Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft
(DMykG)
Zweck: Fachgesellschaft für Mykologie
Vorsitz: Martin Schaller
Gründungsdatum: 1961
Mitgliederzahl: 470
Sitz: Essen
Website: dmykg.de

Die Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft (DMykG) e.V. ist ein als gemeinnützig anerkannter Verein. Die Gesellschaft wurde 1961 gegründet als Forum für alle Wissenschaftler des deutschen Sprachraumes, die sich für die Mykologie unter human- bzw. veterinärmedizinischen Aspekten interessieren, also die medizinische Mykologie bzw. veterinärmedizinische Mykologie. Eine Hauptaufgabe besteht darin, Wissenschaft und Forschung zu fördern. Sitz des Vereins ist Essen.

Die Gesellschaft, die derzeit 470 Mitglieder aufweist (Stand 2012), hält dazu Jahrestagungen ab. Diese mehrtägigen Veranstaltungen werden als Myk bezeichnet. Einen wesentlichen Beitrag zur Arbeit der Gesellschaft leisten die Arbeitsgemeinschaften für „Klinische Mykologie“ sowie für „Mykologische Laboratoriumsdiagnostik“.

Wissenschaftliches Publikationsorgan ist die in englischer Sprache erscheinende Fachzeitschrift mycoses Journal. Als ihr Herausgeber fungiert Oliver A. Cornely. Darüber hinaus gibt es das Wissenschaftsmagazin Forum Infektiologie mit Schwerpunkt Mykologie als Mitteilungsorgan der Gesellschaft. Dieses erscheint 3x pro Jahr. Im Internet bietet die Gesellschaft ein Mykologie-Portal. Ihren Fortbildungsauftrag erfüllt die Gesellschaft über die 2010 gegründete SCIENTIA Akademie e.V., die regelmäßig Workshops, Seminare mit Praktika und Symposien anbietet. Hier wird besonderer Wert auf individuelle Themengestaltung gelegt. In einem In-House-Concept zum Thema "Infektionen in der Intensivmedizin" wird z.T. anhand von Fallbeispielen gelernt. Den invasiven Mykosen in der Onkologie und Intensivmedizin widmet sich ein eigenes Internet-Portal (www.mykosen-online.de).

Einen weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit bildet das mykologische Qualitätsmanagement. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Erarbeitung von Leitlinien und Empfehlungen. Derzeit werden unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), deren Mitglied die Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft ist, sechs Leitlinien bereitgestellt, nämlich „Tinea der freien Haut“, „Onychomykose“, „Vulvovaginalcandidose“, „Candidose der Haut“, „Orale Candidose“, „Tinea capitis“.

Der Verein kooperiert international mit der International Society for Human and Animal Mycology (ISHAM), mit der Österreichischen Gesellschaft für Medizinische Mykologie e.V. (ÖGMM) sowie der European Confederation of Medical Mycology (ECMM).

Besondere Bedeutung wird der Nachwuchsförderung beigemessen. Hierzu dient unter anderem die jährliche Verleihung des Forschungsförderungspreises.

Zur Absicherung ihrer Arbeit hat die Gesellschaft vor einiger Zeit die Stiftung der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft e.V. ins Leben gerufen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]