Di Xin

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Namen
Nachname (chinesisch )
Geburtsname Shòu (chinesisch )
Thronname aus Shiji Dì Xīn (chinesisch 帝辛)
Thronname aus Orakelknochen (Nicht bekannt)
Tempelname (Kein)
Postumname Zhòu König (chinesisch 纣王)
auf Deutsch Di Xin

König Dì Xīn von Shang (chinesisch 帝辛, populärer Name: König (Shang) Zhou, Shāng Zhòu (Wáng) (chinesisch 商纣(王))), geboren als Zi Shou (子受), (* ? v. Chr.; † 1122 v. Chr.) herrschte von 1155 v. Chr. bis 1122 v. Chr. als letzter König (der 31. oder 32. König) der Shang-Dynastie für 33 Jahre über China. Er war der Sohn des vorherigen Königs Di Yi.

Sein Vorname lautete Shòu (chinesisch , ähnlich wie Zhòu chinesisch ), weshalb er auch Zhou Xin (紂辛, Pinyin Zhòu Xīn) genannt wurde. Es ist auch bekannt, dass er das Zeichen Shang (商, Pinyin Shāng) vor seinen Namen setzte.

Im berühmtesten Geschichtswerk Shiji (chinesisch 史记) schreibt Sima Qian (chinesisch 司马迁), dass Di Xin zu Beginn seiner Regierung ungewöhnliche Fertigkeiten aufwies, und dass er von rascher Auffassungsgabe und erregbarem Gemüt war. Er war der jüngere Bruder von Wei Zi (微子) und Wei Zhong (微仲), die beide von einer Konkubine geboren wurden. Seine Söhne waren Wu Geng (武庚) und Lu Fu (祿父). Sein Vater Di Yi (帝乙) hatte zwei Brüder, Ji Zi (箕子) und Bi Gan (比干, ein berühmter Weiser). Di Xin vergrößerte das Reich der Shang durch zahlreiche Schlachten mit den umliegenden Völkern, bei denen er auch den Stamm der Yiren (夷人) schlug, die heute als Dongyi bekannt sind.

In seinen späteren Regierungsjahren erlag er dem Alkohol und den Frauen, und war moralisch degeneriert. Er vernachlässigte die Staatsangelegenheiten und hielt nach Sima Qian ausschweifende Feste und Orgien ab, bei denen wüste Lieder gespielt wurden. Sein Bruder Wei Zi versuchte, ihn zur Besinnung zu bringen, aber wurde gerügt. Sein Onkel Bi Gan ermahnte ihn, aber er ließ Bi Gan das Herz herausreißen, um zu wissen, wie das Herz eines Weisen aussieht. Als sein Onkel Ji Zi davon hörte, ging er zum königlichen Neffen und ermahnte den König, aber er wurde eingesperrt. Nachdem die Armee der Shang-Dynastie von der des Zhou-Stammes (vom König Zhou Wu geleitete) besiegt wurde, steckte Di Xin den Palast Lu Tai (chinesisch 鹿台) in Brand und beging Selbstmord.

Das Geschichtswerk Shiji berichtet, dass Di Xin sehr kräftig war, sodass er sogar neun laufende Ochsen in die andere Richtung ziehen konnte. Er begünstigte seine wunderschöne aber böse Nebenfrau Da Ji (chinesisch 妲己) und vertraute ihr, und richtete den sogenannten Alkohol-Pool und den Fleisch-Wald ein. Di Xin befahl sehr grausame Foltern, wie das Brennen mit rotglühenden Bronzestäben und das Werfen von Gefangenen in einen großen Kessel voller Skorpione. Weiters sperrte er die Dissidenten-Lehnsfürsten wie den Xi Bo Markgrafen (chinesisch 西伯侯) Ji Chang (chinesisch 姬昌, Vater des Königs Zhou Wu) vom Stamm Zhou, ein.

Historische Bemerkungen zum König Zhou[Bearbeiten]

Di Xin (König Zhou) wird in China über die Zeiten hinweg als ein typischer Despot wie Xia Jie betrachtet, z. B. bedeutet das chinesische Idiom "Dem König Zhou bei seiner Despotie helfen" (chinesisch 助纣为虐) dass man bösen Menschen bei bösen Handlungen hilft.

Eine andere Ansicht ist, dass die negativen Kommentare zum König Zhou sich erst über die Zeit verschärften, tatsächlich aber die Literaten vor der Qin-Dynastie ihn nicht so sehr kritisierten. Auf der Geschichte seiner Herrschaft beruht, erweitert durch die Phantasie der nachfolgenden Generationen, einer der berühmtesten chinesischen Romane namens Fengshen Yanyi (chinesisch 封神演义), der erst in der Ming-Dynastie vollendet wurde.

Vorgänger Amt Nachfolger
Di Yi König von China
1155–1122 v. Chr.
Wu von Zhou