Dibenzoxazepin

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Strukturformel
Struktur von Dibenzoxazepin
Allgemeines
Name Dibenzoxazepin
Andere Namen
  • Dibenzo[b,f]-1,4-oxazepin
  • CR
Summenformel C13H9NO
CAS-Nummer 257-07-8
Eigenschaften
Molare Masse 195,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][3]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: (2)​‐​23​‐​24/25​‐​27/28
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Dibenzoxazepin (CR) ist ein Tränengas, das 1962 erstmals hergestellt wurde. Verwendung findet es nur bei der britischen Polizei oder einzelnen militärischen Spezialeinheiten. Sein exakter chemischer Name lautet: Dibenzo[b,f]-1,4-oxazepin. Teilweise wird es auch als CR-Gas bezeichnet. CR ist auf der gemeinsamen Militärgüterliste im Rahmen des Verhaltenskodex der Europäischen Union für Waffenausfuhren enthalten.[5]

Wirkung und Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

CR ist eine chemische Waffe und greift sowohl die Augen (Augenkampfstoff), als auch Haut und Schleimhäute an. Bei direktem Kontakt mit dem Auge kann längeranhaltende Blindheit auftreten. Erhöhter Blutdruck und hysterische Anfälle als Folge einer Kontamination sind möglich. Die Beschwerden halten für gewöhnlich länger an. In hoher Konzentration (z. B. in geschlossenen Räumen) wirkt es tödlich.

Die Dämpfe oder auch Aerosole der Substanz rufen ein Brennen der Augen, Schleimhäute und Zunge, starken Tränen-, Speichel- und Nasenausfluss und Husten bis zu Erstickungsanfällen hervor. Bei Kontakt mit Wasser oder auf feuchter Haut können Rötungen und starke Schmerzen auftreten. Ein Abklingen der Symptome erfolgt in der Regel nach 30 Minuten. Bei Mäusen wurden karzinogene Effekte nachgewiesen, wobei sich nach mehrwöchiger Aufnahme über die Atemwege Lungen- und Lebertumoren ausbildeten.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. Günter Hommel: Handbuch der gefährlichen Güter. Transport – Gefahrenklassen. Springer, 2002. ISBN 3-540-20348-6
  4. a b c Dibenzoxazepin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 13. Mai 2011.
  5. Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften: Erklärung des Rates vom 13. Juni 2000 anläßlich der Festlegung der gemeinsamen Militärgüterliste im Rahmen des Verhaltenskodex der Europäischen Union für Waffenausfuhren, (2000/C 191/01).