Diana Ross

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Diana Ross beim Nobel Peace Prize Concert 2008

Diane Ernestine Earle Ross (* 26. März 1944 in Detroit, Michigan, USA) gehört zu den erfolgreichsten amerikanischen Sängerinnen der Musikgeschichte. Ihr Musikstil geht von R&B über Pop, Soul bis Disco als auch Jazz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

[Bearbeiten] Diana and the Supremes

1964 hat eine amerikanische Girl-Group mit dem Song Where Did Our Love Go ihren ersten #1-Hit in den amerikanischen Charts. Diana Ross, Florence Ballard und Mary Wilson nennen sich The Supremes, kommen aus Detroit und haben das Glück, bei der kleinen Plattenfirma Motown unterzukommen. Motown hat zahlreiche – zunächst völlig unbekannte – Sängerinnen, Sänger und Gruppen unter Vertrag, von denen viele im Laufe der 1960er Jahre zu weltbekannten Stars der Musikszene aufsteigen: The Jackson 5, Marvin Gaye, Stevie Wonder, die Four Tops, Martha Reeves & the Vandellas und The Temptations gehören dazu.

Das weitaus bekannteste und erfolgreichste Produkt der Firma sind die Supremes. Insgesamt zwölfmal erreicht das Trio die Höchstposition der Hitparade und kann sich bald zu den internationalen Spitzenstars zählen, nicht zuletzt durch seine glamourösen Live-Auftritte und seine perfekte Bühnenshow. 1967 verlässt Florence Ballard die Supremes und wird durch Cindy Birdsong ersetzt. Gleichzeitig nennt sich die Gruppe fortan Diana Ross & the Supremes. Das Ende der Supremes mit Diana Ross als Leadsängerin kommt 1970 in Las Vegas. Diana wird durch Jean Terrell, die Schwester des Boxers Ernie Terrell, ersetzt, die fortan wieder unter der Kurzform „Supremes“ weitermacht.

[Bearbeiten] Solokarriere

Diana Ross, im Weißen Haus, 2. Dezember 2007

Noch im selben Jahr startet Diana Ross ihre Solokarriere. Ihr erstes Solo-Album (Diana Ross) und ihre erste Solo-Single (Reach Out and Touch) werden zwar nur Achtungserfolge, aber zwischen 1970 und 1980 erreicht Diana insgesamt sechsmal wieder den Spitzenplatz der US-Charts. Zu den größten Erfolgen zählen Songs wie Upside Down (1980) und ein Duett mit Lionel Richie namens Endless Love (1981).

1972 debütiert Diana Ross in dem Film Lady Sings the Blues in der Rolle der Billie Holiday und wird 1973 mit dem Golden Globe Award als Beste Nachwuchsdarstellerin und einer Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin bedacht (dieser geht allerdings an Liza Minnelli für ihre Rolle in Cabaret). Lady Sings the Blues wird zum Kassenschlager und bekommt mehrere internationale Preise. Zwei weitere Filme folgen in den 1970er Jahren, Mahogany (1975) und The Wiz – Das zauberhafte Land (1978). Weitere zunächst geplante Filmprojekte – z. B. die Verfilmung der Josephine-Baker-Lebensgeschichte Naked at the Feast – werden nicht realisiert. Anfang der 1990er Jahre spielt Diana Ross die Hauptrolle in dem TV-Spielfilm Out of Darkness, 1999 dann folgt Double Platinum. Diana Ross ist die einzige lebende Künstlerin die mit zwei Sternen (einmal mit den „Supremes“ und einmal als Solo-Interpretin) auf dem Hollywood Boulevard vertreten ist.

1981 verlässt Diana Ross die Plattenfirma Motown und unterschreibt einen Vertrag bei RCA. Ihr erstes RCA-Album „Why do fools fall in love“ ist ein weltweiter Erfolg, der Titelsong erreicht die Spitze der US-Charts. 1983 gibt sie ihr legendäres Konzert im New Yorker Central Park vor 750000 Zuschauern. Trotz des schlechten Wetters hält sie das Konzert fast bis zum Ende durch, und singt zum Teil bei strömenden Regen. Das Konzert wurde am nächsten Tag wiederholt und gilt bis heute als der Höhepunkt ihrer Karriere. Bis 1987 veröffentlicht RCA insgesamt sechs Diana-Ross-Alben. Die hohen Erwartungen bezogen auf Verkaufszahlen kann Diana Ross jedoch nur in England erfüllen. Die Single-Auskoppelung „Chain Reaction“ aus ihrem Album „Eaten Alive“, welches von den Bee Gees für sie komponiert und produziert wurde, erreicht wieder den ersten Platz der englischen Charts. In den USA erreicht dieser Song und auch das Album nur eine mittlere Chart-Position, ein Umstand, der möglicherweise mit entscheidend ist, neues Glück bei ihrer alten Firma Motown zu wagen. Bei Motown hat sich inzwischen vieles geändert, nachdem ihr Gründer Berry Gordy die Firma verkauft hat. Während Diana Ross als Entertainerin bei vielen internationalen Tourneen und Auftritten noch große Erfolge feiern kann, sinken die Verkaufszahlen ihrer Platten/CDs zunehmend. Nur Großbritannien bleibt ein relativ beständiger Markt, dort erreicht ihre Single „When you tell me that you love me“ 1992 den Spitzenplatz der UK-Charts, ihr Album One Woman – The Ultimate Collection 1993 den Spitzenplatz in den Album Charts. Im selben Jahr erscheint ihre Autobiografie „Secrets of a Sparrow“. Dianas letztes Studio-Album im letzten Jahrtausend (Every Day Is A New Day) erscheint 1999, der Single-Hit „Not over you yet“ erreicht den 10. Platz der UK-Charts. Zwei Jahre später folgt bei EMI ein Best-of-Album („Love & Life“) mit vielen Supremes- und Solo-Hits, dazu eine Neuaufnahme, ein Remake des alten Dusty-Springfield-Hits „Goin' Back“. 2006 bringt Motown ein Album („Blue“) mit Jazz-Stücken heraus, das Anfang der 1970er Jahre eingespielt, aber nie veröffentlicht wurde. Diese Album platziert sich weltweit in den Charts und gilt als Geheimtip aller Jazz-Fans. Mit einem neuen Studio-Album („I Love You“) versucht Diana Ross im Herbst 2006, an alte Erfolge anzuknüpfen. In den Billboard-Charts erreicht das Album zwar Platz #32, kann sich jedoch nur zwei Wochen in den „Top 200“ halten. Im selben Jahr veröffentlicht die britische Boygroup „Westlife“ ein Remake von „When you tell me that you love me“ mit Diana Ross und erreicht den zweiten Platz der englischen Charts. In den Jahren von 2006 bis 2009 gibt Diana Ross eine Reihe von umjubelten Konzerten in Europa. Bei ihrem Konzert im „Sporting Club“ von Monte Carlo im Jahr 2008 rutscht sie auf den von der Tischdekoration entnommenen und zu ihr auf die Bühne geworfenen Rosen aus, fällt auf die Knie und beendet den Song in dieser Position, bis ihr von einem der Chormitglieder aufgeholfen wird. Diana Ross gilt bis heute als einer der größten Weltstars des 20. Jahrhunderts und hat im Gegensatz zu vielen anderen amerikanischen Künstlern, die in ihren späten Jahren höhere Verkaufszahlen erreichten, den Status einer Legende.

[Bearbeiten] Privatleben

Diana Ross war zweimal verheiratet. Sie hat drei Töchter, Rhonda Suzanne (* 1971) aus einer Verbindung mit Berry Gordy sowie aus der ersten Ehe mit Robert Silberstein Tracee Ellis Ross (* 1972) und Chudney Lane (* 1975). Aus ihrer zweiten Ehe mit dem norwegischen Bergsteiger und Geschäftsmann Arne Næss Jr. hat sie zwei Söhne, Ross Arne (* 1987) und Evan Olav (* 1988). Die Ehe wird 2002 geschieden. Wenig mehr als ein Jahr später stirbt der Hobby-Bergsteiger Næss am 13. Januar 2004 bei einem Kletterunfall in der Nähe von Kapstadt. Gemäß des 2002 erstellten Testaments des am 25. Juni 2009 verstorbenen Popstars Michael Jackson, soll Diana Ross das Sorgerecht für Jacksons drei Kinder erhalten, falls Jacksons Mutter Katherine nicht willens oder in der Lage ist, das Sorgerecht wahrzunehmen. Mit der US-Souldiva verband Jackson eine langjährige Freundschaft.

[Bearbeiten] Filme

  • 1972 Lady sings the Blues (Oscar-Nominierung)
  • 1975 Mahogany
  • 1978 The Wiz (mit Michael Jackson)
  • 1993 Out of Darkness
  • 2002 Double Platinum

In dem Kinder-Trickfilm In einem Land vor unserer Zeit wird Diana Ross' Stück If We Hold On Together als Titelsong verwendet.

Der 2007 veröffentlichte Film Dreamgirls basiert zum Teil auf der Geschichte der Supremes, Ross wird darin von der US-amerikanischen R&B-Sängerin und Schauspielerin Beyoncé Knowles verkörpert. U. a. wirken Jennifer Hudson und Anika Noni Rose mit.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

insgesamt 12 Grammy-Nominierungen

  • 1971 Auszeichnung von Billboard Magazin als beste Sängerin (s. Autobiografie „Diana Ross, mein Leben“, erschienen im Goldmann-Verlag, 1993)
  • 1973 Golden Globe als beste Newcomerin für den Auftritt in "Lady sings the Blues" (s. Autobiografie „Diana Ross, mein Leben“, erschienen im Goldmann-Verlag,1993)
  • 1973 Oscar Nominierung für „Lady sings the Blues“
  • 1975 César für den Auftritt in „Mahagoni“
  • 1977 Spezial Tony Award für die One-Woman-Show „An evening with Diana Ross“
  • 1999 Stern auf dem Hollywood Walk of Fame
  • 2007 wird Diana Ross für ihr bisheriges Lebenswerk mit dem Kennedy-Preis ausgezeichnet.[1]

[Bearbeiten] Diskografie (Auswahl)

In Klammern sind die Notierungen in den amerikanischen Charts und zum Teil auch in den britischen und deutschen Charts.

The Supremes (Diana Ross, Mary Wilson und Florence Ballard)

  • 1963: Meet The Supremes
  • 1964: Where Did Our Love Go (US: #2)
  • 1964: A Bit of Liverpool (US: #21)
  • 1965: The Supremes Sing Country-Western & Pop (US: #79)
  • 1965: We Remember Sam Cooke (US: #75)
  • 1965: More Hits by The Supremes (US: #6)
  • 1965: The Supremes at the Copa (US: #11)
  • 1965: Merry Christmas
  • 1966: I Hear a Symphony (US: #8)
  • 1966: The Supremes A'Go-Go (US: #1)
  • 1967: The Supremes Sing Holland-Dozier Holland (US: #6)
  • 1967: The Supremes Sing Rodgers & Hart (US: #20)

Diana Ross & The Supremes (mit Cindy Birdsong statt Florence Ballard)

  • 1967: Diana Ross & The Supremes Greatest Hits, Vols. I & II (US: #1)
  • 1968: Reflections (US: #18)
  • 1968: Diana Ross & the Supremes 'Live' at London's 'Talk of the Town' (US: #57)
  • 1968: Diana Ross & The Supremes Sing and Perform 'Funny Girl' (US: #150)
  • 1968: Diana Ross & The Supremes Join The Temptations (mit The Temptations; US: #2)
  • 1968: TCB (mit The Temptations; US: #1)
  • 1969: Let the Sunshine in (US: #24)
  • 1969: Together (mit The Temptations; US: #28)
  • 1969: Cream of the Crop (US: #33)
  • 1969: On Broadway (mit The Temptations; US: #38)
  • 1969: Diana Ross & The Supremes' Greatest Hits, Vol. III (US: #31)
  • 1970: Farewell (live im Frontier Hotel, Las Vegas; US: #46)
  • 1974: Anthology, 1962-1969 (US: #66)
  • 1986: 25th Anniversary (US: #112)
  • 2003: The No. 1's (US: #72)

Solo-Aufnahmen

  • 1970: Diana Ross (US: #19)
  • 1970: Everything is Everything (US: #42)
  • 1971: Diana! (TV Special Soundtrack mit Gast-Stars: The Jackson Five, Danny Thomas und Bill Cosby; US: #46)
  • 1971: Surrender (US: #56)
  • 1972: Lady Sings the Blues (Film-Soundtrack; US: #1)
  • 1973: Touch me in the Morning (US: #5)
  • 1973: Diana & Marvin (Duett mit Marvin Gaye; US: #26)
  • 1973: Last Time I Saw Him (US: #52)
  • 1974: Diana Ross Live at Caesar's Palace (US: #64)
  • 1975: Mahogany (Film-Soundtrack, Diana singt nur den Titelsong Do You Know Where You're Going To; US: #19)
  • 1976: Diana Ross (US: #5)
  • 1976: Diana Ross Greatest Hits (US: #13)
  • 1977: An Evening with Diana Ross (Live aufgenommen in Los Angeles; US: #29)
  • 1977: Baby It's Me (US: #18)
  • 1978: Ross (US: #49)
  • 1979: The Boss (US: #14)
  • 1980: Diana (US: #2, D: #5)
  • 1980: It's My Turn (Soundtrack, Diana singt nur den Titelsong; US: #137)
  • 1981: To Love Again (US: #32, D: #62)
  • 1981: All the Great Hits (US: #37)
  • 1981: Why Do Fools Fall in Love (US: #15)
  • 1982: Silk Electric (US: #27)
  • 1983: Ross (US: #32, D: #34)
  • 1984: Swept Away (US: #26, D: #22)
  • 1985: Eaten Alive (US: #45, D: #20)
  • 1987: Red Hot Rhythm & Blues (US: #73, D: #55)
  • 1989: Workin' Overtime (US: #116, D: #64)
  • 1991: The Force Behind the Power (US: #102)
  • 1993: Stolen Moments – The Lady Sings Jazz & Blues
  • 1993: Christmas in Vienna (mit Plácido Domingo und José Carreras; US: #154, D: #13)
  • 1993: Forever Diana (4-CD-Box)
  • 1993/94: One Woman – The Ultimate Collection (UK: #1, D: #79)
  • 1994: Extended Diana – The Remixes
  • 1994: A Very Special Season
  • 1995: Take Me Higher (US: #114, UK: #10)
  • 1996: Voice of Love
  • 1999: Every Day is a New Day (US: #108)
  • 2001: Love & Life
  • 2003: Deluxe Edition
  • 2006: Blue (U.S. Blues: #2)
  • 2007: I Love You (US: #32)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Autobiografien

  • Diana Ross: Secrets of a Sparrow. 1993 (1994 auch in der deutschen Übersetzung mit dem Titel Diana Ross – Mein Leben erschienen)
  • Diana Ross: Goin' Back. 2002

[Bearbeiten] Bücher über Diana Ross (Auswahl)

  • Connie Berman: Diana Ross – Supreme Lady. USA 1978
  • James Haskins: I'm Gonna Make You Love Me – The Story of Diana Ross. USA 1980
  • Geoff Brown: Diana Ross. UK 1981
  • James Haskins: Diana Ross – Star Supreme. USA 1985
  • J. Randy Taraborrelli: Diana. USA 1985
  • J. Randy Taraborrelli: Call Her Miss Ross. USA 1989
  • John Wyeth, jr.: Diana Ross. USA 1996
  • Sharon Davis: Diana Ross – A Legend in Focus. UK 2000
  • Tom Adrahtas: Diana Ross – A Lifetime to Get Here (The American Dreamgirl). USA 2006
  • J. Randy Taraborrelli: The Unauthorized Biography. USA 2007
  • Ed Ifkovic: Diana's Dogs (Diana Ross and the Definition of a Diva). USA 2007

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Der Tagesspiegel: Kennedy-Preis für Martin Scorsese und Diana Ross

[Bearbeiten] Weblinks

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