Dicomano

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Dicomano
Wappen
Dicomano (Italien)
Dicomano
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Florenz (FI)
Koordinaten: 43° 54′ N, 11° 32′ O43.911.533333333333162Koordinaten: 43° 54′ 0″ N, 11° 32′ 0″ O
Höhe: 162 m s.l.m.
Fläche: 61 km²
Einwohner: 5.735 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einw./km²
Postleitzahl: 50062
Vorwahl: 055
ISTAT-Nummer: 048013
Volksbezeichnung: Dicomanesi
Schutzpatron: Sant'Onofrio
Website: Gemeinde Dicomano

Dicomano ist eine Gemeinde mit 5735 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Florenz in der Region Toskana in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Lage von Dicomano in der Provinz Florenz

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 61 km². Sie liegt ca. 25 km nordöstlich der Provinz- und Regionalhauptstadt Florenz im Mugello und am Fluss Sieve. Im September 2008 wechselte sie ihre Gebietszugehörigkeit von der Comunità Montana Montagna Fiorentina zum Gebiet Comunità Montana Mugello.

Zu den Ortsteilen zählen Celle, Contea, Corella und Frascole.

Die Nachbargemeinden sind Londa, Marradi, Pontassieve, Rufina, San Godenzo und Vicchio.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde von der etruskischen Familie der Patna gegründet[2]. Die Ansammlung von Brücken und Türmen wurde in der Zeit der Römer zunächst Castrum Decumani genannt und diente diesen als Festungsanlage. Der Ortsname entstammt wahrscheinlich dem Fluss Comano. Durch die Lage an der Handelsstraße zu Forli weckte der Ort früh das Interesse der Republik Florenz, die die lokalen Gutsherren im 14. Jahrhundert enteigneten und die Burgen Belforte und del Pozzo zerstörten. Über die Handelswege durch Dicomano bezog Florenz fast seine komplette Getreideversorgung, später wurde der Binnenhafen für den Holztransport nach Livorno und Pisa wichtig, um dort Schiffe zu bauen[3]. 1919 wurden der historische Ortskern durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört[4], die Weltkriege und eine Bombardierung am 27. Mai 1944[5] taten ihr übriges dazu. 1946 leitete der Architekt Leonardo Savioli den Wiederaufbau, der zu einer progressiven Ausrichtung der Ortsarchitektur führte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pieve di Santa Maria, eine Pieve, die erstmals 405 erwähnt wurde und 1542 durch ein Erdbeben erheblich beschädigt wurde. Hier befinden sich Werke von Santi di Tito[6].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. zoomedia.it, abgerufen am 1. Februar 2010 [1]
  3. regione.toscana.it abgerufen am 1. Februar 2010 [2]
  4. Offizielle Webseite der Gemeinde Dicomano, abgerufen am 1. Februar 2010 [3]
  5. Offizielle Webseite der Gemeinde Dicomano, abgerufen am 1. Februar 2010 [4]
  6. Pieve Dicomano, abgerufen am 1. Februar 2010 [5]