Diözese Linz

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Diözese Linz
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Basisdaten
Staat Österreich
Kirchenprovinz Wien
Metropolitanbistum Erzdiözese Wien
Diözesanbischof Ludwig Schwarz SDB
Emeritierter Diözesanbischof Maximilian Aichern OSB
Generalvikar Severin Lederhilger OPraem
Bischofsvikar Maximilian Mittendorfer
Fläche 11.909 km²
Dekanate 39 (Liste) (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Pfarreien 474 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Einwohner 1.426.000 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Katholiken 1.021.000 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Anteil 71,6 %
Diözesanpriester 387 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ordenspriester 307 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ständige Diakone 104 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Katholiken je Priester 1.471
Ordensbrüder 396 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ordensschwestern 887 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Deutsch
Kathedrale Zu Unserer Lieben Frau
Website www.dioezese-linz.at
Kirchenprovinz
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Die Diözese Linz (lateinisch Dioecesis Linciensis) ist eine österreichische Diözese, die zur Kirchenprovinz Wien gehört. Sie ist zuständig für das Bundesland Oberösterreich.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichte des Diözesangebiets[Bearbeiten]

Zur Römerzeit gehörte ein Großteil des Diözesangebiets zur Provinz Noricum. Nach der Stadterhebung (Municipium) von Lauriacum (heute Lorch) im Jahr 212 dürfte dort ein Bischofssitz gewesen sein. Im Jahr 304 starben 40 Christen, unter ihnen der heilige Florian, den Märtyrertod und wurden möglicherweise in Lauriacum bestattet. Im 5. Jahrhundert wird in der Vita Sancti Severini ein Bischof mit dem Namen Constantius in Lauriacum erwähnt.

Nach der Völkerwanderung verkündeten iroschottische und fränkische Missionare das Christentum. Im Jahr 739 legte der heilige Bonifatius die Diözesangrenzen so fest, dass Oberösterreich zum Bistum Passau kam. Bis etwa 903 ist Lorch als Sitz eines Chorbischofs (Landbischof) bezeugt.

Durch die Einfälle der Magyaren wurden viele kirchliche Strukturen zerstört. Nach dem Schlacht auf dem Lechfeld (955) begann Bischof Pilgrim mit dem Neuaufbau. Ab 1065 begannen die Bischöfe Altmann und Ulrich das Diözesangebiet in Pfarrsprengel einzuteilen.

Zur Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert förderten vor allem die Adeligen den neuen Glauben und ein Großteil der Bevölkerung wurde protestantisch. Durch die Gegenreformation wurde Oberösterreich im 17. Jahrhundert wieder überwiegend katholisch.

Bistumswappen Linz
Maria-Empfängnis-Dom Linz

Geschichte der Diözese Linz[Bearbeiten]

Kaiser Joseph II. zwang die Diözese Passau mit einem Vertrag vom 4. Juli 1784 zum Verzicht auf ihre Pfarren in Oberösterreich und gründete die Diözese Linz. Mit einer Bulle vom 28. Januar 1785 stimmte Papst Pius VI. zu. Erster Bischof von Linz wurde der Passauer Generalvikar und Freisinger Weihbischof Ernest Johann Nepomuk von Herberstein. Diese kirchenrechtliche Installation begleitet die Erhebung des Landesteils zum Kronland Österreich ob der Enns, nachdem es politisch schon Jahrhunderte Teil des Herzogtums Österreich gewesen war.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Das bischöfliche Gymnasium der Diözese ist das Petrinum am Fuße des Pöstlingsbergs.

Siehe auch:

Liste der Bischöfe[Bearbeiten]

Bischofkoadjutor[Bearbeiten]

  • Franz Salesius Zauner (1949–1955)

Weihbischöfe[Bearbeiten]

  • Josephus Calasanz Fließer (1941–1946)
  • Alois Wagner (1969–1982)

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Ebner (Herausgeber): Das Bistum Linz von 1945 bis 1995. Bischöfliches Ordinariat, Linz 1995
  • Rudolf Leeb u. a.: Geschichte des Christentums in Österreich. Von der Antike bis zur Gegenwart. Uebereuter, Wien 2003, ISBN 3-8000-3914-1
  • Helga Litschel (Redakteurin): Kirche in Oberösterreich. Amt der oberösterreichischen Landesregierung, Linz 1985
  • Josef Wodka: Kirche in Österreich. Wegweiser durch ihre Geschichte. Herder, Wien 1959
  • Rudolf Zinnhobler und Kriemhild Pangerl: Kirchengeschichte in Linz. Diözesanarchiv, Linz 2000

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diözese Linz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien