Diagonale (Filmfestival)

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Loge des Festivals

Die Diagonale ist ein Filmfestival das in den Jahren 1993, 1994 und 1995 in Salzburg stattfand und seit 1998 jährlich in Graz veranstaltet wird. Es versteht sich als umfassende Jahresfilmschau des österreichischen Filmschaffens, die alle Genres (Spielfilm, Dokumentarfilm, Kurzfilm, Avantgarde etc.) abdecken möchte.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste Jahre[Bearbeiten]

Die ersten drei Diagonale-Festivals wurden von der Austrian Film Commission jeweils Anfang Dezember in Salzburg und in Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen veranstaltet. Intendant war 1993 und 1994 der Filmemacher Peter Tscherkassky und 1995 Heinrich Mis (damals Leiter der ORF-Sendung kunst-stücke). Nach einer Pause übersiedelte das Festival nach Graz, der eigene Trägerverein „Forum Österreichischer Film“ wurde 1998 unter der Leitung von Christine Dollhofer und Constantin Wulff gegründet, die bis 2003 dem Verein vorstanden. Neben den Filmvorführungen stehen auch Diskussionen, Publikumsgespräche und Ausstellungen auf dem Programm. Im ersten Jahr in Graz wurden einhundert Filme gezeigt und in drei Kategorien Preise vergeben: ein Hauptpreis, ein Preis für innovatives Kino und ein Nachwuchspreis. Später kam eine Reihe weiterer Preise dazu; im Jahr 1999 wurde erstmals auch ein Preis für den besten Schauspieler und die beste Schauspielerin vergeben, was jedoch erst 2008 das nächste Mal der Fall war.

Seit der Jahrtausendwende[Bearbeiten]

Die Planung für die Diagonale 2004 begann zunächst mit einem Eklat, da der dafür zuständige Kunststaatssekretär Franz Morak die bisherigen Programmverantwortlichen trotz hervorragender Leistungen ohne Begründung entließ und ohne den Konsens mit den betroffenen Filmschaffenden zu suchen durch ein neues Team ersetzte. Da diese personelle Auswahl bei nahezu allen Filmschaffenden auf Widerspruch stieß, sah es zunächst danach aus, dass es zwei Veranstaltungen gleichen Namens geben könnte: Die „offizielle“ Diagonale von Morak und eine „inoffizielle“ Veranstaltung, die von den Medienschaffenden selbst auf die Beine gestellt wurde. Schließlich lenkte Morak jedoch ein und verzichtete auf seine Veranstaltung. Nach einer Restrukturierung des Trägervereins und der Bereitschaft zahlreicher Beteiligter, ehrenamtlich tätig zu werden, konnte die Diagonale 2004 trotz Zeitdrucks in der gewohnten Form stattfinden.

Als Hintergrund für Moraks Eingriff in die Intendanz wird der Versuch, eine stärker kommerziell ausgerichtete Neujustierung des Festivals vorzunehmen, sowie ein politisch motivierter „Vergeltungsakt“ gegen Filmszene und Festivalleitung vermutet, weil sich die Diagonale wenige Wochen nach der umstrittenen Bildung der blau-schwarzen Koalition zwischen FP und VP im Jahr 2000 als Forum für regierungskritische Proteste und Videoarbeiten positionierte. Im Zuge der damaligen Auseinandersetzung um eine im Festivalkatalog abgedruckte Petition zahlreicher namhafter Filmschaffender, in der der Rücktritt der Regierung gefordert wurde, wurde vom damaligen steirischen VP-Landesrat Hirschmann sogar vorübergehend das zugesicherte Preisgeld des Landes Steiermark zurückgestellt.

Im Jahr 2005 fand die Diagonale vom 14. bis zum 20. März 2005 nach einer Neustrukturierung durch den Trägerverein „Forum österreichischer Film“ unter der für drei Jahre bestellten gemeinsamen Leitung von Birgit Flos (Intendanz), Robert Buchschwenter (Geschäftsführung Produktion) und Georg Tillner (Geschäftsführung Finanz) statt. Nach Beendigung des Festivals zogen die beiden Geschäftsführer Buchschwenter und Tillner Konsequenzen aus offensichtlich gewordenen Mängeln auf der Intendantenebene und traten zurück.

Die Diagonale 2006 fand vom 21. bis zum 26. März 2006 in Graz unter der Intendanz von Birgit Flos statt. Oliver Testor übernahm erstmals die Geschäftsführung. Das Festivalzentrum wurde 2006 erstmals im Kunsthaus Graz eingerichtet. Das UCI Annenhofkino, Schubertkino, augartenkino kiz und das Filmzentrum im Rechbauerkino waren die Festivalkinos.

In Kooperation mit dem Kunsthaus Graz gestaltet die Diagonale auch einen Höhepunkt des Festivals: in einer Hommage an die Künstlerin Maria Lassnig war ihr filmisches Gesamtwerk in neu restaurierten Kopien zu sehen.

Ab 2006 gibt es zwei gleichdotierte Große Diagonale-Preise, für den besten Kinospielfilm und für den besten Dokumentarfilm.

Seit 2009 leitet die Kuratorin, Publizistin und Filmvermittlerin Barbara Pichler das Festival, die mit einer strafferen Programmierung und verstärktem Augenmerk auf internationale Branchenvernetzung das Festival als Vermittlungs- und Diskussionsplattform für das österreichischen Kino etablierte. Ihr ursprünglich 3-jähriger Vertrag wurde vom Trägerverein der Diagonale zunächst bis 2014[1] und später auf Pichlers eigenen Wunsch nur um ein weiteres Jahr bis 2015 verlängert.[2] Die Intendanz der Diagonale ab dem Festival 2016 wurde Anfang April 2014 neu ausgeschrieben.[3]

Die Diagonale 2009 fand von 17. bis 22. März statt und zählte 23 876 Besucher/innen. Eine Personale war der Filmemacherin Mara Mattuschka gewidmet, während das internationale Tribute den deutschen Filmemacher Stefan Krohmer nach Graz brachte. Die historischen Spezialprogramme widmeten sich der Geschichte des österreichischen Animationsfilms, der Filmrestaurierung bzw. rückten das beinahe vergessene Werk der ins Exil vertriebenen Wiener Drehbuchautorin Anna Gmeyner in den Mittelpunkt. 2009 wurden zum dritten Mal nach 1999 Schauspielpreise vergeben. Zum einen der Große Diagonale Schauspielpreis an Josef Hader für seine Leistungen im österreichischen Film und zum anderen der Diagonale Spezialpreis der Jury für den bemerkenswerten Auftritt einer österreichischen Schauspielerin/eines österreichischen Schauspielers in einem Film der Diagonale 08 an Birgit Minichmayr, die neben Hader in Der Knochenmann zu sehen ist.[4]

Mit rund 24.800 Besucher/innen konnte die Diagonale 2010 (16. bis 21. März) nach sechs Festivaltagen und 147 gezeigten Filmen und Videos ein positives Resümee ziehen. Zu den Höhepunkten des Festivals zählte die auch international viel beachtete Personale Peter Schreiner, die das dokumentarische Werk des österreichischen Filmemachers in konzentrierter Form vorstellte und würdigte. Mit Romuald Karmakar war darüber hinaus eine der gegenwärtig wichtigsten Stimmen des deutschen Kinos mit seinen Filmen in Graz zu Gast. Historische Spezialprogramme richteten den Blick auf das nahezu vergessene Werk des Autorenfilmers Mansur Madavi bzw. auf jenes des ins Exil getriebenen Kameramanns Günther Krampf. Das Branchentreffen widmete sich dem Fördermodell „Filmstandort Österreich“. Im Rahmenprogramm der Diagonale 2010 fanden auch zwei Ausstellungen statt: „SILENT ALIEN GHOST MACHINE MUSEUM“ von Norbert Pfaffenbichler im Kunstverein Medienturm und „brRRMMMWHee – extended version“ von Billy Roisz im Kunsthaus Graz.

2011 fand die Diagonale von 22. bis 27. März statt und wurde von Nikolaus Geyrhalters dokumentarischem Essayfilm „Abendland“ eröffnet. Die Personale war dem renommierten Avantgarde-Filmemacher Peter Tscherkassky gewidmet. Mit der Regisseurin und Kamerafrau Elfi Mikesch war eine Vertreterin des europäischen Autorenkinos mit österreichischen Wurzeln zu Gast, die im Rahmen des Festivals u. a. ihre beiden jüngst entstandenen Arbeiten präsentierte. Viel Beachtung fand auch das historische Spezialprogramm „Shooting Women. Weibliche Pioniere des österreichischen Films“ mit Filmen von Valie Export, Margareta Heinrich, u. a. Weitere Specials galten dem Wiener Animationsfilmfestival „Tricky Women“ sowie der Filmemacherin Linda Christanell. Eine breit gefächerte Auseinandersetzung mit dem weiblichen Filmschaffen fand bei der Diagonale 2011 aber nicht nur im Film- bzw. Rahmenprogramm, sondern auch auf filmpolitischer Ebene statt. Vertreter/innen der Filmbranche forderten mehr Sichtbarkeit von Frauen im Filmgeschäft sowie eine Frauenquote in Filmgremien und im universitären Bereich. Im Kunstverein Medienturm zeigte Nadim Vardag zum Abschluss der Reihe „Concept Film“ seine Ausstellung „∆“, während Sabine Marte, Gestalterin des Festivaltrailers 2011, zusammen mit Clemens Hollerer unter dem Titel „Brauchen wir einen Unfall?“ im Kunsthaus Graz ausstellte. Das trilaterale Branchentreffen fokussierte die „Digitale Revolution“ in Vertrieb und Marketing. Schließlich fiel 2011 der Startschuss zu „Diagonale GOES GREEN“, eine längerfristig angelegte Strategie der gesellschaftlichen Verantwortung für Umwelt und Nachhaltigkeit.

Die 15. Diagonale in Graz fand von 20. bis 25. März 2012 statt. Trotz einer leicht geringeren Anzahl an Vorstellungen und Veranstaltungen im Vergleich zu 2011 stieg die Auslastung auf knapp 74 Prozent. Im Programm der Diagonale 2012 spiegelte sich in einer fokussierten Auswahl die hohe Qualität des aktuellen österreichischen Filmschaffens wider. Wie immer fungierte das Festival als Ort der Begegnung und des Austausches von Filmbranche und Publikum. Neben vielen etablierten Namen präsentierten auch zahlreiche junge Filmschaffende ihre Arbeiten. Eröffnet wurde die Diagonale 2012 mit einem Spielfilmdebüt: Spanien von Anja Salomonowitz. Im Rahmen der Eröffnung erhielt Johannes Silberschneider den Großen Diagonale-Schauspielpreis für seine Verdienste um die österreichische Filmkultur. Zu den Höhepunkten des Festivals zählte außerdem eine dem legendären Avantgardisten Ferry Radax gewidmete Personale, die dessen wegweisendes Werk mit einer konzentrierten Filmauswahl wieder einem breiteren Publikum zugänglich machte. Internationaler Gast war der israelischen Dokumentarfilmemacher Avi Mograbi, der neben einer umfassenden Filmretrospektive auch mit der Videoinstallation Details vertreten war. Viel Publikumszuspruch fanden auch das Spezialprogramm Shooting Women II zu den weiblichen Spielformen des Dokumentarischen, das historische Special zum US-amerikanischen Schauspieler und Kameramann Charles Korvin in der Reihe FilmExil sowie die mit viel Spannung erwartete Wiederaufführung von Michael Syneks Die toten Fische aus dem Jahr 1989. Die Diskussionsschiene fokussierte in mehreren Programmpunkten den Status-quo der Filmkritik bzw. unterschiedliche Positionen des Filmdiskurses. Im Kunsthaus Graz zeigte Sofie Thorsen die Ausstellung Schnitt A–A'. Im Rahmen des Branchentreffen „Discussing Diversity in Independent Cinema“ wurden in zahlreichen international besetzten Panels und Case Studies unterschiedliche Perspektiven und Strategien der Filmförderung und -verwertung vor dem Hintergrund praktischer Erfahrungen diskutiert und weiterführende Aktivitäten in Österreich initiiert.

2013 fand die 16. Auflage des Festivals vom 12. bis 17. März statt und wurde von Ulrich Seidls Paradies: Hoffnung eröffnet. Gezeigt wurden in 136 Vorstellungen insgesamt 156 Filme, davon 98 im Wettbewerb. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Diagonale mit 25.051 Besuchern (ca. 18900 Kinoeintritte und ca. 6.000 Personen bei den Rahmenprogrammen) einen Zuwachs von 1300 Besuchern aufweisen, während die Auslastung von 74 auf 72 Prozent sank. Die vergebenen Preise hatten einen Wert von etwa 155.000 Euro.[5] Nach einem für den österreichischen Film von großen internationalen Erfolgen geprägten Kinojahr richtete sich das Augenmerk bei der Diagonale 2013 auf die zahlreichen viel versprechenden Produktionen junger Filmschaffender, deren individuelle Zugänge für frischen Wind sorgten. Zu den Höhepunkten zählten außerdem die Präsentation von Ulrich Seidls Paradies-Trilogie als Gesamtwerk und die beiden Josef Dabernig und Michaela Grill gewidmeten Personalen. Mit Dominik Graf war eine Ausnahmeerscheinung der deutschsprachigen Produktionslandschaft in Graz zu Gast. Die Fortsetzung der Reihe „FilmExil“ rückte das Filmschaffen des Wiener Regisseurs, Drehbuchautors und Produzenten Paul Czinner in den Mittelpunkt. Das Spezialprogramm Austrian Pulp präsentierte subversives österreichisches Underground-Kino zwischen den Genres. Das Branchentreffen widmete sich den „Modellen der Stoff- und Projektentwicklung“ unter Beteiligung zahlreicher internationaler Expert/innen.

Mit der Österreichpremiere von Johannes Holzhausens Dokumentarfilm Das große Museum eröffnete die 17. Ausgabe der Diagonale in Graz. Waren 2013 zahlreiche Spielfilmpremieren im Mittelpunkt gestanden, so rückte diesmal ganz im Trend des Produktionsjahres der Dokumentarfilm mit 23 Produktionen im Wettbewerb in den Blickpunkt. Insgesamt zeigte das Festival von 18. bis 23. März 2014 192 Filme, davon 106 im Wettbewerb. Trotz strahlenden Frühlingswetters konnte nach sechs Tagen mit rund 25.500 Besucher/innen erneut ein leichter Publikumsanstieg vermeldet werden. Der Wert der vergebenen Filmpreise belief sich auf rund 165.000 Euro.[6] Die Personale war dem Filmkünstler Manfred Neuwirth gewidmet. Die renommierte französische Kamerafrau Agnès Godard wurde mit einer Retrospektive gewürdigt. Viel Publikumszuspruch fanden die Spezialprogramme zu James Benning, Peter Lorre, die Fortsetzung von Austrian Pulp sowie die Schau „Ein anderes Land“ anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Österreichischen Filmmuseums. Das Branchentreffen stand unter dem Motto „Digital Revolution Meets Reality“. Wie immer positionierte sich das Festival als unverzichtbarer Ort der Begegnung und des Austausches von Filmbranche und Publikum. Zehn Jahre nach der Widerstands-Diagonale regte sich erneut Protest. In einer an die Regierungsparteien und die Geschäftsführung des ORF adressierten Petition warnten zahlreiche Vertreter/innen der Filmbranche vor den unmittelbaren Auswirkungen drohender Mittelkürzungen.

Die Diagonale 2015 findet von 17. bis 22. März statt.

Preise[Bearbeiten]

Jurypreise der Diagonale
Kategorie gestiftet von seit Dotierung
(in Euro, 2014)
Großer Diagonale-Preis – Bester österreichischer Kinospielfilm Land Steiermark/Kultur, Synchro Film, Mischief Films 2006 21.000
Großer Diagonale-Preis – Bester österreichischer Dokumentarfilm Land Steiermark/Kultur, Synchro Film, Mischief Films 2006 21.000
Diagonale-Preis Innovatives Kino – Bester innovativer Experimental-, Animations- oder Kurzfilm Stadt Graz Kultur, Golden Girls Filmproduktion 1998 10.500
Diagonale-Preis Kurzspielfilm von ServusTV – Bester Kurzspielfilm ServusTV 2011 4.000
Diagonale-Preis Kurzdokumentarfilm der Jury der Diözese Graz-Seckau – Bester Kurzdokumentarfilm Diözese Graz-Seckau 2001 4.000
Diagonale-Preis der Jugendjury – Bester Nachwuchsfilm Land Steiermark/Jugend 1998 4.000
Großer Diagonale-Schauspielpreis für die Verdienste eines österr. Schauspielers oder einer österr. Schauspielerin um die österreichische Filmkultur VDFS 2008 Kunstwerk
Diagonale-Schauspielpreis für einen bemerkenswerten Auftritt eines österr. Schauspielers in einem Wettbewerbsfilm der Diagonale VDFS 2008 3.000
Diagonale-Schauspielpreis für einen bemerkenswerten Auftritt einer österr. Schauspielerin in einem Wettbewerbsfilm der Diagonale BAWAG P.S.K. 2011 3.000
Preise der Berufsverbände
Kategorie gestiftet von seit Dotierung
Diagonale-Preis Schnitt des Verbandes Filmschnitt aea – Beste künstlerische Montage Spielfilm VDFS 2007 3.000
Diagonale-Preis Schnitt des Verbandes Filmschnitt aea – Beste künstlerische Montage Dokumentarfilm VDFS 2007 3.000
Diagonale-Preis Bildgestaltung des Verbandes österr. Kameraleute AAC – Beste Bildgestaltung Spielfilm VDFS,Verband österreichischer Kameraleute AAC 2006 4.000
Diagonale-Preis Bildgestaltung des Verbandes österr. Kameraleute AAC – Beste Bildgestaltung Dokumentarfilm VDFS,Verband österreichischer Kameraleute AAC 2006 4.000
Diagonale-Preis Szenenbild des Verbandes österr. Filmausstatter/innen – Bestes Szenenbild Spielfilm VDFS 2011 3.000
Diagonale-Preis Kostümbild des Verbandes österr. Filmausstatter/innen – Bestes Kostümbild Spielfilm VDFS 2011 3.000
Diagonale-Preis Sounddesign des Verbandes Österr. Sounddesigner/innen VOESD – Bestes Sounddesign Spielfilm IMMOunited 2013 2.000
Diagonale-Preis Sounddesign des Verbandes Österr. Sounddesigner/innen VOESD – Bestes Sounddesign Dokumentarfilm IMMOunited 2013 2.000
sonstige Preisverleihungen im Rahmen der Diagonale
Kategorie gestiftet von seit Dotierung
Preis Innovative Produktionsleistung Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien (VAM) 2002 10.000
Diagonale-Publikumspreis Kleine Zeitung 2007 3.000
Carl Mayer-Drehbuchpreis Stadt Graz Kultur 1990 (*) 14.500
Carl Mayer-Drehbuchförderungspreis Stadt Graz Kultur 1994 (*) 7.200
Thomas Pluch Drehbuchpreis BMUKK 1993 12.000
Thomas Pluch Spezialpreis der Jury BMUKK 2014 7.000
Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kinospielfilme BMUKK 2014 3.000
Dor Film Preis Dor Film 2014 5.000
Ehemalige Preise
Kategorie gestiftet von Zeitraum Dotierung
Diagonale-Preis Bester österreichischer Nachwuchsfilm ORF-kunst-stücke 2002 (***)
Großer Diagonale-Preis – Bester österreichischer Kinofilm Land Steiermark 1998 bis 2005
Verband österreichischer Kameraleute AAC-Preis – Beste Kameraarbeit Verband österreichischer Kameraleute 2004 bis 2005
Diagonale-Preis Schnitt – Bester Schnitt Verband Film- und Videoschnitt 2005
Würdigungspreis für Filmkunst BMUKK 1999 bis 2010 14.600
Förderungspreis für Filmkunst BMUKK 1999 bis 2010 8.000
ORF-Preis für fernsehgerechte Stoffe im Rahmen des Carl Mayer-Drehbuchwettbewerbs ORF 2000 bis 2007 4.000
Erich-Neuberg-Preis – beste Regieleistung einer ORF-Produktion ORF 2003 bis 2010(**) 10.000
Thomas Pluch-Drehbuchwürdigungspreis – für die zwei besten Drehbücher von Nachwuchsautoren Drehbuchverband Austria und BMUKK 2004 bis 2013 je 5.500
(*) seit 2000 im Rahmen der Diagonale
(**) wird seit 1980 vergeben, von 2003 bis 2010 im Rahmen der Diagonale
(***) Preis: Produktionsauftrag für kunst-stücke

Preisträger[Bearbeiten]

Großer Diagonale-Preis[Bearbeiten]

Großer Preis der Diagonale
Jahr Regisseur Bester österreichischer Kinofilm
1998 Florian Flicker Suzie Washington
1999 Nikolaus Geyrhalter Pripyat
2000 Barbara Albert
Goran Rebic
Nordrand
The Punishment
2001 Florian Flicker Der Überfall
2002 Fritz Lehner Jedermanns Fest
2003 Andrea Maria Dusl Blue Moon
2004 Martin Bruch handbikemovie
2005 Jessica Hausner Hotel
Jahr Regisseur Bester österreichischer Dokumentarfilm Regisseur Bester österreichischer Kinospielfilm
2006 Tizza Covi und Rainer Frimmel
Arash Riahi
Babooska
Exile Family Movie
Michael Haneke Caché
2007 Peter Schreiner Bellavista Jakob M. Erwa Heile Welt
2008 Marko Doringer Mein halbes Leben Götz Spielmann Revanche
2009 Constantin Wulff In die Welt Michael Glawogger Das Vaterspiel
2010 Brigitte Weich
Karin Macher
Hana, dul, sed ... Tizza Covi
Rainer Frimmel
La Pivellina
2011 Ivette Löcker Nachtschichten Marie Kreutzer Die Vaterlosen
2012 Dariusz Kowalski Richtung Nowa Huta Sebastian Meise Stillleben
2013 Bernadette Weigel Fahrtwind – Aufzeichnungen einer Reisenden Tizza Covi
Rainer Frimmel
Der Glanz des Tages
2014 Ruth Beckermann Those Who Go Those Who Stay Houchang Allahyari Der letzte Tanz

Diagonale-Preis Innovatives Kino[Bearbeiten]

Diagonale-Preis Innovatives KinoBeste österreichische Experimental-, Animations oder Kurzfilme
Jahr Regisseur Filmtitel
1998 Kathrin Resetarits
Martin Arnold
Ägypten
Alone – Life Wastes Andy Hardy
1999 Peter Tscherkassky Outer Space
2000 Fiona Rukschcio
Elke Groen, Wolfgang Widerhofer, Ralph Wieser
#1: <common.places>
Die Kunst der Stunde ist Widerstand
2001 Kollektiv „Die Kunst der Stunde ist Widerstand“
Verein „Echo“
für ihre Medienarbeit
2002 Michael Palm Sea Concrete Human – Malfunctions #1
2003 Mara Mattuschka id
2004 Brigitta Bödenauer
Didi Bruckmayr, Michael Strohmann
don’t touch me when I start to feel save
ich bin traurig
2005 Gerhard Friedl Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?
2006 Tina Frank
„lia“
Gabriele Mathes
Chronomops
int.16/45//son01/30x1
Eine Million Kredit ist normal, sagt mein Großvater
2007 Jan Machacek, Martin Siewert
Manuel Knapp
erase remake
visibility of interim
2008 Mara Mattuschka
Johann Lurf
Running Sushi
Vertigo Rush
2009 Michael Palm Laws of Physics
2010 Sabine Marte B-star, untötbar! reloaded
2011 Billy Roisz Chiles en Nogada
2012 Josef Dabernig Hypercrisis
2013 Michaela Grill FORÊT D’EXPÉRIMENTATION
2014 Lukas Marxt High Tide

Diagonale-Preis der Jugendjury – Bester Nachwuchsfilm[Bearbeiten]

Diagonale-Preis der Jugendjury des Landes Steiermark Bester Nachwuchsfilm
Jahr Regisseur Filmtitel
1998 Nana Swiczinsky Wieder Hohlung
1999 Georg Wasner Postwendend keine Kugel ins Herz
2000 Siegfried A. Fruhauf Höhenrausch
2001 Kerstin Cmelka Mit mir
2002 Birgit Foerster Au clair de la lune
2003 Sebastian Meise Prises de vues
2004 Karl Bretschneider Grauzone
2005 Michael Ramsauer Echos
2006 Anna Martinetz Stadtutopien oder die Legende von Synia
2007 Andrina Mračnikar Der Kärntner spricht Deutsch
2008 Carola Schmidt
Jakob M. Erwa
Wir bitten Dich, verführe uns!
Lobende Erwähnung: tschuschen:power
2009 Marvin Krens Schautag
2010 Hüseyin Tabak KICK OFF
2011 Max Liebich You’re Out
2012 Conrad Tambour Der Besuch
2013 Matthias Zuder Erbgut
2014 Britta Schoening, Michaela Taschek und Sandra Wollner Uns geht es gut

Diagonale-Preis Bester Kurzdokumentar- und Kurzspielfilm[Bearbeiten]

Diagonale-Preis der Jury der Diözese Graz-Seckau Bester Kurzdokumentar- oder Kurzspielfilm
Jahr Regisseur Filmtitel
2001 Joerg Burger Moscouw
2002 Egon Humer Amos Vogel. Mosaik im Vertrauen
2003 Andrina Mračnikar Andri 1924 – 1944
2004 Gerald Harringer MA
2005 Ascan Breuer, Ursula Hansbauer, Wolfgang Konrad Forst
2006 Sepp Dreissinger artgenossen. 35minutenporträts
2007 Judith Zdesar Bilder aus dem Tagebuch eines Wartenden
2008 Emanuel Danesch livesafelyineurope
2009 Bernhard Braunstein, David Gross Pharao Bipolar
2011 Umut Dag
Karl-Heinz Klopf
Papa (Kurzspielfilm)
They (Kurzdokumentarfilm)
2012 Catalina Molina
Houchang Allahyari
Unser Lied (Kurzspielfilm)
Das persische Krokodil (Kurzdokumentarfilm)
2013 Florian Pochlatko
Friedemann Derschmidt
Erdbeerland (Kurzspielfilm)
Das Phantom der Erinnerung (Kurzdokumentarfilm)
2014 Stefan Bohun
Antoinette Zwirchmayr
Musik (Kurzspielfilm)
Der Zuhälter und seine Trophäen (Kurzdokumentarfilm)

Diagonale-Schauspielpreise[Bearbeiten]

Auf Initiative der VDFS (Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden) werden seit 2008 die Diagonale-Schauspielpreise vergeben. Der Große Diagonale-Schauspielpreis wird für Verdienste um die österreichische Filmkultur vergeben, wohingegen der Diagonale-Schauspielpreis für einen bemerkenswerten Auftritt in einem Film des jeweiligen Diagonale-Jahrgangs verliehen wird. Die Trophäe für den Großen Diagonale-Schauspielpreis wird alljährlich von einem oder einer bekannten österreichischen Künstler/in gestaltet und gestiftet. (2008: Erwin Wurm, 2009: Elke Krystufek, 2010: Brigitte Kowanz, 2011: Peter Kogler, 2012: Elfie Semotan, 2013: Herbert Brandl, 2014: Eva Schlegel) Seit 2010 wird der Diagonale-Schauspielpreis sowohl an einen Schauspieler als auch an eine Schauspielerin vergeben.

Schauspielpreise
Jahr Diagonale-Schauspiel-Preis Diagonale-Schauspiel-Preis
1999 Roland Düringer für Hinterholz 8 Sabrina Riedel für Beastie Girl
Jahr Großer Diagonale-Schauspielpreis Diagonale-Schauspielpreis
2008 Karl Markovics für Die Fälscher Ursula Strauss für Revanche
2009 Josef Hader unter anderem für Der Knochenmann Birgit Minichmayr für Der Knochenmann
2010 Klaus Maria Brandauer für sein Lebenswerk Franziska Weisz für Der Räuber
Andreas Lust für Der Räuber
2011 Senta Berger für ihr Lebenswerk Marion Mitterhammer für Die Vaterlosen
Johannes Krisch für Die Vaterlosen, Vielleicht in einem anderen Leben, Kottan ermittelt: Rien ne va plus
2012 Johannes Silberschneider Christine Ostermayer für Anfang 80
Michael Fuith für Michael
2013 Maria Hofstätter Johanna Orsini-Rosenberg für Soldate Jeannette
Johannes Nussbaum für Diamantenfieber – Kauf dir lieber einen bunten Luftballon
2014 Georg Friedrich Erni Mangold für Der letzte Tanz
Gerhard Liebmann für Blutgletscher, Das finstere Tal und Bad Fucking

Diagonale-Preis Bildgestaltung[Bearbeiten]

Der Verband österreichischer Kameraleute vergab 2004 und 2005 an der Diagonale den AAC-Preis für die beste Kameraarbeit des Jahres. Zum 30-jährigen Verbandsjubiläum 2006 wurden erstmals zwei Preise, in den Kategorien Beste Kameraarbeit Spiel- und Dokumentarfilm, als Diagonale-Preis Kameraarbeit vergeben. Seit 2007 heißen diese Preise Diagonale-Preis Bildgestaltung, seit 2014 sind sie mit je 4.000 Euro dotiert.

Diagonale-Preis des Verbandes österreichischer Kameraleute
Jahr AAC-Preis Beste Kameraarbeit
2004 Bernhard Keller Struggle
2005 Johannes Hammel, Rafael Ortega Volver la Vista
Jahr Beste Bildgestaltung Spielfilm Beste Bildgestaltung Dokumentarfilm
2006 Martin Gschlacht Spiele Leben Wolfgang Thaler Working Man's Death
2007 Bernhard Keller Fallen Jo Molitoris Kurz davor ist es passiert
2008 Martin Gschlacht Revanche Joerg Burger Der Weg nach Mekka
2009 Enzo Brandner Universalove Nikolaus Geyrhalter 7915 km
2010 Christian Berger Das weiße Band Peter Schreiner Totó
2011 Leena Koppe Die Vaterlosen Elfi Mikesch MONDO LUX – Die Bilderwelten des Werner Schroeter
2012 Gerald Kerkletz Stillleben und Michael Joerg Burger The Future’s Past - Creating Cambodia
2013 Wolfgang Thaler und Ed Lachman Paradies: Liebe Bernadette Weigel Fahrtwind – Aufzeichnungen einer Reisenden
2014 Thomas Kiennast Das finstere Tal Joerg Burger und Attila Boa Das große Museum

Diagonale-Preis Schnitt[Bearbeiten]

Seit 2005 vergibt der Verband Film- und Videoschnitt aea im Rahmen der Diagonale einen Preis für die beste künstlerische Montage in einem Wettbewerbsfilm der Diagonale. 2006 wurden erstmals zwei Schnitt-Preise, in den Kategorien Spiel- und Dokumentarfilm vergeben. Diese sind seit 2014 mit je 3.000 Euro dotiert und werden von der Jury des Großen Diagonale-Preises Spielfilm bzw. von jener des Großen Diagonale-Preises Dokumentarfilm vergeben.

Diagonale-Preis Schnitt des Verbandes Film- und Videoschnitt aea
Jahr Beste künstlerische Montage
2005 Denise Vindevogel Darwin's Nightmare
Jahr Beste künstlerische Montage Spielfilm Beste künstlerische Montage Dokumentarfilm
2006 Nina Kusturica und Bernhard Schmid Kotsch Dieter Pichler No Name City
2007 Oliver Neumann Immer nie am Meer Alarich Lenz Meine liebe Republik
2008 Christoph Schertenleib Import Export Martin Hasenöhrl drent und herent
2009 Anja Schürenberg Rimini Michèle Barbin Pianomania
2010 Gerhard Fillei und Joachim Krenn New York: November (South) Michael Palm Jobcenter
2011 Evi Romen Mein bester Feind Wolfgang Widerhofer Abendland
2012 Wolfgang Widerhofer Michael Dieter Pichler American Passages
2013 Peter Brunner Mein blindes Herz Alexandra Schneider Fahrtwind – Aufzeichnungen einer Reisenden
2014 Karina Ressler Oktober November Dieter Pichler Das große Museum

Diagonale-Preis Filmdesign[Bearbeiten]

Auf Initiative des VÖF (Verband Österreichischer FilmausstatterInnen) wurde 2011 erstmals im Rahmen der Diagonale Preise für Filmdesign vergeben für Bestes Szenenbild und Bestes Kostümbild. Die Preise bestehen aus jeweils einem Geldpreis, 3.000 Euro gespendet von der VDFS, und einer Bronzeskulptur der Objektkünstlerin Lotte Schegsch.[7]

Diagonale-Preis Filmdesign
Jahr Bestes Szenenbild Bestes Kostümbild
2011 Andrea Schratzberger Folge mir Veronika Albert Tag und Nacht
2012 Katrin Huber und Gerhard Dohr Michael Katharina Wöppermann Stillleben
2013 Renate Martin und Andreas Donhauser Paradies: Liebe Monika Buttinger Talea
2014 Christina Schaffer Fieber Theresa Ebner-Lazek Die Werkstürmer

Diagonale-Preis Sounddesign[Bearbeiten]

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Verbandes Österreichischer Sounddesigner/innen (VOESD) wurden im Rahmen der Diagonale 2013 erstmals Preise für die beste Tongestaltung in den Sparten Spiel- und Dokumentarfilm vergeben. Der Preis setzt sich zusammen aus einem Geldpreis, je 2000 Euro gestiftet von IMMOunited, und einem von dem Künstler Talos Kedl gestalteten Bronzerelief.

Diagonale-Preis Sounddesign
Jahr Bestes Sounddesign Spielfilm Bestes Sounddesign Dokumentarfilm
2013 Gerhard Daurer, Peter Kutin und Andreas Pils Soldate Jeannette Max Liebich Fahrtwind – Aufzeichnungen einer Reisenden
2014 Christoph Amann Shirley – Visions of Reality José Miguel Enriquez und Alejandro de Icaza Calle López

Diagonale-Publikumspreis[Bearbeiten]

Diagonale-Publikumspreis der Kleinen Zeitung
Jahr Regisseur Filmtitel
1993 Robert Adrian Pejo Lipstick
1994 Andreas Gruber Hasenjagd
1995 Egon Humer Emigration N.Y.
2007 Mirjam Unger Vienna's Lost Daughters
2009 Marco Antoniazzi Kleine Fische
2010 Hüseyin Tabak KICK OFF
2011 Arman T. Riahi Schwarzkopf
2012 Bernd Liepold-Mosser Griffen - auf den Spuren von Peter Handke
2013 Marco Antoniazzi und Gregor Stadlober Schlagerstar
2014 Gloria Dürnberger Das Kind in der Schachtel

Preis Innovative Produktionsleistung[Bearbeiten]

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird seit 2002 von der Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien (VAM) an eine österreichische Filmproduktionsgesellschaft oder Filmproduzenten für eine „innovative Leistung“ im Bereich Kinofilm vergeben. Hierbei wird entweder ein bestimmter Film oder die Jahresproduktion einer Filmgesellschaft ausgezeichnet.

Preis Innovative Produktionsleistung der VAM
Jahr vergeben für Produktionsgesellschaft Produzenten
2002 Nogo Dor Film Danny Krausz, Kurt Stocker
2003 Elsewhere
Am anderen Ende der Brücke
Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion
SK Film- und Fernsehproduktion
Nikolaus Geyrhalter
Josef Koschier
2004 (nicht vergeben)
2005 Jahresproduktionsleistung coop99
2006 stellvertretend für die Jahresproduktionsleistung:
We Feed the World
Workingman's Death

Allegro Film
Lotus Film
2007 In 3 Tagen bist du tot Allegro Film
2008 Wulf Flemming, Florian Gebhardt
2009 Hexe Lilli
Echte Wiener
Dor Film
Bonus Film
2011 Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott
Der Räuber
Dor Film
Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion
2012 Atmen Epo-Film
2013 Liebe Wega Film
2014 Alphabet
Der letzte der Ungerechten
Prisma Film
Dor Film

Carl Mayer-Drehbuchwettbewerb[Bearbeiten]

Der Carl Mayer-Drehbuchwettbewerb findet seit 1990 biennal und seit 1998 jährlich statt. Er geht auf eine Initiative Bernhard Frankfurters zurück und ist der mit 14.500 Euro (seit 1999, damals auf 200.000 Schilling aufgestockt) am höchsten dotierte Drehbuchpreis Österreichs. Jeder Wettbewerb steht unter einem neuen Thema, zu welchem die anonym eingereichten, noch nicht verfilmten Drehbücher, Bezug haben müssen. Zudem muss der fiktionale oder dokumentarische Stoff kinofilmgerecht ausgearbeitet sein, die Geschichte lebensnah, gut recherchiert und durchdacht sein und das cinematographische Potential in all ihren Facetten auch formal ausschöpfen.

Bei den ersten zwei Wettbewerben wurde nur der Carl Mayer-Drehbuchpreis vergeben. Seit 1994 wird zeitgleich auch ein mit 7200 Euro dotierter Förderungspreis an ein Drehbuch vergeben. Beide Preise werden von der Stadt Graz gestiftet. Seit dem Jahr 2000 wird auch der mit 4000 Euro dotierte ORF-Preis für fernsehgerechte Stoffe als Teil des Carl Mayer-Drehbuchwettbewerbes vergeben. Zuvor wurden fernsehgerechte Stoffe lediglich in der Jury-Mitteilung lobend erwähnt. Seit 2000 findet die Preisverleihung im Rahmen der Diagonale statt. Alle drei Preise stehen unter dem vorgegebenen Thema. Der Carl Mayer-Drehbuch- und Drehbuchförderungspreis mit einer Gesamtdotierung von 21.700 Euro, die im Falle mehrerer Gewinner oder dem Ausbleiben eines Gewinners in einer der beiden Kategorien anders aufgeteilt werden als vorgesehen, werden von einer siebenköpfigen Jury vergeben. Für den ORF-Preis besteht eine eigene Jury.

Im Jahr 2000 kam auch der ORF-Preis für fernsehgerechte Stoffe dazu. Sämtliche Preise werden nur vergeben, wenn die Jury aus den eingereichten Drehbüchern ein den Kriterien entsprechendes Drehbuch ausfindig machen kann. Dafür vergibt die Jury bei Bedarf in manchen Jahren auch mehrere Preise oder statt eines Hauptpreises zwei Förderpreise (so geschehen 2002).

Carl Mayer-Drehbuchpreis
wird seit 2000 an der Diagonale vergeben
Jahr Thema Carl Mayer-Drehbuchpreis Carl Mayer-Drehbuchförderungspreis
Regisseur Filmtitel Regisseur Filmtitel
1990 Exil Reinhard Jud, Martina Kudlacek Mond in Cyan
1992 Geld Ernst Josef Lauscher
Nikolaus Leytner
Axel Traun
Alaska brennt
Schatz im Silbersee
Sticky Rice
1994 Krieg, Gewalt
und Widerstand
Maximilian Gruber Der eiserne Besen Christian Frosch Die totale Therapie
1996 Österreich Norbert Prettenthaler, Jeanette Rosenmaier
Florian Flicker, Michael Sturminger
Barbara Albert
Cordoba
Im Herzen Europas
Nordrand – oder wenn ich groß bin
(nicht vergeben)
1998 Sucht Gebhard Rein Das Wurmsterben Sabine Derflinger Troubles
1999 Eros Franz Berner Venus ohne Pelz und Maske Zuzana Brejcha Karla’s Lover
2000 Erinnern versus
Vergessen
Gabriele Neudecker Namenlos Peter Stastny
Helmut Wimmer
Tikkun
Akt
2001 Pfusch Gregor Stadlober Kotsch Richard Stradner
Arno Geiger, Tobias Albrecht
Böhmische Elefanten
Steinwald und Atamanov
2002 Wir denken.Wir sind.
Wir handeln.
(nicht vergeben) Ursula Wolschlager
Thomas Klein
Transit
Polterabend
2003 Feigheit (nicht vergeben) Barbara Grascher
Richard Schuberth
Gehen rückwärts stumm
Nicht einmal am Mond
2004 Gier Richard Schuberth Handy-Geschichten Simone Schönett, Harald Schwinger Innere Liebe
2005 Angst Andrina Mračnikar
Martin Leidenfrost, Ruth Mader
Ma Folie
Serviam – Ich will dienen
Christian Frosch Vanitas
2006 Verführung Thomas Weingartner Immer nie am Meer Lilly Jäckl Ildiko
2007 Bewegung Thomas Reider Stillleben Christoph Hochenbichler, Josef Pallwein-Prettner Fünf Leben
2008 Sexappeal Markus Mörth Pony (nicht vergeben)
2009 Neid Richard Schuberth Claudia schafft das schon Albert Meisl Nur ein Spiel
2010 Arm und reich Wolfgang Rupert Muhr Grossmattglocknerhorn Henning Backhaus Kinderszenen
2011 Aufbruch Jakob Pretterhofer Überleben Markus Mörth Geschwister
2012 Empörung Christoph Brunner und Kevin Lutz Constantin Nikolaus Bickermann Hüseyin Tabak Es war einmal in Wien
2013 Game Over Monja Art Siebzehn Achmed Abdel-Salam Der Rand
2014 Verrat nicht vergeben Tina Leisch
Wolfgang Muhr
Rainer Weidlinger
Vom Anblick der Waffen versprach ich mir Hände
Mehr als allein
Reise nach Mond
Carl Mayer-Drehbuchwettbewerb: ORF-Preis für fernsehgerechte Stoffe
Jahr Thema Regisseur Filmtitel
2000 Erinnern versus Vergessen Uwe Neuhold, Thomas Klein Memorex
2001 Pfusch (nicht vergeben)
2002 Wir denken.Wir sind.Wir handeln. Daniela Egger World Wide Violence
2003 Feigheit Ulla Neuwirther Lisa, Lena und Laura
2004 Gier Bernd Schneider Abidjan
2005 Angst (nicht vergeben)
2006 Verführung Susanne Rendl Magda’s Dilemma
2007 Bewegung Ulla Neuwirther Running Sushi
2008 Sexappeal (nicht vergeben)
2009 (nicht vergeben)

Weitere Preise[Bearbeiten]

  • Preis der ORF-Kunst-Stücke (für den besten Nachwuchsfilm, wurde nur ein Mal vergeben)

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Cargnelli: Auch ein Jammertal steht in einer Landschaft. Von den Österreichischen Filmtagen zur Diagonale: eine Chronik der Festivals des österreichischen Films. In: Meteor, Sondernummer „Österreichischer Film“, März 1998.
  • Christian Cargnelli: Jammertal Revisited. Eine Chronik der österreichischen Filmfestivals Diagonale von 1998 bis Anfang 2004. In: kolik.film, Sonderheft 1, März 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Barbara Pichler bleibt Leiterin bis 2014 bei derstandard.at, 14. Juli 2010 (aufgerufen am 28. September 2011)
  2. Barbara Pichler bleibt bis 2015 Diagonale-Intendantin bei kleinezeitung.at, 1. Oktober 2013 (aufgerufen am 16. April 2014)
  3. Intendanz für Diagonale ab 2016 ausgeschrieben bei kleinezeitung.at, 2. April 2014 (aufgerufen am 16. April 2014)
  4. Minichmayr und Hader wurden ausgezeichnet bei derstandard.at, 18. März 2009 (aufgerufen am 21. März 2009)
  5. 16. Diagonale in Graz feierte Besucherrekord bei kino.heute.at, 18. März 2013 (abgerufen am 23. März 2013).
  6. Diagonale mit einem Hauch von Protest bei Vienna Online, 23. März 2014 (aufgerufen am 16. April 2014)
  7. Öffizielle Webseite des VÖF