Deutschlandsberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing
Deutschlandsberg
Wappen von Deutschlandsberg
Deutschlandsberg (Österreich)
Deutschlandsberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Deutschlandsberg
Kfz-Kennzeichen: DL
Fläche: 24,52 km²
Koordinaten: 46° 49′ N, 15° 13′ O46.81611111111115.215372Koordinaten: 46° 48′ 58″ N, 15° 12′ 54″ O
Höhe: 372 m ü. A.
Einwohner: 8.186 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 8530
Vorwahl: 03462
Gemeindekennziffer: 6 03 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 35
8530 Deutschlandsberg
Website: www.deutschlandsberg.at
Politik
Bürgermeister: Josef Wallner (SPÖ)
Lage der Stadt Deutschlandsberg im Bezirk Deutschlandsberg
Aibl Deutschlandsberg Eibiswald Frauental an der Laßnitz Freiland bei Deutschlandsberg Bad Gams Garanas Georgsberg Greisdorf Gressenberg Groß Sankt Florian Großradl Gundersdorf Kloster Hollenegg Lannach Limberg bei Wies Marhof Osterwitz Pitschgau Pölfing-Brunn Preding Rassach Sankt Josef Sankt Martin im Sulmtal Sankt Oswald ob Eibiswald Sankt Peter im Sulmtal Sankt Stefan ob Stainz Schwanberg Soboth Stainz Stainztal Stallhof Sulmeck-Greith Trahütten Unterbergla Wernersdorf Wettmannstätten Wielfresen Wies SteiermarkLage der Gemeinde Deutschlandsberg im Bezirk Deutschlandsberg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Deutschlandsberg (Betonung auf -lands-) ist die Bezirkshauptstadt des Bezirkes Deutschlandsberg in der Steiermark, Österreich mit 8186 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform ist die Stadtgemeinde Deutschlandsberg ab 2015 mit den Gemeinden Bad Gams, Freiland bei Deutschlandsberg, Kloster, Osterwitz und Trahütten zusammengeschlossen.[1] Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG.[2] Ein Fusions- und Entwicklungsvertrag mit Bad Gams und Kloster wurde bereits am 18. November 2013 unterzeichnet.[3][4]

Geografie[Bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt besteht aus einer einzigen gleichnamigen Ortschaft.


Geologie[Bearbeiten]

Herausforderung für manche Autofahrer: Die „Hundsreih“ auf der Freiländer Straße über den Steilabbruch vor Deutschlandsberg. Entschärft nur mehr max. 12 % Gefälle über mehrere Kilometer
Deutschlandsberg um 1820, Lith. Anstalt J.F. Kaiser, Graz

Deutschlandsberg liegt an der Westgrenze des Weststeirischen Beckens (Weststeirisches Neogenbecken[5]), das durch die Mittelsteirische Schwelle (vom Sausal bis zum Fürstenstand westlich Graz) vom Oststeirischen Becken getrennt ist. Alle Teile gehören zum Westen des Pannonischen Beckens. Der Ort liegt an der Ostgrenze des Koralpenzuges, an der Grenze des kristallinen Gesteins (Gneis, Amphibolite usw.) zu den Gesteinen (Schottern, Brekzien usw.) aus dem Neogen (früher Tertiär genannt), die das Grazer Becken bilden. Der Koralpenzug ist geologisch ein herausgehobener Gebirgsblock (Pultscholle[6]), der an seinem Rand an der westlichen Grenze der Stadt Deutschlandsberg steil in das Grazer Becken abfällt und unterhalb der Schotterbedeckung noch bis an die Grenze des Sausals (Florianer Becken) weiter verfolgt werden kann.[7] Die Stellen, an denen der Gebirgszug unter dem Schotter des Grazer Beckens verschwindet, sind in der Natur deutlich daran zu erkennen, dass dort die langen und bis zu 15 % steilen Gefällsstrecken der Straßen aus der Koralpe in flache Straßenstücke übergehen. Südlich von Groß St. Florian befindet sich der derzeit erforschte tiefste Punkt des Untergrundes von Deutschlandsberg in einem Becken tiefer als 600 m unter dem Meeresspiegel (= 900 bis 1000 m unter der heutigen Erdoberfläche in der Gleinz). Dieses Becken wird „Teilbecken St. Florian“ genannt oder auch „Florianer Bucht“.[5]

Im Südwesten Deutschlandsbergs befindet sich ein kleines Goldvorkommen.[8][9] Südöstlich der Burg Deutschlandsberg, im ehemaligen Steinbruch des Bauernhofes vlg. „Schwemmhoisl“ in Warnblick wurden zu Beginn der 1970er-Jahre der schwerste Bergkristall der Steiermark und die größten Titanitkristalle des Alpenraumes gefunden.[10]

Namen[Bearbeiten]

Der Name Lonsperch wurde erstmals um 1153 erwähnt, diese Aussprachevariante wird auch im 21. Jahrhundert in der Alltagssprache noch verwendet und dokumentiert die Herkunft des Namens. Der Wortteil „Land-“ im Namen Deutschlandsberg wird nicht auf das deutsche Wort für ein Gebiet, sondern auf einen slawischen Ausdruck zurückgeführt.[11] Der Wortteil hängt mit dem Namen des Flusses Laßnitz zusammen, an dem Deutschlandsberg liegt und der früher auch „Losnitz“ genannt wurde (siehe Karte unten): *loNč'nica wird auf ein Wort für „Wiesenbach“[12] oder auf eine ursprüngliche Lage des Ortes „bei der feuchten Wiesen“[13][14] zurückgeführt.

Als Siedlungen unter der Burg Landsberg entstanden, erhielt der Ort seinen Namen von der Ritterfamilie der Lonspercher, die für den Erzbischof von Salzburg das Gebiet verwalteten und auf der Burg ihren Sitz hatten.

Im 19. Jahrhundert wurde dem Namen des Ortes das Wort „Deutsch-“ vorangesetzt, um Verwechslungen mit dem im heutigen Slowenien gelegenen Windisch-Landsberg (vgl. windisch) zu vermeiden.

Der Ortsname Freidorf in der damaligen Gemeinde Freidorf wurde ab 1931 in Hörbing geändert.[15]

Geschichte[Bearbeiten]

Von der Vorgeschichte bis zur Völkerwanderung[Bearbeiten]

Bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum) war das Gebiet besiedelt. Im Graben des Wildbaches wurden zwei „Feuersteinknollen“ aus Jaspis und andere Silexgeräte aus prähistorischer Zeit gefunden, die auf eine prähistorische Siedlung in diesem Gebiet deuten.[16] Später siedelte der keltische Stamm der Uperaken in der gesamten Weststeiermark und hinterließ hier deutliche Spuren.

Der „Tanzboden“ bei der Burg Deutschlandsberg enthält Hinweise auf eine prähistorische Wallanlage, welche bis in das Mittelalter verwendet wurde.[17]

Mittelalter[Bearbeiten]

Im Frühmittelalter war des Gebiet um Deutschlandsberg ein Teil des slawischen Fürstentums Karantanien, das schon bald unter die Oberhoheit der Awaren geriet. Der Versuch, sich aus dieser mit Hilfe des Herzogtums Bayern zu befreien, brachte Karantanien allerdings im Laufe des 8. Jahrhunderts immer stärker unter bayerische Oberhoheit. Mit der Absetzung des bayerischen Herzogs Tassilo III. (788) und der Einverleibung Bayerns ins Fränkische Reich Karls des Großen wechselte das Deutschlandsberger Gebiet abermals den Besitzer. Im Zuge der kirchlichen Neuorganisation Karantaniens und der Gebiete, die Karl der Große den Awaren entrissen hatte, wurde das Gebiet um Deutschlandsberg 798 dem Erzbistum Salzburg zugeschlagen, das fortan vom Chiemsee bis zur Theiß in Ungarn und von der Donau bis zur Drau reichte.

Deutschlandsberg bestand zu dieser Zeit aber noch nicht, die erste Erwähnung als Lonsperch erfolgte erst 1153. Als Markt erscheint Deutschlandsberg erstmals in einer Urkunde Rudolfs von Habsburg aus dem Jahr 1280, doch stellte sich heraus, dass diese Urkunde eine Fälschung ist. Erst in einer weiteren Urkunde aus dem Jahr 1322 wird Deutschlandsberg als „forum“, das heißt als Markt bezeichnet.[18]

1292 wurde auf der Burg Deutschlandsberg der Landsberger Bund als Grundlage des Aufstandes des steirischen Adels gegen Herzog Albrecht I. abgeschlossen.

Am Kraxnerkogel im Gemeindeteil Warnblick befindet sich ein Rest einer mittelalterlichen Befestigungsanlage (Turmhügel), der einen Durchmesser von zwölf Metern hat. Das Gebiet des Kraxnerkogels ist klimatisch begünstigt, es war schon in der Lasinja-Kultur der Kupferzeit besiedelt.[19]

Im Leibenfeld ist östlich der „Fuchswirt“-Kreuzung der Radlpass Straße B 76 mit der Sulmtal Straße B 74 ein Erdwerk dokumentiert, das entfernte Ähnlichkeit mit dem Pfaffenkrainer-Waldschloss in Pitschgau hat. Es hat die Form eines fast ganz abgeflachten Kegelstumpfes mit einem Durchmesser von höchstens 17 Metern. Das Plateau misst etwa sechs mal sechs Meter, es war darauf im Geländeboden ein unregelmäßiges Viereck zu bemerken. Im Osten verlief ein nord-südlich laufender Graben, ein Wall im Norden war schwach zu erkennen. Ob es sich bei der Anlage um eine Turmburg handelte (die ungeschützte Lage spricht eher dagegen, die Form der Reste eher dafür), ist offen.[20] Ihre Stelle ist nicht denkmalgeschützt, aber im geographischen Informationssystem des Landes Steiermark als Bodenfundstätte ersichtlich gemacht.[21]

Die Burg Deutschlandsberg war der Sitz der salzburgischen Verwaltung und Mittelpunkt der Herrschaft Landsberg, die bis zum Kamm der Koralpe reichte. Zu ihr gehörten große Alm- und Waldgebiete, aber auch Bauernhöfe in Osterwitz, Trahütten, Warnblick, Laufenegg, Vochera, im Laßnitztal, in der Gleinz und im Wildbachertal. Zur Herrschaft Landsberg zählten rund 80 Huben (niederdeutsch „Hufe“) oder Bauernhöfe von oft beachtlicher Größe sowie knapp 20 Keuschler, die dem Urbaramt Deutschlandsberg unterstanden.[22] 1383 ist die Errichtung einer Kapelle dokumentiert.[23]

Das Gebiet der früher selbständigen Gemeinde Wildbach gehörte teilweise zur Grundherrschaft des Stiftes Admont, die sich von der Blumau bis auf die Höhe des Koralpenzuges bei der Hebalm beim Gebiet des Hofes vlg. Reinischwirt (damals: Buchen-Reinisch genannt) erstreckte.[24] Ein weiterer Teil von Wildbach war die Grundherrschaft der Familie Wildenstein, zu der auch der frühere Pramerhof in Gersdorf bei Gams gehörte.[25] Wildbach gehörte noch zu weiteren Grundherrschaften (z. B. jener der Racknitzer). Es ist publiziert, dass 21 Bauern, die an einem Gerichtsverfahren teilnahmen, 14 verschiedenen Grundherrschaften angehörten.[26]

Der Zuständigkeitsbereich des Landgerichtes (D.)Landsberg im 17. Jahrhundert[27]

Die Grenzziehung der Herrschaft Landsberg war oft unklar, was immer wieder zu Streitigkeiten führte. Eine der langwierigsten Streitigkeiten dieser Art entbrannte am Beginn des 14. Jahrhunderts zwischen der Herrschaft Schwanberg, die vom Bistum Brixen an die Herren von Pettau verliehen worden war, und der Herrschaft Deutschlandsberg. Dieser so genannte Almkrieg dauerte rund zwei Jahrzehnte und forderte auf beiden Seiten zahlreiche Todesopfer.[28]

Neuzeit[Bearbeiten]

Das Schloss Frauental um 1820, Lith. J.F. Kaiser

Im 15. und 16. Jahrhundert lag das damalige Landsberg nach der Vierteleinteilung der Steiermark 1462 im „Viertel zwischen Mur und Traa“ (Drau), dem Vorgänger des Marburger Kreises. Es war aber unklar, ob der Ort und seine Umgebung Teil der Steiermark waren oder eine Exklave des Fürsterzbistums Salzburg bildeten. Der Rezess von Wien klärte 1535 die Situation zugunsten der Steiermark. Die landesfürstliche Visitation 1544/45 behandelt die Kirche „zu Allen Heiligen zu Lansperg“ noch (ebenso wie die Kirche St. Ulrich) als Filiale von Sankt Florian: Lehensherr und Vogt war der Bischof von Lavant. 1556 erhielt Landsberg einen eigenen Pfarrer.[23]

Für die höhere (Blut-)Gerichtsbarkeit bildete das Gebiet von Landsberg (bis auf die Höhe des Koralmzuges) einen eigenen Gerichtssprengel: das Landgericht Landsberg.[27] Diese Sonderstellung wurde auf die Immunität des Gebietes seit dem 12. Jahrhundert (1178, unsicher[29]) unter der Herrschaft des Erzbistums Salzburg zurückgeführt.[30] Das engere Gemeindegebiet hatte im 16. und 17. Jahrhundert für die niedere Gerichtsbarkeit einen eigenen Burgfried, der auf eine Verleihung durch Kaiser Rudolf 1278 zurückgeführt wurde (Bestätigung durch Erzbischof Friedrich am 25. Jänner 1445).[30] Dies galt allerdings nur außerhalb des Dachtraufes: Innerhalb dessen lag die volle niedere Gerichtsbarkeit im 16. Jahrhundert beim jeweiligen Grundherren.[31]

Ab 1770, der ersten Personen- und Häusererfassung in Österreich, wurden Häuser und Menschen aus dem damaligen Landsberg in den Gebieten Burgegg, Oberlaufenegg, Sulz, Mitteregg und Deutschlandsberg selbständig erfasst. Diese Erfassung fand im Rahmen der Heeresreformen unter Maria Theresia und Joseph II. statt und führte zur Einführung der „Numerierungsabschnitte“ (Konskriptionsgemeinden). Die genannten Gebiete waren solche Abschnitte. Aus diesen Abschnitten entwickelten sich noch unter Joseph II. die „Steuergemeinden“, in weiterer Folge die Katastralgemeinden des Franziszeischen Katasters.[32] Die Numerierungsabschnitte wurden in Werbbezirken zusammengefasst. Deutschlandsberg war ein solcher Werbbezirk, in welchem neben den genannten Gebieten auch die Numerierungsabschnitte der Pfarren Osterwitz (Osterwitz, Trahütten und Warnblick) und Freiland (Kloster, Rettenbach und Mitterspiel=Freiland) zusammengefasst waren. Nach 1826 kamen auch die Werbbezirke Feilhofen und Frauenthal zum Werbbezirk Landsberg. Der Werbbezirk umfasste 1770 2385 Personen (Seelen) und 11 Numerierungsabschnitte, 1782 2428 Personen, 1812 2053 (nach einer anderen Quelle[33] 1992) Personen und im Jahr 1846 10 Katastralgemeinden mit 2306 Personen. Unterlaufenegg gehörte zunächst zum Werbbezirk Feilhofen. Benachbarte Werbbezirke (WB) des damaligen Landsberg waren die WB Ligist, Lankowitz, Wildbach, Feilhofen, Frauenthal, Hollenegg und Schwanberg.[34]

Deutschlandsberg und seine Umgebung lagen ab 1748 im damals neu eingerichteten zum Marburger Kreis des Herzogtums Steiermark, vorher lag das Gebiet im Viertel zwischen Mur und Drau. Die Kreisgrenze wurde zweimal nach Süden verschoben, verlief aber bis 1849 nördlich von Deutschlandsberg.[35]

Die Grenze zwischen dem Marburger Kreis (gelb) und dem Grazer Kreis (rotbraun) wurde zwischen 1748 und 1850 mehrfach nach Süden verlegt.

Bei der Neuordnung der staatlichen Verwaltung 1849 wurde Deutschlandsberg und sein Gerichtsbezirk der Bezirkshauptmannschaft Stainz zugeordnet. Dies wird dem Einfluss Erzherzog Johanns zugeschrieben. Eine Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg (für die Gerichtsbezirke Eibiswald, Deutschlandsberg und Stainz) wurde erst 1868 gegründet. Sie nahm am 31. August 1868 ihre Tätigkeit auf.[36]

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Am 19. Oktober 1918 erhob Kaiser Karl I. die bisherige Marktgemeinde Deutschlandsberg zur Stadt.[37]

Um 1922 war geplant, im Ortsteil Burgegg am Ende der Klause ein Wasserkraftwerk zu errichten. Eine 30 Meter hohe Staumauer sollte die Laßnitz auf etwa zwei Kilometer aufstauen. Nach 30 Jahren wäre die Anlage in das Eigentum der Stadtgemeinde übergegangen. Es gab allerdings Bedenken wegen der Rentabilität der Anlage und die Gemeinde entschloss sich, Strom aus einer anderen Quelle zu beziehen: Der Steweag, die damals den Bau des Wasserkraftwerkes Arnstein an der Teigitsch (eröffnet 1925)[38] in Angriff nahm.[39]

In der Zwischenkriegszeit war die Stadtgemeinde einer der „Kristallisationskerne“[40] der bedingt durch die Weltwirtschaftskrise in Österreich aufstrebenden NSDAP, die seit den Gemeinderatswahlen 1932 auch mit einem Mandatar im Stadtgemeinderat vertreten war. Gut geschlagen hatten sich bei diesen Wahlen auch die Deutschlandsberger Großdeutschen, deren Ortsgruppe die einzige in der Steiermark war, die allein, und nicht wie sonst in allen anderen Wahlorten üblich, in Koalition mit anderen wahlwerbenden Gruppen zu den Wahlen angetreten war. Der Stimmanteil der NSDAP hatte sich in der Stadt – verglichen mit den Nationalratswahlen 1930 – mehr als verdreifacht.[41]

Während des nationalsozialistischen Juliputsches im Jahr 1934 wurden die Stadt und ihre Umgebung nahezu vollständig von den Nationalsozialisten beherrscht, die Gendarmeriepostenkaserne, die Bezirkshauptmannschaft und andere öffentliche Gebäude waren von ihnen umstellt. Bei einem Entsatzversuch des Gendarmeriepostens durch eine Heimwehreinheit starben insgesamt vier Menschen: drei Heimwehrmänner und ein SA-Angehöriger. Mehrere Anführer der Deutschlandsberger Putschisten verbüßten nach der Niederschlagung des Putsches längere Haftstrafen. Insgesamt waren im Gebiet des Gendarmeriepostenrayons Deutschlandsberg 46 Personen wegen Beteiligung am Juliputsch verhaftet worden, 36 weitere waren deswegen geflüchtet.[42]

Der Anschluss 1938 wurde auch in Deutschlandsberg enthusiastisch gefeiert. Aufmärsche, Ansprachen und Feierlichkeiten bestimmten die nachfolgenden Monate in Deutschlandsberg und sollten den Bewohnern die von den Nationalsozialisten propagierte „Volksgemeinschaft“ vor Augen führen. Angesichts der Bedeutung, welche die Stadt bereits in der „Kampfzeit“ für die NS-Bewegung gehabt hatte, fühlten sich die Deutschlandsberger Nationalsozialisten vor allem durch die Tatsache brüskiert, dass zunächst Stainz Sitz der Kreisleitung der NSDAP des Kreises Deutschlandsberg war und auch der Kreisleiterposten mit einem Mann der dortigen NS-Riege besetzt worden war. Die Deutschlandsberger Nationalsozialisten unternahmen daher alles, damit der Sitz der Kreisleitung in ihre Stadt verlegt würde und hatten schließlich Erfolg, als sie anboten der zukünftigen Kreisleitung unentgeltlich einen Amtssitz zur Verfügung zu stellen. Deutschlandsberg blieb bis Kriegsende Sitz der Kreisleitung. Auch der Stainzer Kreisleiter war ausgetauscht worden, der Posten anschließend aber mit einem Kandidaten besetzt worden, der nicht aus dem Bezirk stammte.[43]

Das Unternehmen Kortschak betrieb bis 1954 Autobuslinien über Trahütten nach Glashütten und über Freiland nach St. Oswald in Freiland, weiters ein Bestattungsunternehmen und einen Fuhrwerksbetrieb. 1931 war dafür ein zehnsitziger Tatra-Gebirgswagen angeschafft worden, ab 1949 wurde ein zum Autobus umgebautes Fahrgestell eines Pontiac-Armeefahrzeuges verwendet: Dieses Fahrzeug wurde zum Koralpenexpress. Die Unternehmensgeschichte ist in einem umfangreichen Privatarchiv dokumentiert.[44] Die Autobuslinien wurden 1954 an den Busbetrieb der Graz-Köflacher-Bahn übergeben.

Lagergebäude der SOLO Deutschlandsberg

Die Gemeinde Bösenbach, die 1850 aus den Katastralgemeinden Bösenbach und Unterlaufenegg entstanden war, wurde am 1. Jänner 1941 mit Deutschlandsberg vereinigt.[45] Die frühere Gemeinde Wildbach wurde am 1. Jänner 1970 mit der Gemeinde Deutschlandsberg zusammengeschlossen.[46] Die Gemeinde Sulz-Laufenegg kam mit 1. Jänner 1974 zu Deutschlandsberg,[47] ihr ursprünglicher Name Sulz war mit 1. Juni 1951 in Sulz-Laufenegg geändert worden.[48]

In der Stadtgeschichte spielt auch die Fürstenfamilie Liechtenstein eine wichtige Rolle, welche lange Zeit große Gebiete der heutigen Stadt besaß. Das Sägewerk Liechtenstein in Deutschlandsberg ist noch heute im Besitz eines Nachfahren der Fürstenfamilie.

SOLO-Zündholzfabrik im 19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Zeittafel der SOLO Deutschlandsberg

Von 1856 bis 1982 befand sich im Nordosten des Ortskerns ein großes Werk der Zündholzindustrie. Dieses Werk war von Florian Pojatzi (1830–1917), einem gebürtigen Deutschlandsberger, gegründet worden. Weitere Gesellschafter waren Carl Franz (1837–1911) und Franz Cerweny (1848–1921). 1892 hatte das Unternehmen, zu dem auch die Zündholzfabrik Stallhof bei Stainz gehörte, 700 Beschäftigte. 1903 wurde das Werk mit anderen bedeutenden Zündholzfabriken der Österreich-Ungarischen Monarchie zur „Solo Zündwaren- und Wichsefabriken AG“ zusammengeschlossen, 1907 wurde ein 45 Meter hoher Schornstein errichtet. Das Werk und seine Besitzer waren Ursprung einer Reihe weiterer Unternehmen und sozialer Einrichtungen, wie der Papierfabriken in Burgegg und Hörbing, Arbeiter- und Beamtenwohnhäusern sowie eines Quellschutzgebietes und des ersten Krankenhauses in Deutschlandsberg.

Im September 1921 waren 500 Arbeiter beschäftigt, die 440.000 Zündholzschachteln herstellten. Im November 1950 hatte das Werk 700 Arbeiter mit einer Erzeugung von über 1,2 Millionen Schachteln. 1976 wurde es von einem schwedischen Zündholzkonzern übernommen, der das Unternehmen mit 31. März 1982 schloss. Das Werksgelände wurde von der Stadtgemeinde Deutschlandsberg übernommen, die Industrieanlagen bis auf wenige Reste abgetragen und das Gebiet neu verbaut. Von der einstigen Industrieanlage, die auch ein großes Holzlager und eine eigene schmalspurige Werksbahn umfasste, ist noch das Warenmagazin in der Frauentalerstraße erhalten.[49]

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Am 10. März 2009 stürzte um 14:15 ein Hubschrauber des Innenministeriums im Zentrum von Deutschlandsberg am Ufer der Laßnitz ab, nachdem er ein Haus gestreift hatte. Der Pilot verstarb am selben Tag im Krankenhaus, ein mitgeflogener Polizeibeamter eine Woche später ebenfalls,[50] ein weiterer Insasse überlebte schwer verletzt. Es wurden keine Passanten getötet oder verletzt, obwohl am Hauptplatz ein vielbesuchter Kirtag stattfand.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister Josef Wallner (2008)
Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
65,52 %
(-7,29 %p)
19,71 %
(+5,07 %p)
6,69 %
(+0,84 %p)
4,11 %
(-2,60 %p)
3,96 %
(n. k.)
2005

2010


Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mitgliedern der folgenden Parteien zusammen:

  • 17 SPÖ – stellt den Bürgermeister und einen Vizebürgermeister
  • 5 ÖVP – stellt einen Vizebürgermeister
  • 1 Die Grünen
  • 1 wilder Gemeinderat (ehem. FPÖ)
  • 1 BZÖ

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt einen runden Wehrturm, der dem der Burg Deutschlandsberg entspricht. Links und rechts des Turmes steht je eine Lärche. Es wurde vom alten Siegel der Gemeinde abgenommen. Der älteste bekannte Siegelabdruck stammt vom 11. April 1747, erwähnt wurde das Siegel erstmals in einem Diplom Kaiser Ferdinand II. vom 8. Mai 1627.

Kleinregion[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist eines der sechs Mitglieder des Gemeindeverbandes „Kernraum Bad Gams – Deutschlandsberg – Frauental“ (mit Kloster, Osterwitz und Freiland). In diesem Gemeindeverband sollen die Aufgaben von Straßenerhaltung, Einkauf und die Kinder- und Jugendbetreuung gemeinsam erledigt werden. Der Verband konstituierte sich am 9. Dezember 2010. Er hat Rechtspersönlichkeit und beruht auf freiwilliger Vereinbarung. Sein Sitz ist Frauental,[51] seine rechtliche Basis § 38a der Gemeindeordnung.[52]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Historisches Stellwerk am Bahnhof Deutschlandsberg

Verkehr[Bearbeiten]

Deutschlandsberg ist über die Wieserbahn (GKB), die als S6 und S61 in das steirische Schnellbahnnetz aufgenommen wurde, mit dem Zentralraum Graz verbunden. Die GKB bedient diese Strecken mit modernen dieselelektrischen Zügen (Stadler-GTW 2/8) die es ermöglichen, eine attraktive Verbindung zwischen Deutschlandsberg und Graz mit Fahrtzeiten von 40 Minuten über das erste Teilstück der Koralmbahn anzubieten. Durch die im Bau befindliche Koralmbahn (das östliche Tunnelportal ist im Gemeindegebiet projektiert) und den zu errichtenden IC-Bahnhof Weststeiermark soll der Anschluss der Region Deutschlandsberg an das hochrangige Eisenbahnnetz noch entscheidend verbessert werden.

Das Sägewerk in Deutschlandsberg nördlich des Bahnhofes der GKB war bis zur Einstellung der Waldbahn Deutschlandsberg auch deren Endpunkt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Das wichtigste Unternehmen für die Stadt ist der Halbleiterhersteller Epcos (ehemalige Teilsparte der Siemens AG). Das japanische Elektronik-Unternehmen TDK übernahm den Betrieb 2008/09. Die Arbeitnehmerzahl schwankt laufend, aufgrund der Wirtschaftskrise wurden 2009 Leiharbeiter nicht weiterbeschäftigt, andere Mitarbeiter gekündigt und befristet Kurzarbeit eingerichtet, welche im Herbst 2009 wegen besserer Auftragslage wieder aufgegeben werden konnte. Weiter wichtige Unternehmen sind die Seidel Electronics, Kaiser Systeme und zwischen Schwanberg und Deutschlandsberg der Landmaschinenhersteller Aebi-Rasant. Einer der ersten Betriebe Deutschlandsbergs, der sich mit neuen Techniken beschäftigte, war 1966 die „Eldra“ in der Frauentalerstraße, die mit einer Lackdraht- und Kondensatorenproduktion begann.[53] Ihre Gebäude wurden 1999 abgerissen, an ihre Stelle trat ein Fachmarktzentrum.

Medien[Bearbeiten]

Die Wochenzeitung „Weststeirische Rundschau“ (WR) wird seit 1927 in Deutschlandsberg herausgegeben, sie bringt Nachrichten und Veranstaltungshinweise für den politischen Bezirkes Deutschlandsberg.[54]

Kundmachungen der Bezirkshauptmannschaft werden im Internet veröffentlicht.[55]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Wichtige kommunale Einrichtungen von Deutschlandsberg: Landeskrankenhaus, zwei Seniorenwohnheime, Koralmhalle (Turnhalle, Veranstaltungszentrum und permanente Fotogalerie) und das Laßnitzhaus (Kulturzentrum). Weiters gibt es noch verschiedene Angebote für Menschen mit Behinderung (z. B. Werkstätten, Qualifizierung für den Arbeitsmarkt, Wohnbetreuung).

Bildung[Bearbeiten]

Schulen in Deutschlandsberg:

Glaubensgemeinschaften[Bearbeiten]

Deutschlandsberg ist Sitz des gleichnamigen Dekanats der römisch-katholischen Kirche. Die Pfarre Deutschlandsberg ist Zentrum des Pfarrverbandes Deutschlandsberg. Zu diesem Verband gehören auch die Pfarren Osterwitz, St. Oswald in Freiland, St. Jakob in Freiland und (seit September 2009) Frauental. Ebenfalls mit September 2009 trat der seit über vierzig Jahren in Deutschlandsberg tätige Dechant Johann Kollar († 24. September 2012)[57] in den Ruhestand.[58] Nach seinem Nachfolger Michael Riemer und dem Provisor Clemens Grill (2012/13) wurde mit István Holló am 8. September 2013 ein neuer Pfarrer installiert.[59]

Das Gebiet von Deutschlandsberg gehört zur Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Stainz-Deutschlandsberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Deutschlandsberg

Kulturgüterschutz[Bearbeiten]

Kulturgüterschutz-Kennzeichnung westlich des Hauptplatzes

Der Ortskern von Deutschlandsberg mit dem Hauptplatz, den anliegenden Bauflächen und Nebenstraßen bildet eine Schutzzone des Kulturgüterschutzes nach der Haager Konvention.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Burg um 1820, Lith. Anstalt J.F. Kaiser, Graz

Die Burg Deutschlandsberg ist das Wahrzeichen von Deutschlandsberg. Sie ist seit 1932 im Besitz der Stadt und beherbergt seit 1981 ein Museum (Archeo Norico).

Die Deutschlandsberger Pfarrkirche wurde in den Jahren 1688 bis 1701 in der heutigen Form errichtet. Vorläufer war eine Marktkapelle, die bereits 1383 vom Schneider Albrecht gestiftet wurde. 1867 erhielt die Kirche ihren heutigen Turm.

Das heutige Rathaus der Stadt wurde erstmals im 14. Jahrhundert als zur Burg Deutschlandsberg gehöriger Hofkeller erwähnt und diente als Wohnhaus für Verwalter und Beamte. Sein heutiges barock-klassizistisches Aussehen erhielt das Haus im 18. Jahrhundert von Franz Xaver Jud. Nach dem Kauf des Hauses durch die Gemeinde im Jahr 1920 wurde es zum Rathaus umfunktioniert.

Das Schloss Wildbach befindet sich im gleichnamigen Ortsteil.

Mariensäule[Bearbeiten]

Im Mittelteil des Hauptplatzes steht eine vergoldete Marienstatue auf einer Säule. Diese „Mariensäule“ wurde im Sommer 1714 geweiht, sie ersetzte ein älteres Marienstandbild („Frauensäule“), über das keine Details bekannt sind. Als Anlass für die Stiftung einer Mariensäule werden die Pestepidemie des Jahres 1680, die großen Brände 1680, 1688 und 1691 sowie die Belastungen durch die Türkenkriege angenommen. 1799, 1883, 1935 und 1975 wurde die Säule renoviert, 1903 das schadhafte Fundament erneuert und die Säule fünf Meter nach Westen versetzt, um Platz für eine Grünanlage zu schaffen. Die Inschrift „In afflictionibus nobis subveni“ am Sockel bedeutet „in unseren Bedrängnissen komm uns zu Hilfe“. Über diesem Text befindet sich der Satz „Ecce Mediatrix nostra“, was „seht hier unsere Mittlerin (von Gnade)“ bedeutet. Die Jahreszahl 1712 bei diesem Satz nennt das Jahr, in dem die Errichtung der Säule beschlossen wurde.

Mariensäule am Hauptplatz

Gemeinsam mit der Mariensäule wurden auch die Josefsstatue am Unteren Markt und die Nepomukstatue in der Nähe des Rathauses angeschafft.[60]

Museen[Bearbeiten]

Das Museum Archeo Norico ist in der Burg Deutschlandsberg beheimatet und erstreckt sich über 600 m² auf sechs Stockwerken. Es beinhaltet eine Ausstellung für Ur- und Frühgeschichte, eine Schau über den Mythos Kelten, eine Waffenausstellung, eine Folterkammer, eine Ausstellung von antikem Gold-, Silber- und Bronzeschmuck und wechselnde Sonderausstellungen.

Musik[Bearbeiten]

Deutschlandsberg bietet ein sehr reges musikalisches Kulturleben. Zunächst war das Jugendmusikfest Deutschlandsberg, das vom Komponisten Hans Werner Henze gegründet wurde, 1984 bis 2003 fixer Bestandteil des Avantgardefestivals Steirischer Herbst. Das Archiv des Jugendmusikfestivals wurde 2013 der Österreichischen Nationalbibliothek übergeben und in einem Dokumentarband festgehalten.[61]

Im Rahmen des Deutschlandsberger Klavierfrühlings treten international bekannte Pianisten auf, wie in der Vergangenheit Paul Badura-Skoda, Elisabeth Leonskaja, Oleg Maisenberg, Leonid Brumberg und auch Svjatoslav Richter. Regelmäßige Auftritte anderer Künstler wie des Altenberg Trios ergänzen den Konzertkalender der Stadt. Der Sologesang hat seine Heimat durch den Internationalen Sommerkurs für Operngesang „Vittorio Terranova“ und dem Internationalen Gesangswettbewerb „Ferruccio Tagliavini“.

Ansässige Vereine bereichern das Musikleben wie etwa die weithin bekannte Stadtkapelle Deutschlandsberg, der Gesangsverein Deutschlandsberg und der Schilcherlandchor. Reges Zentrum der musikalischen Ausbildung ist die örtliche Musikschule. Die Bands die sich hier etablierten sind zum Beispiel die „Lonsperch Roffler“, man findet aber genauso junge Talente wie die Gruppen „Denny’s Drive In“, „Kismet“, „AudioFlow“ oder „Di Baend“, die im Irish Punk, Rock und Pop Bereich tätig sind.

Theater[Bearbeiten]

Der Bereich des darstellenden Spiels wird vom Theaterzentrum Deutschlandsberg abgedeckt. Dabei setzt das Theaterzentrum Deutschlandsberg vor allem auf die Jugend, welche schon früh in den tatsächlichen Spielbetrieb eingebaut wird.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Alljährlich findet in der Stadt auf den Schilcherbergen rund um die Burg das Fest Schilcherberg in Flammen statt. Innerhalb der letzten Jahre hat sich dieses zu einer großen Tourismusattraktion gewandelt. Das wiederentdeckte Fest greift dabei auf alte Traditionen zurück. Ursprünglich wurde das Fest auch Jacobifest genannt.

Zu den Höhepunkten dieses Festes gehören neben den Vorführungen rund um die Burg auch die große Pyrotechnikshow die jedes Jahr Menschen aus der ganzen Steiermark – und sogar Touristen aus dem Ausland – anzieht.

Naturschutzgebiete in der Klause[Bearbeiten]

Die Klause ist ein geschütztes romantisches Felstal im Westen von Deutschlandsberg, das von der Laßnitz durchflossen wird. Diese Klamm ist in Gneise und Glimmerschiefer eingeschnitten, ihre steilen Hänge sind von felsigen Stellen durchsetzt. Ihr Klima ist feucht, hat wenig Sonne und relativ geringe Temperaturunterschiede. Die Bewaldung gehört zur unteren Buchenwaldstufe.

Die Klause ist durch einen Fußweg erschlossen, der an einer (nie bewohnten) Einsiedelei vorbei auf die das Tal überragende Burg Deutschlandsberg führt. Die Klause wurde nach 1811 vom damaligen Besitzer Moritz von Fries mit Wegen und („als romantisches Attribut“) den Gebäuden der Einsiedelei ausgestattet. Von den späteren Besitzern aus der Familie Liechtenstein wurde die Anlage weiter erhalten. In den Jahren nach 1938 verfiel sie und wurde 1948 restauriert wieder eröffnet.[62] Die Einsiedelei wurde im Dezember 2012 durch einen Felssturz zerstört[63] und am 23. August 2013 renoviert eröffnet.[64]

Die Deutschlandsberger Klause ist Naturschutzgebiet (NSG-c19): Das Schutzgebiet erstreckt sich auf einer Länge von rund 1200 Metern mit einer Ausdehnung von ca. 27 ha und einer durchschnittlichen Seehöhe von 400 bis 500 Metern zu beiden Seiten der Laßnitz. Es dient dem Schutz seiner Pflanzengesellschaft (Buchenwald, Kräuter, Farne, Moose).[65][66]

Die Deutschlandsberger Klause ist weiters NATURA-2000-Schutzgebiet (Europaschutzgebiet). Schutzgüter sind die Lebensräume der dort wachsenden Pflanzen. Die nähere Beschreibung lautet:
„Die Schluchtstrecke, im steirischen Randgebirge gelegen, wird von Bergsturzhalden aus grobem, blockigem Material durchzogen. Die Flußstrecke des Lassnitzbaches bietet ein abwechslungsreiches Bild mit Kolken, Inselbildungen und großen Felsblöcken. Kleine Waldbäche, Rieselfluren und Sickerstellen treten an den steilen Hängen auf.“[67]

Früher wurden Teile der Klause auch von der Holzindustrie genutzt. Die Waldbahn Deutschlandsberg, mit welcher das Holz des Laßnitztales abtransportiert wurde, verlief allerdings nicht durch die Klause, sondern verließ das Laßnitztal durch einen Tunnel Richtung Osten an der nördlichen Grenze der Klause.

Ortsbildgestaltung[Bearbeiten]

Im Rahmen des europäischen Wettbewerbes „Entente Florale Europe“ wurde die Stadt 2009 mit einer Silbermedaille in der Kategorie Stadt ausgezeichnet.

Sport[Bearbeiten]

Bekannte sportliche Veranstaltung in Deutschlandsberg ist der Ölspurlauf für Läufer und Nordic Walker.[68] Seit 2007 veranstaltet der örtliche Triathlon Club[69] alljährlich im September den „City Duathlon Deutschlandsberg“ (Laufen - Radfahren - Laufen), mittlerweile einen der größten Duathlons Österreichs (in den Jahren 2012, 2014 und 2015 war der Verein Ausrichter der Österreichischen Duathlon Staatsmeisterschaften).

Die Weltradsportwoche wurde 2012 zum 25. Mal in Deutschlandsberg abgehalten, danach aber mangels weiterer Subventionen eingestellt.[70]

Jugend[Bearbeiten]

Das Jugend- und Kulturzentrum SUBWAY wurde 2010 zwecks Umstrukturierung geschlossen. Ein Jugendgästehaus wurde 2006 fertiggestellt und dort befinden sich auch Räumlichkeiten, die für kleinere Tagungen und Seminare und andere Veranstaltungen genutzt werden können. Weiters gibt es eine Jugendgruppe, die sich in den Räumen der Deutschlandsberger Pfarre aufhält. Am Programm stehen dort auch Ausflüge und kulturelle Ereignisse.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt

Gerhard Klinkicht, der sich im April 1945 als Hauptmann der deutschen Wehrmacht weigerte, den Stephansdom mit Granaten zu beschießen und damit zu zerstören, lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschlandsberg und arbeitete bei den SOLO-Werken.[71]

Historische Ansichten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bezirkstopographie: Helmut-Theobald Müller (Hrsg.), Gernot Peter Obersteiner (wissenschaftliche Gesamtleitung): Geschichte und Topographie des Bezirkes Deutschlandsberg. Graz-Deutschlandsberg 2005. ISBN 3-90193815X. Steiermärkisches Landesarchiv und Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg 2005. In der Reihe: Große geschichtliche Landeskunde der Steiermark. Begründet von Fritz Posch.
  • Werner Tscherne, Helmut Gebhardt, Helmut-Theobald Müller [Hg.]: Geschichte der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg. Verwaltung–Gendarmerie–Schulwesen. Festschrift aus Anlass des Jubiläums „100 Jahre Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg im Amtsgebäude Kirchengasse 12“. H. Müller, Deutschlandsberg 2001. Veröffentlichungen der Steiermärkischen Landesbibliothek. Band 25. ISBN 3-9501165-2-4.
  • Werner Tscherne: Von Lonsperch zu Deutschlandsberg. Eigenverlag der Stadtgemeinde Deutschlandsberg, o.J. (1990).
  • Werner Tscherne, Ernest Theußl: Geschichte der Pfarre und Kirche in Deutschlandsberg. Verlag des Stadtpfarramtes Deutschlandsberg 1983.
  • Wilhelm Knaffl: Aus Deutsch-Landsbergs Vergangenheit. Leykam. Graz 1912.

Spezielles:

  • Gerhard Fischer: Die Besitz- und Sozialstrukturen weststeirischer Gemeinden vom 16. bis 19. Jahrhundert. Besitzgrößen, Besitzerreihen, Abgaben, Belastungen und Behausungsziffern in den Katastralgemeinden Blumau, Burgegg, Geipersdorf, Leibenfeld, Warnblick, Wildbachdorf und Wildbachberg des Gerichtsbezirkes Deutschlandsberg vom 16. bis 19. Jahrhundert. Dissertation an der Universität Graz 1991.
  • Erich Hudecek: Frühe Grabhügel aus dem Gräberfeld Deutschlandsberg/Leibenfeld im Territorium von Flavia Solva. 4. Internat. Tagung über römerzeitliche Hügelgräber Veszprém, 10.–15. September 1996, Balácai Közlemények V., 1997, 63 ff.
  • Rupert Pitter: Wildbach: Geschichte eines weststeirischen Edelhofes. In: Blätter für Heimatkunde BlHK. Band 8, Jahrgang 1930. S. 13–27.

Zusammenstellungen:

  • Bibliographie des Bezirkes Deutschlandsberg. S. 8–13. (pdf, BH Deutschlandsberg)

Bildwerke:

  • Waltraud Weisi: Alte Photographien aus dem Bezirk Deutschlandsberg. Deutschlandsberg; Band 1 Damals. 1992; Band 2 Damals 2. 1995; Band 3 Damals III.. 2004.
  • Doris Deix, Martin Deix, Gerhard Fischer: Deutschlandsberg in alten Ansichten. Band 1: Ära Franz Deix. Deutschlandsberg 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutschlandsberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform
  2. § 3 Abs. 2 Z 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 2.
  3. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau. 22. November 2013. 86. Jahrgang Nr. 47. ZDB-ID 2303595-X. S. 3.
  4. 248. Newsletter der Stadtgemeinde Deutschlandsberg vom 26.November 2013.
  5. a b Bezirkstopographie: Helmut-Theobald Müller (Hrsg.), Gernot Peter Obersteiner (wissenschaftliche Gesamtleitung): Geschichte und Topographie des Bezirkes Deutschlandsberg. Graz-Deutschlandsberg 2005. ISBN 3-90193815X. Steiermärkisches Landesarchiv und Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg 2005. In der Reihe: Große geschichtliche Landeskunde der Steiermark. Begründet von Fritz Posch†. Erster Teilband, Allgemeiner Teil. Hartmut Hiden: Geologie des Siedlungsraumes. S. 9–18.
  6. Arthur Winkler-Hermaden u. a.: Wissenschaftliche Studienergebnisse der Arbeitsgemeinschaft für geologisch-bodenkundliche Untersuchungen im Einzugsbereich des Laßnitzflusses in Südweststeiermark. Österreichische Akademie der Wissenschaften, mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse Abt. I, 149. Heft 7-10, S. 225–226. Wien. Peter Beck-Managetta: Über den geologischen Aufbau der Koralpe. In: G. Weissensteiner: Mineralien der Koralpe. 1. Sonderband der Vereinszeitschrift Die Eisenblüte. Vereinigung steirischer Mineraliensammler, Graz 1979. S. 6.
  7. Helmut W. Flügel: Geologische Karte des prätertiären Untergrundes. In: Geologische Themenkarten der Republik Österreich 1:200.000. Südsteirisches Becken – Südburgenländische Schwelle. Herausgegeben von der Geologischen Bundesanstalt. Wien 1988. Arthur Kröll, Albert Daurer (Redaktion): Erläuterungen zu den Karten über den prätertiären Untergrund des steirischen Beckens und der Südburgenländischen Schwelle. ISBN 3-900312656. Gemeinsam mit Reliefkarte, Aeromagnetischer Karte und Schwerekarte im Plastikumschlag.
  8. Leopold Weber (Hrsg.): Handbuch der Lagerstätten der Erze, Industrieminerale und Energierohstoffe Österreichs. Erläuterungen zur metallogenetischen Karte von Österreich 1: 500.000 unter Einbeziehung der Industrieminerale und Energierohstoffe. Archiv für Lagerstättenforschung Band 19 Wien 1997. Geologische Bundesanstalt, ISBN 3-900312982, ISSN 0253-097X. (Verzeichnis der bearbeiteten Rohstoffvorkommen, nach ÖK-Blättern geordnet, S. 25). (PDF, 43 B; 42,9 MB)
  9. Geologische Karte der Republik Österreich 1:50.000. Herausgegeben von der Geologischen Bundesanstalt Wien (GBA). Blätter 188 Wolfsberg, 189 Deutschlandsberg.
  10. Walter Postl: Geopark Glashütten. Ein Führer durch die Gesteinswelt der Koralpe. Verlag der Geologischen Bundesanstalt und der Gemeinde Gressenberg. Wien/Gressenberg 2009, ISBN 978-3-85316-051-0, S. 65: Mineralschätze der Koralpe – Kristalle aus alpinen Klüften.
  11. Bezirkstopographie: Band 3. Erster Teilband, Allgemeiner Teil. Beitrag von Peter Gernot Obersteiner: Siedlung, Verwaltung und Gerichtsbarkeit bis 1848. Karte Slawische und deutsche Ortsnamen in der Weststeiermark. S. 51.
  12. Manfred Trummer: Slawische Steiermark = Leicht erweiterte Fassung des gleichnamigen Vortrags am Symposium „Fremd sein – beinander bleiben. Die slowenische Volksgruppe in Österreich“ im Rahmen der „Slowenischen Tage“ an der Karl-Franzens-Universität in Graz, 25.–28. März 1996. Aus: Christian Stenner (Hrsg.): Slowenische Steiermark. Verdrängte Minderheit in Österreichs Südosten. Böhlau, Wien-Köln-Weimar 1997, ISBN 3-205-98690-3, S. 15-34.
  13. Aus lonka, Lokativ lonce: Wilhelm Brandenstein: Die Berg- und Flurnamen in Granatspitzgruppe (Hohe Tauern). In: Zeitschrift für Ortsnamenforschung. Nr. 4 (1928), S 155–165. Zitiert nach: Fritz Freiherr Lochner von Hüttenbach: Wilhelm Brandenstein. Kleine namenkundliche Arbeiten. Akademische Druck- und Verlagsanstalt. Graz 1978, ISBN 3-201-01038-3. S. 41–52, hier: S. 51.
  14. aus *lǫka „feuchte Wiese“ bei: Heinz Dieter Pohl: Siedlungsgeschichte und Überlieferung von Ortsnamen slowenischer Herkunft in Osttirol und Kärnten (mit Ausblicken aufs übrige Österreich). In: Peter Ernst, Isolde Hausner, Elisabeth Schuster, Peter Wiesinger (Hrsg.): Ortsnamen und Siedlungsgeschichte. Akten des Symposiums des Arbeitskreises für Namenforschung – Institut für Germanistik der Universität Wien und Institut für österreichische Dialekt- und Namenlexika der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vom 28.-30. September 2000. Universitätsverlag C. Winter. Heidelberg 2002. S. 177–189, hier: S. 178. ISBN 3-8253-1138-4.
  15. Kundmachung vom 31. Dezember 1930, Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 21. Jänner 1971, 1. Stück, Nr. 3. S. 3.
  16. Michael Brandl: Silexlagerstätten in der Steiermark. Österreichische Akademie der Wissenschaften ÖAW, Philosophisch-historische Klasse, Mitteilungen der Prähistorischen Kommission Band 69. Vorgelegt in der Sitzung am 20. Juni 2008. Verlag der ÖAW Wien 2009. ISBN 978-3-700164890, ISSN 0065-5376. S. 59–61, Bild auf Seite 72.
  17. Deutschlandsberg Tanzboden. In: Werner Murgg, Bernhard Hebert: Mittelalterliche und Frühneuzeitliche Wehrbauten im Bezirk Deutschlandsberg: Aufnahme der Bodendenkmale. Mit Zeichnungen von Stefan Karl. Beiträge zur Mittelalterarchäologie in Österreich BMÖ. Band 10, Jahrgang 1994. Hrsg: Österreichische Gesellschaft für Mittelalterarchäologie, Wien. ISSN 1011-0062. S. 61.
  18. Werner Tscherne: Von Lonsperch zu Deutschlandsberg. Eigenverlag der Stadtgemeinde Deutschlandsberg, o.J. (1990) S. 66f.
  19. Werner Murgg, Bernhard Hebert: Mittelalterliche und Frühneuzeitliche Wehrbauten im Bezirk Deutschlandsberg: Aufnahme der Bodendenkmale. Mit Zeichnungen von Stefan Karl. Beiträge zur Mittelalterarchäologie in Österreich BMÖ. Band 10, Jahrgang 1994. Hrsg: Österreichische Gesellschaft für Mittelalterarchäologie, Wien. ISSN 1011-0062. S. 56. Lageskizze S. 76. Koordinaten: 46° 48′ 23″ N, 15° 11′ 48″ O46.80638888888915.196666666667.
  20. Werner Murgg, Bernhard Hebert: Wehrbauten. S. 64. Lageskizze (noch mit alter Grundstücksnummer 272) S. 89. Koordinaten (das Grundstück hat 2012 die Nummer 272/1 EZ 21 KG 61036 Leibenfeld): 46° 48′ 3″ N, 15° 13′ 32″ O46.80083333333315.225555555556.
  21. geographisches Informationssystem, Digitaler Atlas der Steiermark, Abschnitt „Planung & Kataster“, flächenhafte Ersichtlichmachungen.
  22. Werner Tscherne: Von Lonsperch zu Deutschlandsberg. Eigenverlag der Stadtgemeinde Deutschlandsberg, o.J. (1990) S. 59.
  23. a b Rudolf Karl Höfer: Die landesfürstliche Visitation der Pfarren und Klöster in der Steiermark in den Jahren 1544/1545. Edition der Texte und Darstellungen zu Nachrichten über das kirchliche Leben. Quellen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark – HLK. XIV. Band. Graz 1992. Selbstverlag der HLK. ISBN 3-901251022. S. 192.
  24. Pitter: Wildbach, S. 14.
  25. Die Pramer und ihre weststeirischen Gülten, Beitrag auf der Seite der Gemeinde Preding.
  26. Pitter: Wildbach, S. 22.
  27. a b Anton Mell: Hohe und niedere Strafgerichtsbarkeiten. Landgerichte und Burgfrieden in Steiermark. In: Anton Mell, Hans Pirchegger: Steirische Gerichtsbeschreibungen. Als Quellen zum Historischen Atlas der österreichischen Alpenländer. I. Abteilung. Landgerichtskarte: Steiermark. In der Reihe: Quellen zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Steiermark. I. Band. Herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark. Graz 1914. Allgemein: Seiten XX–XLIV. Zum Landgericht Deutschlandsberg: Seiten 245–246 und 473 bzw. (Burgfried Deutschlandsberg) 246–248 und 495.
  28. Werner Tscherne: Von Lonsperch zu Deutschlandsberg. Eigenverlag der Stadtgemeinde Deutschlandsberg, o.J. (1990) S. 60.
  29. Eduard Richter, Anton Mell, Julius Strnadt, Hans Pirchegger: Erläuterungen zum Historischen Atlas der österreichischen Alpenländer. I. Abteilung. Die Landgerichtskarte. 1. Teil Salzburg, Oberösterreich, Steiermark. Zweite Ausgabe. Hg. von der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien. Verlag Adolf Holzhausen. Wien 1917. Übersichtstabelle im Anhang (VI. Kärntner Mark, XII. Jahrhundert).
  30. a b Eduard Richter, Anton Mell, Julius Strnadt, Hans Pirchegger: Erläuterungen zum Historischen Atlas der österreichischen Alpenländer. 1. Teil Salzburg, Oberösterreich, Steiermark. Zweite Ausgabe. Hg. von der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien. I. Abteilung. Die Landgerichtskarte. Verlag Adolf Holzhausen. Wien 1917. S. 239 (In den Unterlagen wird Deutsch-Landsberg oder D.Landsberg verwendet, obwohl der Ort damals nur Landsberg hieß, weil es auch einen Gerichtssprengel Windisch-Landsberg gab).
  31. Mell: Strafgerichtsbarkeiten, Seite XXVI.
  32. Manfred Straka: Verwaltungsgrenzen und Bevölkerungsentwicklung in der Steiermark 1770–1850. Erläuterungen zur ersten Lieferung des Historischen Atlasses der Steiermark. Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, XXXI. Band. Herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark – HLK. Selbstverlag der HLK. Graz 1978. S. 91.
  33. Karl Schmutz: Historisch-topographisches Lexicon von Steyermark. zitiert nach Straka: Verwaltungsgrenzen, S. 213.
  34. Straka: Verwaltungsgrenzen. S. 212–216.
  35. Bezirkstopographie: Erster Teilband, Allgemeiner Teil. Peter Gernot Obersteiner: Siedlung, Verwaltung und Gerichtsbarkeit bis 1848. S. 74.
  36. Bezirkstopographie: Erster Teilband, Allgemeiner Teil. Werner Tscherne: Verwaltungsgeschichte seit 1848. S. 89.
  37. Martin Albrecher: Die Ortsnamen im Gerichtsbezirk Deutschlandsberg. Diplomarbeit an der Universität Wien 1999. Hochschulschrift. ohne Verlag, ohne ISBN. S. 10. Die Kundmachung der Stadterhebung erfolgte im Landesgesetz- und Verordnungsblatt für das Herzogtum Steiermark vom 9. November 1918. LXIII. Stück, Nummer 76/1918, S. 227.
  38. Steirische Wasserkraft- und Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Stewag [Hg.]: 25 Jahre Teigitsch Kraftwerk Arnstein. Festschrift zum 25. Jahrestag der Betriebseröffnung des Teigitschkraftwerks Arnstein am 25. März 1925. Graz, Stewag, 1950.
  39. Weststeirische Rundschau. Nr. 3, Jahrgang 2013 (18. Jänner 2013), 86. Jahrgang, ZDB-ID 2303595-X. Simadruck Aigner u. Weisi, Deutschlandsberg 2013, S. 3.
  40. Gerald M. Wolf: „Jetzt sind wir die Herren …“ Die NSDAP im Bezirk Deutschlandsberg und der Juli-Putsch 1934 (= Grazer zeitgeschichtliche Studien, Band 3) StudienVerlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2008, S. 142, ISBN 978-3-706540063.
  41. Vgl. dazu Wolf: Herren, S. 72 und 82.
  42. Die bislang ausführlichste Abhandlung über die Kämpfe während des Juliputsches in der Stadt Deutschlandsberg findet sich in Wolf: Herren, S. 162–165.
  43. Werner Tscherne: Von Lonsperch zu Deutschlandsberg. Eigenverlag der Stadtgemeinde Deutschlandsberg, o.J. (1990), S. 422.
  44. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau vom 10. Juni 2011. 84. Jahrgang Nr. 23. S. 3. ZDB-ID 2303595-X (auf der Titelseite falsch als Nr. 21 vom 27. Mai 2011 bezeichnet).
  45. Bezirkstopographie: Zweiter Teilband Bezirkslexikon. S. 30.
  46. Kundmachung vom 15. Dezember 1969, Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 30. Dezember 1969, 30. Stück, Nr. 226. S. 426.
  47. Kundmachung vom 3. Dezember 1973, Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 27. Dezember 1973, 28. Stück, Nr. 152. S. 206.
  48. Kundmachung vom 16. Mai 1951, Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 28. Dezember 1959, 13. Stück, Nr. 37. S. 114.
  49. Zum 30. „Todestag“ der SOLO. Wochenzeitung „Weststeirische Rundschau“ vom 23. März 2012. 85. Jahrgang Nr. 12. ZDB-ID 2303595-X S. 12.
  50. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau vom 21. März 2009. 82. Jahrgang Nr. 12. ZDB-ID 2303595-X S. 3.
  51. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau vom 17. Dezember 2010. Nr. 50. 83. Jahrgang 2010, ZDB-ID 2303595-X. S. 1.
  52. Steiermärkische Gemeindeordnung in der Fassung der Änderung im Landesgesetzblatt Nr. 92, ausgegeben am 4. September 2008, 27. Stück, S. 304 in Verbindung mit § 2 Abs. 1 des stmk. Gemeindeverbandsorganisationsgesetzes (GVOG) 1997.
  53. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau, 10. Oktober 2009. 82. Jahrgang Nr. 41, ZDB-ID 2303595-X S. 3.
  54. Cathrin Weisi: „… ganz sicher keine Weltgeschichte …“. Eine Region schreibt sich ihre Zeitung – 65 Jahre „Weststeirische Rundschau“ für den politischen Bezirk Deutschlandsberg. Diplomarbeit an der Universität Graz 1992.
  55. Kundmachungen der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg.
  56. Die PreisträgerInnen 1999, elternbrief.at
  57. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau vom 28. September 2012. 85. Jahrgang Nr. 39, ZDB-ID 2303595-X S. 3.
  58. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau vom 22. August 2009. 82. Jahrgang Nr. 34, S. 1 und 3, zu seinen Vorgängern siehe WR vom 10. Oktober 2009 Nr. 41, S. 3.
  59. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau vom 13. September 2013. 86. Jahrgang Nr. 37, S. 3.
  60. Gerhard Fischer: In afflictionibus nobis subveni – Deutschlandsberger Mariensäule 300 Jahre alt. In: Wochenzeitung Weststeirische Rundschau vom 25. April 2014. 87. Jahrgang Nr. 17, S. 3.
  61. Irene Suchy: Henzes Utopie. Jugend. Musik. Fest. Deutschlandsberg 1984–2003. Mit einem Beitrag von Irene Diwiak. Herausgegeben von Barbara Faulend-Klauser, Kulturkreis Deutschlandsberg. Edition Ausblick, Wien 2013. ISBN 978-3-903798-04-5..
  62. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau vom 8. August 2009. 82. Jahrgang Nr. 32, ZDB-ID 2303595-X S. 3.
  63. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau vom 4. Jänner 2013. 86. Jahrgang Nr. 1, ZDB-ID 2303595-X. S. 3.
  64. Weststeirische Rundschau 30. August 2013. S. 1–2.
  65. Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg vom 22. Februar 1982 über die Erklärung der Deutschlandsberger Klause zum Naturschutzgebiet (Pflanzenschutzgebiet), kundgemacht in der Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark, vom 5. März 1982, 9. Stück. ZDB-ID 1291268-2. S. 120–122. Davor: Verordnung vom 12. November 1968, Grazer Zeitung 1969, 33. Stück, S. 339.
  66. Beschreibung des Schutzgebietes durch das Amt der steiermärkischen Landesregierung.
  67. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. April 2006 über die Erklärung des Gebietes „Deutschlandsberger Klause“ (AT2214000) zum Europaschutzgebiet Nr. 33. Stmk. LGBl. Nr. 76/2006. CELEX Nr. 31992L0043, 32003R1882. Diese Verordnung beruht auf der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH RL) 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen, ABl. EU Nr. L 206 S. 7, zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. September 2003, ABl. EU Nr. L 284, S. 1 ff.
  68. Ölspurlauf.
  69. [1]
  70. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau vom 10. August 2012. 85. Jahrgang Nr. 32, ZDB-ID 2303595-X S. 1.
  71. Erinnern Sie sich noch an den Retter des „Stephansdoms“? In: Weststeirische Rundschau. Nr. 36, Jahrgang 2014 (5. September 2014), S. 3.