Deutschherrnbrücke

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50.1066666666678.7052777777778Koordinaten: 50° 6′ 24″ N, 8° 42′ 19″ O

f1

Deutschherrnbrücke
Deutschherrnbrücke
Die Deutschherrnbrücke 2010
Nutzung Eisenbahnbrücke
Fußgängersteg
Überführt

Bahnstrecke Frankfurt–Hanau

Unterführt

Main

Ort Sachsenhausen-Nord, Ostend
Mainkilometer 36,90
Konstruktion Stahlfachwerk-Bogenbrücke
Gesamtlänge 274 m
Breite 9,60 m
Längste Stützweite 124,80 m
Durchfahrtshöhe 11,13 m
Fertigstellung 1947/1948
Lage
Deutschherrnbrücke (Stadtteile von Frankfurt am Main)
Deutschherrnbrücke

Die Deutschherrnbrücke ist eine zweigleisige Eisenbahnbrücke über den Main in Frankfurt am Main. Sie entstand 1911 bis 1913 als Verbindung zwischen dem damals neuen Ostbahnhof an der Bahnstrecke Frankfurt–Hanau und dem Südbahnhof.

Lage[Bearbeiten]

Der nördliche Brückenkopf liegt im Stadtteil Ostend, der südliche in Sachsenhausen. Mit der Inbetriebnahme der Deutschherrnbrücke am 1. April 1913 wurde der Personenverkehr auf der Verbindungsbahn eingestellt.

Blick von Norden

Die Deutschherrnbrücke ist eine Bogenbrücke aus Stahl. Die beiden äußeren Brückenbögen überspannen jeweils 74,60 Meter, der mittlere Bogen 124,80 Meter. Während der nördliche Pfeiler unmittelbar am Mainufer steht, ist der südliche ein Strompfeiler.

Am 26. März 1945 wurde der südliche Brückenbogen durch ein Kommando der Wehrmacht gesprengt, um den von Süden heranrückenden Truppen der US-Armee den Vormarsch zu erschweren. Einen Tag später wurde die Stadt dennoch ohne großen Widerstand besetzt. Die zerstörte Brücke wurde bereits Ende 1945 behelfsmäßig und von Juli 1947 bis zum 3. Juni 1949 endgültig wiederaufgebaut.

Seit 2011 befindet sich eine permanente Klanginstallation von Sam Auinger und Bruce Odland auf der Brücke. Zwischen die Brückenstreben wurden eine rote und eine blaue Kugel gespannt, die als Lautsprecher fungieren und mittels Resonanzrohren Umgebungs-Geräusche und Brückenschwingungen wiedergeben. Die Installation „SONIC VISTA“ gehört zur Serie mehrerer Kunstinstallationen im Rahmen des Frankfurter Grüngürtels.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wolf-Christian Setzepfandt: Architekturführer Frankfurt am Main/Architectural Guide. 3. Auflage. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-496-01236-6, S. 42 (deutsch, englisch).

Weblinks[Bearbeiten]