Dialog Semiconductor

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Dialog Semiconductor plc.
Dialog-Semiconductor-Logo.svg
Rechtsform Public limited company
ISIN GB0059822006
Gründung 1990
Sitz London, Vereinigtes Königreich
Leitung Jalal Bagherli (CEO)
Rich Beyer (Vorsitzender)
Mitarbeiter 1.373 (31. Dezember 2014)[1]
Umsatz 1,156 Mrd. US-Dollar (2014)[1]
Branche Halbleiterindustrie
Website www.dialog-semiconductor.com

Die Dialog Semiconductor plc. ist ein fabless Hersteller von anwendungsspezifischen integrierten Mixed-Signal-Schaltungen mit operativen Hauptzentralen in London und Kirchheim unter Teck. Verwendung finden die Produkte vor allem im Multimedia- und Hörfunkbereich. Dabei hat sich das Unternehmen in den letzten Jahren auf die Geschäftsfelder Mobilfunk und Automobil spezialisiert.[2]

Dialog Semiconductor zählt zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen und konnte seinen Umsatz innerhalb von 5 Jahren um 78 % steigern.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1981 stieg die International Microelectronic Products Inc. (IMP) mit Sitz im Silicon Valley in den USA, ein Anbieter von CMOS-Halbleitern, in das europäische Geschäft ein. 1986 wurde das Europageschäft in eine eigene Gesellschaft namens IMP Europe überführt. Kurz darauf wurde die Gesellschaft von der Daimler-Benz AG übernommen, die IMP Europe in die damalige Tochtergesellschaft Temic Telefunken Microelectronic eingliederte. Durch ein Management-Buy-out, das unter anderem vom Finanzinvestor Apax Partners und vom Telekommunikationskonzern Ericsson finanziert wurde, entstand im Jahr 1990 Dialog Semiconductor. 1992 wurde diese Gesellschaft wiederum von Temic Telefunken übernommen. Im Jahr 1998 wurde Temic Telefunken aufgespalten und Dialog Semiconductor in der Folge wieder eigenständig.

Im Jahr 1999 folgte der Börsengang von Dialog Semiconductor im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse und am 21. September 2009 die Aufnahme in den TecDax.

Dialog Semiconductor hat 2011 SiTel, einen Anbieter von Halbleitern für drahtlose Geräte, und 2013 für 345 Millionen US-Dollar das US-amerikanische Unternehmen iWatt, einen Anbieter von Netzteilkomponenten und LED-Technik, übernommen.[4][5]

Eine im Jahr 2014 geplante Fusion unter gleichen zwischen dem österreichischen Halbleiterhersteller ams und Dialog Semiconductor scheiterte.[6][7][8]

Produkte[Bearbeiten]

Als fabless Hersteller unterhält Dialog Semiconductor keine eigenen Fabriken und lässt seine Chips vom Auftragsfertiger TSMC in Taiwan fertigen und auch in Asien montieren.[9]

Das Unternehmen stellt folgende Produkte her:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Dialog Semiconductor: Geschäftsbericht 2014. Abgerufen am 10. Mai 2015 (pdf, deutsch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDialog Semiconductor Plc. Firmenprofil. Abgerufen am 21. September 2009.
  3. dialog-semiconductor.com: Dialog at a glance
  4. dialog-semiconductor.com: History
  5. Heise Online: Dialog Semiconductor kauft US-Unternehmen iWatt. 2. Juli 2013, abgerufen am 23. Juli 2013.
  6. Arash Massoudi und Bryce Elder: Dialog and AMS in ‘early stage’ merger talks. Financial Times, 25. Juni 2014, abgerufen am 26. Juni 2014.
  7. Kleine Zeitung: ams und Dialog Semiconductor sprechen über Fusion. 26. Juni 2014, abgerufen am 26. Juni 2014.
  8. Der Standard: Dialog Semiconductor bläst Fusion mit AMS ab. 22. Juli 2014, abgerufen am 22. Juli 2014.
  9. Frankfurter Allgemeine Zeitung: Jalal Bagherli: Der Nomade. 10. März 2010, abgerufen am 23. Juli 2013.
  10. dialog-semiconductor.com: Products