Deutscher Musikrat

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Logo des deutschen Musikrats

Der Deutsche Musikrat (DMR) ist ein Dachverband deutscher Musikverbände. Der Deutsche Musikrat ist laut eigenen Angaben ein Dachverband für 90 musikalische Fachverbände und die 16 Musikräte der Bundesländer.[1] Die Zahl der Mitglieder der vom DMR vertretenen Verbände und der Einzel- und Ehrenmitglieder beträgt zusammen laut dem Musikrat über 8 Millionen.[2] Der Deutsche Musikrat ist das Nationalkomitee der Bundesrepublik Deutschland im Internationalen Musikrat der UNESCO. Schirmherr des gemeinnützigen Vereins ist der Bundespräsident.

Aufgaben[Bearbeiten]

Der Deutsche Musikrat unterhält kontinuierliche Fördermaßnahmen und temporäre Projekte. Schwerpunkte der musikpolitischen Arbeit des Deutschen Musikrats sind nach eigenen Angaben die Förderung professioneller Musiker und Laien, die Förderung des musikalischen Nachwuchses und der zeitgenössischen Musik, sowie die Information über die Musik in Deutschland, sowie die Dokumentation derselben.[3] . Darüber hinaus richtet der DMR verschiedene Wettbewerbe aus, darunter Jugend musiziert und Jugend jazzt sowie das Bundesjugendorchester und Bundesjazzorchester. Gemeinsam mit der ARD und den Landesmusikräten wird alle vier Jahre der Deutsche Chorwettbewerb durchgeführt. Außerdem ist der Deutsche Musikrat Ausrichter des Deutschen Musikwettbewerbes. Seit 2003[4] werden die Fördermaßnahmen von der gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung des Musikrats ausgeführt. Einziger Gesellschafter dieser GmbH ist nach eigenen Angaben der Deutsche Musikrat e.V.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Deutsche Briefmarke von 2003 zum 50. Gründungsjahr

Der Deutsche Musikrat wurde 1953 in Bonn gegründet und als Nationalkomitee der Bundesrepublik Deutschland in den Internationalen Musikrat, eine Nichtregierungsorganisation der UNESCO, aufgenommen.

Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens erschien am 12. Juni 2003 eine Sondermarke, die von Peter und Regina Steiner aus Stuttgart entworfen wurde.[6]

Am 20. Februar 2014 unterzeichnete der Deutsche Musikrat und das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit in Berlin eine Kooperationsvereinbarung. Ziel der Kooperation: "Erfahrungen und Informationen auszutauschen und diese zukünftig in der Umsetzung gemeinsamer Projekte zu bündeln. Beide Kompetenzzentren – das ifa als Denkfabrik für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und der Deutsche Musikrat als Ratgeber für Politik und Zivilgesellschaft – wollen durch ihre Zusammenarbeit die Synergieeffekte zwischen Innen- und Außenkulturpolitik verstärkt nutzen."[7]

Organe[Bearbeiten]

  • Mitgliederversammlung (Mitgliedsorganisationen mit Stimmrecht, Beratende Mitglieder u. Ehrenmitglieder)
  • Präsidium (Präsident, aktuell 3 Vizepräsidenten u. 15 weitere Mitglieder)
  • Generalsekretär
  • Bundesfachausschüsse

Mitglieder[Bearbeiten]

  • 90 Fachorganisationen
  • 28 Beratende Mitglieder
  • 79 Ehrenmitglieder
  • 16 Landesmusikräte

Präsidenten[Bearbeiten]

Generalsekretäre[Bearbeiten]

Bundesfachausschüsse[Bearbeiten]

  • Bundesfachausschuss Musikberufe
  • Bundesfachausschuss Musik und Gesellschaft
  • Bundesfachausschuss Musikalische Bildung
  • Bundesfachausschuss Musik und Medien
  • Bundesfachausschuss Neue Musik
  • Bundesfachausschuss Populäre Musik
  • Bundesfachausschuss Musikurheber
  • Bundesfachausschuss Musikwirtschaft

Weitere Gremien[Bearbeiten]

  • Konferenz der Landesmusikräte

Zugehörigkeit[Bearbeiten]

Einrichtungen und Projekte[Bearbeiten]

Publikationen und Tondokumente[Bearbeiten]

Denkschriften[Bearbeiten]

  • 2. Berliner Appell. 12 Thesen zum interkulturellen Dialog, 2006.
  • Mehr Musikvermittlung in Deutschland, 2006.
  • Musik bewegt. Positionspapiere zur Musikalischen Bildung, 2005.

Zeitschriften und Jahrbücher[Bearbeiten]

  • Musikforum, 1965-2002 (bis einschließlich 1987 unter dem Titel Deutscher Musikrat: Referate und Informationen); seit 2003 Neue Folge unter dem Titel Musikforum. Musikleben im Diskurs.
  • Musik-Almanach. Daten und Fakten zum Musikleben in Deutschland. 1. Ausgabe 1986/1987 - 7. und letzte Ausgabe 2007/2008.
  • Künstlerkatalog Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler (erscheint jährlich).
  • Künstlerliste Deutscher Musikwettbewerb (erscheint jährlich).

Bibliographien und Nachschlagewerke[Bearbeiten]

  • Melanie Suchy-Stankovic, Hannelore Thiemer (Bearb.): Musikforum Bibliographie 1965-1998. Schott, Mainz 2000.
  • Eckart Rohlfs (Bearb.): Literatur über Musikberufe. Bonn 1994.
  • Musikleben in den neuen Bundesländern. Anschriftenverzeichnis. Bonn und Berlin 1991.

Dokumentationen von Wettbewerben, Jubiläen und Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Brigitta Ritter (Hrsg.): Musik in der Ganztagsschule. Dokumentation des internationalen Kongresses des Deutschen Musikrates in Verbindung mit dem Verband Deutscher Schulmusiker. Königstein 2004. Hochschule für Musik und Theater, Hannover 2004.
  • 10 Jahre Dirigentenforum des Deutschen Musikrates 1991-2001. Bonn und Berlin 2001.
  • Klaus Bernbacher, Detlef Müller-Hennig (Hrsg.): Dokumentation 20 Jahre Konzert des Deutschen Musikrates. Bonn 2000.
  • 33 Jahre Wettbewerbe „Jugend musiziert“. Bestandsaufnahme und weitere Planung. Dokumentation der „Jugend musiziert“ Zentralkonferenz in Neuss im November 1996. München 1996.
  • Peter Linzenkirchner, Gudrun Eger-Harsch (Hrsg.): Gute Noten mit kritischen Anmerkungen. Wirkungsanalyse der Wettbewerbe „Jugend musiziert“ 1984–1993. Dokumentation und Kommentierung. Bonn 1995.
  • Herbert Saß, Andreas Eckhardt (Hrsg.): 40 Jahre Deutscher Musikrat. Auftrag und Verwirklichung. ConBrio, Regensburg 1993. ISBN 3-930079-09-7.
  • Hans Timm (Hrsg.): So wächst Musik. 25 Jahre Bundesjugendorchester. ConBrio, Regensburg 1993, ISBN 3-930079-42-9.
  • Eckart Rohlfs (Hrsg.): Invention und Durchführung. 25 Jahre Wettbewerbe „Jugend musiziert“ – Spektrum eines jugendkulturellen und musikpädagogischen Förderungsprogramms. Materialien und Dokumente 1963-1988. München 1991, ISBN 3-928544-00-4.
  • Herbert Saß (Red.): 40 Jahre Arbeitsgemeinschaft Musikerziehung und Musikpflege (AGMM) 1950-1990. Bonn 1990.

Weitere Bücher[Bearbeiten]

  • Volker Hempfling, Günter Graulich (Hg.): Lore-Ley. Chorbuch Deutsche Volkslieder für gemischten Chor a cappella. Carus, Stuttgart 2006. ISMN M-007-09049-4.
  • Richard Jakoby (Hg.): Musikstudium in Deutschland. Musik, Musikerziehung, Musikwissenschaft. Schott, Mainz, 15. Aufl. 2006. ISBN 978-3-7957-0564-0.
  • Richard Jakoby. Leben und Werk. Institut für Musikpädagogische Forschung der Hochschule für Musik und Theater Hannover, Hannover 2006. ISBN 978-3-931852-75-7.
  • Richard Jakoby (Hg.): Musikszene Deutschland: Konzertwesen, Kulturpolitik, Wirtschaft, Berufe. In Zusammenarbeit mit Inter Nationes. Bärenreiter, Kassel 1997. ISBN 3-7618-1393-7.
  • Eckart Rohlfs (Hg.): Musikerziehung in Deutschland. Ein Überblick. Regensburg 1994 (Sonderdruck aus: Bildung und Wissenschaft, hg. von Inter Nationes, 3/1994). ISBN 3-930079-64-X.
  • Hans Günther Bastian, Rudolf-Dieter Krämer (Hg.): Musikpädagogische Forschung in Deutschland. Dokumentation und Analyse. Schott, Mainz 1992. ISBN 3-7957-0261-5.

Tonträger[Bearbeiten]

  • Schallplattendokumentation "Zeitgenössische Musik in der Bundesrepublik Deutschland" (1945-1980), Kass. I-X (30 Schallplatten), harmonia mundi 1981-1984.
  • Edition Zeitgenössische Musik (CD-Serie), Wergo 1988ff.
  • CD-Dokumentation "Musik in Deutschland" (1950-2000), BMG 2000ff.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. musikrat.de: Überblick über Organisationsstruktur des DMR (deutsch, abgerufen am 9. August 2013)
  2. musikrat.de: Informationen zu den Mitgliedern des DMR (deutsch, abgerufen am 9. August 2013)
  3. musikrat.de: Informationen zu den Projekten des Musikrats (deutsch, abgerufen am 9. August 2013)
  4. musikrat.de: Informationen zur GmbH (deutsch, abgerufen am 9. August 2013)
  5. musikrat.de: Informationen zur Gesellschafterversammlung der GmbH (deutsch, abgerufen am 9. August)
  6. briefmarken-archiv.de Informationen zur Jubiläumsbriefmarke (deutsch, abgerufen am 8. August 2013)
  7. Deutscher Musikrat Aktuelles vom 20. Februar 2014: Was Gesellschaft bewegt: Deutscher Musikrat und ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) schließen Kooperationsvertrag, abgerufen am 20. Februar 2014

Weblinks[Bearbeiten]