Laurel und Hardy: Die Teufelsbrüder

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Filmdaten
Deutscher Titel Dick und Doof – Die Teufelsbrüder[1]
Originaltitel Pack Up Your Troubles
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1932
Länge 68 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie George Marshall,
Raymond McCarey,
Harry Black,
Lloyd French
Drehbuch H. M. Walker
Produktion Hal Roach
Musik Leroy Shield,
Marvin Hatley,
Felix Powell
Kamera Art Lloyd
Schnitt Richard Currier
Besetzung

Dick und Doof – Die Teufelsbrüder (Alternativtitel Die Teufelsbrüder, Originaltitel Pack Up Your Troubles) ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Komiker-Duos Laurel & Hardy aus dem Jahr 1932, es war außerdem der zweite Langfilm der beiden. Das erste Mal kam er 1952 unter dem Titel Dick & Doof als Rekruten in die deutschsprachigen Kinos. 1967 fand unter seinem bis heute erhaltenen Titel im Frankfurter „Alemannia-Theater“ eine Wiederaufführung statt. Im deutschsprachigen Raum wurde er unter mehreren alternativen Namen vertrieben, am seltensten unter dem originalgetreuen Namen „Vergiss Deine Sorgen“. Weitere Alternativtitel im Fernsehen waren „Laurel & Hardy – Als Rekruten“ und „Laurel & Hardy – Die Teufelsbrüder“ in Deutschland und „Zwei Väter und ein Kind“ oder „Die Retter der Kompanie“ in Österreich.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung startet in den Vereinigten Staaten. Nach Kriegseintritt der Vereinigten Staaten von Amerika geraten Stan und Olli widerwillig, wegen ungeschicktem Verhalten ihrerseits, als „Freiwillige“ in die Armee. Während der Absolvierung ihrer Grundausbildung freunden sie sich mit ihrem Kameraden Eddie Smith an. Zugleich wird der Regimentskoch Pierre zu ihrem Intimfeind, den sie sich zunächst eher durch ihre Tollpatschigkeit als durch planvolles Handeln vom Leibe halten können.

Beim Fronteinsatz in einem der Schützengräben Frankreichs kommt ihr Freund Eddie Smith ums Leben. Stan und Olli haben sich unterdessen, wiederum unbeabsichtigt, „freiwillig“ zu einem Himmelfahrtskommando gemeldet. Dies bewältigen sie mit bewährter Tollpatschigkeit, indem sie mit einem Panzer, in dem sie sich eigentlich nur verstecken wollten, die feindlichen Linien aufrollen und zahlreiche Gefangene machen.

Zurück in der Heimat beschließen die arbeitslosen Veteranen, sich um die hinterbliebene, ledige Tochter ihres verstorbenen Kriegskameraden zu kümmern. Sie wollen das Kind zu seinen ahnungslosen Großeltern bringen. Allerdings wissen sie vom Großvater nur den Nachnamen. Er heißt Smith...

Bis dieses Ziel erreicht ist, fühlen Stan und Olli sich für das Kleinkind verantwortlich. Teils recht tatkräftig, teils in bewährter Manier, beschützen sie es vor einem bösen Onkel, wie auch vor der nicht weniger bösartigen Wohlfahrtsbehörde. Das niedliche Mädchen findet unterdessen Gefallen am Familienleben mit seinen beiden Betreuern, beginnt schon deren Verhaltensweisen nachzuahmen.

Die Notwendigkeit der Finanzierung des Lebensunterhalts führt Stan und Olli in eine Bank, wo sie unabsichtlich-absichtlich zu Bankräubern werden. So kommen sie in Kontakt mit dem Bankdirektor Smith, der sich schließlich als der lang gesuchte Großvater herausstellt. Die Geschichte scheint sich einem glücklichen Ende zuzuneigen, die beiden Freunde aller Sorgen ledig zu sein, da tritt der Koch des Bankdirektors auf den Plan, es ist ein alter Bekannter des Duos...

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die Dreharbeiten fanden im Mai 1932 statt.
  • Für die Kriegsszenen wurden dem Filmteam Panzer und insgesamt 1000 Soldaten zur Verfügung gestellt.
  • Der Boxer Smith, der den „Teufelsbrüdern“ dicke Nasen verpasst, wurde von dem realen, zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr populären Schwergewichtsboxer „Gunboat“ Smith (Edward J. Smyth) dargestellt. (Gunboat Smith hatte unter anderem mit dem legendären Boxweltmeister Jack Dempsey im Ring gestanden)

Die deutsche Synchronfassung[Bearbeiten]

  • Die deutschen Dialog-Bücher wurden von Werner Schwier geschrieben, der insgesamt acht Laurel & Hardy- Dialogbücher geschrieben hat.
  • In diesem Film wird Stan nicht wie immer von Walter Bluhm gesprochen, da dieser zu jener Zeit verhindert war. Als Ersatz fungierte Helmut Ahner.
  • Ebenfalls wird Ollie nicht mehr von Arno Paulsen gesprochen, da dieser schwer erkrankte und 1969 verstarb. Sein Nachfolger war Gerd Duwner.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dick, Rainer: Laurel und Hardy: Die größten Komiker aller Zeiten. – Orig. ausg. – München: Heyne, 1995 (Heyne Filmbibliothek; 32/221) – ISBN 3-453-09006-3

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Laurel und Hardy: Die Teufelsbrüder im Lexikon des Internationalen Films. Abgerufen am 20. Januar 2013