut Homepage der FIFA „nichtsdestoweniger in der ersten Stunde mit dabei“.[2]

Bis zum 1. Weltkrieg gab es viele lokale Verbände und Ligen, die sich (noch) nicht dem DFB, bzw. den Regionalverbänden angeschlossen hatten. Der Aufschwung des Fußballs, der von etwa 1910 an deutlich zunahm, wurde so statistisch erst nach 1919 erfasst.[3] Auch entsprach der Zuschnitt der Regionalverbände noch lange nicht dem heutigen. So reichte z. B. der Westdeutsche Spielverband bis nach Osterode und Göttingen im Osten.

Der DFB in der Zeit des Dritten Reichs[Bearbeiten]

Der DFB wurde seiner Aufgabe der kritischen Vergangenheitsaufarbeitung lange Zeit nicht gerecht, erst im Jubiläumsband „100 Jahre DFB“, erschienen im Jahre 2000, wurde eine Auseinandersetzung mit dem damaligen Präsidenten Felix Linnemann und dem Geschäftsführer des Westdeutschen Spiel-Verbandes Josef Klein und kritische Aufarbeitung durch den Co-Autor Karl-Adolf Scherer vorgenommen. Für weiterführende Recherchen und Aufbereitungen haben die Verantwortlichen des DFB eine Studie in Auftrag gegeben, deren Autor Nils Havemann das Buch Fußball unterm Hakenkreuz[4] unter Zuhilfenahme umfangreicher Archive und Nachlässe verfasste; er erhielt auch Zugang zu bis dahin verschlossenen DFB-Archiven. Der DFB stellte sich damit zirka 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs direkter Weise dem Fehlverhalten seiner Funktionäre während des Dritten Reichs, wie dies den Ergebnissen der Studie von Havemann zu entnehmen ist.

Der DFB war Anfang der 1930er Jahre stark dem bürgerlichen Lager verbunden und mit diesem in allen seinen Gremien verwurzelt. Auch auf den herannahenden Nationalsozialismus hatte er sich nur sehr ungenügend vorbereitet. Die sportpolitische Situation erlaubte es insbesondere Guido von Mengden, Josef Klein, Georg Xandry, Wilhelm Erbach sowie dem damaligen DFB-Präsidenten Felix Linnemann ihre nationalsozialistischen Gedanken und Überzeugungen in die Verbände einzubringen. Vor allem mit Hilfe des Vorsitzenden des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen (damit dominierend in allen deutschen Sportverbänden wie DFB und auch NOK) dem Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten konnte das Idealbild der Nazis im gesamten deutschen Sport, und damit auch im DFB, implantiert werden. Der Historiker Hajo Bernett bezeichnete Mengden, welcher 1935 auch Pressereferent und 1936 schließlich Generalreferent von Tschammers wurde, in dessen Biographie 1976 als „Generalstabschef des deutschen Sport“. Eine weitere dominante Rolle im vollkommenen Gehorsam Hitler gegenüber, spielte der 1931 ernannte Schatzmeister des DFB, der Bankier Arthur Strenzel. Insbesondere während des Krieges führte dieser als 2. Präsident den DFB von Berlin aus, als Linnemann sich weitgehend zurückzog. Die nationalistische Riege innerhalb des DFB war allerdings auch viel größer als diese und wurde weitgehend von einem Triumvirat aus dem Deutschen Reichsausschuss und dem Reichsbund für Leibesübungen, Lewald-Dominicus-Linnemann, insbesondere durch dessen Generalsekretär Carl Diem dominiert.

Josef Klein führte am 6. Juni 1933 den Hitlergruß erst im WSV ein, und erklärte diesen am 7. August 1933 für verbindlich im gesamten DFB. Was mit den Spielern passierte, die dies missachteten, verdeutlicht der Fall des Walter Pahl (VfB Dobberzin, Kreis Finowtal), der wegen Verweigerung des Grußes aus dem DFB ausgeschlossen und damit für den deutschen Fußball gesperrt wurde. Weiterhin wurden durch den DFB, nach der Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes durch den Reichstag am 23. März 1933, sämtliche Juden und Marxisten aus führenden Positionen entfernt, und auch als Mitglieder ausgeschlossen.

Trotz aller Treueschwüre der linientreuen Funktionäre wurde dem DFB aufgrund eines Erlass des Reichssportkommissars vom Juni 1933 die Existenzgrundlage entzogen, als 15 neue Fachverbände den alten Deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen ersetzen und ein Fachverband Fußball (Fachamt Fußball) gegründet wurde. Nur diese Verbände hatten noch das Recht Meisterschaften durchzuführen. Die Regional- oder Landesverbände (diese bildeten den DFB) verschwanden; an deren Stelle traten analog zu den NSDAP-Gauen 16 Gaue, mit je zehn Gauklassemannschaften.

Angesichts dieser Situation fand am 9. Juli 1933 in Berlin ein außerordentlicher Bundestag des DFB statt, der ganze 28 Minuten dauerte. Bei diesem wurde Linnemann einstimmig ermächtigt, alle personellen und sachlichen Maßnahmen einzuleiten, um den DFB in das Programm des Reichssportkommissars einzugliedern und damit eine entscheidende Umwandlung des DFB vorzunehmen. Da sich Linnemann an die Anweisungen Tschammers hielt und diese widerstandslos umsetzte, durften die gestandenen Vereine ihre Namen behalten (nur wenige benannten oder gründeten sich neu), und seine alten Mitstreiter blieben im Amt. Er schaffte es auch, dass im neuen Fachverband Fußball, bis auf den Chef des Gau 3 (Berlin) Prof. Otto Glöckler, kein Neuling aus der Partei in Führungspositionen gelangte.

Auch wenn Linnemann und Nerz mit der Umgestaltung des DFB schnell fortschritten, war damit doch die eigentliche Grundlage der Existenz entscheidend entzogen. Selbst die erfolgreiche Einführung des Tschammer-Pokals als deutschen Vereinspokal, dieser kam beim Fußballvolk gut an, und im Hinblick auf den Höhepunkt Olympia 1936 konnte darüber nicht hinwegtäuschen. Als Debakel erschien dann auch die 0:2-Niederlage gegen Norwegen, bei den Olympischen Spiele in Berlin, bei dem Adolf Hitler sein erstes und letztes Länderspiel erlebte, und somit eine wichtige, bislang vorhandene, Unterstützung fehlte und letztlich auch zur Auswechselung von Nerz gegen Herberger führte. Spätestens 1938 hatten die Nationalsozialisten ihr Ziel der Zerschlagung des Arbeitersports, und damit eine der wichtigsten Stützen des deutschen Sports und folglich auch des DFB, erreicht.

Sepp Herberger führte bereits 1938 in Alleinverantwortung die deutsche Elf zur Weltmeisterschaft in Frankreich, da die gesamte Führung des Fachverbandes Fußball, und damit auch die Führung des DFB, keine klare Entscheidungen mehr treffen konnte oder wollte. Fachverbandschef und DFB-Präsident Linnemann war zu dieser Zeit bereits seit einiger Zeit nicht mehr in Berlin, sondern in Stettin stationiert. Dort erfuhr auch Herberger dann, dass aufgrund einer Entscheidung Tschammer von Ostens, die großdeutsche Mannschaft aus reichsdeutschen Amateur-Nationalspielern und professionellen Österreich-Internationalisten zu bilden ist. Somit wurde deutlich, dass die Entscheidungen weder im Fachverband, geschweige denn vom DFB getroffen werden. Für Herberger stellte dies die schlechteste denkbare Lösung dar, und verdeutlichte ihm, dass der Fußball insbesondere nach dem Olympia-Debakel keine guten Karten mehr beim NS-Regime hatte. Ein Hinweis auf die prekäre Stellung des Fußballs im Dritten Reich ist der Umstand, dass Deutschland sich für die Austragung der WM 1938 ursprünglich selbst beworben hatte, dann aber ohne Begründung verzichtete. Das 112-seitige Fußballjahrbuch 1938 handelte die WM in Frankreich auf nur einer Seite ab.

Nach den Ereignissen der Olympischen Spiele 1936 und der WM 1938 wandte sich die NS-Führung vom Fußball weitgehend ab, obwohl die Stellung im Weltfußball weiterhin durchaus beachtlich war. Immerhin stellte der DFB mit Ivo Schricker den Generalsekretär der FIFA, vier deutsche Spieler (Jakob, Kitzinger, Goldbrunner und Lehner) spielten bei einem FIFA-Freundschaftsspiel in Amsterdam, und zwei Spieler (Albin Kitzinger und Anderl Kupfer) standen gegen eine Kontinentalauswahl in der FIFA-Auswahl.

Nach und nach wurden die Bedeutung und Stellung des DFB eingeschränkt, weil der Reichsjugendführer Baldur von Schirach bereits am 1. Dezember 1936 Tschammer von Osten zum Beauftragten für Leibeserziehung der gesamten deutschen Jugend ernannt hatte und dieser auch sämtliche Entscheidung im deutschen Fußball allein traf. Damit war allerdings auch die neue Dominanz im gesamten deutschen Sport, und damit auch beim Fußball, der Hitlerjugend übertragen, und der DFB entscheidungstechnisch neutralisiert. Nachdem der DFB spätestens ab 1939 de facto keinerlei Existenzgrundlage mehr besaß, beschloss am 27. April 1940 eine Mitgliederversammlung die Auflösung des DFB zum 1. Juli 1940 und bestimmte drei Liquidatoren, darunter Linnemann.[5] Zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung im April war die DFB-Satzung dahingehend geändert worden, dass „im Fall der Auflösung des Deutschen Fußball-Bundes das Vermögen an den Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen (fällt)“.[6]

Nachkriegszeit und Neugründung[Bearbeiten]

Auf der ersten Sitzung des Exekutivkomitees nach Ende des Zweiten Weltkrieges am 10. bis 12. November 1945 in Zürich beschloss die FIFA die Sportbeziehungen im Sinne der FIFA-Statuten zu Deutschland (wie auch zu Japan) und damit zur Nationalmannschaft und allen Verbänden abzubrechen, und verfügte gleichzeitig ein Verbot an alle Mitgliedsverbände, Sportbeziehungen zu Deutschland zu unterhalten. Eine Teilnahme des (ohnehin aufgelösten) DFB und seiner Verbände an internationalen Wettbewerben war daher in den Nachkriegsjahren nicht mehr möglich.

Dies änderte sich erst wieder, als der englische Fußballverband (The FA) 1949 bei der FIFA eine Wiederzulassung Deutschlands zum internationalen Spielverkehr beantragte. Die FIFA hob daraufhin das Spielverbot gegen alle deutschen Mannschaften auf, verlangte aber am 7. Mai 1949, dass vor jedem internationalen Spiel die jeweilige Militärregierung, in deren Besatzungszone ein internationales Spiel ausgetragen werden soll, ihre Zustimmung erteilt.

Die offizielle und rechtsverbindliche Wiedergründung des DFB nach dem Krieg wurde am 21. Januar 1950 bei einer Arbeitstagung aller westdeutschen Verbände (außer Saarland) in Stuttgart beschlossen. Für die ostdeutschen Gebiete wurde im Juli 1950 der Deutsche Fußball-Verband gegründet. Die endgültige Wiederaufnahme des DFB in die FIFA wurde am 22. September 1950 durch das Exekutivkomitee bei dessen Sitzung in Brüssel beschlossen, nachdem dieses bereits beim FIFA-Kongress am 22. Juni des Jahres durch den Schweizerischen Fussballverband (SFV) beantragt hatte. Der DFB und seine Verbände waren ab diesem Zeitpunkt wieder ohne Einschränkung international teilnahmeberechtigt.

Das DFB-Logo wurde gegen den Entwurf von Ernst Fuhry ausgetauscht.[7] Das neue Logo verwendete nur die sich überlappenden, nun gradlinigen Buchstaben „DFB“. Seit dieser Zeit werden die Farben grün und weiß für das Logo verwendet.

Mit der Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik 1957 trat der Saarländische Fußballverband, der zuvor eigenständiges FIFA-Mitglied war, dem DFB bei.

Bundesligagründung[Bearbeiten]

Bereits 1932 hatte der damalige DFB-Präsident Felix Linnemann die Einführung einer „Reichsliga“ gefordert, einer Profiliga, in der die besten Vereine den Deutschen Meister ausspielen sollten. Das Vorhaben wurde jedoch von den Regionalverbänden zurückgewiesen. Bis in die sechziger Jahre wurde der Deutsche Meister in der Bundesrepublik unter den Meistern der einzelnen Oberligen in Gruppenspielen und Finalspiel ermittelt, während dieser in der DDR bereits seit der Spielzeit 1949/50 in einer landesweiten DDR-Oberliga ermittelt wurde. 1954 trat der DFB der UEFA bei.

1955 verbot der DFB, wie auch der englische Fußballverband, den Frauenfußball. Die Vereine im DFB konnten somit keine Frauenabteilungen gründen und auch keine Sportplätze zur Verfügung stellen. Am 31. Oktober 1970 wurde das Verbot wieder aufgehoben.

1962 – wenige Wochen nachdem die bundesdeutsche Nationalmannschaft bei der WM in Chile im Viertelfinale ausgeschieden war – schlug der spätere DFB-Präsident Hermann Neuberger dann erneut die Schaffung einer einheitlichen höchsten Spielklasse vor. Am 28. Juli 1962 beschloss der DFB-Bundestag in Dortmund schließlich die Einführung der Bundesliga zur Saison 1963/64.

Seit diesem Zeitpunkt wird die bundesdeutsche Fußballmeisterschaft im Ligasystem ausgespielt (bis 1991 auf Westdeutschland beschränkt). Der bundesdeutsche Meister wurde dann in den 30, später 34 Spieltagen der Bundesliga ausgespielt. Die Bundesliga besteht seit 1965 aus 18 Mannschaften, vorher waren es 16, 1991/92 gab es im Zuge der Wiedervereinigung vorübergehend eine Saison mit 20 Vereinen.

Entwicklung seit den 1970ern[Bearbeiten]

Im Jahr 1974 veranstaltete der DFB in der Bundesrepublik zum ersten Mal die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer und wurde im eigenen Land Fußball-Weltmeister. Als nächste große Veranstaltung folgte 1988 die Fußball-Europameisterschaft der Männer. Am 21. November 1990 trat der einen Tag vorher gebildete Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) auf einem außerordentlichen Bundestag des DFB in Leipzig diesem bei, und vereinigte damit erstmals seit 1945 wieder alle deutschen Landesverbände in einem Bund.

1990 wird die Fa. Mercedes-Benz, die den DFB bereits seit 1972 unterstützt, Generalsponsor des DFB. Die Auswahlmannschaften tragen seitdem den Mercedes-Stern auf den Trainingsjacken. Der Vertrag wurde zwischenzeitlich mehrmals verlängert, zuletzt im Juni 2006 bis 2012.[8]

Im Jahr 1995 wurde das DFB-Logo gestalterisch überarbeitet.[7] Die Buchstaben wurden bei gleicher Farbgestaltung vereinfacht. Dieser Schriftzug ist bis heute beibehalten worden.

Im Jahr 2000 wurde die Deutsche Fußball Liga GmbH (kurz DFL) gegründet, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Ligaverbandes „Die Liga – Fußballverband“. Von diesem wurde sie mit der operativen Geschäftsführung der Bundesliga und der 2. Bundesliga betraut.

In den Jahren 1995 und 2001 veranstaltete der DFB in Deutschland jeweils die Fußball-Europameisterschaft der Frauen, in beiden Jahren wurden die deutschen Frauen auch Fußball-Europameisterinnen.

Sondermarke 2000
„100 Jahre Deutscher Fußball-Bund“

Zum 100. Geburtstag des DFB gab die Post auch eine Sondermarke für 110 Pfennig (damals gültiges Briefporto) heraus. Es war die erste runde Briefmarke in Deutschland. Am 2. Mai 2002 folgte zur WM 2002 eine weitere runde Marke (Mi. Nr. 2258), die die Flaggen der Weltmeister des 20. Jahrhunderts zeigte.

Zum 100. Geburtstag gab der DFB auch eine eigene Chronik „100 Jahre DFB: Geschichte des Deutschen Fußball Bundes-Berlin“ im Sportverlag heraus. Da die Jahre 1933 bis 1945 nur in sehr bescheidener und beschönigender Weise dargestellt wurden, gab es reihenweise Kritik am DFB-Vorstand, sodass dieser die Historiker Nils Havemann und Klaus Hildebrand mit der Aufarbeitung der Verbandsgeschichte beauftragte.

Seit 2000[Bearbeiten]

Gerhard Mayer-Vorfelder wurde im April 2001 Präsident und stieß in seiner nur dreijährigen Amtszeit eine Nachwuchsreform des deutschen Fussballs an. Erstens wurde in ganz Deutschland Netz an Stützpunkten zur Talentförderung eingerichtet. Mit Kosten von 10 Mio Euro pro Jahr war es möglich, 392 derartiger Stützpunkte aufzubauen, im Schnitt einen für 70 der insgesamt 27.000 Fußballvereine. Kein Junge oder Mädchen sollte weiter als 25 km anreisen müssen. Zielgruppe waren Anfangs 11-17 jährige, 2011 waren es 10-14 jährige. Geschult wird das Spiel mit dem Ball. Der DFB hat 29 Sützpunktkoordinatoren eingestellt die mit den Landesverbänden dafür sorgen sollen dass alles reibungslos abläuft und bundesweit eine einheitliche Trainings- und Spielphilosophie vermittelt wird. Weitere Eckpfeiler des Konzeptes waren ein Trainer-Service, Schulkooperationen und Nationalteams der Junioren. Eine A-Jugend Bundesliga wurde gegründet, und den Profi-Vereinen erst empfohlen und später zur Auflage gemacht zertifizierte Nachwuchsleistungszentren zu unterhalten.[9][10]

Das bis ca. Mitte 2008 eingesetzte DFB-Logo wurde im Jahr 2003 durch Invertierung der Farben und ergänzenden Kreis mit den Nationalfarben aus der Version von 1995 erstellt.[7]

Nach verbandsinternen Auseinandersetzungen um die Amtsführung von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder gab es von 2004 bis 2006 eine Doppelspitze des DFB mit Mayer-Vorfelder als Präsidenten und Theo Zwanziger als geschäftsführendem Präsidenten. Im September 2006 wurde Zwanziger alleiniger Präsident.

Im Jahr 2006 veranstaltete der DFB in Deutschland zum zweiten Mal nach 1974 die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer. Die Spiele wurden in Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln, Leipzig, München, Nürnberg sowie in Stuttgart ausgetragen. Zu diesem Anlass wurden von der Bundesrepublik sowie von den Bundesländern erhebliche Investitionen in den Neubau oder Umbau der Stadien und den Ausbau der Verkehrswege vorgenommen. Im Jahr 2011 richtete der DFB auch die Frauen-Weltmeisterschaft aus.

Wettbewerbe[Bearbeiten]

Nationale Wettbewerbe[Bearbeiten]

Folgende nationalen Wettbewerbe werden unter dem Dach des DFB ausgetragen:

Weitere Frauen-, Jugend- und Amateurfußball-Wettbewerbe: Länderpokal, Oddset-Pokal, Oddset-Cup, DFB-Hallenpokal, DFB-Futsal-Cup, A-Junioren-Meisterschaft, B-Junioren-Meisterschaft, B-Juniorinnen-Meisterschaft, DFB-Junioren-Vereinspokal, DFB Ü-40-Cup.

Frühere nationale Wettbewerbe waren:

Deutsche Meisterschaft[Bearbeiten]

Die Deutsche Fußballmeisterschaft ist sowohl im Männer- als auch im Frauenfußball der wichtigste nationale Titel. Der Deutsche Fußballmeister der Männer wird seit 1903 ausgespielt. Erster Titelträger war der VfB Leipzig, Rekordmeister ist der FC Bayern München. Bei den Frauen wird der Deutsche Meister seit 1974 ausgespielt. Erster Deutscher Meister war 1974 der TuS Wörrstadt. Mit neun Titeln ist die SSG 09 Bergisch Gladbach Rekordmeister. Aktueller Deutscher Meister ist Turbine Potsdam.

Der deutsche Fußballmeister der Männer wurde bis 1948 in einer Meisterschaftsendrunde ermittelt. Erst seit 1949 in der DDR mit der Einführung der DDR-Oberliga und noch später seit 1963 in der Bundesrepublik mit der Einführung der Bundesliga wird der deutsche Fußballmeister in einer landesweiten Liga ausgespielt. Seit der Saison 2004/05 ist der DFB nicht mehr alleiniger Veranstalter der Bundesliga der Männer. Er teilt sich diese Aufgabe mit der Deutschen Fußball Liga.

Der deutsche Fußballmeister der Frauen wurde bis 1990 in einer Meisterschaftsendrunde ermittelt. Hierfür qualifizierten sich die Meister der Landesverbände, die im K.-o.-System den deutschen Meister ausspielten. 1990 wurde eine zweigleisige Bundesliga gegründet. Diese Liga wird seit 1997 eingleisig geführt.

DFB-Pokal[Bearbeiten]

Hauptartikel: DFB-Pokal und DFB-Pokal (Frauen)

Der DFB-Pokal ist der seit 1935 ausgetragene Fußball-Pokalwettbewerb für deutsche Vereinsmannschaften. Er wird jährlich vom DFB veranstaltet und ist nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft der wichtigste Titel im nationalen Vereinsfußball.

Der Sieger des DFB-Pokal wird nach dem K.-o.-System ermittelt. Die Paarungen werden vor jeder Runde ausgelost. Für die erste Hauptrunde sind die 36 Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga qualifiziert, dazu kommen die besten vier Mannschaften aus der 3. Liga und 24 Mannschaften über die die jeweiligen Verbandspokalwettbewerbe.

Vorgänger des heutigen DFB-Pokals als nationaler Pokalwettbewerb im deutschen Fußball war der 1935 erstmals ausgetragene Tschammerpokal, benannt nach dem damaligen Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten.

Der DFB-Pokal der Frauen wird seit 1980 ausgespielt. Für den Wettbewerb qualifizieren sich die Mannschaften der Bundesliga und der 2. Bundesliga, die Aufsteiger in die 2. Bundesliga und die 21 Landespokalsieger. Im Gegensatz zum Männerwettbewerb dürften zweite Mannschaften nicht teilnehmen. Rekordpokalsieger ist der 1. FFC Frankfurt mit sechs Erfolgen.

Ligapokal[Bearbeiten]

Hauptartikel: DFL-Ligapokal

Der Ligapokal (bis 2004 DFB-Liga-Pokal, seit 2005 nach dem Namenssponsoren Premiere Ligapokal) ist – oder war – ein vom DFB erstmals 1973, aber erst seit 1997 jährlich ausgetragener Fußball-Wettbewerb, der vor Beginn der Bundesliga-Saison ausgespielt wurde. Seit 2005 war Premiere Titelsponsor, deshalb hieß der Pokal seit der Saison 2005/06 Premiere Ligapokal. Nach Auslaufen des Drei-Jahres-Vertrages mit dem Namensgeber ist die Zukunft des Wettbewerbs ungewiss, 2008 fand er nicht statt.[11]

Vorgänger des heutigen Ligapokals war der DFB-Supercup, der von 1987 bis 1996 zwischen dem Deutschen Meister und dem DFB-Pokalsieger ausgespielt wurde, zwischen 1997 und 2009 nicht ausgetragen wurde und seit 2010 wieder ausgespielt wird.

Bundespokal/Länderpokal[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bundespokal und Länderpokal

Der Bundespokal (bis 1918 Kronprinzenpokal) war ein deutscher Fußballwettbewerb, bei dem die regionalen deutschen Fußball-Verbände gegeneinander antraten. Nach Auflösung der Verbände im Jahr 1933 wurde 1935–1942 der Reichsbundpokal als Pokalwettbewerb der Fußballgaue Deutschlands ausgetragen. Als inoffizieller Nachfolger kann der Länderpokal gelten.

Im Rahmen des Länderpokals treten seit 1951 Männer-Auswahlmannschaften der Fußballlandesverbände innerhalb des DFBs gegeneinander an. Seit 1981 gibt es auch ein Turnier für U21-Frauen-Auswahlmannschaften.

Deutsche Amateurmeisterschaft[Bearbeiten]

Mit Einführung des Vertragsspielerstatus 1950 führte der DFB den Wettbewerb um die Deutsche Amateurmeisterschaft ein. In den ersten Jahren fand das Finale unmittelbar vor dem Endspiel der Vertragsspieler statt, sodass sich die Amateurspieler vor großer Kulisse präsentieren konnten. Seit den 1980er Jahren verlor der Wettbewerb allerdings an Bedeutung und wurde schließlich 1998 eingestellt.

DFB-Hallenpokal[Bearbeiten]

Der DFB-Hallenpokal, zeitweise auch Hallen-Masters genannt, war ein Wettbewerb im Hallenfußball, der von 1988 bis 2001 unter der Regie des DFB ausgetragen wurde. Der DFB-Hallenpokal war das Endturnier mehrerer Qualifikationsturniere, an denen neben Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga auch Amateurmannschaften und ausländische Vereine teilnahmen.

Der DFB-Hallenpokal der Frauen ist die offizielle deutsche Hallenmeisterschaft im Frauenfußball. Der Wettbewerb wird seit 1994 ausgetragen. Austragungsort ist die Hardtberghalle in Bonn. Ausgerichtet wird das Turnier vom DFB und dem SC 07 Bad Neuenahr.

Beachsoccer-Supercup[Bearbeiten]

In Konkurrenz zum Deutschen Beach Soccer Verband organisiert der DFB seit 2013 zwei Beachsoccer-Turniere, deren Sieger im Beachsoccer-Supercup gegeneinander um den Einzug in den europäischen Wettbewerb spielen. Erster offizieller Deutscher Meister der German Beach Soccer League wurden 2013 die Rostocker Robben, während das Beach Soccer Team Chemnitz den DFB-Beachsoccer-Cup gewann. Im Supercup setzte sich schließlich die Mannschaft aus Rostock durch. 2014 konnten die Rostocker ihren Meister-Titel verteidigen.

Erfolge bei internationalen Wettbewerben[Bearbeiten]

Die Deutsche Fußballnationalmannschaft – damals schlicht Bundesauswahl genannt – trat am 5. April 1908 erstmals offiziell auf der internationalen Bühne auf und zwar in einem „freundschaftlichen Länderkampf“ gegen die Schweiz. Die Schweizer gewannen damals in Basel mit 5:3.

Seit 1954 hat das DFB-Team an allen WM- und seit 1972 an allen EM-Endrundenturnieren teilgenommen. Zu den größten Erfolgen zählen vier Weltmeistertitel (1954, 1974, 1990, 2014) und drei Europameister-Trophäen (1972, 1980, 1996). Bei den Weltmeisterschafts-Endrunden 1966, 1982, 1986 und 2002 belegte die Mannschaft den zweiten, und 1970, 2006 sowie 2010 den dritten Platz. Hinzu kommen drei Vizeeuropameisterschaften (1976, 1992 und 2008).

Die Frauen-Nationalmannschaft gewann die Weltmeisterschaft 2003 und 2007 sowie acht Europameisterschaften (1989, 1991, 1995, 1997, 2001, 2005, 2009 und 2013).

Der DFB ist der einzige Verband, der bei Frauen und Männern in allen Altersklassen mindestens je einmal Europameister wurde.

Im Jahr 1988 richtete der DFB ein Vier-Nationen-Turnier für die Männernationalmannschaft aus (siehe hierzu: Vier-Länder-Turnier (1988)). Es blieb bislang bei diesem einen Turnier, eine Neuauflage hat es seither nicht gegeben.

Fußball-Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Der DFB ist der einzige Verband, bei dem sowohl die Frauen als auch die Männer Weltmeister werden konnten. Das Frauenteam ist das erste, das den Titel verteidigen und (2007) ohne Gegentor gewinnen konnte. Die Männermannschaft nahm an 18 von 20 WM-Turnieren teil, die Frauen an allen sechs Turnieren.

Weltmeisterschaft der Männer:

Weltmeisterschaft der Frauen:

Fußball-Europameisterschaften[Bearbeiten]

Der DFB ist der einzige Verband, bei dem sowohl die Frauen als auch die Männer Europameister werden konnten. Beide Teams gewannen zudem den Titel am häufigsten. Die Männermannschaft nahm seit 1972 an allen Endrunden teil. Nur 1968 konnte sie sich nicht qualifizieren, zuvor verzichtete der DFB zweimal auf die Teilnahme. Die Frauenmannschaft nahm seit 1984 an allen Europameisterschaften teil, konnte sich aber 1984 und 1987 bei den ersten beiden Europameisterschaften nicht für die Finalrunde der letzten Vier qualifizieren. Außer 1993 wurde danach immer das Finale erreicht und gewonnen.

UEFA European Cup.svg Europameisterschaft der Männer:

Europameisterschaft der Frauen:

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Die Bundesrepublik und Brasilien sind die einzigen Weltmeister, die nie Olympiasieger wurden. Zur Zeit der deutschen Teilung wurde 1976 in Montreal mit der DDR-Nationalelf die einzige deutsche Nationalmannschaft Olympiasieger. Bis zum Zweiten Weltkrieg nahm die A-Nationalmannschaft Deutschlands an den Olympischen Spielen teil, später die Amateur-Auswahl und 1984 sowie 1988 die Olympia-Auswahl für die Bundesrepublik bei den Männern. (siehe Deutsche Fußballnationalmannschaft/Olympische Spiele). Bei dem seit 1996 stattfindenden olympischen Frauen-Fußballturnier nahm immer die A-Nationalmannschaft teil. Nur 1996 wurde die Vorrunde nicht überstanden. Für 2012 konnte sich die Mannschaft erstmals nicht qualifizieren.

Konföderationen-Pokal[Bearbeiten]

Die Nationalmannschaft nahm bisher zweimal, 1999 als Europameister und 2005 als Gastgeber am Konföderationen-Pokal, zweimal (1997 und 2003) verzichtete man als qualifizierter Europa- bzw. Vizeweltmeister auf die Teilnahme. Für den FIFA-Konföderationen-Pokal 2009 war Deutschland nicht qualifiziert.

Junioren und Juniorinnen[Bearbeiten]

Wie bei den Senioren ist Deutschland das einzige Land, welches sowohl bei den U-20-Junioren als auch bei den U-20-Juniorinnen die jeweiligen Weltmeisterschaften gewinnen konnten. Die erfolgreichste Nachwuchsmannschaft ist die weibliche U-19, die sechsmal Europameister wurde. 2009 wurde Deutschland mit dem Gewinn der U-21-Europameisterschaft der Männer erstmals amtierender Europameister in allen männlichen Nachwuchsklassen. 1992 und 2009 erhielt der DFB für seine Jugendarbeit die Maurice-Burlaz-Trophäe.

UEFA-Fünfjahreswertung[Bearbeiten]

Nicht auf die Nationalmannschaften bezogen ist die UEFA-Fünfjahreswertung, die der Ermittlung der Anzahl der Fußball-Europapokal-Startplätze der Fußballverbände dient. Aus den Ergebnissen der Vereinsmannschaften ergibt sich auch die Platzierung in der UEFA-Fünfjahreswertung (in Klammern die Vorjahresplatzierung). Die Kürzel CL und EL hinter den Länderkoeffizienten geben die Anzahl der Vertreter in der Saison 2014/15 der Champions League bzw. der Europa League an.

  • 01. +1 (02) SpanienSpanien Spanien (Liga, Pokal) – Koeffizient: 88,025CL: 4, EL: 3
  • 02. −1 (01) EnglandEngland England (Liga, Pokal, Ligapokal) – Koeffizient: 82,963CL: 4, EL: 3
  • 03. ±0 (03) DeutschlandDeutschland Deutschland (Liga, Pokal) – Koeffizient: 79,614CL: 4, EL: 3
  • 04. ±0 (04) ItalienItalien Italien (Liga, Pokal) – Koeffizient: 64,147CL: 3, EL: 3
  • 05. ±0 (05) PortugalPortugal Portugal (Liga, Pokal) – Koeffizient: 59,168CL: 3, EL: 3

Stand: Ende der Europapokalsaison 2012/13[12]

Organisation und Struktur[Bearbeiten]

Mitglieder[Bearbeiten]

Entwicklung der Mitgliederzahlen

Mitglieder des DFB sind – abgesehen von Ehrenmitgliedschaften beispielsweise für ausscheidende DFB-Präsidenten – ausschließlich die deutschen Regional- und Landesverbände sowie der den Spielbetrieb der Bundesliga und der 2. Bundesliga organisierende Ligaverband. Die am Spielbetrieb teilnehmenden Vereine sind hingegen in den jeweils für sie geographisch zuständigen Landesverbänden zusammengeschlossen und somit indirekt dem DFB angeschlossen. Dem DFB so angeschlossen sind mehr als 25.000 Vereine mit ca. 6,8 Millionen Mitgliedern. Sie bilden fast 170.000 am Spielbetrieb aller Altersklassen teilnehmende Männer- und Frauen-Mannschaften.[13] Während die Zahl der Vereinsmitglieder in den letzten Jahren weiter gestiegen ist, ist die Zahl der dem DFB angeschlossenen Vereine seit dem Maximum im Jahr 1997 rückläufig.

Regionalverbände und ihre Landesverbände[Bearbeiten]

Die fünf Regionalverbände des DFB und deren Untergliederung in insgesamt 21 Landesverbände

Die folgenden fünf Regional- und 21 Landesverbände gehören dem DFB als Mitglieder an:[14]

  1. Schleswig-Holsteinischer Fußballverband (SHFV)
  2. Hamburger Fußball-Verband (HFV)
  3. Bremer Fußball-Verband (BFV)
  4. Niedersächsischer Fußballverband (NFV)
  1. Fußballverband Niederrhein (FVN)
  2. Fußball-Verband Mittelrhein (FVM)
  3. Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW)
  1. Fußballverband Rheinland (FVR)
  2. Südwestdeutscher Fußballverband (SWFV)
  3. Saarländischer Fußballverband (SFV)
  1. Hessischer Fußball-Verband (HFV)
  2. Badischer Fußballverband (BFV)
  3. Südbadischer Fußball-Verband (SBFV)
  4. Württembergischer Fußball-Verband (WFV)
  5. Bayerischer Fußball-Verband (BFV)
  1. Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV)
  2. Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA)
  3. Berliner Fußball-Verband (BFV)
  4. Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB)
  5. Thüringer Fußball-Verband (TFV)
  6. Sächsischer Fußball-Verband (SFV)

Die Zuständigkeitgebiete von 13 Landesverbänden entsprechen jeweils nahezu den Grenzen der namensgebenden Bundesländer. Rheinland-Pfalz dagegen ist in die beiden Landesverbände Rheinland (FVR) und Südwest (SWFV) aufgeteilt. Baden-Württemberg ist in die drei Landesverbände Baden (BFV), Südbaden (SBFV) und Württemberg (WFV) gegliedert. Nordrhein-Westfalen unterteilt sich in Niederrhein (FVN), Mittelrhein (FVM) und Westfalen (FLVW). Weitere Ausnahmen sind die Zuordnung der Vereine des Kreises Pinneberg zum Hamburger Fußballverband sowie einiger Vereine aus Bayern zum Württembergischen Fußball-Verband oder zum Hessischen Fußball-Verband.

Präsidenten[Bearbeiten]

* 1940–1945 als Leiter des Fachamts Fußball, der Nachfolgeorganisation in der Zeit des Nationalsozialismus, als der DFB aufgelöst war.
** 2004–2006 als Doppelspitze mit Mayer-Vorfelder als Präsidenten und Zwanziger als geschäftsführendem Präsidenten. Ab September 2006 war Zwanziger alleiniger Präsident.

Gremien bzw. Ausschüsse des DFB[Bearbeiten]

  • Präsidium und Vorstand
  • Bundesgericht
  • Sportgericht des DFB
  • Ligaausschuss
  • Spielausschuss
  • Schiedsrichterausschuss
  • Jugendausschuss
  • Schulfußballausschuss
  • Mädchenfußballausschuss
  • Kontrollausschuss
  • Steuer- und Wirtschaftsausschuss
  • Ausschuss für Frauen-Fußball
  • Zentralverwaltung

Finanzierung[Bearbeiten]

Der DFB plant für das Jahr 2012 mit Einnahmen in Höhe von 79,425 Millionen Euro (2013: 85,9 Mio. Euro). Diese Einnahmen stammen hauptsächlich aus Werbemaßnahmen, Verpachtungen und Vermögensverwaltungen (ca. 69 Mio. Euro). Der Etat wird durch Mitgliedsbeiträge von Mitgliedern, Geldern aus Fernsehübertragungen und Zuschüssen von FIFA/UEFA komplettiert. Der DFB kalkuliert für diese Zeiträume Ausgaben in ähnlicher Höhe.[15]

Trivia[Bearbeiten]

Am 5. Oktober 1993 fand das erste Benefizspiel der DFB-Geschichte statt. Im Augsburger Rosenaustadion spielte die Nationalmannschaft gegen „Bundesliga international“, eine Auswahl ausländischer Bundesligaprofis. Das Motto: „Friedlich miteinander – mein Freund ist Ausländer“.

Das Maskottchen des DFB ist seit Januar 2006 (offiziell vorgestellt am 23. März 2006) ein Adler mit schwarzem Federkleid und gelbem Schnabel mit dem Namen „Paule“.

Offizieller DFB-Song bis 2013 war „Running With A Dream“. Die Idee für den DFB-Song stammt von Berti Vogts, die Musik vom Engländer Mike Batt. Die Welturaufführung fand am 6. September 1997 in Berlin statt. Die Pressemitteilung des DFB lautete hierzu: „Mit diesem Song sollen sich alle unsere Fans identifizieren. Er ist gleichzeitig Ansporn für unsere Jugend, weil er von einem Traum erzählt, der Wahrheit wird – vom Traum einer großen Karriere im Sport, den man sich hart erarbeiten kann. Der Song soll zum ständigen akustischen Markenzeichen der Nationalmannschaft werden.“ Allerdings erhielt der Song 1998 keine große Resonanz in der Bevölkerung und erreichte nur knapp die Top 100 der deutschen Musikcharts. Der Song verfehlte das Ziel, ein ständiges akustisches Markenzeichen der Nationalmannschaft zu werden und geriet relativ schnell in Vergessenheit. Im Rahmen seines 41. ordentlichen Bundestages präsentierte der DFB am 24. Oktober 2013 eine neue offizielle Hymne, komponiert von Yohann Zveig. Die DFB-Hymne soll sowohl als Einlaufmusik bei Länderspielen, als auch bei musikalischen Untermalungen von Filmbeiträgen und sonstigen DFB-Veranstaltungen eingesetzt werden.[16]

Seit 2008 wird die Autorennationalmannschaft (Autonama) von der Kulturstiftung des DFB sowie vom damaligen deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier unterstützt. Sponsoren sind die Sportartikelfirma von Ex-Nationaltorwart Dieter Burdenski und die Wochenzeitung Die Zeit.[17]

Das Deutsche Fußballmuseum, das der DFB unter anderem aus den Erträgen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 finanziert, soll 2015 in Dortmund eröffnet werden.

Engagement gegen Rassismus und Neonazismus[Bearbeiten]

Der DFB wendet sich verschiedentlich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Zur Verbesserung der Integration von Migranten, die der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger als „wichtiges gesellschaftspolitisches Thema“ ansah, zu dem der DFB einen Beitrag leisten müsse,[18] wurde das Amt des Integrationsbeauftragten im Vorstand des DFB geschaffen, das seit 2006 Gül Keskinler ausfüllt.

Außerdem wirbt die Nationalmannschaft für die Aktion „Netz gegen Nazis“, die von der Wochenzeitung „Die Zeit“ initiiert wurde und vom DFB, der DFL, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Feuerwehrverband unterstützt wird. Diese Kampagne „will darüber aufklären, wie sich rechtsextremistische Tendenzen in unseren Alltag einschleichen“.[19] Die Unterstützung dieser Aktion „Netz gegen Nazis“ wurde vom Ehrenpräsidenten des DFB Gerhard Mayer-Vorfelder allerdings als „wohl etwas voreilig“ bezeichnet, weil diese „konservative Institutionen wie die Junge Freiheit oder das Studienzentrum Weikersheim in einen Topf mit Neonazis“ werfe.[20]

Der DFB sieht seine Aktionen „Gegen Rechts“ im Kontext des entsprechenden Engagements von UEFA und FIFA. Auf Anregung der Bundesregierung wurden bei der Fußball-WM 2006 vor den Viertelfinalspielen Erklärungen gegen Rassismus verlesen,[21] was die EM 2008 in Österreich und der Schweiz zu den Halbfinalspielen aufgriff.

Im Juli 2008 wurde die Berufung von DFB-Integrationsbotschaftern beschlossen. Bisherige DFB-Integrationsbotschafter waren Robert Enke, Cacau und Serdar Taşçı.

Am 6. November 2009 wurde der DFB für seine Nachwuchsarbeit, für den mit 25 Millionen Euro finanzierten Bau von 1000 Mini-Spielfeldern in ganz Deutschland und seine Beiträge zur Integration mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.[22]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der DFB vergibt für langjährige und erfolgreiche Arbeit im Verband diverse Auszeichnungen. Dazu gehören:

  • DFB-Verdienstnadel
  • Silberne Ehrennadel
  • Verdienstspange
  • Goldene Ehrennadel
  • Ehrenspange
  • vergrößerte goldene Ehrennadel
  • vergrößerte goldene Ehrennadel mit Brillanten
  • Golden Award
  • Julius-Hirsch-Preis
  • Trainerpreis des deutschen Fußballs

Literatur[Bearbeiten]

  • Deutscher Fußball Bund (Hrsg.): 100 Jahre DFB: Geschichte des Deutschen Fußball Bundes. SVB Sportverlag Berlin, Berlin 1999, ISBN 3-328-00850-0 und ISBN 3-328-00870-5 (Geschenkausgabe).
  • Nils Havemann: Fußball unterm Hakenkreuz. Der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz. Campus-Verlag: Frankfurt am Main/New York 2005, ISBN 3-593-37906-6; Lizenzausgabe der Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 2005, ISBN 3-89331-644-2 (Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung, Bd. 519).
  • Arthur Heinrich: Der Deutsche Fußballbund. Eine politische Geschichte. Papyrossa Verlagsgesellschaft, Köln 2000, ISBN 3-89438-194-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutscher Fußball-Bund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • dfb.de - Offizielle Webseite des DFB

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Mitglieder-Statistik 2013. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 19. Dezember 2013.
  2. Von Paris nach Zürich: 30 Jahre voller Höhen und Tiefen, Teil 1. In: fifa.com. FIFA, 18. Mai 2004, abgerufen am 30. November 2013.
  3. Für Norddeutschland: Arnd Krüger: Ergänzungen zu den Vereinslisten zur Geschichte des Sports zur Geschichte des Sports in Niedersachsen bis 1914, in: Jahrbuch des Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte (NISH) 4 (2001), 184 – 189.
  4. Nils Havemann: Fußball unterm Hakenkreuz. Der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2006. Vgl. den Überblicksaufsatz Nils Havemann: Fußball unterm Hakenkreuz. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 19/20006, 8. Mai 2006, S. 33–38.
  5. Auszug aus den Registerakten des Amtsgerichts Charlottenburg vom 29. März 1950. Faksimile vom Deutschen Fußball-Bund. In: 100 Jahre DFB (siehe Literatur), S. 306/307.
  6. Ebenda; vgl. auch Havemann, S. 211.
  7. a b c Das DFB-Logo 1900, 1945, 1995, 2003. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. Juli 2013.
  8. Mercedes-Benz und der DFB. In: mercedes-benz.de. Mercedes-Benz, abgerufen am 31. Juli 2013.
  9. DFB Stützpunkt Baccum, Talenförderung, Nachwuchskonzept
  10. Der alte Mann, der dem deutschen Fußball auf die Beine half. In: zeit.de. Die Zeit, 18. November 2011, abgerufen am 24. Juli 2014.
  11. „2008 kein Ligapokal“, in: kicker sportmagazin 95/2007.
  12. Bert Kassies: Aktuelle UEFA-Fünfjahreswertung 2013. Abgerufen am 16. Mai 2013 (englisch).
  13. Mitglieder-Statistik 2013. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 2. Mai 2013, abgerufen am 11. September 2013 (PDF; 378 kB).
  14. Regional- und Landesverbände. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 17. Juli 2012.
  15. Jahresbericht 2007 bis 2010. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 8. November 2013 (PDF; 65 MB).
  16. Bundestag: DFB stellt neue Hymne vor. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 24. Oktober 2013, abgerufen am 14. November 2013.
  17. Die Deutsche Autorennationalmannschaft. In: autonama.de. Autonama, abgerufen am 14. November 2013.
  18. DFB veröffentlicht neuen Integrationsspot. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 22. Juni 2008, abgerufen am 29. November 2013.
  19. Nationalmannschaft warb für Aktion "Netz gegen Nazis". In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 27. Mai 2008, abgerufen am 29. November 2013.
  20. Mayer-Vorfelder stellt sich abseits. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Juni 2008.
  21. WM: Botschaften gegen Rassismus. In: spiegel.de. Spiegel Online, 31. Mai 2006, abgerufen am 29. November 2013.
  22. SID: Nachhaltigkeitspreis geht an den DFB. In: handelsblatt.com. Handelsblatt, 6. November 2009, abgerufen am 19. November 2012.