Dialogcomputer

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Als Dialogcomputer[1][2], (en.: interactive Computer) wurden in den 1970er und 1980er Jahren Maschinen der Datenverarbeitung bezeichnet, mit denen erstmals mehrere Sachbearbeiter gleichzeitig, direkt und interaktiv auf einen Datenbestand (in Form von Dateien und Datenbanken auf Plattenlaufwerken)[3] zugreifen und diesen per Bildschirmarbeitsplatz bearbeiten konnten ("Information At Your Fingertips" [4]).

Elektronische Datenverarbeitung mittels des IBM System/360 im VW-Werk Wolfsburg (1973)

Es konnte zum Beispiel in einem Handelsbetrieb erstmals

  1. die verkaufte Ware sofort auf den Lagerbestand abgebildet werden, so dass die Verkäufer jedem Kunden sagen konnten, ob ein Artikel lieferbar ist oder nicht;
  2. gleichzeitig hatte der Disponent (Einkäufer) einen Überblick über den Lagerbestand und wurde automatisch über knappe Bestände informiert.

Dies war eine bedeutende Ergänzung[5] zur bis dahin üblichen Stapelverarbeitung. Bei dieser wurden ursprünglich Anfragen an ein Rechenzentrum oder an Maschinen der mittleren Datentechnik wie Nixdorf 820 gegeben (meist in Form von Lochkarten) und dort nacheinander, oft über Nacht, von diesen oder Großrechnern wie ein System/360 abgearbeitet.

Bildschirmarbeitsplätze[Bearbeiten]

Bildschimarbeitsplätze oder Terminals waren die Schnittstelle zwischen Benutzer und Rechnern.

Emuliert:

- 3270 erreichbar über ein SNA Netz von IBM und heute noch aktuell

- VT100

- VT220

- xtem

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ""Intelligenz" am Arbeitsplatz." Computerwoche. Artikel Ausgabe 16, 1976 .
  2. "Heye F. W. Verlag KG, München: Dialogcomputer für Batch-müde DV-Crew." Computerwoche. Artikel Ausgabe 21, 1978.
  3. "Datenbanksystem für Dialogcomputer" Computerwoche. Artikel Ausgabe 47, 1978.
  4. "Bill-Gates-verabschiedet-sich-in-Las-Vegas-von-der-High-Tech-Buehne"
  5. "Diasta auf CTM im Stahlhandel." Computerwoche. Artikel Ausgabe 43, 1980.