Dianne Feinstein

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Dianne Feinstein
Dianne Feinstein während ihrer Zeit als Bürgermeisterin von San Francisco an Bord eines Cable Cars

Dianne Goldman Berman Feinstein (* 22. Juni 1933 in San Francisco, Kalifornien; gebürtig Dianne Emiel Goldman) ist eine US-amerikanische Politikerin der Demokratischen Partei, die den Bundesstaat Kalifornien seit 1992 im US-Senat vertritt. Sie war zudem der erste und bislang einzige weibliche Bürgermeister von San Francisco.

Leben[Bearbeiten]

Dianne Emiel Goldmans Vater, Leon Goldman, war ein renommierter Chirurg, der viel reiste und Vorträge auf akademischen Konferenzen hielt. Sie erwarb 1955 einen Bachelor in Geschichte an der Stanford University. 1957 heiratete sie Jack Berman, einen Kollegen aus dem Büro des Bezirksstaatsanwalts von San Francisco. Drei Jahre später wurde die Ehe wieder geschieden. Kurz nachdem sie ihre Karriere in der Politik begonnen hatte, heiratete sie 1962 den Neurochirurgen Bertram Feinstein. 1969 errang sie eine Position im San Francisco County Board of Supervisors und damit gleichzeitig im Stadtrat (City Council of San Francisco). Diese Position behielt Feinstein neun Jahre und wurde die erste Präsidentin dieses Gremiums. In dieser Zeit versuchte sie zweimal erfolglos Bürgermeisterin zu werden.

Politik[Bearbeiten]

Als im November 1978 Stadtrat Dan White den Bürgermeister George Moscone und den Supervisor Harvey Milk ermordete, wurde Feinstein als Präsidentin des Board of Supervisors am 4. Dezember 1978 automatisch Bürgermeisterin. Sie blieb den Rest der Wahlperiode im Amt, gewann 1979 die Wiederwahl und schied am 8. Januar 1988 aus dem Amt. 1984 überstand sie den Versuch, sie aus dem Amt zu wählen (Recall), nachdem sie vorgeschlagen hatte, Handfeuerwaffen in San Francisco zu verbieten.

1978 starb ihr Ehemann Bertram an Darmkrebs. Zwei Jahre später heiratete sie Richard C. Blum, einen Investmentbanker, der ihr später (1990) bei ihrem Versuch, den kalifornischen Gouverneurssitz zu erringen, den Wahlkampf zu finanzieren half. Sie verlor gegen den Republikaner Pete Wilson. Der von Wilson aufgegebene Senatssitz wurde von Feinstein in einer Nachwahl gewonnen. Sie wurde 1994, 2000, 2006 und 2012 wiedergewählt. In den Jahren 1998 und 2003 rieten ihr viele, für das Gouverneursamt zu kandidieren; sie weigerte sich aber.

Feinstein ist aktuell das älteste Mitglied des US-Senats.

Am 28. Oktober 2013 kündigte sie als Vorsitzende des Geheimdienstausschusses an, dass es im Senat eine Untersuchung wegen der Überwachung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und anderer Spitzenpolitiker befreundeter Staaten geben werde.[1]

Ansichten[Bearbeiten]

Als Fürsprecherin der Forschung an embryonalen Stammzellen war Feinstein eine der 58 Senatorinnen und Senatoren, die in der Hoffnung, dass die Beschränkungen der staatlichen Forschungsförderung aufgehoben werden, einen Brief an US-Präsident George W. Bush richteten.

Feinstein ist eine starke Befürworterin von Waffenkontrollgesetzen, obwohl sie einst selbst eine Waffe bei sich trug. Eine Genehmigung, die es einer Person erlaubt, verdeckt eine Waffe zu tragen, ist in Kalifornien nur schwer zu bekommen. Zeitweise war Feinstein die einzige Person in San Francisco, die eine solche Genehmigung hatte.

Dianne Feinstein ist Mitglied der Trilateralen Kommission und im Council on Foreign Relations. Im Senat sitzt sie im mächtigen Investitionsausschuss und im Geschäftsordnungsausschuss; zudem ist sie seit 2009 Vorsitzende des Ausschusses für die Nachrichtendienste und steht dem gemeinsamen Ausschuss für die Kongressbibliothek vor.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dianne Feinstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. spiegel.de:NSA und Merkel, US-Senat plant Untersuchung der Handy-Affäre