Dick Haymes

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Dick Haymes (* 13. September 1918 in Buenos Aires; † 28. März 1980 in Los Angeles) war ein argentinischer Sänger der 1940er Jahre. Er wirkte als Sänger in den Swingbands der 1940er Jahre, wie bei Harry James, Benny Goodman und Tommy Dorsey, und hatte eine Solokarriere als Balladensänger.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Dick Haymes hatte sein Debüt als Sänger 1931 in einem Hotel, wo Bandleader Johnny Johnson auf ihn aufmerksam wurde und ihn für den Sommer in seine Band aufnahm. 1933 ging Haymes nach Hollywood, wo er die Band The Katzenjammers gründete, die keinen Erfolg brachte. Ab 1939 war er Sänger in der Band von Harry James, wo er bis 1942 blieb. Kurze Mitgliedschaften hatte er auch in den Bands von Benny Goodman und Tommy Dorsey.

Ab 1944 startete Haymes eine Solokarriere mit einem CBS-Radioprogramm, bei dem er mit dem Arrangeur Matt Dennis arbeitete (u.a. das Programm Something for the Boys mit Jack Jenney) und Aufnahmeverträgen bei Decca. Es folgte ein Vertrag mit Twentieth Century Fox und der Start einer Filmkarriere. In dieser Zeit hatte Haymes eine eigene Radioshow und trat in den Sendungen The Lucky Strike Hit Parade, Club 15 und The Auto-Lite Hour auf. Zu seinen Hits in dieser Zeit gehörte das mit Helen Forrest gesungene Duett Some Sunday Morning. Weitere Hits seiner Decca-Ära waren You’ll Never Know, 'Till the End of Time, It Can’t be Wrong, Little White Lies und Mam’selle. Im Jahr 1944 wollte er nicht als Ausländer registriert werden und zog nach Hawaii. Bei seinem Rückkehrversuch wurde ihm zunächst die Einreise in die USA verweigert.

Ab 1947 folgten Alkoholprobleme und eine wirtschaftliche Misere. Auslaufende Kontrakte mit Fox und Decca waren die Folge. In den frühen 1950er Jahren wollte er mit Billie Holiday auf Europatournee gehen, ihm wurde aber die Ausreise verweigert. 1955 und 1956 nahm er zwei Alben für das Plattenlabel Capitol auf, Moondreams und Rain or Shine. 1961 migrierte Haymes nach Irland. Ein Comeback-Versuch in den USA in den 1970er-Jahren hatte keinen Erfolg mehr.

Es wurde behauptet, seine Baritonstimme sei eine der besten des 20. Jahrhunderts gewesen.

Auswahldiskographie[Bearbeiten]

  • Tommy Dorsey: In Concert (RCA, 1942)

Literatur[Bearbeiten]

  • Ken Bloom: The American Songbook – The Singers, the Songwriters, and the Songs – 100 Years of American Popular Music – The Stories of the Creators and Performers. New York City, Black Dog & Leventhal, 2005

Weblinks[Bearbeiten]