Deutsches Jagd- und Fischereimuseum

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Deutsches Jagd- und Fischereimuseum
München Augustinerkirche - Deutsches Jagd und Fischereimuseum.JPG
(Eingang)
Daten
Ort München
Art Jagdmuseum
Eröffnung 1938
Betreiber Stiftung Deutsches Jagd- und Fischereimuseum
Leitung Manuel Pretz
Website www.jagd-fischerei-museum.de

Das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum ist ein Museum zur Jagd- und Fischereigeschichte in München. Es gilt unter den weltweit vorhandenen Jagdmuseen als bedeutend. Trägerin des Museums ist die Stiftung Deutsches Jagd- und Fischereimuseum, eine rechtsfähige öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in München.

Lage[Bearbeiten]

Das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum befindet sich in der ehemaligen Augustinerkirche in der Neuhauser Str. 2 (Fußgängerzone).

Geschichte[Bearbeiten]

Um 1900, als die gesellschaftliche Begeisterung zur Jagd einen letzten Höhepunkt erreichte, wurde der Ruf nach einem Jagdmuseum laut. Erst als die Abwanderung der Geweihsammlung des Grafen Arco in die Niederlande drohte, erwirbt das damalige Bayerische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaften und Forsten in letzter Minute die Sammlung Arco-Zinneberg, die einen Überblick über die Trophäen des 19. Jahrhunderts mit Schwerpunkt Alpenraum gibt. 1934 wurde schließlich das Museum gegründet. Gleichzeitig wurde die Sammlung, dank günstiger Angebote und Marktpreise, erfolgreich erweitert. Im nördlichen Flügel von Schloss Nymphenburg begannen dann mit Förderung durch Hermann Göring, der das Museum zu einem Reichsjagdmuseum ausbauen wollte, Umbaumaßnahmen. Im Oktober 1938 konnte das Jagdmuseum seine Räume im Schloss Nymphenburg beziehen.

Während des Zweiten Weltkrieges waren die meisten Bestände im Schlossgut Ast bei Landshut ausgelagert. Die in München verbliebenen Bestände wurden durch Plünderungen Totalverlust.

Nach Kriegsende wurde sehr um eine Reorganisation des Reichsjagdmuseum gestritten. 1958, zur 800-Jahr-Feier der Landeshauptstadt München, fiel die Entscheidung für die Augustinerkirche als neuen Standort. Das „Deutsche Jagdmuseum“ wurde am Hubertustag, 3. November 1966 feierlich wiedereröffnet. 1982 wurde die Sammlung um Süßwasserfische und Fischereigerätschaften erweitert, der Name daher in „Deutsches Jagd- und Fischereimuseum“ geändert. In den 1990er Jahren wurde ein Zweigmuseum im Schloss Tambach in Weitramsdorf eröffnet.

Sammlung[Bearbeiten]

Die Sammlung zeigt ca. 500 Wildtiere, darunter einen irischen Riesenhirsch und einen Höhlenbären. Außerdem Präparate von heimischen Süßwasserfischen. Weiter wird die Geschichte der Jagd und die Geschichte des bayerischen Wilderers Hiasl dargestellt. Zahlreiche Jagdwaffen, Angelgeräte, prächtige Jagdschlitten und weiteres Zubehör aus verschiedenen Epochen sind zu sehen. Kuriosum ist eine Wolpertinger-Sammlung. Sonderausstellungen zu wechselnden Themen.

Schwerpunkte:

  • Jagdwaffen (v.a. 15. Jahrhundert bis 19. Jahrhundert)
  • Jagddioramen
  • Geweihsammlung
  • Angelhakensammlung

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernd E. Ergert und Karl-Heinz Zeitler: Deutsches Jagd- und Fischereimuseum München. Westermann, Braunschweig 1993, 130 S.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Augustinerkirche (Munich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.13842777777811.571086111111Koordinaten: 48° 8′ 18″ N, 11° 34′ 16″ O