Deutsches Filminstitut

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Das Deutsches Filminstitut – DIF e.V. ist eine filmwissenschaftliche Einrichtung in Frankfurt am Main.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Institut wurde am 13. April 1949 unter dem Namen Deutsches Institut für Filmkunde (DIF) gegründet. 1952 wurde das Deutsche Filmarchiv als eigenständige Abteilung des DIF gegründet. Aufgrund einer Reorganisation wurde 1956 das Filmarchiv vom Institut abgetrennt. Am 1. Januar 1959 schied Hanns Wilhelm Lavies (dieser hatte sein Archiv für Filmwissenschaft in Marburg 1947 gegründet) aus dem Institut aus, sein Nachfolger wurde Max Lippmann.

Zwischen 1966 und 1981 stand Theo Fürstenau dem Institut vor. 1981 wurde Gerd Albrecht zum Direktor des DIF ernannt. Seit dem 1. Februar 1997 ist Claudia Dillmann Leiterin der Institution, die sich seit dem 30. Oktober 1999 offiziell „Deutsches Filminstitut – DIF” nennt.

Das Institut verfügt über eines der größten Filmarchive in der Bundesrepublik und über eine der umfangreichsten Materialsammlungen zu allen Aspekten von Filmkunst und Kino. Im März 2006 fusionierte das Deutsche Filminstitut mit dem Deutschen Filmmuseum.[1]

Im Stadtteil Frankfurt-Fechenheim unterhält das Institut das Gerätearchiv. Auf ca. 600 Quadratmetern werden dort mehr als 2800 Einzelstücke wie Kameras, Schneidetische und Zubehör aufbewahrt.[2]

Projekte des Instituts sind:

  • Die Edition der Zensurentscheidungen der Berliner Film-Oberprüfstelle aus den Jahren 1920 bis 1938
  • COLLATE – Ein kollaboratives System zur Annotation und Indexierung von Archivmaterialien
  • EFG - The European Film Gateway – Portal zu digitalen Sammlungen europäischer Filmarchive
  • filmarchives-online.eu – Verbundkatalog europäischer Filmarchive
  • filmportal.de – Ein Internet-Portal zum deutschen Film
  • Institutionenübergreifende Integration von Normdaten (IN2N)

Das DIF ist Mitglied im Deutschen Kinemathekenverbund und in der Association des Cinémathèques Européennes (ACE).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mit historischen Bildern in die digitale Zukunft Eva-Maria Magel in FAZ.NET vom 29. Dezember 2007 abgerufen am 26. August 2010
  2. Als der Filmvorführer noch viel zu tun hatte, in: FAZ, 28. Dezember 2012, Seite 48