Dickey Betts

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Dickey Betts
Pistoia Blues Festival 2008
Foto: Simone Berna

Forrest Richard "Dickey" Betts (* 12. Dezember 1943 in West Palm Beach, Florida) ist ein US-amerikanischer Gitarrist und Rockmusiker.

Leben[Bearbeiten]

Der Gitarrist Richard "Dickey" Betts gehört zu den Gründungsmitgliedern der US-amerikanischen Allman Brothers Band, die sich Ende der 60er um die Brüder Duane & Gregg Allman formierte und deren Stil (Blues-Rock, Jazz, Country) als Southern Rock bezeichnet wird. Seine bekanntesten Kompositionen bei den Allman Brothers waren der Hit „Ramblin' Man“, der seiner Tochter gewidmete Instrumental-Song „Jessica“ sowie das in zahlreichen Improvisationen immer wieder veränderte, längere Instrumentalstück „In Memory of Elizabeth Reed“. 1995 wurde „Jessica“ mit einem Grammy als Best Rock Instrumental Performance ausgezeichnet.[1]

Das Album Live at Fillmore East (1971) wird bis heute als ein Meilenstein aller Live-Alben der Rockmusik angesehen. Seit den späten 1990er-Jahren ist Betts kein Mitglied der ABB mehr, dies war ihm per Fax mitgeteilt worden. Seither verfolgt er (wie auch schon in den 1970er Jahren) seine Soloprojekte (unter anderem mit seiner eigenen Band Great Southern).

Dickey Betts befindet sich auf der Liste der 100 besten Gitarristen aller Zeiten der amerikanischen Musikzeitschrift Rolling Stone Magazine an 58. Stelle[2].

Gitarren[Bearbeiten]

In den frühen Jahren der Allman Brothers Band benutzte Betts oft eine Gibson SG, die später vor allem vom anderen Gitarristen Duane Allman als Slide-Gitarre gebraucht wurde.[3]Trotzdem ist Betts bis heute vor allem als langjähriger Spieler einer Gibson Les Paul Goldtop in Erscheinung getreten. Diese Gitarre nannte er "Goldie". Betts war so vernarrt in diese Gitarre, dass er sie so gut wie immer mit auf Konzerttourneen nahm. Es gibt kaum Aufnahmen aus den 1970er Jahren, bei denen er nicht diese Gitarre spielt. Trotzdem wechselte er später für längere Zeit zu PRS Guitars.[4][5]Hierbei spielte auch eine Rolle, dass sich Betts als langjähriger, berühmter Nutzer von der Firma Gibson nicht genug gewürdigt fühlte. Heute spielt Betts allerdings wieder Gibson Les Paul Gitarren, auch weil es inzwischen zwei sogenannte Dickey-Betts-Signature Gitarren der Marke gibt.[6]

Diskografie (Solo)[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1974 Highway Call
  • 1977 Dickey Betts & Great Southern
  • 1978 Atlanta's Burning Down
  • 1988 Pattern Disruptive
  • 2001 Let's get together
  • 2002 Collectors #1 (Compilation)
  • 2004 Instant Live: The Odeon, Cleveland, OH 3. September 2004
  • 2005 Arista Recordings
  • 2005 Back Where It All Begins
  • 2006 Baugainvileas Call. The Very Best of Dickey Betts: 1973-1978 (Compilation)
  • 2007 Let's Get Together/Collectors#1 (Compilation)
  • 2007 The Official Bootleg

DVD[Bearbeiten]

  • 2005 Dickey Betts & Great Southern
  • 2009 30 Years Of Southern Rock (1978-2008) 2 Rockpalast Konzerte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Past Winners Search bei grammy.com
  2. Dickey Betts im Rolling Stone Magazine.
  3. Dickey Betts Signature SG bei gibson.com
  4. Dickey Betts Artikel bei ddv.music.com
  5. CD-Review bie home-of-rock.de (Version vom 28. Juni 2007 im Internet Archive)
  6. Dickey Betts Signature Les Paul bei thegibsonshop.com

Weblinks[Bearbeiten]