Diamond Princess

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diamond Princess
Die Diamond Princess im Hafen von Vancouver (Kanada) am 15. September 2012

Die Diamond Princess im Hafen von Vancouver (Kanada) am 15. September 2012

p1
Schiffsdaten
Flagge BermudaBermuda Bermuda
Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Klasse Gem-Klasse
Rufzeichen ZCDF8[1]
Heimathafen Hamilton (Bermuda)
Eigner Carnival Corporation & plc
Reederei Princess Cruises
Bauwerft Mitsubishi Heavy Industries, Nagasaki
Baunummer 2181
Baukosten ca. 500 Mio. US-$
Stapellauf 12. April 2003[2]
Übernahme 26. Februar 2004
Verbleib in Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
290,0 m (Lüa)
Breite 37,5 m
Tiefgang max. 8,05 m
Vermessung 115.875 BRZ
 
Besatzung 1.100[3]
Maschine
Maschine 2 × elektr. Propellermotoren
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
40.000 kW (54.385 PS)
Geschwindigkeit max. 22,1 kn (41 km/h)
Energie-
versorgung
2 × Wärtsilä-Dieselgenerator (8L46, je 8.400 kW), 2 × Wärtsilä-Dieselgenerator (9L46, je 9.450 kW)
Gas: 1 × General Electric 25.000 kW
Generator-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
60.700 kW (82.529 PS)
Propeller Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 14.601 tdw
Zugelassene Passagierzahl 2.670[3]
Sonstiges
Klassifizierungen

Lloyd’s Register of Shipping

Registrier-
nummern

IMO 9228198 [1]

Die Diamond Princess ist ein Postpanmax-Kreuzfahrtschiff der Reederei Princess Cruises. Sie wurde als erstes von zwei, auf der Werft von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) in Nagasaki (Japan) gebauten Schiffen der Gem-Klasse am 26. Februar 2004 in Dienst gestellt. Ihr Schwesterschiff ist die am 27. Mai 2004 in Dienst gestellte Sapphire Princess. Die Diamond Princess ist mit 116.000 BRZ vermessen und gehört damit zu den großen Schiffen der Reederei.

Geschichte[Bearbeiten]

Bau und Indienststellung[Bearbeiten]

Im Februar 2000 erhielt MHI den Auftrag zum Bau von zwei Kreuzfahrtschiffen für Princess Cruises. Als Fertigstellungstermin wurde für das erste Schiff Juli 2003 und Mai 2004 für das zweite vereinbart. Begonnen wurde im Juni 2001 mit dem Bau der Diamond Princess. Am 1. Oktober 2002 kam es zu einem Feuer auf Deck 5 des Schiffes, in dessen Folge etwa 40 % des Rumpfs ausbrannte.[4] Eine termingerechte Fertigstellung konnte wegen der entstandenen Schäden nicht mehr gewährleistet werden. Um den Ablieferungstermin annähernd einzuhalten einigten sich Auftraggeber und Werft darauf, die Namen der Schiffe zu tauschen und den Rumpf des ebenfalls im Bau befindlichen zweiten Schiffes (vorgesehen als Sapphire Princess) als Diamond Princess weiter zu bauen. Dadurch verzögerte sich die Auslieferung der Diamond Princess lediglich um sieben Monate. Die Sapphire Princess (der beschädigte Rumpf der ursprünglichen Diamond Princess) wurde planmäßig an die Reederei übergeben.[5] [6]

Zwischenfall 2014[Bearbeiten]

Anfang 2014 erkrankten auf einer Australienkreuzfahrt 60 Passagiere an Norovirus. Daraufhin musste das gesamte Schiff desinfiziert werden, was zu Verzögerungen bei der folgenden Kreuzfahrt führte.[7]

Einsatzgebiet[Bearbeiten]

Von Vancouver aus führt die Diamond Princess in der Sommersaison Kreuzfahrten in den Gewässern um Alaska durch. In der Wintersaison wird sie in Asien, Australien und Neuseeland eingesetzt.

Maschinenanlage und Antrieb[Bearbeiten]

Der dieselelektrische Antrieb besteht aus vier Dieselgeneratoren und einem Gasturbienengenerator welche zwei Elektromotoren antreiben. Die Dieselgeneratoren wurden von Wärtsilä gebaut und werden mit Schweröl (HFO) betrieben. Der Gasturbinengenerator LM2500 von General Electric verwendet Marinedieselöl (MGO). Die Anlage wird aus Kostengründen nur in Gebieten in denen strenge Emissionsrichtlinien gelten genutzt oder wenn das Schiff Spitzengeschwindigkeit erreichen soll. Um im Hafen zu manövrieren, gibt es eine Querstrahlsteueranlage mit drei 2.200-Kilowatt-Bugstrahlruder (englisch bow thruster) sowie drei 1.728-Kilowatt-Heckstrahlruder (englisch stern thruster).

Kabinen und Bordeinrichtungen[Bearbeiten]

Die Diamond Princess bietet Platz für 2.670 Passagiere auf 13 Decks. Über die Hälfte der 1.337 Kabinen sind mit Balkon ausgestattet. Die Kabinen und Suiten sind zwischen 14 m² (Innenkabine) und 123 m² (Grand Suite mit Balkon) groß. Es gibt mehrere Hauptspeisesäle und ein 24-Stunden Speise-Buffet, vier Pools sowie einen Kinderpool. Weitere Bordeinrichtungen sind unter anderem das Theater im Broadway und Las Vegas-Stil, ein Spielkasino, das Atrium mit Shops und Kunstgalerie sowie die Skywalkers Disco/Lounge.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diamond Princess – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Administrative Daten der „Diamond Princess“, Equasis - France-Ministry for Transport. Abgerufen am 7. November 2012
  2. Mitsubishi Heavy Industries, Ltd.: Diamond Princess Luxury Cruise Ship Launching Ceremony at the Nagasaki Shipyard & Machinery Works on April 12. Abgerufen am 7. November 2012.
  3. a b Princess Cruises: Diamond Princess Fact Sheet. Abgerufen am 7. November 2012.
  4. Mitsubishi Heavy Industries, Ltd.: October 4, 2002 Status Report The "Diamond Princess" Fire Incident. Abgerufen am 7. November 2012.
  5. Debut of First Large Passenger Cruise Ship Built in Japan for Princess Cruises. In: Mitsubishi Heavy Industries, Ltd.Technical Review Vol. 41 No. 6 (Dec. 2004) (PDF-Datei; 688 kB), abgerufen am 7. November 2012.
  6. Mitsubishi Heavy Industries, Ltd.: Christening Ceremony of Luxury Cruise Ship "Diamond Princess" To Be Held On February 26th at Nagasaki. Abgerufen am 7. November 2012.
  7. 60 Passagiere erkrankten am Norovirus auf der Diamond Princess. Abgerufen am 26. April 2014.