Diane von Fürstenberg

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Diane von Fürstenberg (2009)

Diane von Fürstenberg, auch Diane von Furstenberg oder Diane Prinzessin zu Fürstenberg, geb. Diane Simone Michelle Halfin (* 31. Dezember 1946 in Brüssel, Belgien) ist eine belgisch-amerikanische Modeschöpferin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Diane wurde in eine gehobenere jüdische Mittelschicht-Familie hineingeboren. Ihr Vater war Leon Halfin, ein aschkenasischer Jude aus Kischinau, der 1929 nach Belgien ausgewandert war[1] und den Zweiten Weltkrieg in der Schweiz verbracht hatte. Ihre aus Griechenland stammende sefardische Mutter Liliane Nahmias war eine Überlebende des Holocaust.

Diane Halfin studierte Spanisch in Madrid und Betriebswirtschaft an der Universität Genf, wo sie auch zum ersten Mal Egon von Fürstenberg begegnete. Schon 1969 heirateten die beiden in Yvelines in Frankreich und zogen nach New York, wo bald darauf Sohn Alexandre und Tochter Tatiana zur Welt kamen. Inzwischen ist sie vierfache Großmutter. Bereits kurz nach der Geburt des zweiten Kindes ließen sich die beiden wieder scheiden, und Diane begann ihr eigenes Geschäft aufzubauen, indem sie Strickkleider verkaufte. Im Jahr 1973 brachte sie das so genannte Wickelkleid (wrap dress) heraus, das sich als so stilbildend erweisen sollte, dass heute ein Exemplar davon im Metropolitan Museum of Art in New York ausgestellt ist.

Diane von Fürstenberg brachte auch eine erfolgreiche Kosmetikserie heraus und stieg 1991 ins Home-Shopping-Geschäft ein. 1985 hatte sie in Paris außerdem einen französischsprachigen Verlag namens Salvy gegründet und sich damit vom Modegeschäft zeitweilig verabschiedet. 1997 begann sie mit ihrer Rückkehr nach New York eine zweite Karriere als Modedesignerin.

Bis 2007 in einem Studio in Greenwich Village und seitdem im Meatpacking District ansässig, entwirft Diane von Fürstenberg bis heute eine exklusive Damenkollektion, die ausschließlich in Nobelboutiquen und edlen Warenhäusern wie etwa Bergdorf Goodman oder Saks Fifth Avenue angeboten wird.

Ihre Memoiren DIANE: A Signature Life erschienen 1998.

2001 heiratete sie den amerikanischen Medienmogul Barry Diller und erhielt im Jahr darauf die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Als Designerin änderte sie nur geschäftlich ihren Namensbestandsteil im Familiennamen „zu“ in „von“, da der durch die Heirat mit ihrem ersten Mann erworbene Namensbestandsteil „zu“ außerhalb Europas kaum gebräuchlich ist. Es gibt in Deutschland auch Familien mit den Familiennamen „von Fürstenberg“.

Sie verbringt ihre Zeit zu Teilen in New York, Paris, Los Angeles und Connecticut.

Die Designs von Google's Datenbrille Glass in der Version von Juni 2014 stammen von der Modeschöpferin Diane von Fürstenberg. (IT-News, c't, iX, Technology Review, Telepolis | heise online)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1985 Auszeichnung der "New York Mayor's Liberty Medal for citizens of the world who have achieved the American dream"
  • 2005 Auszeichnung für ihr Lebenswerk vom Council of Fashion Designers of America (CFDA)
  • 2006 Wahl zur Präsidentin des Council of Fashion Designers of America (CFDA)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kurzbiographie Léon Halfin (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diane von Fürstenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien