Devin Harris

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Basketballspieler
Devin Harris
Devin Harris 2014-01-04.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Devin Lamar Harris
Spitzname The Blur
Geburtstag 27. Februar 1983
Geburtsort Milwaukee, Vereinigte Staaten
Größe 191 cm
Position Point Guard/Shooting Guard
College University of Wisconsin-Madison
NBA Draft 2004, 5. Pick, Washington Wizards
Vereinsinformationen
Verein Dallas Mavericks
Liga NBA
Trikotnummer 20
Vereine als Aktiver
2001–2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wisconsin Badgers (NCAA)
2004–2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dallas Mavericks
2008–2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New Jersey Nets
2011–2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Utah Jazz
2012–2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Atlanta Hawks
Seit 0 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dallas Mavericks

Devin Lamar Harris (* 27. Februar 1983 in Milwaukee, Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler.

Leben[Bearbeiten]

Devin Harris besuchte die East High School in Wauwatosa. Dort spielte er sowohl Basketball als auch eine Saison Volleyball. Dort wurde er ins All-Conference-Team berufen. Nach einem Jahr an der High School entschloss er sich vom Volleyball zurückzuziehen, um sich ganz dem Basketball zu widmen. In seiner Sophomore-Saison kam er aufgrund diverser Verletzungen kaum zum Einsatz. In seiner Senior-Saison explodierten seine Leistungen förmlich und er stellte einen neuen Scoring-Rekord auf. Des Weiteren beendete sein Team die Saison ungeschlagen und Harris wurde zum Mr. Basketball 2001 im Staat Wisconsin gewählt. Sein Trikot mit der Nummer 20 wurde im Jahr 2007 an der Wauwatosa East ausgestellt.

Devin Harris akzeptierte das Angebot der University of Wisconsin-Madison und spielte fortan für die Wisconsin Badgers. Er war der zweite Spieler, dem es gelungen war, als Freshman, Sophomore und Junior in der Startformation zu stehen. In seinem ersten Jahr gewannen die Badgers die Big Ten Conference. Im darauf folgenden Jahr gewannen sie sie erneut und qualifizierten sich für das NCAA-Tournament, wo sie die „Sweet 16“ erreichten. Trotz einer starken Leistung Harris´ musste sich sein Team der University of Kentucky geschlagen geben. In seiner Junior-Saison etablierte sich Harris als einer der herausragenden College-Spielern des Landes. Er wurde Big Ten Player of the Year, erhielt den Silver Basketball Award und wurde ins Second Team All-American berufen. Harris entschloss sich, sich nach seiner 3. College-Saison beim NBA-Draft anzumelden.

NBA[Bearbeiten]

Devin Harris wurde in der 1. Runde an 5. Stelle von den Washington Wizards gedraftet. Wie bereits vorher mit den Dallas Mavericks abgesprochen, tauschten die Wizards Harris zusammen mit Jerry Stackhouse und Christian Laettner um im Gegenzug Antawn Jamison zu erhalten. In Dallas sollte er im Schatten von Steve Nash zu einem Top-Spielmacher heranwachsen. Nash entschied sich allerdings in der Offseason, ein Angebot der Phoenix Suns anzunehmen. Unter Coach Don Nelson startete Harris in den ersten 19 Spielen der Saison 2004/05 und wurde Rookie of the Month im November. Die restlichen 57 Spiele sah er sich von der Bank aus an. Im März 2005 trat Don Nelson zurück und Avery Johnson wurde neuer Headcoach der Dallas Mavericks, der auf Jason Terry in der Startformation baute. Am Ende der Saison verzeichnete Harris 5.7 Punkte, 2.2 Assists und 1.0 Steals.

Devin Harris zeichnete sich durch seine Schnelligkeit und seine gute Defensive aus. Coach Johnson forderte seinen Point-Guard auf, auch in der Offensive effizienter zu agieren. Harris startete verbessert in die Saison 2005/06, musste aufgrund einer Verletzung an der rechten Schulter im Januar jedoch 2 Spiele und ab März 24 Spiele wegen einer Quadriceps-Verletzung aussetzen. Insgesamt spielte er in der regulären Saison 56 Spiele, davon 4 als Starter. Er verbesserte seine Statistiken auf 9.9 Punkte und 3.2 Assists. Pünktlich zu den Playoffs kehrte er in die Rotation der Mavericks zurück und hatte großen Anteil am Sieg über den Erzrivalen San Antonio Spurs. In einer nervenaufreibenden Serie die über 7 Spiele ging, war es Harris, der Verantwortung übernahm und die Spurs bestrafte, die sich in der Defensive hauptsächlich um Dirk Nowitzki, Josh Howard und Jason Terry kümmerten. So schaffte er es in 3 aufeinander folgenden Spielen 20, 24, sowie 18 Punkte zu erzielen. In den NBA-Finals mussten sich die Dallas Mavericks allerdings den Miami Heat mit 2-4 geschlagen geben. In 23 Playoff-Partien, davon 15 als Starter, verbuchte Harris 9.4 Punkte und 2.2 Assists.

In der Saison 2006/07 startete er in 61 von insgesamt 81 Spielen. Harris legt 10.2 Punkte, 3.7 Assists und 1.2 Steals im Schnitt auf und verhalf den Mavericks um MVP Dirk Nowitzki, eine Rekord-Bilanz von 67-15 zu erreichen. Die Titelträume der Mavericks zerschlugen sich allerdings in der 1. Runde, als sie gegen die an Nummer 8 gesetzten Golden State Warriors überraschend mit 2-4 verloren. In 6 Spielen war Harris mit 13.2 Punkten und 5.0 Assists einziger Lichtblick in der sonst katastrophal verlaufenden Serie.

Devin Harris galt als Zukunft der Franchise und wurde nach der Saison 2007 mit einem Vertrag im Wert von 42 Millionen Dollar ausgestattet, bei einer Dauer von 5 Jahren. Harris wurde zum Co-Kapitän (zusammen mit Dirk Nowitzki) ernannt. Die Saison 2007/08 war seine bis dahin stärkste. In 39 Spielen als Starter erzielte er 14,4 Punkte, 5,3 Assists und 1,4 Steals pro Spiel. Allerdings wurde er Mitte Februar 2008 zusammen mit Keith van Horn, Trenton Hassell, DeSagana Diop, Maurice Ager für 3 Millionen Dollar und Erstrundenpicks für den Draft 2008 und 2010 nach New Jersey geschickt. Die Mavericks erhielten im Gegenzug Jason Kidd, Malik Allen und Antoine Wright.

Bei den New Jersey Nets wurde er daraufhin zum Star und konnte seine Statistiken erheblich verbessern. 2009 wurde er ins NBA All-Star Game gewählt.

Februar 2011 wurde Harris im Rahmen eines Trades zwischen den Nets, den Utah Jazz und den Golden State Warriors, gemeinsam mit Teamkollege Derrick Favors nach Utah getradet. Im Gegenzug wechselte unter anderem Deron Williams zu den Nets.

Bei den Jazz konnte Harris an seine Leistungen zu Nets-Zeiten nicht anknüpfen. Seine statistischen Werte sanken in Utah drastisch. Die Jazz tradeten Harris 2012 zu den Atlanta Hawks im Austausch für Marvin Williams.[1]

Mit den Hawks schaffte Harris den Einzug in die PlayOffs 2013. Dort schied das Team jedoch in der ersten Runde aus. Zur Saison 2013/2014 wechselte Harris nach Ablauf seines Vertrages zurück zu den Dallas Mavericks. Dort erhielt er einen Vertrag bis 2016. Verletzungsbedingt absolvierte er jedoch nur 40 Spiele und erzielte dabei 7,9 Punkte und 4,5 Assists pro Spiel.

Reguläre Saison[Bearbeiten]

Saison Team G GS MPG FG% 3P% FT % OFF DEF RPG APG SPG BPG TO PF PPG
2004-05 DAL 76 19 15,4 42,9 33,6 75,7 0,4 1,0 1,3 2,2 1,0 0,2 1,08 1,80 5,7
2005-06 DAL 56 4 22,8 46,9 23,8 71,6 0,5 1,8 2,2 3,2 0,9 0,3 1,50 2,20 9,9
2006-07 DAL 80 61 26,0 49,2 28,0 82,4 0,6 1,9 2,5 3,7 1,2 0,3 1,83 3,00 10,2
2007-08 DAL 39 39 30,4 48,3 35,7 82,1 0,4 1,9 2,3 5,3 1,4 0,1 2,38 3,30 14,4
2007-08 NJN 25 22 36,1 43,8 32,0 82,9 0,4 2,8 3,3 6,5 1,4 0,3 2,7 2,5 15,4
2008-09 NJN 69 69 36,1 43,8 29,1 82,0 0,4 2,9 3,3 6,9 1,6 0,2 3,0 2,4 21,3
2009-10 NJN 64 61 34,7 40,3 27,6 79,8 0,4 2,8 3,2 6,6 1,2 0,3 2,8 2,8 16,9
2010-11 NJN 54 54 31,9 42,5 30,0 83,3 0,2 2,1 2,3 7,1 1,1 0,1 2,9 2,3 15,2
2010-11 UTA 17 16 31,2 41,3 35,7 81,1 0,4 2,0 2,4 5,4 0,8 0,1 2,9 1,9 15,8
2011-12 UTA 63 63 27,6 45,5 36,2 74,9 0,2 1,6 1,8 5,0 1,0 0,2 1,9 2,2 11,3
2012-13 ATL 58 34 24,5 43,8 33,5 72,7 0,1 1,9 2,0 3,4 1,1 0,2 1,5 1,8 9,9
2013-14 DAL 40 0 20,5 37,8 30,7 80,0 0,2 1,9 2,1 4,5 0,7 0,1 1,5 1,8 7,9
Insgesamt -- 641 442 27,3 43,8 31,8 79,7 0,3 2,0 2,3 4,8 1,1 0,2 2,1 2,4 12,5

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://basketball.realgm.com/wiretap/221992/Hawks_Jazz_Agree_To_Williams_For_Harris_Swap