Deutsche Siedlung in Jamaika

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Eine kleine deutsche Ansiedlung in Jamaika fand 1830 statt, nachdem die von der Kolonialmacht Großbritannien angeordnete Abschaffung der Sklaverei zu einem Arbeitskräftemangel in der Kolonie geführt hatte.

Geschichte[Bearbeiten]

Lord Seaford, der im Besitz des Montpelier Estate und Shettlewood Pen in St. James war, gründete 1835 eine europäische Siedlung, Seaford Town in Westmoreland, um den Arbeitskräftemangel zu bekämpfen. Als Folge dessen wanderten im Zuge der Verarmung breiter Bevölkerungsschichten während der damaligen Industrialisierung in Deutschland (Pauperismus) über Tausend Deutsche nach Jamaika ein und siedelten sich in Seaford Town an.[1] Die meisten davon wanderten später nach Nordamerika weiter, aber einige blieben im Ort. Heute wird die deutsche Sprache auf der Insel nicht mehr gesprochen, nur einige deutsche Wörter sind geblieben. Als ein Erbe ist der Katholizismus vorherrschende Religion im Ort, auch in der Architektur haben die Einwanderer Spuren hinterlassen. Angeblich ist es in Seaford Town nicht ungewöhnlich, blonde, blauäugige oder mit anderen europäischen Körpermerkmalen ausgestattete Einwohner zu sehen.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Seaford Town: Westmoreland. Jamaica National Heritage Trust. 2011. Abgerufen am 25. Januar 2013.

Weblinks[Bearbeiten]