Deutscher JKA-Karate Bund

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Deutschen JKA-Karate Bund e.V.
JKA.gif
Gründung: 1993
Präsident: Josef Kröll
Vereine (ca.): mehr als 450 Dojos und Vereine
Mitglieder (ca.): 21.000
Verbandssitz: Bottrop
Homepage: http://www.djkb.com/

Der Deutsche JKA-Karate Bund (kurz DJKB) wurde 1993 um Shihan Hideo Ochi (8. Dan) als deutscher Ableger der Japan Karate Association gegründet[1]. Ochi ist seit 1970 in Deutschland als Karatelehrer tätig und heute Chefinstruktor des DJKB. Präsident des DJKB ist Josef Kröll aus München.

Der Auslöser für die Gründung des DJKB und die damit verbundene Abspaltung vom Deutschen Karate-Verband (DKV) waren Unstimmigkeiten der Mitglieder bezüglich der Auslegung der traditionellen Werte des Shōtōkan-Karate. Die DJKB-Gründer um Ochi wollten eine weitere Ausrichtung des Karate als reinen Leistungs- und Wettkampfsport, so wie ihrer Meinung nach vom DKV forciert, nicht mehr mittragen. Die Ausbildung des Karateka müsse vielmehr eine traditionelle Ausbildung in Kihon, Kata und Kumite gleichermaßen umfassen und eine einseitige Ausrichtung auf Kumite vermieden werden.

Der DJKB ist heute ein unabhängiger, nicht im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) organisierter Verband von Einzelmitgliedern. Deutschlandweit verfügt der Verband mittlerweile über ca. 21.000 Mitglieder.

Wettkampf-Punktesystem[Bearbeiten]

Die Traditionsgebundenheit des DJKB schlägt sich in Wettkämpfen darin nieder, dass immer noch auf einen einzigen Punkt (jap. 一本, ippon) gekämpft wird. Das Ideal des Siegens durch einen einzigen Treffer ist an die Realität angepasst, indem auch halbe Punkte (jap. 技あり, wazaari) vergeben werden. Die karatetypische Konzentration im Kampf, den Kampf mit dem ersten gelungenen Angriff zu beenden, bleibt aber als Basis bestehen. Das Punktesystem begünstigt ferner Fußtritte zum Kopf, für die es in der Regel einen Ippon gibt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Ausführung von Fußtechniken im Wettkampf gefördert wird und nicht verkümmert.

Im DKV wurde das System dagegen im Laufe der Zeit dahingehend modifiziert, dass mehrere Punkte "gesammelt" werden. Yuko = 1 Punkt für alle Fausttechniken, Waazari = 2 Punkte für Fußtechniken zum Körper und Ippon = 3 Punkte für Fußtechniken zum Kopf.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chronik des deutschen Karateverbandes vom 15. Juni 1993: Hideo Ochi verlässt den DKV. Online auf www.chronik-karate.de.