Deutscher Juristinnenbund

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Deutscher Juristinnenbund e. V.
Typ Gemeinnütziger, überparteilicher, überregionaler, überkonfessioneller eingetragener Verein
Gründung 1948, Dortmund, Deutschland
Sitz Berlin, Deutschland
Personen

Ramona Pisal (Präsidentin), Margarete Hofmann (Vize-Präsidentin), Eva Schübel (Vize-Präsidentin)

Schwerpunkt Fortentwicklung des Rechts auf allen Gebieten, Verwirklichung der Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen
Mitglieder ca. 2.800
Website www.djb.de

Der Deutsche Juristinnenbund e. V. (djb) ist ein 1948 gegründeter gemeinnütziger Verein, der in der Nachfolge des 1914 gegründeten Deutschen Juristinnen-Vereins steht.

Aufgaben und Organisation[Bearbeiten]

Der Verein will die „Fortentwicklung des Rechts auf allen Gebieten“ vorantreiben, setzt sich für die Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen und für die rechtliche Absicherung der Lebenssituation von Frauen, Kindern und älteren Menschen ein, bietet Fortbildungen an und führt wissenschaftliche Veranstaltungen durch. Er arbeitet mit ähnlichen Organisationen auf internationaler Ebene zusammen. Mitglied werden kann jede Frau, die Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften studiert oder studiert hat, unabhängig von einer Berufsausübung. Die Organisation leistet Lobbyarbeit und dient der Förderung und Vernetzung ihrer Mitglieder.

Der Deutsche Juristinnenbund ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung. Der sich als unabhängig, überparteilich und überkonfessionell begreifende Zusammenschluss von über 2800 Juristinnen und Wirtschaftswissenschaftlerinnen hat seinen Sitz in Dortmund, die Bundesgeschäftsstelle ist in Berlin.

Bekannte Mitglieder waren u. a. Marie Elisabeth Lüders, Wiltraut Rupp-von Brünneck, Elisabeth Selbert, Erna Scheffler und Elisabeth Schwarzhaupt. Seit 2011 ist die am Brandenburgischen Oberlandesgericht tätige Richterin Ramona Pisal Präsidentin des Bundes, davor war es Jutta Wagner.[1]

Marie Elisabeth Lüders-Wissenschaftspreis[Bearbeiten]

Der mit 2000 Euro dotierte Wissenschaftspreis wird alle zwei Jahre an Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlerinnen vergeben, die sich in ihren wissenschaftlichen Arbeiten mit den Themen Recht, Geschlecht und Gleichstellung von Frauen und Männern auseinandersetzen.

Bisherige Preisträgerinnen:

  • 2013: Nora Markard[2]
  • 2011: Frauke Brosius-Gersdorf[3]
  • 2009: Marion Röwekamp[4]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung – 2010. Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen.[1]
  • Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung – 2011. Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen im europäischen Kontext. [2]
  • Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung – 2012. Ziele, Strategien und Maßnahmen für mehr Frauen in Führungspositionen. [3]
  • Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung – 2009 bis 2013. Mehr Frauen in Führungspositionen. Fazit und Forderungen. [4]
  • Zeitschrift des Deutschen Juristinnenbundes – djbZ. Vierteljährliche Verbandszeitschrift.
  • aktuelle informationen. Verbandszeitschrift von 1997 bis 2007.
  • Deutscher Juristinnenbund (Hrsg.): 55 Jahre djb – von 1948 bis 2003. Sonderausgabe, Berlin 2003.
  • Deutscher Juristinnenbund (Hrsg.): Juristinnen – Lexikon zu Leben und Werk. Nomos, Baden-Baden 2005.
  • Deutscher Juristinnenbund (Hrsg.): Juristinnen in Deutschland. Die Zeit von 1900 bis 2003 (= Schriftenreihe Deutscher Juristinnenbund. Bd. 1). Nomos, Baden-Baden 2003.
  • Ursula Nelles; Dagmar Oberlies (Hrsg.): Reform der Nebenklage und anderer Verletztenrechte (= Schriftenreihe Deutscher Juristinnenbund. Bd. 2). Nomos, Baden-Baden 1998.
  • Hildegard Becker-Toussaint (Hrsg.): Berufsorientierung und Karriereplanung.Informationen und Tipps für junge Juristinnen (= Schriftenreihe Deutscher Juristinnenbund. Bd. 3). Nomos, Baden-Baden 2000.
  • Christine Kreuzer (Hrsg.): Frauen im Recht – Entwicklung und Perspektiven (= Schriftenreihe Deutscher Juristinnenbund. Bd. 4). Nomos, Baden-Baden 2001.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Past President des DJB
  2. Nora Markard
  3. Frauke Brosius-Gersdorf
  4. Marion Röwekamp