Diébédo Francis Kéré

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Von Kéré entworfene, preisgekrönte Grundschule in seinem Heimatdorf Gando

Diébédo Francis Kéré (* 1965 in Burkina Faso) ist ein deutscher Architekt, der in Burkina Faso geboren wurde.

Nach dem Architekturstudium an der Technischen Universität Berlin gründete er sein eigenes Büro Kéré Architecture.

Er widmet sich vorrangig sozial und ökologisch nachhaltigen Architekturprojekten in Entwicklungsländern, angefangen bei seinem Heimatland Burkina Faso.

Für den Bau einer Schule in seinem Heimatdorf Gando erhielt er den Aga Khan Award for Architecture. Weitere Preise waren 2009 der Global Award for Sustainable Architecture, der Swiss Architectural Award im Jahre 2010 für die Erweiterung der Schule von Gando, in 2011 der Marcus Prize for Architecture der University of Wisconsin Milwaukee und 2012 der Holcim Global Award in Gold für das Projekt eines Gymnasiums in Gando.

Kéré ist auch der Entwerfer des Operndorf Afrika des Regisseurs Christoph Schlingensief. Im Mai 2012 besuchte der frühere Bundespräsident der Bundesrepublik Horst Köhler das Projekt, dessen Schirmherr er ist.[1]

Seine Arbeit wurde unter anderem im Museum of Modern Art in der von Andres Lepik kuratierten Ausstellung Small Scale, Big Change. New Architectures of Social Engagement[2] präsentiert, neuerdings auch in AFRITECTURE im Architekturmuseum der TU München. Er hat verschiedene Lehraufträge angenommen, zuletzt an der Graduate School of Design, Harvard University[3].

Im November 2014 wurde Kéré mit dem Erich-Schelling-Architekturpreis ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Weit und breit keine Oper in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 20. Mai 2012, Seite 25
  2. "Small Scale, Big Change. New Architectures of Social Engagement"
  3. http://www.gsd.harvard.edu/images/content/5/4/542626/NonWestern.pdf